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 Buchrezension "Atlas für Himmelsbeobachter"
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Sternli
Altmeister im Astrotreff

Schweiz
1589 Beiträge

Erstellt am: 22.08.2009 :  10:43:11 Uhr  Profil anzeigen
Atlas für Himmelsbeobachter

Von Erich Karkoschka
Franckh-Kosmos Verlag
159 Seiten
Preis: 17.50 €
ISBN: 978-3-440-08826-5

Amazon-Link


© KOSMOS-Verlag
Mit freundlicher Unterstützung
des Franckh-Kosmos-Verlages

Klappentext:

„Ob mit blossem Auge, einem Fernglas oder Teleskop: Im Atlas für Himmelsbeobachter werden 250 interessante „Deep-Sky-Objekte“ vorgestellt, die man mit Einsteigergeräten gut sehen kann. Dank seiner gelungenen Kombination von Übersichtskarten des gesamten Nachthimmels, vergrösserten Aufsuchkarten sowie Einzelbeschreibungen aller Objekte hat sich „der Karkoschka“ eine grosse Fangemeinde erobert.

Der Atlas enthält im Einzelnen:

- eine kurze Einführung in die praktische Himmelsbeobachtung mit genauer Beschreibung der nachfolgenden Karten und Tabellen

- übersichtliche Sternkarten des Nord- und Südhimmels mit allen für das blosse Auge sichtbaren Sternen

- Karten zum Aufsuchen der 250 schönsten Nebel und Sternhaufen; sie geben den Anblick im Fernglas wieder und erleichtern so auch ungeübten Beobachtern das Auffinden.

- Einen Katalog mit über 1000 Himmelsobjekten unter Berücksichtigung der weitreichenden Messungen des Satelliten Hipparcos

- Abstände von Doppelsternen, die bis zum Jahr 2020 vorausberechnet wurden

- Fotografische Aufnahmen aller im Buch vorgestellten 250 Deep-Sky-Objekte

- Einen umfangreichen Anhang, u.a. mit Kalendarium bis zum Jahr 2022

Der handliche „Atlas für Himmelsbeobachter“ wurde besonders für die Benutzung in der Nacht konzipiert und ist die ideale Ergänzung zum jährlich erscheinenden „Kosmos Himmelsjahr“.“




Rezension:

Die Einleitung des „Atlas für Himmelsbeobachter“ ist sehr kurz und knapp geschrieben, enthält aber wesentliche und wichtige Hinweise zum Gebrauch des Atlas. Es ist deswegen ratsam diese ausführlich zu Lesen und bei Tage den Umgang mit den Sternkarten zu üben. Für die Nacht ist es sehr hilfreich, wenn JEDES Symbol sitzt und die Orientierung im Atlas wie im Schlaf funktioniert.

Vor allem Anfängern würde ich aber dazu raten, die grundsätzliche Orientierung am Himmel in einem Einsteigerwerk nachzulesen. Dort sind die wichtigen Begriffe und Modelle verständlicher und ausführlicher beschrieben.

Der Atlas ist in zunächst einmal in drei grobe Himmelsregionen unterteilt: Nordhimmel, Ekliptik/Äquator, Südhimmel. Innerhalb dieser Regionen sind die Sternkarten nach Rektaszension angeordnet, man bewegt sich also von rechts nach links durch die Sternkarten.

Hilfreich ist dazu auch die Übersichtskarte im Innendeckel am Ende des Buches. Dort finden sich noch mal alle Sternbilder im Sternkartenraster, so dass man schnell das gewünschte Sternbild findet.

Für jeden Himmelsabschnitt gibt es eine Hauptsternkarte, diese zeigt das Sternbild inkl. der Sternbildgrenzen, die mit blossem Auge sichtbaren Sterne und die ausgewählten Deep-Sky-Objekte. Dazu gibt es zu jedem Objekte noch eine Aufsuchkarte, welche die Ansicht in einem kleinen Fernglas/Teleskop wiedergibt.

Die genauen Daten der Deep-Sky-Objekte findet man in der nebenstehenden Tabelle, dort findet man alle Angaben zu Helligkeit, Grösse, Form, Typ, Entfernung und Koordinaten. Sehr gut finde ich das Würfelsystem mit dem man auf einen Blick sieht, unter welchen Himmelsbedingungen und mit welchem Instrument man das Objekt sieht.

Ebenso gibt es Tabellen mit den hellsten Sternen, Doppelsternen und Veränderlichen. Die dazugehörigen Mittel- und Extremwerte gibt es im Anhang. Ebenso im Anhang gibt es Fotos aller Deep-Sky-Objekte, die Daten von Meteorströmen, ein Kalendarium von 2004-2022 und eine Auflistung der Nebelnummern/-namen sowie der Sternbilder.

Die Fotos in diesem Atlas sind allerdings mit Vorsicht zu geniessen. Zum Nachschauen, WIE das Objekt überhaupt aussieht, welches man da sucht, ist es sicher nicht schlecht. Allerdings sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass die Bilder mit einem professionellen Grossteleskop gemacht wurden. Die Dort gezeigten Details sind also nicht unbedingt sichtbar, ebenso ist der sichtbare Ausschnitt im Gesichtsfeld des Teleskops später kleiner.


Fazit:


„Der Karkoschka“ ist seit Jahren DAS Standardwerk für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Als Einsteiger ist es jedoch ratsam sich die Grundlagen zur Orientierung am Himmel in einem gutverständlichen Einsteigerwerk anzulesen, damit nach der sehr knappen Einleitung nicht mehr Fragen offen sind als vorher.

Nach einer kleinen „Einarbeitungsphase“ (und natürlich je öfter man ihn zur Hand nimmt beim Beobachten) fällt einem der Umgang mit dem Kartenmaterial sehr schnell immer leichter.

Als Zubehör zur nächtlichen Beobachtung ist dieser umfangreiche Atlas sehr empfehlenswert.


Viel Spass beim Finden!

Sternli

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