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 Astronomie - der Teleskop-Selbstbau (ATM)
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 18 Punkt Spiegellagerung
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Timm
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2672 Beiträge

Erstellt am: 19.01.2006 :  15:37:16 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Timm's Homepage
Hallo Leute,
jetzt ist mein Unterteil fertig. Hier die Spiegelzelle und Spiegellagerung für den 16 kg schweren 20" Spiegel.



Die Dreiecke lagern auf ultraleichten 15x15x1,5mm Aluprofilen.



Das sieht dann so aus:



Zusammengebaut wiegt das Unterteil mit Spiegelzelle genau 5,2kg!



Justiert wird die gesamte Spiegelzelle, mit weit aussen liegenden M 8 Schrauben. Der Spiegel wird seitlich mit 6mm Nylonschrauben leicht festgehalten.
Jetzt fehlt nur noch das finish! Welche Farbe soll ich nehmen... oder lieber wieder Alu blank?
CS
Timm

48°24'39"N / 8°0'38"O
und
26°52'53"S / 25°01'32"O

carpe noctem
observo ergo sum


Bearbeitet von: am:

mesiahs
Meister im Astrotreff


982 Beiträge

Erstellt  am: 19.01.2006 :  22:49:38 Uhr  Profil anzeigen
Hallo, ich würde sagen , die Aluprofile sind zu dünn.Dass sind pro Wippe über 5 Kilo, die Dinger biegen doch durch wie nichts.
Ich habe bei meinem 10er und 12er, 10 mm Vollmaterial ist zwar schon etwas viel aber da biegt sich nichts durch.
Gruß Erich

Mach es so gut wie möglich, schlecht wird es von alleine

Bearbeitet von: am:
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Harald_M
Meister im Astrotreff


591 Beiträge

Erstellt  am: 19.01.2006 :  23:55:37 Uhr  Profil anzeigen
Hallo zusammen!

Ist es nicht egal, wenn sich die Profile durchbiegen, solange es im elastischen Bereich bleibt? Schliesslich wird das ja durch die beweglichen Dreiecke ausgeglichen.

Ich sehe eher ein anderes Problem:

Soll der Spiegel unten durch Schrauben seitlich (also radial) gehalten werden? Keine Schlinge und keine Kugellager?
Falls dem so ist, wie dick ist denn der 20" Spiegel?


Gruß Harald

Bearbeitet von: am:
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Timm
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2672 Beiträge

Erstellt  am: 20.01.2006 :  08:55:18 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Timm's Homepage
Hallo Erich,
das ist ja schon mein zweiter 20" lowrider! Beim ersten hat diese Wippe locker gereicht, denn alles verbiegt sich gleichmäßig. Also alles o.k., wie die Praxis zeigt. Wenn man leicht bauen will, muss man Gewicht sparen wo es möglich ist.

Hallo Harald,

der Spiegel wird seitlich mit nur 4 Kunststoffschrauben gehalten. Das reicht auch, da der Spiegel in einer Zelle liegt und sich beim justieren nicht in der Zelle bewegt. Sollte mal beim schnellen Rauf- und Runterbewegen leichter Druck-Asti auftreten, genügt ein kurzer Ruck am Teleskop und alles ist wieder o.k.
Bei einer Zelle kann kann ich den Tubus auch 20° über den Zenith hinausschwenken, was beim Beobachten ein Supervorteil gegenüber schlingengelagerten Spiegeln bedeutet. Der Spiegel kann ja nicht rutschen.
CS
Timm

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Bearbeitet von: Timm am: 20.01.2006 10:49:39 Uhr
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Timm
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2672 Beiträge

Erstellt  am: 20.01.2006 :  08:57:32 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Timm's Homepage
Nachtrag:
Der Spiegel ist 40mm dick!
Also keine Pizza vom Roland, da sollte man schon besser seitlich mit Rollen lagern.
CS
Timm

48°24'39"N / 8°0'38"O
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Harald_M
Meister im Astrotreff


591 Beiträge

Erstellt  am: 20.01.2006 :  13:56:56 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Timm!

40mm bei 20" ist ja schon fast Pizza-Format, zumindest American Pizza mit dickem Teigboden.

Scherz beiseite, ich habe meinen 10" mit 25mm Dicke mit 18 Punkt und seitlichen Kugellagern gelagert. Ich weiss, das ist alles nicht notwendig, aber eine bessere Lagerung gibts nunmal nicht.

Bei der Kugellagerlagerung gibt es garantiert keinen Lagerasti und der Spiegel wird in seinen seitlichen Bewegungsmöglichkeiten genau so eingeschränkt wie bei Deiner Schraubenlösung.

Technisch ist die Kugellagerlagerung natürlich aufwendiger. Aber das dürfte für Dich doch wohl kein Hindernis sein, oder?


Gruß Harald

Bearbeitet von: am:
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Timm
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2672 Beiträge

Erstellt  am: 20.01.2006 :  16:02:21 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Timm's Homepage
Hallo Harald,

natürlich hast du recht, wenn du sagst, etwas besseres als die Kugellagerlagerung gibt's nicht... aber etwas fast gleich Gutes mit weniger Aufwand macht mehr Spass! Man könnte meinen 20" lowrider ganz einfach SUPERSTABIL und PERFEKT bauen, wenn man 50, 60 oder 100 Kg in Kauf nimmt. Aber ich bin schon recht betagt, die Kräfte lassen irgendwann mal nach und meine liebe Frau möchte nicht für mich lowriders in die Berge schleppen ;-))), also baue ich leicht! Der lowrider Nr. 2 wird rund um die 30kg wiegen! Den trage ich in vier Teilen (das schwerste 21kg), bis ich 90 bin! Die Erfahrung mit dem ersten lowrider zeigen, dass ich richtig liege!
Ich baue den lowrider ohne Licht und Werkzeug in 2 Minuten auf, sehe in einer Nacht locker einige hundert Objekte, schleppe dabei keine Leiter herum, trenne den Doppelquasar und sehe locker die äußeren Spiralarme von M 81.
Mein Weg zum Spechteln scheint ja nicht schlecht zu sein. Klar, es gibt auch bessere Wege dahin, aber mir macht meiner riesig Spass.
CS
Timm

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Harald_M
Meister im Astrotreff


591 Beiträge

Erstellt  am: 20.01.2006 :  16:16:12 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Timm!

Da stimme ich Dir voll zu, dass Leichtbau etwas Feines ist.

Ich bezog mich oben ja lediglich auf Die seitliche Spiegellagerung. 3 Kugellager und die Befestigungen der Kugellager wiegen zusammen keine 100g. Ich meine, dass das Gewicht also kein Kriterium sein kann.

Ich kann Dich aber trotzdem verstehen, dass Du Deine fertige Konstruktion im Nachhineinen nicht nochmal überarbeiten willst.


Gruß Harald

Bearbeitet von: Harald_M am: 20.01.2006 16:17:04 Uhr
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Timm
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2672 Beiträge

Erstellt  am: 20.01.2006 :  21:46:03 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Timm's Homepage
Hallo Harald,
meine Konstruktion zu ändern würde leicht gehen. Meinst du, dass eine Kugellagerlagerung bei meinem Spiegel soviel mehr bringt, als meine Konstruktion?
Wo ist denn der große Unterschied? Dass beim Verlassen der horizontalen Lage der Spiegel sich verbiegt, weil er nicht vertikal verrutschen kann?
Dass bei einer Schlinge mit der üblichen Justiermöglichkeit (die Lagerpunkte der Schwingen sind auch die Justierpunkte) ein Verbiegen stattfindet, weil die laterale Lagerung ja am Teleskop festgemacht ist, hat mir der Roland schon gesagt. Deshalb baut er ja eine Kugellagerlagerung.
Bei meiner Zelle ist es aber nicht nötig. Schließlich habe ich ja auch viel Erfahrung sammeln können mit meinen 6 oder sieben gleich gebauten "Klose-Dobsons". In der Praxis funktioniert's halt... auch wenn es in der Theorie Besseres gibt.
Aber ganz wichtig finde ich es, wenn man über die "vielen Wege nach Rom" hier postet, damit man sich unnötige Irrwege erspart. Ich mir selbst und vielleicht auch jemand anderen.
CS
Timm

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Harald_M
Meister im Astrotreff


591 Beiträge

Erstellt  am: 20.01.2006 :  22:01:19 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Timm!

Zitat:
Wo ist denn der große Unterschied? Dass beim Verlassen der horizontalen Lage der Spiegel sich verbiegt, weil er nicht vertikal verrutschen kann?


Zum Beispiel. Ich sehe das so, dass Kugellager am besten sind. Danach kommt die Schlinge und erst danach jede Art von fester Seitenbegrenzung. Nicht umsonst wird ja grundsätzlich zumindest zur Schlingenlagerung geraten. Einfach deshalb, weil dann in erster Näherung keine Reibung zwischen Spiegel und seitlicher Lagerung vorhanden ist. Die Schlingenlagerung hat aber noch den Nachteil, dass durch sie doch axiale Kräfte auf den Spiegel ausgeübt werden können, welche dann wiederum den Spiegel verformen. Erst die Kugellagerlagerung verhindert prinzipiell jede Verformung durch die seitliche Lagerung, weil schlicht keine Reibkraft zwischen seitlicher Lagerung und Spiegel mehr vorhanden ist.

Wenn also mit relativ wenig Aufwand eine Kugellagerlagerung gemacht werden kann, warum sollte man dann eine schlechtere Lagerungsart wählen? Ich finde, dass hier der Mehraufwand der Kugellagerlagerung durch den Mehrnutzen absolut gerechtfertigt ist.

Aber das muss natürlich jeder ATMler für sich selbst entscheiden.

Du kannst jedenfalls froh sein, dass Dein Lowrider keinen dünnen Alutubus hat, denn der würde durch Deine Tritte zur Lösung eines verklemmten Hauptspiegels sicher Beulen bekommen.



Gruß Harald

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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10277 Beiträge

Erstellt  am: 20.01.2006 :  22:31:12 Uhr  Profil anzeigen
Hi,
von einem Kugellager würde ja letzlich nur ein oder zwei Millitmeter Drehung relevant werden, wenn überhaupt. Da reicht also jede Ersatzlösung, die eine solchen Spielraum ebenfalls mitmacht, ohne eine Federkraft aufzubauen. Und wenn es ein Fusstritt ist. Da könnte allerdings die Kollimation drunter leiden.
Hat es jemand schon mit einem Auflager probiert, das wie ein in den Ecken drehbares Parallelogramm aufgebaut ist? Eine Seite hält sich am Spiegel, die gegenüberliegende Seite am Rahmen fest.
Gruß

Kalle - Alles wird gut !
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Harald_M
Meister im Astrotreff


591 Beiträge

Erstellt  am: 21.01.2006 :  01:06:56 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kalle!

Zitat:
Hat es jemand schon mit einem Auflager probiert, das wie ein in den Ecken drehbares Parallelogramm aufgebaut ist? Eine Seite hält sich am Spiegel, die gegenüberliegende Seite am Rahmen fest.


Hast Du da schon eine konkrete Konstruktion im Sinn?

Ich vermute mal, dass so eine Parallelogramm-Lösung immer aufwendiger sein wird als eine einfache Kugellagerlagerung. Denn wenn Du ein Parallelogramm realisieren willst, dann müssen 2 Flächen parallel zueinander verschiebbar sein. Entweder Du machst ein Gleitlager dazwischen (was immer Restreibung hat) oder Du baust ein Getriebe zwischen die Flächen mit mehreren Drehgelenken. Und wie realisierst Du dann die Drehgelenke? Etwa mit Kugellagern?


Ich weiss gar nicht, warum sich hier so gegen eine Kugellagerlagerung gesträubt wird. Wenn es deshalb ist, weil hier keiner weiss, wie er so etwas konkret umsetzen kann, dann bin ich gerne bereit, Fotos von meiner Haupspiegelhalterung zu posten.


Gruß Harald

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