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 Fassungsbau für 83mm FH-Dublett
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AxelW
Senior im Astrotreff

Deutschland
107 Beiträge

Erstellt am: 04.07.2006 :  12:07:59 Uhr  Profil anzeigen  Besuche AxelW's Homepage
Hallo zusammen,

mir ist neulich ein 83mm f/12.5 FH-Achromat Dublett von Jaegers-Optics zugelaufen. Das Teil ist ca. 25 Jahre alt und ungefasst.

Nun hab ich es versuchsweise in einen SkyWatcher 70/900er Tubus reingebastelt (die Taukappe hatte netterweise fast passende Maße) und bin mit den Ergebnissen bislang sehr zufrieden - kurz: ich möchte der Linse eine dazu passende Röhre bauen.

Als alter Spiegelkopp ist meine Erfahrung mit Linsen aktuell auf einen kleinen Zeiss 50/540 beschränkt. Von daher wollte ich mal die Experten fragen, bevor ich mit meinen Anfängervorschlägen irgendwelche Dreher zum lachen bringe...

Ich hab hier noch einen schönen Vixen 1.25'' OAZ rumliegen, der sollte dafür erstmal tun. Dann hatte ich mir vorgestellt, dass ich mir dafür einen Hartpapier-Tubus bestelle, den mit Velours auskleide und für das Dublett eine Fassung drehen lasse. Erste Idee für eine justierbare Fassung (anders geht das bei 1000mm Brennweite wohl nicht, oder?) sieht so aus:



(Das ist nur eine Skizze - die Teile sind 'Null auf Null', soll nur das Prinzip zeigen.)

Der OAZ hat einen 85mm Innenflansch, von daher wollte ich den Tubus mit 85mm Innen- und 95mm Aussendurchmesser bestellen.

Die Linse ist rot, der auf dem Tubus steckende Ring ist lila und die eigentliche Fassung ist weiß. Der Haltering für die Linse ist gelb und soll mit drei Schrauben von vorne befestigt werden. Der Tubus ist blau angedeutet (Sorry für die Qualität, aber meine Freeware-Cad ist mit exportierbaren Formaten recht sparsam...)

Auf dem Aussenring wollte ich die Fassung mit sechs Schrauben justierbar machen (drei zum Befestigen, drei zum Justieren)

Jetzt würden mich Eure Kommentare dazu interessieren. Ich hab seit 15 Jahren nicht mehr von einer Drehbank gestanden und hab keine Ahnung, ob sich das so überhaupt fertigen lässt (ich mach das sicher nicht selber).

Sind die allgemeinen Abmaße sinnvoll, oder ist ein Tubus mit 85mm Innendurchmesser für ein 83mm Objektiv zu klein?

Reicht die (aktuell mit 1mm veranschlagte) Auflagefläche für die Linse?

Setzt man die Linse direkt auf Metall, oder muss das Gummi/Kork/Filz etc. dazwischen?

Wenn jemand eine bessere (einfachere) Idee hat: immer her damit

(Noch lieber wäre mir ja eine fertige Fassung - Hat zufälllig jemand sowas rumliegen?)

Freue mich auf Eure Antworten - vielen Dank im Voraus!

Gruß & CS, Axel von der AflaFalfA

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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2017 Beiträge

Erstellt  am: 04.07.2006 :  12:36:59 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Axel,

Grundprinzip und Justiervorrichtung finde ich ok.
Die Linsenauflage ist evtl. etwas schmal, das hängt von der Fase der Linsen ab. Ich würde den Radius um 1mm + Fase kleiner machen als den Linsendurchmesser.

Zum Befestigen des Achromaten in der Fassung wäre die schönere Lösung ein Innengewinde und ein schmaler Gewindering statt des massiven Klemmrings. Antireflex-Rillen müßtest Du sowieso in deinen Klemmring drehen, da macht das Feingewinde für einen erfahrenen Dreher auch micht so viel mehr Arbeit.

Etwas festes (schwarzes) Papier als Zwischenlage wäre besser als Direktkontakt Metall/Glas. Gummi/Kork/Filz sind zu dick und zu elastisch.

Gruß,
Martin


Bearbeitet von: am:
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AxelW
Senior im Astrotreff

Deutschland
107 Beiträge

Erstellt  am: 06.07.2006 :  18:34:43 Uhr  Profil anzeigen  Besuche AxelW's Homepage
Hallo Martin,

erstmal danke für Deine Antwort

Auf die Idee mit dem Gewinde hätte ich wohl auch selber kommen können - ich hab in der Lehre eine Abscheu gegen das Drehen von Gewinden entwickelt (lag wohl daran, dass mit unseren Ausbildungskisten nix reproduzierbares zu bewerkstelligen war...) - ist aber wirklich die bessere Lösung.

Vielleicht mache ich es auch ganz anders. Ich hab Zugriff auf eine Holzdrehbank, vielleicht investiere ich demnächst mal ein paar Stunden, um zu sehen, ob man mit Holz auch eine Fassung bauen kann...

Schaumermal.

Gruß & CS, Axel von der AflaFalfA

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Bearbeitet von: am:
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FrankZ
Mitglied im Astrotreff


79 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2006 :  14:50:32 Uhr  Profil anzeigen  Besuche FrankZ's Homepage
Hallo Axel,
aus Holz würde ich die Fassung nicht bauen. Ich würde dazu schon Alu nehmen, wobei aufgrund der unterschiedlichen Wärmeausdehnung von Alu und Glas der Innendurchmesser der Fassung etwa ein zehntel Millimeter größer als der Linsendurchmesser sein müsste (besser wäre natürlich Stahl als Fassungsmaterial, aber der Aufwand ist auch höher).
Der Ring zum Halten der Linsen braucht kein Gewinde zu haben. Ein dünner Ring, der mit drei Madenscheauben gehalten wird, tuts auch. Ich habe so mal eine Fassung für ein 70mm-Objektiv gebaut (habe ich hier beschrieben: http://www.stern-freund.de/index.php?id=43). In den Ring habe ich drei Schlitze gesägt und unter die geschlitzten Stellen drei Auflagepunkte aus dünnem Blech geklebt, ausserdem habe ich noch an die entsprechenden Stellen in der Fassung Auflagepunkte geklebt (habe ich mir von Zeiss abgeguckt, die halten bei ihren Edelobjektiven die Linsen auch mit einem Federring).

CS. Frank

Bearbeitet von: am:
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AxelW
Senior im Astrotreff

Deutschland
107 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2006 :  17:35:58 Uhr  Profil anzeigen  Besuche AxelW's Homepage
Hallo Frank,

klar - ich würde auch lieber eine Alu-Fassung nehmen...

Das Ganze ist auch eine Kostenfrage. Ich habe leider keinen (oder nur einen sehr beschränkten) Zugriff auf eine Metalldrehbank. Aktuell sieht es so aus, als ob die Kosten für die Fassung den Preis der Linse um das Doppelte überschreiten - und dann hab ich immer noch keinen Tubus...

Da dachte ich mir, ich mach erstmal eine quick&dirty Selbstbaulösung (mit 100er Abwasserrohr und selbstgedrehter Holzfassung (Holzdrehbank & Erfahrung sind vorhanden) und kann dann, nachdem ich die Linse unter vernünftigen Bedingungen länger ausgetestet habe, nochmal ~250 Euro in Tubus & Metallfassung investieren um dann ein 'richtiges' Teleskop daraus zu machen... Die Holzlösung kostet ~10 Euro für Rohr, Schellen & schwarzes Tonpapier zum Auskleiden des Tubus. Vielleicht bekomme ich da sogar was Justierbares hingebastelt - mal sehen.

Aktuell hab ich das Dublett bei einem SkyWatcher 70/900 in die Taukappe geklemmt - aber da bin ich mir sicher, das sie vignettiert wird und ausserdem hab ich ständig Angst, dass die Linse aus der 'Halterung' fällt... (Von Verkippung will ich hier mal gar nicht reden).

Die Idee mit den Federring ist jedenfalls klasse...

Gruß & CS, Axel von der AflaFalfA

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Bearbeitet von: AxelW am: 07.07.2006 18:01:17 Uhr
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astromaster
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1360 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2006 :  18:02:12 Uhr  Profil anzeigen  Besuche astromaster's Homepage
Hallo Axel,

ich hoffe, Du bekommst die Fassung gebaut. Stahl muss es nicht sein, ich mache auch alles aus Alu, auf keinen Fall Holz nehmen, auch wenn da jetzt alle Schreiner wieder aufschreihen, Holz gehört in den Garten, nicht ans Teleskop. Wenn ich am Monatsende nach Schöneck fahre, schaue ich vielleicht mal vorbei, was aus meinem Dublett geworden ist. Da ich einen vergleichbaren Wachter 90/1300 bereits startklar habe, muss ich das Problem nicht mehr lösen, sonst hätte ich mir eine Fassung gedreht. Es soll ja ein Selbstbau sein und der Weg ist das Ziel, oder? Wenn gar nichts geht, kann ich Dir so eine Fassung bauen. Muss alles aus Vollmaterial gedreht werden, dauert ewig und muss auch eloxiert werden, ob sich dass dann noch rechnet? Hier ist gerade mein aktuelle Projekt OAZ fertig geworden:




Auch hier musste alles aus schwerem Vollmaterial gedreht werden, hat am Ende eine Woche gedauert, bis es so aussieht.

Wenn man einen Selbstbau im Auge hat, wird es wenigstens so, wie man es haben will und nicht wie andere es anbieten, ein Vorteil.

Vielleicht sprechen wir mal vor Ort über die auftretenden Probleme und kommen dann etwas weiter....

Gruß und cs,

René aus Wittmund

Mail: rogge.wittmund(at)freenet.de
Homepage: http://free.pages.at/astromaster

Instrumente: 10"-Ritchey-Chrétien F/8 von Eckhard Alt, 2"-Selbstbau-Servo-OAZ mit QSC, ALT-5 Montierung mit HarmonicDrive-Antrieb und FS-2/30V von Koch, Selbstbau-Off-Axis-Guider mit Watec WAT-120N und ext. Steuerbox,
ATK16HR mit FR-03 von Neumann und EOS300D (unmod.) als Kameras.
Feldstecher Danubia 25x100 und Steiner Rallye 20x80

Bearbeitet von: astromaster am: 07.07.2006 18:06:21 Uhr
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AxelW
Senior im Astrotreff

Deutschland
107 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2006 :  18:53:21 Uhr  Profil anzeigen  Besuche AxelW's Homepage
Hallo René,

freut mich, dass Du Dich meldest...

Ich weiß ja - ich brauche endlich eine Drehbank, aber bislang hab ich die Investition immer gescheut (Soll ja auch was vernünftiges sein, und das geht dann gleich richtig ins Geld).

Dein OAZ sieht jedenfalls sehr gut aus.

Dass man die Fassung aus dem Vollen drehen muss hab ich mir auch schon gedacht - bin nebenbei immer noch an einem kleinen 50/540er Refraktörchen dran, bei dem muss auch noch was gedreht werden - allerdings mag ich den 'Dreher' nicht überstrapazieren und war daher auf der Suche nach Alternativen.

Dass Holz nix mit Teleskopen zu tun hat würde ich so nicht unterschreiben... Mein Reisedobson (6'' f/5) ist größtenteils aus Holz und leistet mir schon länger gute Dienste (war mein erster Selbstbau):





(Mittlerweile sind auch die Höhenräder glattgefräst und mit Ebony-Star belegt)

Freue mich auf Deinen Besuch - meld Dich einfach kurz vorher.

Gruß, Axel von der AflaFalfA

Die AflaFalfA - jetzt auch in orange-blau!

Bearbeitet von: am:
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astromaster
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1360 Beiträge

Erstellt  am: 07.07.2006 :  18:57:05 Uhr  Profil anzeigen  Besuche astromaster's Homepage
Hallo Axel,

die Fa. Theis-Mohlitz setzt ja auch voll auf Holz, in gewissen Grenzen(wie Du sie bebildert hast) mag das noch gehen, aber eine Refraktorfassung aus Holz ist sch.....

Melde mich dann, wenn es so weit ist.

Gruß und cs,

René


Mail: rogge.wittmund(at)freenet.de
Homepage: http://free.pages.at/astromaster

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ATK16HR mit FR-03 von Neumann und EOS300D (unmod.) als Kameras.
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