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Seite: von 2

Codex1
Meister im Astrotreff

Deutschland
543 Beiträge

Erstellt am: 03.03.2004 :  11:36:13 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Codex1's Homepage
Hi Leute,

ich beabsichtige im nächsten halben Jahr eine Montierung zu bauen - möglichst stabil und tragefreudig dazu suche ich nun Anregungen usw. Erfahrungen aus Selbstbauten.

1. Frage: immer nur Schneckentrieb oder gibts auch alternativen ?

2. Frage: Material ? Alu ? Bronze ? Stahl ? usw. für Antrieb / Wellen

3. Lagerung der Wellen ? Kugellager ? Kegellager ? Tonnenlager usw ?

4. Antriebsmotoren ? Art Größe usw.

Soweit mal im Moment - Danke für jede Anmerkung im voraus

So long Bernd


Bearbeitet von: am:

Marc
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3397 Beiträge

Erstellt  am: 03.03.2004 :  13:12:55 Uhr  Profil anzeigen
google mal bischen
z.Bp VdS selbstbau od montierung(kannste auch hier mal suchen)
im astronomie.de forum selbstbau findest du auch ne menge
zu 1) schneckenantrieb hat sich bewährt für stundenlange belichtung bzw. im Zusammenhang ccd cameras
2) stahl ist vorzuziehen-Gehäuse kann man auch in dickwandigen Alugehäuse quadr od.rund ausführen
3) kegelrollenlager;Axial-schrägkugellager(vorsichtig sehr teuer-für höchste Präzision sinnvoll)
4)Schrittmotoren-mal bei Gierlinger;FS2-steuerung Koch;usw. nachschauen

1990: Vixen 4"f10 mit GP Montierung 7 Jahre !
2001:D&G FH D 125 f 2250 mm

2018:
APM APO 140 f7 SD
2019:Istar FH 204 f8,8 ATM projekt
Hyperion 8-24 Zoom Oku. MarkIV,ES f6,7 82° Oku.

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Codex1
Meister im Astrotreff

Deutschland
543 Beiträge

Erstellt  am: 03.03.2004 :  14:44:07 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Codex1's Homepage
(==>)Marc

- danke für deine schnelle Antwort - umgeschaut hab ich mich im Netz schon einige Male auch bei Gerlinger, Koch usw. da ich ja eine EQ6 habe - aber die Preise für ne komplette Steuerung in der größe was ich suche - sind meist jenseits von Gut und Böse deshalb such ich nach alternativen

- Vielleicht sollte ich noch erwähnen dass ich das Ganze stationär im Garten verbauen möchte und somit größte Stabilität zum kleinsten Preis erreichen will die hochgelobte Wollmilchsau tragen sollte die Montierung am besten mein 10"Newton eine spätere Russentonne ( da vorhanden )ein Leitrohr und später vielleicht ein Refraktor + versch. Kameras bzw. Webcams

mal sehen was noch so an Ideen kommt
So long Bernd


Bearbeitet von: am:
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Marc
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3397 Beiträge

Erstellt  am: 03.03.2004 :  15:45:14 Uhr  Profil anzeigen
Hi,
Also wenn die bessere Steuerung wie die FS 2 von Koch zu teuer bzw zu einfach ist-wie wärs mit Boxdörfer
soll das alles mit Goto sein
Ne Monti selber bauen ab 40 mm Achsenstärke ist sicherlich sinnvoll
Gabel od deut. Monti?helfe gern mit Inspirationen(Bilder)
Im Garten-Stationär-denn gleich an später-18 Zoll Newton(1/6 Achsenstärke) usw. grins
Schneckenantriebe selbst gemacht-sehr interessanter thread im anderen Forum-könnte man mehr als 1000 € sparen

1990: Vixen 4"f10 mit GP Montierung 7 Jahre !
2001:D&G FH D 125 f 2250 mm

2018:
APM APO 140 f7 SD
2019:Istar FH 204 f8,8 ATM projekt
Hyperion 8-24 Zoom Oku. MarkIV,ES f6,7 82° Oku.

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Luzista
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1059 Beiträge

Erstellt  am: 03.03.2004 :  16:33:10 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Bernd,
weil Du vermutlich mit Antworten überhäuft wirst, will ich mich auf 2 Punkte beschränken.

Achs-Material: Die Summe aus Stabilität, Bearbeitbarkeit, Schweißbarkeit und
Korrosionsschutz ergibt Edelstahl V2A; Durchm. 1/5 HS

Lager: Kugellager (leichte Baureihe genügt), weil sie außer Radial- auch
Axialkräfte aufnehmen. Gut, kann ein Kegelrollenlager auch, aber ein
Fernrohr ist kein Traktor.
Gute Ausführungsklasse wählen.

es grüßt Lutz

Bearbeitet von: Luzista am: 04.03.2004 09:24:45 Uhr
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Codex1
Meister im Astrotreff

Deutschland
543 Beiträge

Erstellt  am: 03.03.2004 :  18:12:58 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Codex1's Homepage
Hi Luzista und alle anderen,

hat jemand eigentlich schon mal einen Antrieb mit Kegelrädern oder über Riementrieb bzw. Getriebe usw versucht ? Hab darüber bis jetzt nix gefunden

So long Bernd


Bearbeitet von: am:
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Luzista
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1059 Beiträge

Erstellt  am: 04.03.2004 :  09:22:39 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Bernd,
-> Kegelräder bzw. Riemenantrieb: Kenne niemand, der solches versucht hat.
Ich halte sowas für zu "direkt", weil schon ein größeres Staubkörnchen am Ritzel als Rumpler in die Stundenachse eingeht. Ein Schneckentrieb macht das sanfter (mein Tangentialantrieb ist ja ein Ausschnitt aus sowas), weil er das Körnchen eher abstreift statt es durchzuwälzen.
Andererseits soll man durchaus nach nach Lösungen neben den Tampelpfaden suchen!
Bernhard Schmidt z.B. soll früher einen gute Antrieb mittels eines im Wasserbehälter sinkenden Schwimmers, mit Hebel zur Stundenachse, gebaut haben. Konnte also mit'n Wasserhahn regeln.
Finde es gut, dass Du so umsichtig vorgehst!
Lutz

Bearbeitet von: Luzista am: 04.03.2004 16:13:38 Uhr
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julius
Meister im Astrotreff

Deutschland
272 Beiträge

Erstellt  am: 04.03.2004 :  12:30:53 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: Codex1

Hi Luzista und alle anderen,

hat jemand eigentlich schon mal einen Antrieb mit Kegelrädern oder über Riementrieb bzw. Getriebe usw versucht ? Hab darüber bis jetzt nix gefunden

So long Bernd



Hallo, Bernd,

in SuW gabs die Beschreibung eines Dobsons mit Zahnriemenatrieb. Warum eigentlich nicht?

Nehmen wir ein Schneckenrad mit 100 Zähnen und Modul 1 an: Dann macht dieser Antrieb eine Untersetzung von 1 : 100. Nehmen wir eine Zahnriemenscheibe von 150 mm Druchmesser an. Dann kann man leicht auch 100 "Zähne" darauf utner bringen, wahrscheinlich mehr. Also, 1 : 10 geht da ganz locker. Ein Vorgelege von 1 : 10 sollte leicht machbar sein. Dann hätte man "Gleichtstand" Wieso also nicht?

Unumgänglich dürfte sein, den Umschlingugswinkel am treibenden Rad durch Führungsrollen zu erhöhen. Das aber ist leicht machbar.

Denke darüber schon länger nach.

Gruß

Julius

Bearbeitet von: am:
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Luzista
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1059 Beiträge

Erstellt  am: 04.03.2004 :  16:10:27 Uhr  Profil anzeigen
Naja Julius,
auf einem 150mm-Schneckenrad brings Du aber fast 500 Zähne (bei M=1,0)unter!

Gibt noch ein Argument für Schneckentrieb: lässt sich auf ner Drehbank leicht selbst herstellen, indem man eine Alu-oder Messingscheibe drehbar (klapperfrei) im Support aufnimmt, ins Futter einen M10-Gewindebohrer spannt (ggf. mit der Spitze stützt) und den Support vorsichtig radial ranfährt. Der Gew.bohrer fräst sich in die Scheibe und dreht sie dabei weiter. Mit richtig errechnetem Rohlingsdurchmesser gehts nach einer Runde auch auf.
Die Schnecke ist dann natürlich eine M10-Schraube, die allerdings angefertigt werden sollte. Aus V2A
Mit D=200mm hätte man i~420
Lutz

Bearbeitet von: Luzista am: 04.03.2004 16:12:48 Uhr
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Ullrich
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
5105 Beiträge

Erstellt  am: 04.03.2004 :  16:37:50 Uhr  Profil anzeigen  Sende Ullrich eine ICQ Message  Sende Ullrich eine Yahoo! Message
Andere Idee für den RA-Antrieb:
Reibrad. Funktioniert gleichzeitig als Lager. Stichwort Split-Ring.
Man muß nur eine saubere Oberfläche drehen zwei Gegenrollen mit einem genau definiertem Durchmesserverhältnis. Damit ist auch ein per. Fehler des Vorgetriebes um diesen Faktor reduziert. Dimensionierung: Großes Rad 250mm, Breite 30mm, kleines Rad 25mm ebenso breit.
Vorgetriebe Schneckentrieb 30 Zähne -> Gesamtübersetzung 300:1
Vorgetriebe Schneckentrieb 100 Zähne -> Gesamtübersetzung 1000:1
Letzteres reicht aus um mit der FS2 und mit SECM4 Motoren mit Direktantrieb zu arbeiten. Vorteil: wenig Getriebe, wenig Spiel, hohe Goto-Geschwindigkeit (800fach sid.)

Bearbeitet von: am:
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julius
Meister im Astrotreff

Deutschland
272 Beiträge

Erstellt  am: 04.03.2004 :  17:16:32 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Lutz,

dann sieh Dir mal die Schneckenräder in der EQ6 an, ob die 500 Zähne haben.

Habe Äpfel mit Äpfeln verglichen.

Die Methode des Fräsens eines Schneckenrades wurde von Kurt mit Multiplex fürs Rad bereits vorgeführt. Würde sie nicht als Präzisisonsarbeit ansehen.

Gruß

Julius

Bearbeitet von: am:
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Luzista
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1059 Beiträge

Erstellt  am: 04.03.2004 :  18:21:26 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Julius,
jetzt schäm ich mich: mit m=1,0 werden es natürlich nur 150 Zähne!
(Z=d/m).
Hinsichtlich Präzision hast Du sicher recht.
Im Schneckenrad- und auch sonstigem Eigenbau verwende ich wohl noch zuviel DDR-Denkart, weil es damals keine Alternative zum Selbstmachen gab.
Umdenken auf vielen Gebieten braucht Zeit!
es grüßt Lutz

Bearbeitet von: Luzista am: 04.03.2004 18:25:34 Uhr
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danist
Senior im Astrotreff

Schweiz
103 Beiträge

Erstellt  am: 04.03.2004 :  18:24:21 Uhr  Profil anzeigen  Besuche danist's Homepage
Bernd,
guck dir mal meine Monti an:

http://avf.astronomie.ch/steiner/stationaere_montierung.htm

die trägt derzeit 70 kg brutto ohne zu mucken. Als Steuerung funktioniert die Bartels bestens und ist im Preis kaum zu schlagen, wenn man selbst etwas Hand anlegen kann.

Gruss Daniel.

Bearbeitet von: am:
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Codex1
Meister im Astrotreff

Deutschland
543 Beiträge

Erstellt  am: 05.03.2004 :  08:37:23 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Codex1's Homepage
Hi an alle,

danke für eure Anregungen - bin gerade dabei mehr darüber zu lesen erfahren usw. dafür werd ich wohl einige Tage benötigen

(==>)Daniel
deine Montierung sieht sehr massiv aus ;) muss mir das mal genauer ansehen im Netz aber die Tragkraft hat was.

Dann fang ich jetzt mal an nachzulesen - bis zur nächsten Info
So long Bernd


Bearbeitet von: am:
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julius
Meister im Astrotreff

Deutschland
272 Beiträge

Erstellt  am: 05.03.2004 :  11:49:51 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: danist

Bernd,
guck dir mal meine Monti an:

http://avf.astronomie.ch/steiner/stationaere_montierung.htm

die trägt derzeit 70 kg brutto ohne zu mucken. Als Steuerung funktioniert die Bartels bestens und ist im Preis kaum zu schlagen, wenn man selbst etwas Hand anlegen kann.

Gruss Daniel.



Hallo Daniel,

jezt vergleich' mal das was Ihr da gemacht habt mit käuflichem Geraffel.

Gruß

Julius

Bearbeitet von: am:
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Clavius
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3221 Beiträge

Erstellt  am: 05.03.2004 :  16:20:01 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Lutz,

klar, wenn man in Multiplex fräst, dann kann man keine allzugroße Präzision erwarten. Nimmt man jedoch Alu, Bronze oder Messing, sieht die Geschichte ganz anders aus.

Ich selber habe bereits Alugewinderäder mit 225mm Durchmesser an einer Standbohrmaschine und einem M16 x 2 Sacklochgewindebohrer hergestellt und bisher mit tadellosem Erfolg zumindest in Dek. eingesetzt.

Produkte mit hoher Präzsion solcherlei Räder, die bei einer schweren Montierung im Einsatz sind, sind z.B. auf diesem Bild zu sehen!



Die Räder hat Jean Steinberg mit einem Gewindebohrer hergestellt und ist sehr zufrieden mit der Qualität!


Gruß und dunklen Himmel,
Ralf

Astrotreffbilder:http://www.astrotreff.de/gallery_user.asp?MEMBER=1880

Bearbeitet von: Clavius am: 05.03.2004 16:21:32 Uhr
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