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 Neues Projekt: 8" F?
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JuergenF
Meister im Astrotreff

Deutschland
488 Beiträge

Erstellt am: 11.10.2006 :  21:42:38 Uhr  Profil anzeigen  Besuche JuergenF's Homepage
Hallo

nach meinem Erstlingswerk, einem 12" F6, mache ich einen Schritt zurück und habe einen 8 Zöller begonnen. Ziel ist ein parallaktisch montiertes, leichtgebautes Teleskop für die Astro5. Damit soll visuell beobachtet werden. Astrofotografie soll auch gehen, das ist aber schon wegen der Astro5 eingeschränkt. Die Brennweite ist mir noch nicht klar (sind ja auch noch 4 Stunden Schleifarbeit, in denen ich nachdenken kann). F5 ist der Klassiker und wird im Leichtbau visuell sicherlich von der Astro5 noch gut getragen. Fotografisch muß ich mit F5 lange belichten und habe einen recht langen Hebel. Das überfordert die Nachführgenauigkeit meiner Montierung. F4 ist fotografisch besser, allerdings okularkritisch.
Ach ja, der Tubus: Ich plane einen Tubus aus 6 Holzringen, die durch Alustangen verbunden werden. Oben also ein "Dobson Hut" in der Mitte eine Bauchbinde für die Schellen und unten einen Spiegelkasten. Die Stangen gehen gerade alle Ringe durch. Der obere Teil (Also Hut und runter bis zur Bauchbinde) wird innen mit Flugzeugsperrholz ausgekleidet, als Streulichtschutz und gegen die Verwindung durch OAZ und Okular / Kamera. In dem Teil werden die Ringe durch 4 Stangen gehalten. Unten soll der Tubus offen bleiben, um besser auszukühlen. Dort werden es dann 8 Stangen zwischen Bauchbinde und Spiegelkasten. Was denkt Ihr ?

Viele Grüße

Jürgen

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Alpha SCO
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3495 Beiträge

Erstellt  am: 12.10.2006 :  00:46:35 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Alpha SCO's Homepage
Hi Jürgen
klingt nach ner interessanten Konstruktion.
Wenn visuell an erster Stelle würde ich ganz klar f/5 oder knapp drunter nehmen, einfach weil es universeller wird.
Mit der Forderung Foto verliert sich mancher Vorteil, weil dann z.B. höher obstruiert werden muß, als bei konsequenter visueller Auslegung.
Fotografisch böte sich vllt. f4,5 an, weil es dazu auch passende Komakorrektoren gibt. Der wird ja auch fällig.

Wenn ich an die Monti denke würde ich zu möglichst kurz tendieren, denn der Hebel ist m.E. in dem Fall wichtiger als das Gewicht. 8" f/5 auf Astro 5 ist vis. nimmer wackelfrei. Mit hohen Stabilitätsanforderungen müßte man schon eher in Richtung GPDX oder HEQ5 gehen, wobei letztgenannter zumindest out of the box öfter keine gute fotografische Eignung attestiert wird.

In der Summe, steht und fällt die Entscheidung mit Deiner Position zum Thema Foto, meine ich.
CS

Armin
www.deepsky-brothers.de

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Copernicus
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
6504 Beiträge

Erstellt  am: 12.10.2006 :  06:49:40 Uhr  Profil anzeigen
Moin Jürgen,

ich sehe es wie Armin. Visuell würde ich nicht unter f5 gehen. (f6 beispielsweise wird ja schon als langbrennweitig angesehen).

Für reine Fotografie ist f4 anzuraten - aber mit dem unglücklichen Kompromiß der recht großen Obstruktion. Visuell natürlich auch benutzbar aber eben nicht vergleichbar mit f5.

Als Montierung ist selbst fei 8" f4 eher die GP-DX als z.B. die GP zu verwenden - alleine der ruhigeren und wackelfreieren Nachführung.

Und ein gutes Stativ !! Ganz wichtig - dies wird oft unterschätzt.

Viele Grüße

Copernicus

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JuergenF
Meister im Astrotreff

Deutschland
488 Beiträge

Erstellt  am: 12.10.2006 :  07:29:59 Uhr  Profil anzeigen  Besuche JuergenF's Homepage
Danke für die Antworten. Ich hoffe, mit einem dünnen Spiegel (21mm / 1500g) und einer leichten Konstruktion in die Gewichtsklasse 5kg zu kommen. Das wäre knapp ein kg mehr, als der 130/900 Skywatcher wiegt, der die Monti heute ziert. Auch kaum länger, aber dicker, das heisst mehr Abstand vom Schwerpunkt zum Achskreuz.
Zum Fotografieren müßte ich mir wohl für längere Belichtungen eine bessere Montierung gönnen. An eine GP DX habe ich auch schon gedacht. Die Syntha Teile glänzen durch endlöse Verbesserungsvorschläge, die enorme Aufwände erzeugen.

Viele Grüße

Jürgen

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piu58
Meister im Astrotreff

Deutschland
930 Beiträge

Erstellt  am: 12.10.2006 :  07:44:27 Uhr  Profil anzeigen  Besuche piu58's Homepage
Ich habe mal im Zuge einer Neuanschaffung unterschiedliche Öffnungsverhältnisse verglichen. f/5 ist schön f/4.5 sicherlich ein Kompromiß bezüglich Baulänge. Aber f/4 und kürzer ist für visuelle Beobachtungen eigentlich schon kein Kompromiß mehr: Teure Okulare sind fällig, das Gerät ist extrem justieranfällig und die Abbildung taugt nicht wirklich für hohe Vergrößerungen, auch bei guten Spiegeln

Bleibt dran, am Okular.
--
Uwe Pilz, http://piu58.bplaced.net/ ~ FG Kometen: http://kometen.fg-vds.de

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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3529 Beiträge

Erstellt  am: 12.10.2006 :  10:51:58 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Jürgen,
Zitat:
Ich hoffe, mit einem dünnen Spiegel (21mm / 1500g) und einer leichten Konstruktion in die Gewichtsklasse 5kg zu kommen
Warum machst Du nicht einen noch dünneren? 18 mm ist sicher noch gut machbar. Ich würde mich sogar trauen, einen 200 mm f/4 Spiegel mit 13 mm Dicke herzustellen.

Was das Öffnungsverhältnis angeht, kann z.B. f/4,3 auch visuell schon voll befriedigen. Visuell brauchst Du bei 800-900 mm Brennweite nicht unbedingt ein 2" Okular; ein gutes 1,25er ab 60° Bildfeld um 25 mm Brennweite tut's auch. Das entschärft die Kostenproblematik etwas.

Ich würde Dir übrigens nicht zu einer Konstruktion mit gerade verlaufenden Rohren raten, wie Du sie geplant hast. Damit der Tubus ausreichend steif wird, brauchst Du möglichst diagonale Streben - Steifigkeit ist absolut unverzichtbar! Mit geraden Rohren mußt Du deren Querschnitte ziemlich groß wählen - das bringt Gewicht! Ich gehe hier mal davon aus, daß der Tubus fest verklebt werden soll - sonst würde ich von geraden Rohren generell abraten.

Gruß,
Martin

Bearbeitet von: am:
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JuergenF
Meister im Astrotreff

Deutschland
488 Beiträge

Erstellt  am: 12.10.2006 :  12:25:58 Uhr  Profil anzeigen  Besuche JuergenF's Homepage
Hallo Martin

der Spiegel befindet sich schon im Grobschliff und ist daher festgelegt. Ansonsten hast Du recht, es ginge auch dünner. Mit den Streben ist die Überlegung so, dass die diagonale Anordnung eine bessere Steifigkeit gegen Verwindung bringt. Diese tritt auf, wo Querkräfte anliegen, sprich am OAZ und Sucher. Dort soll die Auskleidung helfen. Allerdings ist es ein grobes Konzept, evtl reicht auch eine simple Röhre, welche über ein paar Ringe gezogen wird. Aber die sähe aus wie ein möchtegern Skywatcher.

Viele Grüße

Jürgen

Grüße

Jürgen

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Roland
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3249 Beiträge

Erstellt  am: 12.10.2006 :  14:37:05 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Jürgen,

es ist eine Frage des Budgets und kommt drauf an wo du den Schwerpunkt setzt.
F/4.2 ist mit TV-Okus durchaus angenehm, machst du ihn F/5 brauchst du ev eine bessere Monti was die Erparnisse bei den Okus wieder auffrißt. Aber auch bei F/5 machen gescheite Okus durchaus Sinn.
Eine andere Variante wäre F/3.6-8 plus Paracorr + Nagler, allerdings am oberen Ende der Preisliste vertreten.

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