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Seite: von 2

lupos
Meister im Astrotreff

Österreich
432 Beiträge

Erstellt am: 03.04.2004 :  18:21:51 Uhr  Profil anzeigen
hallo leute

wens interessiert hier ein paar bilder meines least cost minimal flex tools

zunächst dachte ich an eine variante die als materialkosten lediglich einen wandhaken beinhaltete:



die angst um leib und leben wäre es nicht gewesen ich hätte ja die tür zugemacht und die flex über den sicherungskasten eingeschaltet und hätte nach einer halben stunde nach dem rechten gesehn.
leider reichte die raumhöhe von 2,5m nicht aus für ein ROC=2*F=3,6m.

Als beschloss ich doch in ein paar spanplatten zu investieren:



dank meiner assitententin konnte das ganze geschehen auch für die nachfolgenden generationen aufgezeichnet werden:



hier hat mich mein assistentin life erwischt:



die ersten malträtierungen des einst planen fensterglasese:



und siehe da nach etwa einer stunde war das glas als fenster völlig unbrauchbar geworden:



man beachte die prinzip (glas rotiert auf der unterlage ohne drehtisch) bedingte völlige freiheit von astigmatischen- und keilizitäts-fehlern.

grüsse robert


Bearbeitet von: am:

Mac01
Meister im Astrotreff


323 Beiträge

Erstellt  am: 03.04.2004 :  18:59:26 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Robert,

keine schlechte Idee
Meine freihändigen Flexübungen scheinen mir nicht vertrauenseinflößend genug um eine Rohling eine saubere Anfangspfeilhöhe zu spendieren. Daher finde ich Deine Lösung wirklich toll. Mit der gezeigten Lösung bewegt sich die Flex exakt auf dem per Holzbrett definierten Radius.
Mit der Flex am Haken hättest Du vermutlich eher ein USO (unkontrolliert schwingendes Objekt) generiert
Hast Du die Unterlage auf dem der Rohling liegt irgendwie vorbehandelt (eigeseift, gefettet o.ä.) oder schwimmt der Rohling auf einem Luftpolster?
Nur ums sicher richtig verstanden zu haben:
Zielbrennweite deines Spiegels ist ROC/2=3,6/2=1,8m Richtig?
Beim Spiegel handelt es sich um einen 40iger? Also f/4.5?
Dicke 1" ?

Gruß
Markus

* 20" f4,9 Leichtbaudobson - ausgesuchter 10" GSO - EQ6 mit MTS3-SDI - 500/5.6 Rubinar - 114/900 Newton - Canon 300D - Speers Waler Zoom 5-8 - Vixen LVW 3.5, 17 - Panoptic 35 und ein paar Billig-Okus *

Bearbeitet von: am:
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RuedigerH
Meister im Astrotreff

Deutschland
527 Beiträge

Erstellt  am: 03.04.2004 :  19:10:32 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Robert,

Deine Vorrichtung gefällt mir sehr gut.
Durch den relativ ebenen Rohling dürfte die Appassungszeit mit groben Karbo recht kurz sein.
Wie lange hast Du für das Aushöhlen mit der Flex gebraucht?
Ich bin "Freihandflexer", da sieht die Oberfläche immer wie ein Rübenacker aus.
Bei einem 14" Spiegel brauchte ich 5 Minuten mit der großen Flex und anschl. noch 5 Stunden Grobschliff mir Karbo 60 und 120.

Viele Grüße

Viele Grüße
Rüdiger

Bearbeitet von: am:
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Ullrich
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
5083 Beiträge

Erstellt  am: 03.04.2004 :  19:22:17 Uhr  Profil anzeigen  Sende Ullrich eine ICQ Message  Sende Ullrich eine Yahoo! Message
Cool

Besonders die Lagerung des Spiegels auf der platten Fläche ohne Rollen verdient einen Orden. Wie hast Du den die Kraftübertragung von der Bohrmaschine auf den Spiegel realisiert?

Ein Tool aus Mosaikfliesen zur Anpassung an die Sphäre dürfte kaum mehr als 1 Stunde Bearbeitungszeit in Anspruch nehmen, richtig?

So ein Teil werde ich mir wohl auch bauen

Gruß

ullrich

Bearbeitet von: am:
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lupos
Meister im Astrotreff

Österreich
432 Beiträge

Erstellt  am: 03.04.2004 :  19:45:06 Uhr  Profil anzeigen
feut mich das mein tool anklang findet.

der rohling besteht aus zwei 10mm mit epoxy zusmmengeklebten fensterglasplatten soll ja schliesslich ein least cost projekt werden.

eigentlich sollte das ein 400/1800 f4,5 werden leider ist es aber nur 1650 geworden na ja man wir weiter sehen (und schleifen und polieren und ...).

die anpassung mittels fliesentool ging mit carbo 56 in 15 minuten weitere 20 minuten mit carbo 120, fertig war der grobschliff.

der antrieb erfolgte mit einer rebschnur 4mm welche sich an den enden leicht zusammenschweissen ließ, die schnur wurde einfach 2mal um den spiegelrohling (vom glaserer zugeschnitten) gelegt und ebenso 2mal um eine kleine antriebsrolle welche von der bohrmaschine angetriben wurde. die spannung der schnur sorgte gleichzeitig dafür das der rohling gegen die seitlichen kustofflager (auch nicht drehend) gepresst wurde.

damit die reibung zur unterlage nicht zu gross wurde habe ich in der mitte unter der glasplatte mittels kleiner stücke kelbestreifen eine minimale erhöhung geschaffen die dann als lager diente. (seife und wasser haben eher gebremst)

hoff es ist alles klar ...
was mich etwas enteuscht ist die zurückhaltende reaktion auf meine erste idee ....

grüsse robert

Bearbeitet von: lupos am: 03.04.2004 21:25:45 Uhr
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Stathis
Forenautor im Astrotreff

Greece
4659 Beiträge

Erstellt  am: 03.04.2004 :  21:21:57 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Stathis's Homepage
Ich komme als Freihand- Flexer aus dem Staunen nicht mehr raus - einfach genial!! Habe sofort den Beitrag von meiner Flexseite verlinkt.

Die erste Methode mit der Kette kann übrigens so nicht funktionieren. Das ginge nur, wenn der Winkelschleifer starr mit einer Stange verbunden wird, da nur so ein eindeutiger Radius abgefahren wird.

Zitat:
der rohling besteht aus zwei 10mm mit epoxy zusmmengeklebten fensterglasplatten

Ich bin äußerst gespannt, wie sich das beim Polieren benimmt. das Poliermaterial geht Montag an dich raus...damit wir alle bald die Fortsetzung erfahren.

Stathis
http://www.stathis-firstlight.de

Bearbeitet von: am:
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lupos
Meister im Astrotreff

Österreich
432 Beiträge

Erstellt  am: 03.04.2004 :  21:42:23 Uhr  Profil anzeigen
hi stathis,

nie würd ich mich trauen dir zu widersprechen, aber ....
in diesem fall hast du nicht recht.

mit einer starren stange müsstest du die länge oder zumindest den abstand langsam nachstellen damit die flex zu beginn nicht mit der vollen pfeilhöhe ins glas rauscht. das hätte zu folge das mehrmals die tür zum zimmer öffnen müsstest um nachzusehen und nachzustellen, wehe du vergisst nur einmal die gute maschine vorher auszuschalten da zahlt wegen grober fahrlässigkeit nicht mal die unfallversicherung was.

mit der kette hat die flex anfangs die freiheit vom glas wegzuspringen, mit fortschreiten des abtrages wird die kette immer gespannter und im endstadium der bearbeitung trägt sie nur noch dann ab wenn die kette durch das gewicht der flex gespannt ist.

man beachte bei der lösung vor allem auch den automatischen vorschub die flex schwingt sich selber durch antreiben über die diamantscheibe immer wieder hoch. man hat dabei auch einen hervorragenden indikator für das ende der bearbeitung die flex hört auf zu schwingen.

falls ich vergessen habe es zu erwähnen:
ich übernehme haftung für nachahmungstäter nur nach vorabzahlung einer kleinen lizenzzahlung .

kompliment an wolfgang zu seiner schleifmaschine.
wenn ich da so vergleiche kommt mir das vor wie der unterschied zwischen MIR (im wahrsten sinne des wortes) und ISS. ich verfüge leider nur über ein 3te welt budget.

lets swing
robert

Bearbeitet von: lupos am: 03.04.2004 21:57:32 Uhr
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Ries
Senior im Astrotreff

Netherlands
167 Beiträge

Erstellt  am: 03.04.2004 :  23:00:48 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Lupos!

Die Idee mit der Kette find`ich gut. Die Kette
würde allerdings aber ständig schwingen und so die Flex
rauf und runter gehen. Ich habe es mal mit einem
Stahlprofil (ca. 1700mm Länge) versucht. Die Höhe wird
mit einer Stellschraube eingestellt, trotzdem kann die
Flex sich auch nach oben hin frei bewegen (Sicherheit).
Der Spiegel wurde auf der Workmate fixiert, und die Flex
mit der Stange konnte frei rotieren, daß ging super.

Dein "Vorschliff" sieht vielversprechend aus! Voriges Jahr
habe ich mir eine 40cm Glasplatte rundgeschnitten, Dicke 19mm.
Ich sollte jetzt mal Nägel mit Köpfen machen und das Ding mal in Angriff nehmen.

Gruß,

Kai Ries

Bearbeitet von: am:
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Ries
Senior im Astrotreff

Netherlands
167 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2004 :  01:22:56 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Lupos!

Da habe ich etwas übersehen. Du willst einen
zusammengeklebten Rohling schleifen? Ich habe
selber aus low budget-Gründen versucht mit zwei
Epoxy-verklebten 8mm Scheiben einen Spiegel zu
polieren. Wie mir Stathis schon sagte, er hielt
seine Form nicht! Ich bin jetzt auch mit dem
Vorflexen fertig (ein richtiger Ekelrohling leider).
Es betrifft einen 400mm aber mit einer Dicke von 19mm
am Rand. Das ist immer noch ziemlich arg an der Grenze.
Meine Flexmethode ist ziemlich Rabiat (Flex mit Stahlschnur),
aber es funktioniert so ungefähr. Ich wollte eigentlich deine
Idee mit der Maschine übernehmen, aber es scheiterte an
den unrunden Spiegel (wegen dem Rundbrechen), schade.
Ich würde den Spiegel dann nicht Rotationssymmetrisch kriegen.

Bitte Entschuldigung wenn ich dich enttäuschen würde, aber
ich fühle mich irgendwie verpflichtet dir hierauf Aufmerksam zu machen.

Beste Grüße,
Kai Ries





Bearbeitet von: am:
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Roland
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3249 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2004 :  08:57:28 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Robert,

ich finde deine Idee auch sehr gut, ich hatte kürzlich mit einem 12.5er Rohling etwas ähnliches mit weniger Erfolg an einem Balkon probiert:



Als Pferdefuß erwies sich dabei die nachgiebige Nylonschnur, ein dünnes Stahlseil wäre da besser gewesen. Sonst klappte es einigermassen, freihand wäre ich natürlich noch um einiges schneller gewesen, deshalb habe ich den 21er auch so frei Schnauze geflext.
Warum hast du eigentlich den an sich schon sehr dünnen Rohling bis zum Rand geflext? Bis die kleinen Randausbrüche ausgeschliffen sind geht bestimmt noch ein halber Millimeter Dicke drauf. Bei den zusammengeklebten Fensterglasplatten wäre ich auch skeptisch ob das klappt, auch wenns ein least-kost Projekt werden soll wär ein 25mm-Borofloatrohling sicher die bessere Wahl gewesen, ich wünsche dir natürlich dass es trotzdem klappt.

Gruß

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matze63
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
49 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2004 :  12:08:04 Uhr  Profil anzeigen
Herzlichen Glückwunsch zu dem sauberen Schleifergebnis.
Ich hatte bei meinem Teil auch so was im Auge, aber angesichts des rel. kleinen Durchmessers von 10" und weil der Spiegel auch rel. langsam werden soll es dann doch gelassen. Beim nächsten mal werde ich das aber sicher auch versuchen :=).

Gruss

Matthias

Bearbeitet von: am:
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suessenberger
Meister im Astrotreff

Germany
344 Beiträge

Erstellt  am: 10.04.2004 :  13:12:56 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Roland,
Zitat:
Als Pferdefuß erwies sich dabei die nachgiebige Nylonschnur, ein dünnes Stahlseil wäre da besser gewesen.
hatte damals bei meinem 8"er einfach eine Dachlatte statt Nylonschnur benutzt (lediglich als obere Aufhängung der Dachlatte am Balkongeländer sowie zur dreidimensionalen Beweglichkeit wurde ein kurzers Stück Schnur verwendet): funktionierte wunderbar.
Freundliche Grüße: Uwe

Bearbeitet von: am:
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lupos
Meister im Astrotreff

Österreich
432 Beiträge

Erstellt  am: 13.04.2004 :  10:15:47 Uhr  Profil anzeigen
hallo roland
absolut keine randausbrüche.

hallo ries
fürchte das sich die glasplatten schon zu rächen beginnen
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=9386

Bearbeitet von: am:
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Roland
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3249 Beiträge

Erstellt  am: 13.04.2004 :  16:18:33 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Robert,
Zitat:
absolut keine randausbrüche
dann hast du aber wirklich gut geflext, der Spiegel wird aber trotzdem noch dünner bis du die ganzen Körnungen durch hast, dies hatte ich indem ich vom Rand wegblieb an meinem 18er und 21er vermieden. Den Rand habe ich dann erst mit einer feinen Körnung erreicht.

Gruß Roland

Bearbeitet von: Roland am: 13.04.2004 16:20:35 Uhr
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johgal
Mitglied im Astrotreff

Österreich
82 Beiträge

Erstellt  am: 13.04.2004 :  17:21:16 Uhr  Profil anzeigen  Sende johgal eine ICQ Message
Hi Robert,

jetzt hab ich mal eine andere Frage, und zwar bezüglich der Abnutzung der Diamantscheibe: Verändert sich mit der Zeit durch die Abnutzung der Scheibe nicht auch gleichzeitig der Krümmungsradius? Um wieviel war denn die Scheibe nach der Bearbeitung kleiner, oder hat sich da nichts großartig verändert?

Grüße,
Hannes

4" Refraktor auf Wackel-Zappel-Montierung EQ3.
Selbstbaumonti in Planung...

Bearbeitet von: am:
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Roland
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3249 Beiträge

Erstellt  am: 13.04.2004 :  17:40:41 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Hannes,

ob der Radius jetzt 3600 oder 3595mm beträgt ist unerheblich da man ja noch die Körnungen durchschleifen muss und 5mm länger oder kürzer in ein paar Minuten erledigt sind. Zudem muss man es auch erst einmal so genau messen können.

Gruß Roland

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