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Seite: von 2

matze63
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
49 Beiträge

Erstellt am: 09.01.2006 :  23:18:42 Uhr  Profil anzeigen
Ich habe letztes Wochenende meinen Spiegel zum 4. mal mit Silber beschichtet.
Nachdem die ersten 3 mal immer was nicht gestimmt hat, ist jetzt alles bestens.
Die Schicht ist bombenfest und absolut gleichmässig. Da ich sozusagen alle Tiefen kenne und hier im Forum mehrfach über nicht haftende oder löchrige Ergebnisse berichtet wurde, will ich mal kurz beschreiben wie sich diese wundersame Wandlung erzielen lies:

1.) Alles schön anwärmen. Der Spiegel wurde vor dem versilbern in den gerade erkaltenden Backofen gelegt. Das Aqua dest. ebenfalls. Die Temperatur betrug danach ca. 30°. Da die Luft kälter war, betrug die Temp. beim eigentlichen Verspiegeln ca. 25°.

2.) Putzen, putzen, putzen. Sowohl der Spiegel als auch alle anderen Gefässe wurden geputzt was das Zeug hält.
-4 Reinigungsgänge mit Viss, dazwischen gut spülen mit Aqua dest. Auch die Rückseite und den Rand behandeln.
-1 mal mit Isopropanol. Spülen mit Aqua dest.
-1 mal mit Salmiak (ca.:9%). Spülen mit Aqua dest.
-1 mal mit Salptersäure (Sicherheitshinweise ). Spülen mit Aqua dest.
-1 mal mit Salmiak (ca.:9%). Spülen mit Aqua dest.
Danach wird der Spiegel in Aqua dest. mit einem guten Schuss Salmiak gelagert.

3.) Das Verhältniss Silbernitrat:NaOH:Traubenzucker ist ca. 2:1:3
(10gr. Silbernitrat für einen 10"), also etwas weniger NaOH und etwas mehr Traubenzucker als in den hier kursierenden Rezepten angegeben.

Hier das Rezept:
Lsg 1: 10 gr AgNO3 300ml H2O
Lsg 2: 5 gr. NaOH 300ml H2O
Lsg 3: 15 gr. Traubenzucker 30ml H2O
Lsg 4: 20 gr. Traubenzucker 200ml H2O

Lsg 1 & 2 werden behandelt wie hier schon mehrfach beschrieben

Danach wird der Spiegel aus dem Salmiakwasser geholt und mit Lsg 4. übergossen.

4.) Der Spiegel Face down in das Versilberungsgefäss, die Versilberungslöung drüber geben.

5.) Die Traubenzuckerlösung zügig dazu geben und das Bad so gut es geht bewegen. Dabei habe ich drauf geachtet das bad immer mal zu drehen, sodass die Bewegungsrichtung immer mal wechselt.

Durch die erhöhte Konzentration an Reduktionsmittel verläuft die Reaktion offenbar schneller und vollständiger als bei meinen anderen Versuchen. Nach ca. 10 min. klärt sich die Lösung und die Reaktion ist abgeschlossen. Meine anfängliche Befürchtung dass die Schicht jetzt vielleicht ungleichmässig war unbegründet.

Der Spiegel wird jetzt gut mit Aqua dest. abgespült. Ausser den Auflagepunkten gibt es keinerlei unsaubere Stellen.
Nach dem Trocknen vorsichtig mit Watte und etwas Silberpolitur auf Hochglanz bringen, nochmal spülen - fertig.

Es wurde hier schon oft gesagt aber einmal mehr schadet bestimmt nicht: Beim Hantieren mit Chemikalien immer auf gute Belüftung, Schutzbrille und Handschuhe achten. Für meine Experimente habe ich mir noch zusätzlich eine Augenspülflasche besorgt . Ich hab sie zwar zum Glück noch nie gebraucht, ich hab aber ein deutlich besseres Gefühl wenn sie neben mir steht.

Gruss

Matthias

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Kurt
Forenmeister im Astrotreff

Germany
4800 Beiträge

Erstellt  am: 10.01.2006 :  00:57:53 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Matthias,
vielen Dank für die sonnenklare "Kochanleitung".
Bleiben nur zwei Fragen:
1.Welche Konzentration hat die von Dir verwendete Salpetersäre?
2.Was hast Du als Silberpolitur verwendet?

Gruß Kurt

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FrankH
Altmeister im Astrotreff


6268 Beiträge

Erstellt  am: 10.01.2006 :  14:55:33 Uhr  Profil anzeigen
Hallo

bei wenske stand glaube ich auch irgendwas von Spiegel darf nicht kälter sein wie das Bad ... ist das der Winterfehler

Gruß Frank

Bearbeitet von: am:
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matze63
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
49 Beiträge

Erstellt  am: 10.01.2006 :  22:46:32 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kurt:

Die Salpetersäure war 53%, die Politur war "Silberpflegechreme" von Poliboy. Allerdings bin ich mir bei der Politur nicht mehr so sicher ob die enthaltenen Poliermittel nicht zu grob sind.
Ich frage mich ob man nicht auch Ceri zum Polieren nehmen kann?


Hallo Frank:
In der Tat scheint die Temperatur ein grosse Rolle zu spielen. Bei meinem ersten Versuch ging zwar alles schief was schief gehen konnte (z.B. rutschte mir der Spiegel aus der Hand und knallte in die Lösung. Damit hatte ich nicht nur meinem Spiegel -leider nur halb-, sondern auch unserem Balkon und meinen Kleider eine edelmetallbedingte Werterhöhung angedeien lassen. Was meine Frau, völlig unverständlicherweise, gar nicht witzig fand). Aber es 30° Warm und das bisschen Silber, dass den Weg auf das Glas geschafft hatte, hielt ziemlich gut.

Gruss

Matthias

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Kurt
Forenmeister im Astrotreff

Germany
4800 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2006 :  12:52:56 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Matze,
Salpetersäure zum reinigen hab ich bisher noch nie verwendet. Bei Nachpolitur selbst mit feinst aufgeschlämmtem Ceri 3000 ging bisher immer schief. dagegen hab ich zuletzt meinen 12" mit relativ grobem Polierrot trocken auf Mikkrofasertuch nachpoliert. das gab Hochglanz, aber auch einige feine Kratzer und Löcher. Bei anwendung dieser Nachpoliertechnik an zwei kleinen Probespiegeln hab ich auch im blauen Bereich> 90% reflexion erreicht. Ich suche jetzt eine Quelle für feines Polierrot.

Gruß Kurt

PS.: Dies ist mein erstes Posting unter DSL und mit einem neuen Rechner. Ich bin richtig stolz auf mich, dass ich die Installation fast auf Anhieb geschafft habe

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Amateurastronom
Altmeister im Astrotreff


1073 Beiträge

Erstellt  am: 12.01.2006 :  21:08:28 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: Kurt

Bei Nachpolitur selbst mit feinst aufgeschlämmtem Ceri 3000 ging bisher immer schief.



Ich nahm bisher auch immer CeO2.

Zitat:

Ich suche jetzt eine Quelle für feines Polierrot.



Du könntest probieren, es nach dem Verfahren von
Texereau aus Eisenoxalat in einem Tiegel mit Deckel durch
Erhitzen mit einem Gasbrenner selbst herzustellen.

Zitat:

PS.: Dies ist mein erstes Posting unter DSL und mit einem neuen Rechner. Ich bin richtig stolz auf mich, dass ich die Installation fast auf Anhieb geschafft habe



Das ist interessant. Du wohnst doch ziemlich ländlich. Hast Du
bei der Telekom DSL bekommen? Oder nutzt Du Sky-DSL?

Bearbeitet von: am:
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FrankH
Altmeister im Astrotreff


6268 Beiträge

Erstellt  am: 12.01.2006 :  21:22:26 Uhr  Profil anzeigen
hallo

diese Silberputztücher gehen auch und hinterlassen eine Schutzschicht oderso was, das was ich hatte war leider eher Papphart und kratzte auch so, hat man aber nicht gemerkt am Himmel, sicher gibt es noch Putzmittel die man mit geeignetem Tuch besser verwenden kann.

Gruß Frank

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Kurt
Forenmeister im Astrotreff

Germany
4800 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2006 :  15:44:28 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Amateurastronom,

Zitat:
Ich nahm bisher auch immer CeO2.


es kann sein, dass meine Silberschichten zu viele Mikro- Löcher haben. Jedenfalls machen die Lyot- Aufnahmen diesen Eindruck. Damit werden vielleicht beim Nachpolieren mit "schärferem" Poliermittel zu viele Angriffpunkte für Zerstörungen der Schicht geliefert. Beim Rubbeln mit den blanken, sauberen Daumen bekomme ich die Schichten nicht herunter, aber sie wird davon leider nicht auf Hochglanz poliert.

Zitat:
Du könntest probieren, es nach dem Verfahren von
Texereau aus Eisenoxalat in einem Tiegel mit Deckel durch
Erhitzen mit einem Gasbrenner selbst herzustellen.

Wenn mir meine Apotheke das Zeugs beschaffen kann werde ich es probieren. Ich hab das vor vielen Jahren unter Assistenz eines
Chemikers schon mal praktiziert und dann damit poliert, allerdings keine Silberbeläge.
Zitat:
Das ist interessant. Du wohnst doch ziemlich ländlich. Hast Du
bei der Telekom DSL bekommen? Oder nutzt Du Sky-DSL?


Ja, der große Vorteil meines Standortes ist die relativ geringe Lichtverwschmutzug. Ich hab echt DSl- Kabelanschluss. Allerdings ist die Übertragungsgeschwindigkeit eingeschränkt. Nach den ersten Erfahrungen ist es im Gegensatz zu der vorher genutzten ISDN- Verbindung aber ein Riesengewinn.

Gruß Kurt

Bearbeitet von: am:
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Kriegerdaemon
Meister im Astrotreff

Deutschland
306 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2006 :  21:15:40 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Mirko,
Zitat:
Ich hab zwar wenig Ahnung von Euren Beschichtereien aber das halte ich für ungünstig. Oxalat decarboxyliert bei einer Oxidation. Das bedeutet, es entsteht Kohlendioxid. Dieses kann ausgasen und wenn es sich auf dem Spiegel absetzt, dann verhindert es eine Benetzung mit der Reaktionslösung. Die Folge wäre eine löchrige Beschichtung.


Die Reaktion dient zur Gewinnung von Polierrot, welches in feinst aufgeschlemmter Suspenion oder evtl. aus dieser Suspenion gewonnenem Pulver zur Nachpolitur der bereits versilberten Spiegelschicht dienen soll. Das hat also mit der notwendigen Reinigung der zu verspiegelnden Fläche nichts zu tun.
Gruß Kurt

Wie zahlreich sind die Dinge doch,
derer ich nicht bedarf!
(Sokrates, beim Anblick der Waren auf dem Athener Markt)

Bearbeitet von: Kurt am: 13.01.2006 22:07:05 Uhr
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Kriegerdaemon
Meister im Astrotreff

Deutschland
306 Beiträge

Erstellt  am: 13.01.2006 :  21:34:15 Uhr  Profil anzeigen
Da fällt mir noch was ein: In Labors wird Glas mit einer Lösung gereinigt, die man Chromschwefelsäure nennt. Das ist ne Mischung aus Kaliumdichromat und konzentrierter Schwefelsäure. Das Zeug ist eklig giftig und in keinster Weise angenehm zu handhaben aber es macht Glas sauber, wie kein anderes Putzmittel.

Wie zahlreich sind die Dinge doch,
derer ich nicht bedarf!
(Sokrates, beim Anblick der Waren auf dem Athener Markt)

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Amateurastronom
Altmeister im Astrotreff


1073 Beiträge

Erstellt  am: 14.01.2006 :  15:36:08 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kurt!

Zitat:
Original erstellt von: Kurt


es kann sein, dass meine Silberschichten zu viele Mikro- Löcher haben. Jedenfalls machen die Lyot- Aufnahmen diesen Eindruck. Damit werden vielleicht beim Nachpolieren mit "schärferem" Poliermittel zu viele Angriffpunkte für Zerstörungen der Schicht geliefert. Beim Rubbeln mit den blanken, sauberen Daumen bekomme ich die Schichten nicht herunter, aber sie wird davon leider nicht auf Hochglanz poliert.



Ich habe mir die Sache mal vor längerer Zeit unter einem
Auflichtmikroskop angesehen und dabei festgestellt,
dass die Schichten zuerst deshalb Licht streuen, weil noch kleine
Silberkügelchen (aus dem Schlamm) noch auf der Oberfläche kleben.
Die konnte ich bei einem perfekt versilberten Spiegel dann nach
Trocknen des Spiegels mit einem Ledertuch durch vorsichtiges Wischen
entfernen. Wenn man polieren muss, deutet das evtl. auf leichte
Unebenheiten in der Silberschicht und zu langes Versilbern hin.
Das hatte ich auch schon mal.
Bei einer sehr guten Silberschicht sollte eigentlich eine Entfernung
der Kügelchen mit einem Ledertuch reichen.

Zitat:

Wenn mir meine Apotheke das Zeugs beschaffen kann werde ich es probieren. Ich hab das vor vielen Jahren unter Assistenz eines
Chemikers schon mal praktiziert und dann damit poliert, allerdings keine Silberbeläge.



Ob man nirgendwo fertiges Polierrot mehr bekommen kann? LOH hatte
schon vor Jahren keines mehr im Angebot.

Aha. Texereau macht das offenbar ohne Deckel und rührt nach 15 Minuten mit einem Eisenspatel um. Er nimmt Eisen(II)-oxalat.

Zitat:

Ja, der große Vorteil meines Standortes ist die relativ geringe Lichtverwschmutzug.



Das kann ich mir vorstellen. In der Stadt sieht es leider nicht
gut aus...

Zitat:

Ich hab echt DSl- Kabelanschluss. Allerdings ist die Übertragungsgeschwindigkeit eingeschränkt. Nach den ersten Erfahrungen ist es im Gegensatz zu der vorher genutzten ISDN- Verbindung aber ein Riesengewinn.



Das ist erstaunlich. Hast Du den als Privatmann beantragt?
Ich hätte in der Stadt nämlich damals keinen als Privatperson
bekommen... Das war offenbar ein Kapazitätsproblem. Wegen
der begrenzten Anschlusszahl hatte man scheinbar Anschlüsse
für Firmen reserviert und man konnte nur als Firma einen
Anschluss bekommen.

Bearbeitet von: am:
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Amateurastronom
Altmeister im Astrotreff


1073 Beiträge

Erstellt  am: 14.01.2006 :  15:38:58 Uhr  Profil anzeigen
Hallo!

Zitat:
Original erstellt von: Kriegerdaemon

Da fällt mir noch was ein: In Labors wird Glas mit einer Lösung gereinigt, die man Chromschwefelsäure nennt. Das ist ne Mischung aus Kaliumdichromat und konzentrierter Schwefelsäure. Das Zeug ist eklig giftig und in keinster Weise angenehm zu handhaben aber es macht Glas sauber, wie kein anderes Putzmittel.



Schon, nur muss man dann sorgfältig spülen (sonst droht evtl.
Bildung von Silberchromat usw.).
Ich hatte als Ersatz für die wasserfreie Salpetersäure schon mal
konz. Schwefelsäure mit etwas Kaliumnitrat oder
verdünntes warmes Ammoniakwasser mit etwas H2O2 vorgeschlagen.

Bearbeitet von: am:
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Kurt
Forenmeister im Astrotreff

Germany
4800 Beiträge

Erstellt  am: 14.01.2006 :  16:32:45 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Amateurastronom,

Zitat:
Ich habe mir die Sache mal vor längerer Zeit unter einem
Auflichtmikroskop angesehen und dabei festgestellt,
dass die Schichten zuerst deshalb Licht streuen, weil noch kleine
Silberkügelchen (aus dem Schlamm) noch auf der Oberfläche kleben....

das folgende Lyot- Bild lässt mich vermuten, dass evtl. Silberkügelchen mehr oder weniger gewaltsam wegpoliert worden sind.

Jedenfalls scheint mir der Lyot-Test bei hoher Auflösung gut geeignet um Versilberungsfehler besser beurteilen zu können. Da bin ich noch mitten in der Arbeit.

Zitat:
Ob man nirgendwo fertiges Polierrot mehr bekommen kann? LOH hatte
schon vor Jahren keines mehr im Angebot.

Das frag ich jetzt auch noch mal ganz laut. Vor einigen Monaten hab ich eine Probe bekommen, die auch deutliche positive Wirkung bei der Nachpolitur zeigte, aber die schien mir eindeutig zu grob zu sein. Sie hat recht dunkelrote Farbe. Aus meiner Frühzeit der Spiegelschleiferei hab ich eine Qualität mit hellroter Farbe in Erinnerung.

Zitat:
Bei einer sehr guten Silberschicht sollte eigentlich eine Entfernung
der Kügelchen mit einem Ledertuch reichen.

Da bin ich mit den Feinheiten meiner Prozessführung noch nicht ganz fertig. Bei mir scheint der Versilberzungsprozess immer viel zu schnell abzulaufen. Nach ca. 2- 3 Minuten bilden sich bereits deutlich sichtbare Schlammflocken.
Zitat:



[quote]Das ist erstaunlich. Hast Du den als Privatmann beantragt?
Ich hätte in der Stadt nämlich damals keinen als Privatperson
bekommen... Das war offenbar ein Kapazitätsproblem. Wegen
der begrenzten Anschlusszahl hatte man scheinbar Anschlüsse
für Firmen reserviert und man konnte nur als Firma einen
Anschluss bekommen.


Das scheint bei uns seit nicht allzu langer Zeit kein Problem mehr zu sein. Ich bin am 31 12. 05 eher zufällig in den nächstbesten T-Punkt Laden gegangen, hab T- DSL beantragt, Rechner+ Modem gekauft und seit dem 10. 01. bin ich auf DSL.

Gruß Kurt

Bearbeitet von: Kurt am: 14.01.2006 16:34:56 Uhr
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Amateurastronom
Altmeister im Astrotreff


1073 Beiträge

Erstellt  am: 15.01.2006 :  00:15:14 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kurt!

Zitat:
Original erstellt von: Kurt


das folgende Lyot- Bild lässt mich vermuten, dass evtl. Silberkügelchen mehr oder weniger gewaltsam wegpoliert worden sind.



Meinst Du die Rillen oder die Punkte? Möglich ist das schon.
Man kann übrigens beim Wischen mit der Watte auch zu stark drücken.
Das führt dann zu Kratzern.

Zitat:

Jedenfalls scheint mir der Lyot-Test bei hoher Auflösung gut geeignet um Versilberungsfehler besser beurteilen zu können. Da bin ich noch mitten in der Arbeit.



Das mag schon sein. Damit sieht man schließlich kleinste
Abweichungen.

Zitat:

Das frag ich jetzt auch noch mal ganz laut. Vor einigen Monaten hab ich eine Probe bekommen, die auch deutliche positive Wirkung bei der Nachpolitur zeigte, aber die schien mir eindeutig zu grob zu sein. Sie hat recht dunkelrote Farbe. Aus meiner Frühzeit der Spiegelschleiferei hab ich eine Qualität mit hellroter Farbe in Erinnerung.



Bot nicht Werner Nehls in Berlin von der VdS-Materialzentrale
mal Polierrot an?

Zitat:

Da bin ich mit den Feinheiten meiner Prozessführung noch nicht ganz fertig. Bei mir scheint der Versilberzungsprozess immer viel zu schnell abzulaufen. Nach ca. 2- 3 Minuten bilden sich bereits deutlich sichtbare Schlammflocken.



Das dürfte normal sein. Ich will demnächst auch nochmal
etwas dazu probieren. Mir missfällt an diesen Prozessen u.a., dass 98-99% des Silbers so schnell als Schlamm ausfallen und in Form des Schlamms noch stören.

Zitat:

Das scheint bei uns seit nicht allzu langer Zeit kein Problem mehr zu sein. Ich bin am 31 12. 05 eher zufällig in den nächstbesten T-Punkt Laden gegangen, hab T- DSL beantragt, Rechner+ Modem gekauft und seit dem 10. 01. bin ich auf DSL.



Das erstaunt mich. Vor 2-3 Jahren war das noch ein Theater...
Welche Geschwindigkeit bekommst Du?

Bearbeitet von: am:
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FrankH
Altmeister im Astrotreff


6268 Beiträge

Erstellt  am: 15.01.2006 :  01:58:06 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
[quote]
Aus meiner Frühzeit der Spiegelschleiferei hab ich eine Qualität mit hellroter Farbe in Erinnerung.



Bot nicht Werner Nehls in Berlin von der VdS-Materialzentrale
mal Polierrot an?

[quote]

Hallo

Das habe ich alle gemacht, nicht allein, wir waren fleisig, leider ist Werner Nels verstorben, mit Ihm das Wissen über den Inhalt einiger Tütchen (nicht hellrot) und wohl auch die Quellen, das Hellrote war wirklich gut.

Gruß Frank

Bearbeitet von: am:
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Amateurastronom
Altmeister im Astrotreff


1073 Beiträge

Erstellt  am: 16.01.2006 :  02:01:03 Uhr  Profil anzeigen
Hallo!

Zitat:
Original erstellt von: FrankH


Das habe ich alle gemacht, nicht allein, wir waren fleisig,



Aha, ich hatte gehofft, es sei noch etwas vorrätig.

Zitat:

leider ist Werner Nels verstorben,



Das ist sehr bedauerlich. Ich las 2003 oder 2004 davon.
Er hat mit seinen Silikon-Gießmatten doch einige innovative Ideen
eingeführt, die viel Arbeit einsparen.

Zitat:

mit Ihm das Wissen über den Inhalt einiger Tütchen (nicht hellrot) und wohl auch die Quellen, das Hellrote war wirklich gut.



Das ist schade.

Bearbeitet von: am:
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