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 Namibia - wahrlich eine Reise wert
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ulli_v
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732 Beiträge

Erstellt am: 11.06.2008 :  21:57:30 Uhr  Profil anzeigen
Hallo miteinander,

einem langgehegten Wunsch folgend und angeregt durch die faszinierenden Reiseberichte über Namibia letztes Jahr hier im Forum von Achim Strnad und Timm Klose, hatten wir (Erhard Hänsgen, Jörg Peters, Jürgen Schittner, Klaus Rick, Yves Küver und Ulli Vedder) für Ende Mai diesen Jahres nun auch solch eine Reise geplant.
Am Abend des 29.05. ging es dann mit Air Namibia ab Frankfurt per Direktflug Richtung Windhuk, wo wir am am nächsten Morgen gegen 7:00 Uhr eintrafen.
Mit im Gepäck hatten wir den 14-Zoll Newton von Jörg Peters und meinen 12-Zoll Traveldob, sowie diverse große und kleine Ferngläser, eine EQ5 samt Stativ und was man sonst noch so zum Beobachten braucht.
Am Flughafen wurden wir von Frank Eichhorn, dem Wirt der Lodge „Swartfontein“ empfangen.
Schnell war das Gepäck im Anhänger des Geländewagens verstaut und es ging über Windhuk Richtung Südosten, die ersten 120km über asphaltierte Straßen, der Rest war dann Schotterpiste.
Die Lodge „Swartfontein“ liegt ca. 150km südwestlich von Windhuk auf einer Höhe von ca. 1800m.
Die nächste Ansiedlung ist ca.20km entfernt, das versprach einen sehr dunklen Standort.



Blick auf Swartfontein von einem nahegelegenen Hügel.



...und kurz vor Sonnenuntergang aus Richtung West- Nordwest


Obwohl wir einigermaßen erschöpft vom Flug und dem ca. 3stündigen Transfer waren, wurden die Teleskope nach der Ankunft direkt zusammengebaut.
Erfreulicherweise (und dank guter Verpackung) hatte alles den Transport unbeschadet überstanden.

Direkt vor dem Tor der Lodge ist eine ebene Fäche, dort stellten wir die Teleskope auf.




Die Sonne ging nahezu weiß unter und ein kristallklarer, tiefblauer Himmel versprachen hervorragende Beobachtungsbedingungen für die kommende Nacht.



Als wir dann nach einem erstklassigen Abendessen (ich habe noch nie zuvor so zartes und schmackhaftes Fleisch gegessen) wieder ins Freie gehen, steht die Milchstraße als hell leuchtendes und breites Band schon am Himmel.




Milchstraße mit dem Kohlensack und dem Kreuz des Südens

Überwältigt von dieser Pracht versuchen wir uns am Himmel zurecht zu finden und scheitern prompt:
Abgesehen von den vielen Sternbildern des südlichen Himmels, die einige von uns zum ersten Mal sehen, sieht auch das was wir vermeintlich kennen hier unten ganz anders aus.



Erstes Objekt im Teleskop ist dann Omega Centauri.
Ich kenne den Kugelsternhaufen schon vom letzten Trip nach La Palma, aber dort kam er gerade mal 10° über den Horizont.
Hier steht er nun fast 70° hoch und füllt das Gesichtsfeld des 13er Ethos zu ca.70% aus. Es sind eindeutig gelbe Sterne und netzartige Strukturen zu erkennen, ein unglaublicher Anblick.
Weiter geht’s zu NGC 5128, Centaurus A. Das Staubband hebt sich scharf abgegrenzt ab und ist deutlich strukturiert, von der Ausdehnung her wesentlich größer als auf La Palma gesehen.

Nächstes Objekt ist NGC3372, der Eta Carinae Nebel. Im 30er Widescan zeigt sich schon ohne Filter ein prachtvolles Bild mit vielen Verästelungen, mit dem OIII-Filter wird der Eindruck fast räumlich.



Weiter zu Eta Carinae mit dem Homunculus- Nebel, die Erdnussform ist schon bei 130facher Vergrößerung mit dem 13er Ethos sichtbar. Mit dem 7er Nagler und 240facher Vergrößerung ist der bipolare Nebel deutlich zu sehen, mit dem 4,8er bei 350fach sind blickweise Strukturen in den Wolken zu erkennen.

Mittlerweile ist Jupiter aufgegangen und erleuchtet gemeinsam mit der Milchstraße die Szene. Es ist tatsächlich so, das die Milchstraße Schatten wirft.
Wir beobachten an diesem Abend dann noch verschiedene Objekte, dann jedoch holt uns die Müdigkeit ein und wir beenden den ersten Abend unter südlichem Himmel.

Am nächsten Morgen schlafen wir lang und nehmen dann im stilvoll eingerichteten Speisezimmer der Lodge ein üppiges Frühstück zu uns:



Überhaupt ist die Betreuung durch Frank und Anja Eichhorn perfekt, es fehlt uns an nichts.
Nachts macht man uns störendes Licht aus und morgens können wir lange schlafen und bekommen das Frühstück extra spät.
Swartfontein liegt in einer sehr reizvollen und wildreichen Landschaft, die tagsüber zum Wandern einlädt.
Schon wenige Meter vom Haus entfernt ist eine Wasserstelle, an der man mit etwas Glück Wildtiere beobachten kann:



Auch nicht weit entfernt ist die Abbruchkante, an der das namibische Hochland in die Ebene übergeht, von dort hat man einen tollen Blick auf den ca. 45km entfernten Gamsberg:



Soviel für heute, demnächst noch mehr von unserer Reise

Viele Grüße,

Ulli

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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10109 Beiträge

Erstellt  am: 11.06.2008 :  22:07:57 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Ulli,
es freut mich, dass Ihr einen tollen Urlaub hattet. Das mit den kopfstehenden Sternbildern kommt mir aus meinem Australien-Urlaub bekannt vor. Damals hatte ich das Glück, dass ein einheimischer Amateurastronom in einer Besucher-Sternwarte mir die Mühe ersparte, die interessanten Dinge mühselig suchen zu müssen. Aber Ihr hattet ja ein großes Team.

Die Bilder sind grandios.

Gruß

Kalle - Alles wird gut !
Meine Okulardatenbank im Astrotreff: hier
Termine Teleskoptreffen gibt es hier

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Klaus Rick
Senior im Astrotreff


105 Beiträge

Erstellt  am: 11.06.2008 :  22:31:45 Uhr  Profil anzeigen
Liebe Leser,

als Mitreisender kann ich nur bestätigen:

wir hatten echten Spass, der Sternenhimmel war wirklich unglaublich: dunkler geht es nicht, weil die Milchstraße so hell ist. Die Unterbringung auf der Lodge Swartfontain auch in jeder Hinsicht perfekt; tagsüber atemberaubende Ausflüge auf der Hochebene, die erwanderten Disteln abends am Lagerfeuer aus den Socken puhlen (Danke, Yves, dass Du 2(!) Pinzetten dabei hattest) 100% Natur, keine Kondensstreifen - was will man mehr ?

Wer es schafft, sollte unbedingt auch mal dorthin!

Gruß Klaus

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Alpha SCO
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3495 Beiträge

Erstellt  am: 11.06.2008 :  23:32:29 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Alpha SCO's Homepage
Hi Uli,
vielen Dank für die schönen Impressionen.
CS

Armin
www.deepsky-brothers.de

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Roland
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3249 Beiträge

Erstellt  am: 12.06.2008 :  00:07:00 Uhr  Profil anzeigen
Hi Ulli,

schön dass ihr auch auf eure Kosten gekommen seid!
Wenn ich mir das Foto vom Gamsberg (Seite vom "Schwiegermuttersturz" *g*) betrachte seid ihr wohl schon fast an der Grenze zur Namib gewesen.
Das Bild mit den Wolken ist wohl am Montag den 2.6. enstanden? War bei uns der einzige Tag wo es bewölkt war und sogar etwas regnete! Allerdings war zur Dämmerung die Sicht wieder klar.

Grüße Roland

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PeJoerg
Altmeister im Astrotreff


1114 Beiträge

Erstellt  am: 12.06.2008 :  10:26:58 Uhr  Profil anzeigen
Hallo,
ich bin auch immer noch ganz benebelt, von der Pracht und Helligkeit der Milchstraße. Man geht abends vor die Tür, am Osthorizont fängt sie an und am Westhorizont hört sie auf, einfach traumhaft.
Beeindruckend war auch, dass keinerlei Notwendigkeit zum Einsatz der mit gebrachten OIII Filter bestand. Diese machten das Bild nur dunkler, aber keineswegs kontrastreicher.
Besonders hatte es mir der irreguläre Spiralplanetary NGC 5189 angetan, der gehörte neben Omega Centauri, Centaurus A, Tarantelnebel, 47 Tucane, Eta Carinae u.s.w. zu den täglichen (nächtlichen)Standartobjekten, bevor es an die schwächeren Kandidaten ging.
Das familiäre Klima und die tolle Versorgung auf der Swartfontain Gästefarm setzten noch das i-Tüpfelchen auf die fantastischen astronomischen Bedingungen.
Viele Grüße
Jörg

Ausrüstung: Mehr als ausreichend, aber nie ganz zufriedenstellend.

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ulli_v
Anbieter


732 Beiträge

Erstellt  am: 12.06.2008 :  17:24:28 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Roland,

Zitat:
schön dass ihr auch auf eure Kosten gekommen seid!


das sind auf jeden Fall!

Aber Timm und Du habt´s ja auch wieder bestens getroffen.

Allerdings haben solche Exkursionen in Gebiete mit derartig guten Bedingungen auch einen Nachteil:
Wenn man wieder zu Hause ist, die tollen Bilder noch im Kopf hat und abends zum mitteleuropäischen Himmel aufsieht, vergeht einem auf der Stelle die Lust zum Beobachten.


Das Bild vom Gamsberg ist, wie Du richtig vermutet hast vom 2.6., die Wolken und der Dunst haben sich dann zur Nacht ja verzogen.

Viele Grüße,

Ulli

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mintaka
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
14698 Beiträge

Erstellt  am: 12.06.2008 :  17:43:21 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Ulli,

dass hört sich ja so an, als wäre La Palma nochmal eindeutig übertroffen worden. Selbst bei unter 10° Höhe fand ich Omega Centauri schon heftig beeindruckend, als ihn mit blossem Auge direkt neben einer Strassenlaterne gesehen habe .
Konntet ihr die Magelanschen Wolken sehen? Die würden mich am Südhimmel am meisten reizen.
Schade, dass Erhard Hänsgen seinen 'Reisedobson' nicht mit hatte .

Gruss + CS
Heinz

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walti
Meister im Astrotreff

Schweiz
432 Beiträge

Erstellt  am: 12.06.2008 :  18:31:55 Uhr  Profil anzeigen  Besuche walti's Homepage
Hallo zusammen

Heul und seufz, ich kann dem nachfühlen. Namibia ist kaum zu toppen und unter unserem himmel könnte man in depressionen verfallen...Nun denn....Auf jeden fall war mein namibiaastroabenteuer im august 07 ein unvergessliches erlebnis. Hier ein kleiner bericht http://astrofire.astronomie.ch/namibia07/namibia.htm
Gruss
Walti

Astronomischer Verein Basel
http://basel.astronomie.ch
Meine HP http://astrofire.astropedia.ch

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Klaus Rick
Senior im Astrotreff


105 Beiträge

Erstellt  am: 12.06.2008 :  21:35:05 Uhr  Profil anzeigen
Hallo,

den Vergleich mit den Kanaren kann ich nun auch anstellen, da ich schon das Glück hatte, auf dem Roque auf La Palma und heuer in Namibia zu spechteln, und Namibia ist deutlich besser.

Die Frage nach den Magellan´schen: dick und klar standen sie am Südhimmel. Von den vielen strukturierten Objekten in unserer Milchstraße darüber in einem fantastischen Bogen umrahmt.

Eine Beobachtung ist bei aller Euphorie aber auch klar - der Südsternhimmel ist spektakulärer: mehr Milky Way, mehr "zentrale" Parade-Objekte rund um den Schützen/Bulge.

Hätten wir diese Objektdichte/bzw. einmal den Südsternhimmel in einer klaren Januarnacht bei uns, dann wären wir in der Eifel oder im Hunsrück, wo ich meistens beobachte, auch besser dran.

Einen Teil der Milchstraße, jener im Sternbild Schwan und Umgebung, konnte man durchaus mit meinen "Nordhalbkugel"-Beobachtungserfahrungen vergleichen, und dieser Teil der Milchstraße ist auch in der Namib-Wüste gar nicht sooo viel kontrastreicher als bei uns.

Der Rest schon

Gruß Klaus

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glahn
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1368 Beiträge

Erstellt  am: 12.06.2008 :  21:38:07 Uhr  Profil anzeigen  Besuche glahn's Homepage
Hallo Ulli,

danke für den schönen Bericht und den noch schöneren Bildern.
Es freut mich sehr, dass ihr mit dieser Farm gute Erfahrungen sammeln konntet und so eine weitere Alternative zu den bekannten Astrofarmen auftun konntet.

Bin sehr beeindruckt von den Naturbildern, gerade die von den Hügelformationen beim Sonnenuntergang und natürlich der doch ganz schön weit entfernt wirkende Gamsberg.

Du du ja mittlerweile die "Hot Spots" der Beobachtungsplätze live erleben konntest interessiert mich sehr dein Eindruck zwischen Hochalpen, Roque und Namibia. Würde mich sehr freuen, wenn du darüber vielleicht ein paar Worte schreibst.

Viele Grüße auch an Yves und Jörg, uwe

www.deepsky-visuell.de

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astrogeorge1
Meister im Astrotreff

Deutschland
413 Beiträge

Erstellt  am: 12.06.2008 :  22:52:18 Uhr  Profil anzeigen
Hallo allerseits,

daß war ein sehr sehr schöner Urlaub.
Im Grunde kann ich zu dem Berichteten meiner Mitreisenden nicht mehr viel beisteuern, was die astronomischen Impressionen angeht. Es sei dennoch erwähnt, dass die Milchstrasse eine absolute Wucht war. Der Bulge ist deutlich grösser als ich es erwartet habe - und heller. Steht die Milchstrasse erst im Zenit, schwebt man regelrecht im All.

Was mich am meisten überrascht hat, war die Helligkeit der Umgebung bei völliger Abwesenheit unnatürlicherBeleuchtungsquellen. Die Milchstrasse macht so fast schon die Dunkeladaption kaputt. Auch wenn ich zuvor davon gehört hatte, war das sehr beeindruckend.

Die Vielzahl an Objekten ist immens. Selbst mit einem Feldstecher sind sicher abendfüllende Programme möglich. Ich habe die hellsten Objekte öfter angefahren. Es haut einen immer wieder um - übrigens bei jeder Öffnung! Endlich konnte ich einmal die Magellanschen Wolken bewundern, die für sich schon einiges zu bieten haben.

Genau genommen war ich ohne Teleskop schon gut bedient. Besonders den Bulge und den Kohlensack sieht man sich immer wieder gerne an. Das reinste Buffet! Ich denke allein mit Nacktem Auge bin ich schon auf ein paar Stunden Beobachtungszeit gekommen. Wer sich dort einmal versuchen möchte, dem empfehle ich eine drehbare Sternkarte des Südhimmels, die ich leider nicht hatte. Die Orientierung am Himmel ist die ersten Tage auf jeden Fall sehr gewöhnungsbedürftigund zwar auch für den geübten Beobachter. So eine simple Orientierungshilfe hätte sicher nicht geschadet.

Uns allen ist aufgefallen, daß es auffällig viele Sternschnuppen gab.
Ich selbst hab unzählige gesehen und davon waren drei wirklich sehr hell und mit Leuchtspur. Apropo drei, dies enspricht der Anzahl an Flugzeugen die in den neun Tagen nachts von mir erspäht wurden. Weit weg und immer in Horizontnähe. Von Kondensstreifen keine Spur. Im Gegensatz zu unseren Breiten sind mir auch keine Satelliten untergekommen. Ich habe allerdings auch nicht sonderlich darauf geachtet. In meinen Aufnahmen findet sich nur eine einzige Strichspur. Trotz der Vielzahl, keine von einer Sternschnuppe.

Als eine der angenehmsten Einrichtungen empfand ich das Lagerfeuer. Hier konnte der Abend gemächlich starten und man hatte auch beim Beobachten immer Gelegenheit sich aufzuwärmen. Die Temperaturen in der Nacht sind nicht zu unterschätzen und ein kräftiges Feuer heizt einen auch mächtig schnell wieder auf. Vom Beobachtungsplatz vor der Farm ist davon kaum etwas zu sehen und stört nicht. Man hätte es auch runterbrennen oder einfach ganz weglassen können, aber das ist fast nie passiert. Zu sehr gewöhnt man sich an diesen Komfort.

Zur Farm.
Wer etwas Ruhe und gutes Essen sucht, kann auf Swartfontein glücklich werden. Dank der bemerkenswert netten Familie und der angenehmen Umgebung fühlt man sich gleich pudelwohl. Der relaxte Farmaltag färbt irgendwie sofort ab.
Ich habe geschlafen wie ein Toter und mich trotz langer Nächte und langer Anfahrt hervoragend erholt. Nicht zuletzt ist dieser Umstand den Wärmflaschen in den Betten zu verdanken, die dort jeden Abend vorzufinden waren :-)
Nur ein kleines Beispiel für den hervorragenden Service den man dort genießt. Man merkt schnell wieviel Kram zuviel im Koffer war. Wer nicht unbedingt seine eigene Zahnpasta und Duschgel braucht, kann das getrost daheim lassen. Auch die Wäsche kann gewaschen werden, was zusätzlich für Gewichtsreduktion sorgen dürfte, oder mehr Platz für Warme Klamotten lässt. Die kann man dort in den Winternächten schon gebrauchen, auch wenn man tags oft mit einem T-Shirt herumlaufen kann!

Die Zimmer sind äusserst geräumig und bietet alles was man braucht. Das Bad ist zienlich groß (deutlich mehr als eine einfache Waschgelegenheit) Besonders für ein Nichts mitten im Nirgendwo überaus Luxuriös! Auf dem Bild sieht man einen Blick auf die Couch vom Bett aus.


Wem ein reiner Astrourlaub zu wenig ist, kann bei Familie Eichhorn auch die eine oder andere Tour buchen. Spielraum für individuelle Wünsche sollten kein Problem sein. Wir haben uns eine klein Safari, einen Sundowner-Ausflug und einen Trip nach Soussusvlei (Sanddünen) gegönnt.



Leider wird es im Winter sehr schnell dunkel und die Zeit für Ausflüge bei Tageslicht sind entsprechend knapp bemessen. Die Vorzüge für einen Astrourlaub liegen natürlich klar auf der Hand.

Ich hoffe doch noch etwas beigesteuert zu haben.

Gruß
Jürgen




Bearbeitet von: astrogeorge1 am: 12.06.2008 23:07:28 Uhr
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ulli_v
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732 Beiträge

Erstellt  am: 12.06.2008 :  23:03:44 Uhr  Profil anzeigen
Hallo,

(==>)Heinz:
Klaus hat es ja schon geschrieben, gegenüber La Palma waren sowohl Omega Centauri als auch Centaurus A deutlich besser zu sehen.
Ich führe dies auf die geringere Luftfeuchtigkeit und die um ca. 60° höhere Deklination der Objekte zurück.
Während auf La Palma deutlich atmosphärische Einflüsse zu sehen waren stand das Bild in Namibia, die Durchsicht war besser und das Bild war subjektiv beurteilt auch heller.
Die Magellanschen´Wolken haben wir gesehen, besonders beeindruckt hat mich der Tarantelnebel.


(==>)Walti:
Einen tollen Bericht mit eindrucksvollen Bildern hast Du geschrieben, danke für Deinen Kommentar und den Link zum Bericht.

(==>)Uwe:
Wenn man nur die Einflüsse in Betracht zieht, die einem im Allgemeinen das Beobachten erschweren, ergibt sich für mich folgende Rangliste:

Platz 1: Namibisches Hochland, da Luftfeuchtigkeit sehr gering und Himmel bis zum Horizont sehr dunkel
Aussentemperaturen auch im Winter kaum unter Null °C, daher angenehm im Vergleich zum "deutschen/mitteleuropäischen Winter"

Platz 2: La Palma, deutlich dunklerer Himmelshintergrund als Mitteleuropa, wetterbedingte Einschränkungen durch Wind und Luftfeuchtigkeit jederzeit mögich.
Auch auf 800-1000m Höhe schon gute Bedingungen, auf dem Roque bei optimalen Bedingungen fast so gut wie Namibia, auf jeden Fall deutlich besser als Mitteleuropa.

Platz 3: Hochalpen, z.B. Edelweißspitze
In ganz Europa gibt es keinen Patz mehr, an dem es horizontnah einen wirklich dunklen Himmel gibt.
Inwieweit das wirklich stört hängt von vielen Faktoren ab, u.a. vom Wetter und der Entfernung von den Ballungsgebieten.


In Namibia haben wir mit einem Zwölfzöller M51 knapp über dem Horizont stehend mit Spiralarmen sehen können, so wie sie an dunklen Standorten in Mitteleuropa zenitnah bei wirklich guten Bedingungen zu sehen ist.


Viele Grüße,

Ulli

Kein Anbieter mehr.

Bearbeitet von: ulli_v am: 19.06.2008 00:06:22 Uhr
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Timm
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2652 Beiträge

Erstellt  am: 13.06.2008 :  12:18:08 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Timm's Homepage
Hallo Ulli und Hallo alle Mitreisende,
da habt ihr es ja wirklich gut getroffen in Swartfontein. Ich kann euch zu dem tollen Astrourlaub nur gratulieren.
Man ist nun für den Rest aller Tage von diesem exzellenten Himmel infiziert... einmal Namibia, immer öfter Namibia!
Die Edelweißspitze ist aber auch schön und sehr viel näher. Deshalb ist sie mein nächster Extremspechteltermin.
Nächstes Jahr, hoffe ich, ist dann wieder die Hakosfarm dran.
Habt ihr eigenlich auch Aufzeichnungen gemacht, was ihr alles gesehen habt?
CS
Timm, der mit dem Namibia-Virus

48°24'39"N / 8°0'38"O
und
26°52'53"S / 25°01'32"O

carpe noctem
observo ergo sum


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astrogeorge1
Meister im Astrotreff

Deutschland
413 Beiträge

Erstellt  am: 13.06.2008 :  13:55:35 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Timm,

ich glaube nicht das jemand Aufzeichnungen gemacht hat.
Das lief rein nach dem "Lustprinzip".
Jeder hatte so ein paar Objekte im Rucksack die er sehen wollte und die wurden dann "abgeackert".
Für mich absolut OK, alles andere hätte nur Arbeit bedeutet.
Das nächst mal nehme ich mir allerdings ein kleines Beobachtungsprogramm mit.

An der Stelle möchte ich mich noch Joerg anschliessen. NGC5189
war für mich die Überraschung. Das Teil hat was.

Gruß
Jürgen

Bearbeitet von: am:
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AchimS
Meister im Astrotreff

Deutschland
987 Beiträge

Erstellt  am: 13.06.2008 :  14:22:30 Uhr  Profil anzeigen  Besuche AchimS's Homepage
Hallo Ulli und Reisebegleiter,

wow - die Beschreibungen zur Farm sind genau so wie ich es erhofft hatte. Zwar gibt es dort kein Astroequipment vor Ort, doch sonst scheint alles optimal. Aus meiner Sicht eine echte Alternative zu Hakos oder Tivoli. Da die 'Kontingente' sehr begrenzt sind eine gute Nachricht.

Vielen Dank für den stimmungsvollen Bericht und die Bilder, eure Beschreibungen zum Himmel kann ich nur unterschreiben - ich bekomme bei euren Zeilen richtig Astroentzug und fernweh.

Viele Grüße

Achim


Meine Teleskop- und Spiegelschleifprojekte findet Ihr hier: http://www.strnad-emskirchen.de

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