| Autor |
Thema  |
|
Cosmo
Meister im Astrotreff
   
Deutschland
273 Beiträge |
Erstellt am: 12.02.2004 : 00:44:29 Uhr
|
Hallo, Leute
Heute Abend konnte ich endlich Foucault Tests gegen Sphäre durchgeführen. Diesmal im Berüchtigten Doppelpass nach Kurts Prüfschema, die Bilder Zeigen Zentrale bereiche von zwei 15cm x 11cm Glasplatten die im Interferenz Test recht gut abgeschnitten haben.


Aufnahme mit mießer Video8 Technik 
Glasplatte 1:

Beim einführen der Messerschneide;

Glasplatte 2:

Zonen! die ich im Singelpass kaum sehen konnte und komische Streifen, wohl die Fliesrichtung des Glases.
Nach dem Interferenz Test zu Beurteilen sind die Platten aber um Lamda 1/3 Plan.
Sicher ist, ich werde ersteinmal mit dem Feinschliff K600? beginnend bis K800 weitermachen.
Viele Grüße,
Y.Cetin www.ycetin.de
|
Bearbeitet von: Cosmo am: 15.02.2004 19:52:35 Uhr
|
|
|
Kurt
Forenmeister im Astrotreff
    
Germany
4800 Beiträge |
Erstellt am: 12.02.2004 : 15:58:11 Uhr
|
Hi Yasin, wer sagst denn? freut mich dass es funktioniert hat. Dazu noch eine Frage: Hast Du die Rückseite der Platten z. B. durch schwarze Lackierung passiviert? Sonst besteht Dein Foucault - Bild aus einem Mischmasch der Fehler Vorderseite, Rückseite und womöglich noch aus Schlieren in der Glasmasse.
Gruß Kurt
Ps.: Ist meine off board mail von gestern nicht bei Dir angekommen?
|
Bearbeitet von: am: |
 |
|
|
Cosmo
Meister im Astrotreff
   
Deutschland
273 Beiträge |
Erstellt am: 12.02.2004 : 23:01:41 Uhr
|
Hallo Kurt,
Sry für die späte Antwort, bin gerade erst gekommen
Den Hintergrund habe ich einfach mit Schwarz lackiertem Schaumstoff abgedeckt, so konnte ich beim testen den Vordergrund vom Hintergrund sicher unterscheiden. Allgemein ist das aber schon ein gewaltiger unterschied zum Singelpass.
Aber damit komm ich schon Klar
Viele Grüße,
Y.Cetin www.ycetin.de
|
Bearbeitet von: am: |
 |
|
|
Kurt
Forenmeister im Astrotreff
    
Germany
4800 Beiträge |
Erstellt am: 12.02.2004 : 23:40:26 Uhr
|
Zitat: Sicher ist, ich werde ersteinmal mit dem Feinschliff K600? beginnend bis K800 weitermachen.
Hi Yasin, ich würde bei den kleinen Platten mit K800 loslegen. Wirst schon merken, ob es schnell genug über die gesamte Fläche greift. Wenn ja, sparst Du natürlich eine Schleifstufe. Bin sehr neugierig was am Ende herauskommen wird.
Gruß Kurt |
Bearbeitet von: am: |
 |
|
|
Cosmo
Meister im Astrotreff
   
Deutschland
273 Beiträge |
Erstellt am: 13.02.2004 : 00:41:35 Uhr
|
Hi, Kurt
Aus Angst vor Kratzern beim Kleinflexen-brechen der Glasplatten nach der Politur möchte ich diese nun nach dem Feinschliff Fangspiegelgerecht Oval auf 70mm Kl.Achse verkleinern, und dann erst mit der Politur beginnen.
Muss ich nun direkt auf Ovalgeformter Pechhaut Polieren oder sollte dies Rund sein?.
PS: Ach ja, die Mail konnte ich erst heute lesen, habe dir kürzlich geantwortet 
Grüße,
Y.Cetin www.ycetin.de
|
Bearbeitet von: Cosmo am: 13.02.2004 00:43:34 Uhr |
 |
|
|
Kurt
Forenmeister im Astrotreff
    
Germany
4800 Beiträge |
Erstellt am: 13.02.2004 : 09:24:06 Uhr
|
Zitat: Muss ich nun direkt auf Ovalgeformter Pechhaut Polieren oder sollte dies Rund sein?.
Moin Cosmo, keine Ahnung, wüsste ich auch gerne wie man das am günstigsten macht. Gruß Kurt |
Bearbeitet von: am: |
 |
|
|
otterstedt
Altmeister im Astrotreff
    
Deutschland
1387 Beiträge |
Erstellt am: 13.02.2004 : 09:50:56 Uhr
|
Hallo Cosmo,
> Fangspiegelgerecht Oval auf 70mm Kl.Achse verkleinern, und dann erst mit der Politur beginnen.
Einen Versuch ist das sicher wert, aber ich fürchte, du wirst erhebliche Probleme mit dem Rand bekommen. In Mitte habe ich die Form eigentlich sehr gut unter Kontrolle, während ein guter cm am Rand so ziemlich macht was er will. Da sich immer gleich kleine Fehlerchen in der Mitte einstellen, wenn ich versuche den Rand zu verbessern, ist er mir inzwischen egal. Er wird ja sowieso später weggebohrt.
> Muss ich nun direkt auf Ovalgeformter Pechhaut Polieren oder sollte dies Rund sein?.
Ich denke sie sollte rund sein, weil du ja deinen Spiegel ständig gegen die Pechhaut rotierst.
Ciao, Heiner |
Teleskope bauen in Theorie und Praxis |
Bearbeitet von: am: |
 |
|
|
Alois
Meister im Astrotreff
   
Austria
849 Beiträge |
Erstellt am: 13.02.2004 : 10:47:56 Uhr
|
Hallo Cetin .
Frage Aus Angst vor Kratzern beim Kleinflexen-brechen der Glasplatten nach der Politur möchte ich diese nun nach dem Feinschliff Fangspiegelgerecht Oval auf 70mm Kl.Achse verkleinern, und dann erst mit der Politur beginnen. ----------------------------------------------------- Ich schlage vor die Scheiben zuerst achteckig auf Durchmesser 110 mm zuschneiden . Eine Frage noch, wie dick sind diese Scheiben ? Bei der ovalen Form wird immer die kleine Achse etwas flacher als die große. Ob die Aussprünge vorher oder nachher entstehen, bleibt sich gleich. Damit die gute Seite sauber bleibt kannst du sie mit einen breiten Verpackungsklebeband abdecken. Das gibt es auch durchsichtig und somit siehst du immer sofort wenn es unterlaufen wird. Wenn die Fläche noch sauber ist brauchst du sie gar nicht schleifen und kannst gleich zum polieren anfangen. Aber zuerst die Kanten facettieren.
Viele Grüße Alois
|
Bearbeitet von: am: |
 |
|
|
Cosmo
Meister im Astrotreff
   
Deutschland
273 Beiträge |
Erstellt am: 13.02.2004 : 14:04:35 Uhr
|
Hallo, Heiner
Zitat: Da sich immer gleich kleine Fehlerchen in der Mitte einstellen, wenn ich versuche den Rand zu verbessern, ist er mir inzwischen egal. Er wird ja sowieso später weggebohrt.
Wie sieht es mit Spannungen aus beim Bohren, Brechen und Schleifen des Randes? Ansonsten muss ich da wohl durch, und den Rand erst nach der Politur Bearbeiten
Hallo, Alois
Die Glasscheiben sind 15mm Dick und eins davon soll später einmal auf 67mm Kl. Achse verkleinert werden. Bei der dicke ist das Brechen und Schleifen des randes problematisch, daher meine befürchtung wegen Kratzer.
Was genau ist das Facettieren? meinst du "Eingravierter" Rand? 
Danke für die Tips
Viele Grüße,
Y.Cetin www.ycetin.de
|
Bearbeitet von: Cosmo am: 13.02.2004 14:07:54 Uhr |
 |
|
|
otterstedt
Altmeister im Astrotreff
    
Deutschland
1387 Beiträge |
Erstellt am: 13.02.2004 : 14:42:08 Uhr
|
Hallo Cosmo,
> Wie sieht es mit Spannungen aus beim Bohren, Brechen und Schleifen des Randes?
Naja, mein Glas scheint einigermassen spannungsfrei zu sein. Da ich nicht vor habe es beim Bohren heiß werden zu lassen, denke ich, dass das auch so bleibt. Trotzdem muss man wohl damit rechnen, dass nach dem Ausbohren noch kleine Korrekturen notwendig sein werden.
> Was genau ist das Facettieren? meinst du "Eingravierter" Rand?
Kurt meint damit, dass du die Kanten der Scheiben mit einer Fase versehen sollst. D.h, du solltest die Kanten unbedingt mit einem Karborundum-Stein anschleifen, um zu verhindern, dass es dort zu Ausbrüchen (Chips) kommt.
Ciao, Heiner
|
Teleskope bauen in Theorie und Praxis |
Bearbeitet von: am: |
 |
|
|
Cosmo
Meister im Astrotreff
   
Deutschland
273 Beiträge |
Erstellt am: 13.02.2004 : 14:58:30 Uhr
|
Hallo, Heiner
Da ich leider noch keine geignete Vorrichtung zum Bohren von Glas habe, wie der Lochbohrer auf deiner Webseite, wäre das Schleifen nach dem Kleinbrechen des Randes mit ausreichender Kühlung mit Wasser wohl auch kein Problem.. Sieht dann zwar nicht mehr so Perfekt aus wie gebohrt, aber sei es drumm.
Dann will ich in Kürze mal loslegen mit dem Feinschliff, K800
Grüße,
Y.Cetin www.ycetin.de
|
Bearbeitet von: am: |
 |
|
|
Alois
Meister im Astrotreff
   
Austria
849 Beiträge |
Erstellt am: 13.02.2004 : 15:40:45 Uhr
|
Hallo Jetin.
Ja bei dieser Dicke geht leider nichts mehr mit Schneiden. Willst du sie bei dieser Dicke lassen, wird der Spiegel ziemlich schwer. Wenn du ihn dünner machen willst dann musst du das vor dem polieren machen. Da er aber so genau ist und die Gefahr besteht das er nur schlechter wird, würde ich vorschlagen zuerst einen Versuch mit 10 mm dicken Fensterglas zu machen.
Viele Grüße Alois
|
Bearbeitet von: am: |
 |
|
|
danist
Mitglied im Astrotreff
 
Schweiz
97 Beiträge |
Erstellt am: 13.02.2004 : 16:33:06 Uhr
|
Hallo ihr Planschleifer
Wenske und auch Texereau haben ziemlich detailliert beschrieben, wie das oval Ausbohren gehen soll - theoretisch. Ich bin mir nicht so sicher, ob die es auch konkret versucht haben. Ich habe an einer kleinen Scherbe (8 mm dick) einen Versuch gemacht; das ist gar nicht so trivial wie es klingt! Ich bin dabei fürs erste grandios gescheitert. Heiner: wie willst du verhindern, dass sich die Sache erwärmt? Es scheint mir ziemlich schwierig, in dem Gipsklotz drin die Wärme abzuführen. Man müsste SEHR langsam bohren, damit "keine" entsteht. Ein weiteres Problem war der Kitt zwischen den Scheiben (ich hatte zum Schutz der Flächen beidseitig dünne Scheiben mit Pech/Wachsmischung aufgeklebt), der sich durch die Wärme aufweichte, wodurch die Scheibe zu wandern anfing.... Offensichtlich muss man einen Kitt nehmen, der die Festigkeit behält, wenn er etwas warm wird. Canadabalsam vielleicht? Ein drittes Problem war die Standfestigkeit des Bohrers aus dünnem MS-Rohr (hatte ich gerade zur Hand), die lässt sich aber durch dickere Wandstärke verbessern. Ich werde nächstens nochmals einen Versuch mit adäquatem Material unternehmen. Vielleicht gibt es auch was besseres als in Gips einbetten? Vielleicht hat uns hierzu der Fachmann einige Tips ?! Ich rechne fest damit, dass nach der Bohrerei noch Retuschen fällig sein werden. Alles ziemliches Neuland für den Laien... schön zu lesen, dass auch noch ein paar Andere sich damit abmühen!
Herzliche Grüsse Daniel. |
Bearbeitet von: am: |
 |
|
|
otterstedt
Altmeister im Astrotreff
    
Deutschland
1387 Beiträge |
Erstellt am: 13.02.2004 : 20:40:06 Uhr
|
Hallo Daniel,
> Heiner: wie willst du verhindern, dass sich die Sache erwärmt?
Viel, viel Wasser und nicht zu viel Druck! Beim Aussägen meiner Rohlinge hat sich weder die Klinge noch des Glas über (geschätzt) 40°C erwärmt (es fühlte sich nie heiß an oder dampfte). Man bracht dafür viel Wasser an der Bohrstelle und das erreicht man ganz einfach, indem man die Klinge vertikal und etwas schräg tief einsägt. Dann wird durch den Bohrer immer neues Wasser und Karbo an die Borhrstelle transportiert. Ich glaube, auch das Material der Klinge hat Einfluss auf die Erwärmung. Meine Klinge bestand aus dünnem (geschätzt max 0.5mm), "federnd hartem" Stahlblech. Es hat sich beim Ausbohren der drei 6mm Rohlinge so gut wie nicht abgenutzt.
 Man kann das hier nicht gut sehen, die Klinge ist immer abwechselnd leicht schräg nach hinten und leicht schräg nach vorne eingesägt, um Wasser zur und von der Bohrstelle zu transportieren.
Ciao, Heiner
|
Teleskope bauen in Theorie und Praxis |
Bearbeitet von: otterstedt am: 13.02.2004 20:46:55 Uhr |
 |
|
|
Cosmo
Meister im Astrotreff
   
Deutschland
273 Beiträge |
Erstellt am: 14.02.2004 : 15:54:32 Uhr
|
Hallo, Danist
Zitat: Wenske und auch Texereau haben ziemlich detailliert beschrieben, wie das oval Ausbohren gehen soll - theoretisch. Ich bin mir nicht so sicher, ob die es auch konkret versucht haben. Ich habe an einer kleinen Scherbe (8 mm dick) einen Versuch gemacht; das ist gar nicht so trivial wie es klingt! Ich bin dabei fürs erste grandios gescheitert.
Das geht sogar sehr gut, zumindest bei dünnen Platten. Ich habe mal eine 6mm dünne scheibe vor der Politur auf 46mm Kl. für den 6" F4 Dobs Oval gebrochen. Die Flächen wurden beidseitig Oval geritzt, mit Teppichlebestreifen abgeklebt und der Rand mit der Zange vorsichtig abgeknabbert
 Anschließend konnte ich langsam mit viel Wasser auf K150 Schleifpapier die 45° Fase abrunden. Allerdings wird das bei 15mm dickem Glas etwas länger dauern, eine sichere nicht so saubere Methode wie beim Bohren aber zu warm wird es dafür nie .
Zum Projekt:

Gestern Abend habe ich die Platten wie Alois es empfohlen hatte auf 110mm Durchmesser ohne Probleme einigermaßen Rund gebrochen und eine 1mm Fase angebracht. Anschließend konnte ich mit K800, zwei Stunden lang Schleifen. Die Oberfläche ist nun schön Matt, ein Interferenz Test mit Öl oder Wasser scheiterte leider..

Nun ich denke ich kann heute mit der Politur anfangen dafür stehen mir drei 6mm dicke 150mm Runde Marmor Platten zur verfügung, die ich auch mit K120 Planschleifen möchte. Auch das Pressen wird mit diesen Platten einfacher.

Auf das die Platten Plan werden mögen
Viele Grüße,
Y.Cetin www.ycetin.de
|
Bearbeitet von: Cosmo am: 14.02.2004 15:58:25 Uhr |
 |
|
|
otterstedt
Altmeister im Astrotreff
    
Deutschland
1387 Beiträge |
Erstellt am: 14.02.2004 : 16:33:24 Uhr
|
Hallo zusammen, hallo Daniel,
du schreibst weiter oben: > ich rechne fest damit, dass nach der Bohrerei noch Retuschen fällig sein werden.
Damit rechne ich eigentlich auch. Was denktst du, in welcher Größenordnung sich das Glas verwerfen wird. Es hat offenbar keine besonderen inneren Verspannungen.
Eine meiner Scheiben ist auspoliert und ich korrigiere hier gerade Fehler in der Größenordnung kleiner als Lambda/4. Lohnt sich das überhaupt oder meinst du ich sollte jetzt lieber erstmal die Spiegel ausbohren.
Ciao, Heiner
|
Teleskope bauen in Theorie und Praxis |
Bearbeitet von: am: |
 |
|
Thema  |
|