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Seite: von 5

mesiahs
Meister im Astrotreff


982 Beiträge

Erstellt  am: 16.01.2006 :  21:35:35 Uhr  Profil anzeigen
Hallo, gute Qualität gibt es eben nicht zu Schleuderpreisen. Das denken nur diejenigen die sich so ein Ding gekauft haben und nicht mit einem guten bis Spitzenspiegel vergleichen können.
Wenn schon kaufen dann kein Billigzeug.
Günstig ist wieder etwas anderes :-)
Vielleicht sollte ich doch mal mein Anhang ändern auf wer billig will bekommt billig.
Gruß Erich

Mach es so gut wie möglich, schlecht wird es von alleine

Bearbeitet von: am:
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Astro Manni
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
69 Beiträge

Erstellt  am: 16.01.2006 :  21:50:11 Uhr  Profil anzeigen
Hi Demolition-Man,

was meinst Du mit "Es gibt Teleskope von durchaus brauchbarer bis guter Qualität zum Schleuderpreis"?
Hast Du wirklich mal durch ein Rohr mit mehr als 12" Öffnung mit einem Spiegel in Super-Qualität geschaut?
Wenn es so ein Rohr zum Schleuderpreis gibt, nenn mir den Anbieter und das halbe Forum lechtzt ebenfalls danach.

Gruß

Manfred

Bearbeitet von: am:
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Demolition-Man
Meister im Astrotreff

Deutschland
661 Beiträge

Erstellt  am: 16.01.2006 :  21:52:49 Uhr  Profil anzeigen
Hi nochmal,
wieder einmal werde ich missverstanden. (glaube ich)

Große Spiegel lohnen sich finaziell auf jeden Fall. (Wenn mans kann)

Aber z.B. ein Celestron 150mm/750mm ist wirklich preiswert und gut, und ein Anfänger kann kaum genauer schleifen, und selbst wenn kann keiner den Unterschied feststellen. (Oder liege ich da so falsch)

mfg nochmal
Kai

P.S. Mit meinen Augen könnte ich keinen Unterschied zwischen irgendwelchen Strehl oder Lambda Werten bemerken.
Wie gesagt beziehe ich die Finanzen auf eher kleine Spiegel <10" oder so!

49°57'N 7°50'O

130mm/1000mm Selbstbau-Dobson-> besser als nichts!

Bearbeitet von: Demolition-Man am: 16.01.2006 21:55:14 Uhr
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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
9708 Beiträge

Erstellt  am: 16.01.2006 :  23:20:34 Uhr  Profil anzeigen
Hi Kai,
kleine Spiegel lohnen finanziell wirklich kaum.
Ich hatte mir dennoch einen 4,5-Zöller geschliffen, als Training für die 12-Zoll-Scheibe. War pakettechnisch eine Beigabe sozusagen. (bezahlt, nicht das Stathis jetzt runtergehandelt wird )
Und er passt noch ins Sortiment zwischen Lidl und China-8-Zoll-Dobson.

Kalle - Alles wird gut !
Meine Okulardatenbank im Astrotreff: hier
Termine Teleskoptreffen gibt es hier

Bearbeitet von: am:
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glahn
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1365 Beiträge

Erstellt  am: 17.01.2006 :  00:05:23 Uhr  Profil anzeigen  Besuche glahn's Homepage
Grüß dich Stathis,

Zitat:
Mich würde auch mal interessieren, was die anderen vom Spiegelschleifen halten. Alles Spinner und Masochisten? Mir zu schwer?, hab 2 Linke Hände, Keine Zeit?


Groooßer Respekt! Das fällt mir dazu ein. Nix Masochisten oder Spinner. Für mich ist ein Spiegelschleifer und Teleskopbauer, der nach seiner Tat die Sache draußen auch aktiv einsetzt (Nachbar glotzen, Sonne, Deep-Sky, wasweissich) DER Astronom überhaupt...da muss ich mich mal outen. Ohne den heute so modern gewordenen Technikwahn sein eigenes Teleskop mit bloßen Händen und prinzipiell einfachsten Methoden selbst herstellen, um damit ähnlich wie die wirklich GROßEN Entdecker vergangener Zeiten die Schönheiten des Himmels zu bestaunen...man Leute, das ist es doch, oder?
Leider hab ich mich persönlich bis jetzt nicht ans Schleifen getraut. Da geht es mir sicher wie Vielen. Man hat zum einen gar nicht die räumlichen Vorraussetzungen für so eine Geschichte. Als nächstes kennt man sich selbst zu gut und weiss, dass man bei auftretenden Fehlern (die beim Schleifen mit Sicherheit kommen) gern mal aufgibt, weil man es doch vorher all zu perfekt und professionell haben wollten.

Fakt ist, dass eine solche Verbreitung des Spiegelschleifens nur durch 1.) bereitwillige Verbreitung des persönlichen (und persönlich angeeigneten) Wissens von einzelnen und wenigen Experten in 2.) solchen Medien wie dem Astrotreff stattfinden konnte. Eine Entwicklung die nach 2.) wirklich erst in den letzten Jahren starten und sich verbreiten konnte und es nun tut. Ein Dank deswegen an 1.) die Experten und 2.) den Forenbetreibern

Naja...und so selbstgeschliffene 6" f/4, danach 10" f/6 und dann 24" f/4 würden sich doch ganz gut in meinen Wandschrank wiederfinden, oder...ich muss weg

Viele Grüße, Uwe

www.deepsky-visuell.de

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DaRestem
Meister im Astrotreff

Deutschland
597 Beiträge

Erstellt  am: 17.01.2006 :  00:49:04 Uhr  Profil anzeigen  Besuche DaRestem's Homepage
Hi Leute,
schleift Spiegel, es lohnt sich!
Ich komme gerade von draussen rein, Firstlight meines letzte Woche fertig gewordenen und noch unverspiegelten 16" f/5... WAHNSINN! Ein phantastisches Gefühl, das erste Mal "scharfe" (seeing war mies) Bilder durch eine Optik zu sehen, die man mit eigenen Händen (und nicht viel mehr) hingebogen hat. DAS entschädigt für viele bange Stunden. Aber es gab nicht nur die: Gerade die letzten Meter zum fertigen Spiegel sind eine Mischung aus freudiger Erwartung, Angst vor Rückschlägen, Nervenkitzel und Spass am offensichtlichen Fortschritt-DIE Mischung hats echt in sich.
Die wichtigste Tugend, die man mitbringen muss ist sicherlich viel Geduld und "dickes Fell", kleine Verzögerungen und vielleicht auch Rückschläge gehören einfach dazu. So musste ich z.B. 50 Std. polieren, da ich vom Feinschliff noch viele grössere Pits übrig hatte und die Kugelform wollte der Spiegel zunächst auch nur widerwillig einnehmen. Andere schaffen das in unter 15 Std. Das Parabolisieren dagegen lief dann wie geschmiert und war in einer Woche durchgezogen... mit "Punktlandung".
Das Ergebnis ist wohl eine wirklich sehr gute Optik, über die ich mich auch noch in Jahren wie ein kleines Kind freuen werde.

Ich freue mich schon riesig auf die richtigen Beobachtungen sobald die Optik versilbert ist (hoffentlich kriege ich das hin) und die zu 80% fertige Mechanik entgültig steht.

Wer zögert und es dann trotzdem nicht macht ist selber schuld!

Viele Grüsse,
Daniel
www.astro-visuell.de

P.S Einen Nachteil hat das Selberschleifen dann aber doch: seitdem abzusehen war, das daraus wirklich was wird habe ich panische Angst davor, das der Spiegel irgendwann mal Glasbruch ist... das wäre wirklich unverzeihlich!

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Thomas_Braxator
Meister im Astrotreff

Deutschland
291 Beiträge

Erstellt  am: 17.01.2006 :  01:05:38 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Thomas_Braxator's Homepage
Hi Stathis,

noch vor etwas mehr als einem Jahr konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, dass man eine so präzise Kurve hinbekommt.
Und jetzt voll im Karbofieber steckend, sind wir bereits eine Gruppe von mehreren Spiegelschleifern (>10).
Selbst Rückschläge, wenn man schon ganz dicht an der perfekten Parabel war und diese dann wieder versemmelt, nimmt man irgendwie hin. Was man lernen muss ist einzig den Zeitpunkt zu finden, einfach aufzuhören. Aber in der Gruppe stachelt man sich natürlich auch gegenseitig an. Schau mal Karls neuen Thread zur Beurteilung der Parabel. Auch hier, jenseits der Schleif- und Polierarbeit versucht man immer besssere und genauere Methoden zur Beurteilung zu finden.
Letztlich so in der Endphase bist Du mehr am Messen als am Polieren. Aus dem schon faszinierenden Hobby Astronomie kommt nun ein weiteres hinzu. Und dieses Spiegelschleifen hat es in sich.
Unser letztes neues Mitglied der Schleifgruppe wollte mal nur zum sehen kommen. Er besitzt bereits ein 10" Dobson und wollte sich etwas vergrößern, einen 12" kaufen. Nun trägt er sich schon mit dem Gedanken, doch einen selbst einen 16´ner zu schleifen.
Also, hier ist es nicht die Vogelgrippe - sondern das Karbofieber was uns gepackt hat. Ok. wenn ich in meinem Bekanntenkreis erzähle dass ich einen Teleskopspiegel schleife, kommen schon seltsame Reaktionen.


Grüße Thomas



-------------------
Per aspera ad astra

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rootprompt
Meister im Astrotreff

Deutschland
533 Beiträge

Erstellt  am: 17.01.2006 :  01:16:03 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: hdthommy
[ Ok. wenn ich in meinem Bekanntenkreis erzähle dass ich einen Teleskopspiegel schleife, kommen schon seltsame Reaktionen.



Tatsächlich? Wenn ich sowas erzähle, bzw. wenn jemand fragt, was die komischen Sachen in der Ecke sind, waren bisher alle wirklich interessiert - und irgendwie fasziniert, weil keiner glaubt, dass man sowas "einfach" von Hand selber machen kann.

Ich denke einfach mal, die Erfolge vieler Leute hier und anderswo stecken einfach an (wobei man von den Mißerfolgen natürlich weniger liest ) - insofern tragen Foren und Websites eine Menge zum Boom bei, denke ich mal. Für mich war's jedenfalls der Ausschlag.

Und nun liegen hier zwei Rohlinge - der eine bis zum Feinschliff und doch aufgegeben momentan, weil es irgendwie demotivierend ist, irgendwas nur zur Übung zu schleifen ohne dafür eine wirkliche Verwendung zu haben. Der andere angefangen, trotz aller guten Ratschläge, das wäre für den Anfang zu groß. Aber zumindest für mich ist das egal: es macht einfach Spass, besonders wenn man ein Ziel vor Augen hat aber keine Eile. Irgendwann wird's ein brauchbarer Spiegel, wenn nicht dieses Jahr, dann nächstes?

Davon ab ist die Arbeit am Glas eine prima Entspannung (also mental, sicher nicht körperlich ) - vielleicht entdeckt das irgendwer ja noch im Wellness-Zeitalter. Töpferkurse sollen ja out sein.


Cheers
Andreas

Ceterum censeo cartaginem esse delendam

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oskar
Meister im Astrotreff


880 Beiträge

Erstellt  am: 17.01.2006 :  07:09:44 Uhr  Profil anzeigen  Besuche oskar's Homepage
Für mich ist es die Erfüllung eines Jugendtraums. Vor 36 Jahren bekam ich einen 70/700 Newton geschenkt, zwei Jahre später leistete ich mit ein 60/1000 Refraktor von Vixen. Voller Sehnsucht betrachtete ich immer wieder einen Prospekt von Haidenhein, das größte Instrument hatte ein 30 cam Spiegel. Alles unereichbar. Ich wußte zwar, dass man Spiegel selbst schkleifen kann, aber es gabe keine Astro-Szene wie heute und ich fand keinen Zugang zu Leuten, die sowas schon gemacht hatten. Und nun stecke ich mitten drin, mit Zuspruch von meiner Frau (auch so etwas gibt es!), die mir auch dabei half, darüber zu lachen, als ein Projekt daneben ging.
Ich habe auch gemekrt, dass gerade beim Grobschliff mein Rücken und meine Schultern dankbar für das Training sind. Das nächste Projekt muss die Krankenkasse finanzieren!!

Viele Grüße


Oskar



Fliegen kannst Du nur gegen den Wind (Reinhard Mey)

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reiner
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1432 Beiträge

Erstellt  am: 17.01.2006 :  08:47:43 Uhr  Profil anzeigen  Besuche reiner's Homepage
Hallo Stathis,

ohne Deine Webseite wäre das auch alles an mir vorbeigegangen.

Dieser Spiegelschleifboom wäre nie zustande gekommen, wenn Du und Martin und die paar wenigen andere sich nicht um die potentiellen Neuschleifer gekümmert hätten, z.B. durch's Vormachen, durch die Unterstützung, die Beschaffung von Scheiben, und das Zusammenstellen von Karbo, Ceri und Pech. Das finde ich einfach klasse. Danke von mir.

Reiner

Dobsons Bauen und Deep Sky
www.reinervogel.net

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ThomasWest
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1322 Beiträge

Erstellt  am: 17.01.2006 :  09:23:26 Uhr  Profil anzeigen  Besuche ThomasWest's Homepage  Sende ThomasWest eine ICQ Message  Sende ThomasWest eine Yahoo! Message
Tja was soll ich sagen. Mich hat es ja auch vor einiger Zeit erwischt und der Glasvirus hat mich nicht mehr los gelassen. Inzwischen bin ich ja bei 18" f/4 angekommen und habe auch schon was komplizierteres in Planung. Wenn der 18-er fertig ist kommt auf jeden Fall ein 10" oder 12" f/8 Ritchey-Cretien für die Astrofotografie. Auf die Herausforderung des f/3 Hauptspiegels dieses Teiles freue ich mich jetzt schon. Auch der Sekundärspiegel sollte sportlich werden.
Ich kann mir nur wünschen, daß noch mehr Sternfreunde ihre Spiegel selber schleifen und ihre Schleifprojekte und Erfahrungen auch irgendwie veröffentlichen. So können auch andere von den Erfahrungen einzelner profitieren. Vielleicht kann man ja mal irgendwo im Netz ne Datenbank aufmachen, wo sich jeder Schleifer mit der Größe und dem Öffnungsverhältnis seiner geschliffenen Spiegel einträgt. Anfänger kännten dann sofort sehen, wer schon mal was und wie gemacht hat und sich dann direkt an den entsprechenden Schleifer mit ihren Fragen wenden.

Übrigens hat das Schleifen, insbesondere das von großen Spiegeln, auch gesundheitliche Vorteile. Man muß nicht mehr Geld für ein Fitnessstudio ausgeben um in Form zu bleiben. Also Leute, ran an die Muckimaschine

Thomas Westerhoff
Volkssternwarte Kirchheim e.V.
http://www.astrohome.info
http://sternwarte-kirchheim.de

Bearbeitet von: ThomasWest am: 18.01.2006 11:04:06 Uhr
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Christian_S
Senior im Astrotreff

Deutschland
184 Beiträge

Erstellt  am: 17.01.2006 :  10:31:57 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Christian_S's Homepage
Hallo,

mein erster Dob (12" f/4,7 Volltubus) war ein Selbstzusammenbau, aus der Not heraus, dass es damals noch nix günstiges gab, das mir gut genug war. Da mir jedoch der Selbstbau zu schwierig erschien, habe ich die Komponenten gekauft, dadurch wurde es dann doch recht teuer. Der Spiegel allein kostete mehr als heute eine ganze Chinadose, ob er deswegen so viel besser ist, bin ich mir noch nicht sicher, schlecht isser aber nicht. Außerdem hab ich mangels Erfahrung alles heavy-duty gebaut, also sauschwer.

Dann habe ich aber immer weiter über diverse ATM-Projekte gelesen, v. a. natürlich hier . Am ITV03 habe ich den Spiegelschleifkurs von Stathis von draußen durchs Fenster verfolgt, aber kaum was mitbekommen. Dennoch verfestigte sich immer mehr der Eindruck: So schwer kann das gar nicht sein. Und da das Wetter ohnehin so lausig ist, dass man ein Zweithobby neben dem Spechteln braucht, da liegt ja ATM nahe.

Tja, steter Tropfen höhlt den Stein, und so ist der Spiegel, mit dem ich gerade angefangen habe, nun für einen Reisedobson. Sowas kann man ja immer brauchen. Allerdings soll diesmal alles bis auf OAZ und Fangspiegel selbst gebaut sein. Der Hintergedanke ist dabei natürlich, möglichst viel zu lernen, um danach den 12"er in einen Gitterrohrdob umzubauen und dann auch in Zukunft das Öffnungsfieber wirksam bekämpfen zu können (ein Lowrider schwebt mir vor, und sowas macht man mit 16" noch nicht )

Tja, so ist das mit dem ATM-Virus . Ihr Vorreiter, Erstlingstäterunddavonberichter und geduldigen Ratgeber hier im Forum seid Schuld an meiner Infektion damit. Aber Vielen Dank dafür

Viele Grüße
Christian


http://www.himmel-und-er.de

Bearbeitet von: am:
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Clavius
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3220 Beiträge

Erstellt  am: 17.01.2006 :  11:02:12 Uhr  Profil anzeigen
Hallöle,

daß ich nun der Spiegelschleifer bin, kann ich eigentlich nicht sagen. Aaaaaber...

Von einem Sternfreund bekam ich frisch vom Schrottplatz dereinst ein augeschlagenes Bullauge geschenkt mit den Worten, da kannst du ja mal einen Teleskopspiegel schleifen.

Da Rüdiger Heins in meinem Bekanntenkreis ist, habe ich mal vorsichtig jaaaaa gesagt.

Das Gipstool war schell angefertigt. Tool und Rohling bleiben so ungefähr ein Jahr lang aufeinander liegen. Irgendwie fehlte mir der Antrieb oder auch die Überzeugung, daß durch Rumschrubben auf dem Glas was vernünftiges rauskommen sollte.

Nun hatten wir aber zwischenzeitlich angeregt, daß Rüdiger doch bitte mal einen Spiegelschleifkurs abhält. Hielt er auch, den gibt´s ja heute noch. Durch diesen Kurs bekam ich die Praxis psäsentiert, denn jeder durfte sich mal am Grobschliff (eine Blumenvase) versuchen. Da hat´s dann klick gemacht und ich nahm mir das Bullauge vor.

Zwar hat es lange gedauert bis das Glas gebändigt war (manchmal sah das Ronchibild so aus wie ein altes Fernsehtestbild), aber es hat zu einem Spiegel mit Lambda/7tel gereicht.

Jemand hier sprach von der Macht, die man bekommt, erkennt man erstmal die eigenen Möglichkeiten, eine gute Optik zu Hause selber herstellen zu können. Und plötzlich war der alte Wunsch, einen 30cm Newton für die Astrotografie zu besitzen, in greifbare Nähe gerückt!

In einem Anflug von Größenwahn hatte ich ja sowieso zwischenzeitlich eine größere Selbstbaumonti in der Mache. Da mußte dann eben eine Optik in der passenden Größenordnung her!

Dieser zweite Spiegel war insgesamt nicht mehr so problematisch in der Herstellung, eine gewisse Erfahrung hatte ich durch das Bullauge doch irgendwie mitbekommen.

Heute habe ich einen 12" Newton für visuelle und fotografische Beobachtung zur Verfügung, wie ich ihn mir immer schon gewünscht habe:



Meine Erfahrung mit dem Spiegelschleifen: Wenn man einmal live gezeigt bekommt, wie man Spiegel schleift und einmal selber Hand angelegt hat, hat es einen gepackt und es wird auch ein guter Spiegel dabei rauskommen. Und wenn man vielleicht nur einen Spiegel macht, den man immer schonmal haben wollte!

Gruß und dunklen Himmel,
Ralf

Astrotreffbilder:http://www.astrotreff.de/gallery_user.asp?MEMBER=1880

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tcspenser
Meister im Astrotreff

Deutschland
322 Beiträge

Erstellt  am: 17.01.2006 :  11:50:24 Uhr  Profil anzeigen
Hi,

quatscht nicht soviel, macht eure Spiegel fertig und schickt sie nach Wezlar zum verspiegeln. Dann wird die Vakuumkammer schneller angeschmissen und ich krieg meinen Speigel schneller zurück .

Warten ist in dieser Phase des echt Spiegelschleifprojektes grausam. Zum Glück hatte ich schon mal eine misslungene Silberschicht drauf und weiß dass der Spiegel gut abbildet.


Bearbeitet von: am:
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Karre
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
66 Beiträge

Erstellt  am: 17.01.2006 :  11:55:17 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Karre's Homepage
Hallo Stathis,
kann mich den Ausführung von Andreas nur anschließen. Es ist keinem bewusst, dass ein Teleskopselbstbau ("Spiegelschleifen") überhaupt möglich ist. Das wusste ich auch erst nachdem ich im google nach "Teleskopbau" gesucht hab und dann deine Seite gesehen hab. Und wie kommt man zu dem Gedanken „Teleskopeigenbau“?
ganz kurz:
1. Refraktor 90/1000 war irgendwie zu klein :-(
2. mehr Brennweite und mehr Öffnung muss her :-)
3. zu teuer :-(
4. Selbstbau :-?
5. Spiegelschleifen :-)
6. Sorry, soweit bin ich noch gar nicht!

Gruß Karl-Heinz (Karre)

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