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 4mm okular = 6mm okular? (bresser skylux)
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steffen13
Senior im Astrotreff

Deutschland
242 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2005 :  23:49:19 Uhr  Profil anzeigen  Besuche steffen13's Homepage
Da bin ich mal gespannt was Bresser dazu sagt . Es wäre nett wenn du es in dieses Thema rein schreiben würdest .

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himmelsluchs
Neues Mitglied im Astrotreff


21 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2005 :  23:55:14 Uhr  Profil anzeigen
bin auch gespannt. vor allem würde mich noch interessieren, ob man selbst 100%ig sicher rausfinden kann, um welches okular es sich tatsächlich handelt, bzw. welcher fachmann das kann (siehe mein eröffnungsposting).

Bearbeitet von: himmelsluchs am: 27.12.2005 23:58:28 Uhr
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Alpha SCO
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3495 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2005 :  01:22:52 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Alpha SCO's Homepage
[Hi Luchs,
nein, vergiß das Feld als Kriterium.
Ein 5mm Nagler hat etwa genausoviel Feld wie ein 9mm Plössl.
Das geht nicht.
Du muß Dich auf das Objekt und der Größe der Abbildung einlassen, wenn Du vergleichen willst.
CS

Armin
www.deepsky-brothers.de

Bearbeitet von: am:
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Hammer_Kruse
Meister im Astrotreff

Deutschland
720 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2005 :  04:14:57 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Luchs,

natürlich kann man die Brennweiten von Okularen messen. Mal überlegen ...

Bei den kurzen Brennweiten muß man dazu auf jeden Fall sehr genau positionieren und messen, weil kleine Fehler gleich zu großen Abweichungen führen.

Zunächst: Ein Okular ist ein Linsensystem mit den Eigenschaften einer Sammellinse. Allerdings ist es ein Linsensystem. Und das heißt: Man kann die Brennweite nicht von der Linsenmitte ausmessen, wie man das bei dünnen Einzellinsen (z. B. Brillengläsern) macht. Stattdessen hat das System zwei "Hauptebenen", von denen aus man die Brennweiten messen muß. Leider weiß man nicht, wo die liegen.

Bei einer dünnen Einzellinse kann man einfach mit der Linse ein Bild erzeugen und sich dann mit der Linsengleichung (1/g+1/b=1/f) die Brennweite errechnen. Bei einem Brillenglas pflege ich einfach, das Objekt der Untersuchung als Brennglas zu benutzen. Dann ist die Sonne (Gegenstand) unendlich weit weg. 1/g ist daher Null. Dann sagt mir die Linsengleichung 1/b=1/f oder b=f. Die Bildweite ist dann gleich der Brennweite. Ich brauche also nur festzustellen, in welcher Entfernung vom Brillenglas es am besten kokelt, und schon habe ich die Brennweite. (Daher kommt der Begriff "Brennpunkt" ja schließlich.)

Beim Okular geht das nicht. Ich kann es zwar auch wie ein Brennglas benutzen, aber ich weiß nicht, wo die Hauptebene liegt, von der ich den Abstand zum Brennpunkt messen muß. Die Kante des Okulars ist es mit Sicherheit nicht!

Daher bleibt Dir hier nur eins über. Du mußt Dir eine einfache optische Bank bauen und das Ding ausmessen:
1) Baue Dir eine Lochmaske mit einem kleinen markant begrenzten Ausschnitt (nur ca. 2 mm groß) und montiere sie vor einer Taschenlampe (empfehlenswert, weil so schön hell: Leuchtdioden-Taschenlampe). Die Lichtaustrittsfläche sollte ansonsten vollständig abgedeckt sein, wegen Streulicht. Improvisiere Dir eine verschiebbare Vorrichtung, die es erlaubt, die Taschenlampe in etwa 10 cm Höhe so zu fixieren, daß sie parallel zum Tisch leuchtet.
2) Baue Dir einen Schirm aus weißem Papier, auf dem Du ein projiziertes Bild auffangen kannst. Der Schirm muß senkrecht auf dem Tisch aufzustellen sein.
3) Befestige ein Bandmaß auf dem Tisch.
4) Fixiere das Okular in der gleichen Höhe wie die Taschenlampe direkt über dem Bandmaß.
5) Bringe am Lampenschlitten und am Schirm je einen Zeiger an, der es erlaubt, die Position dieser Objekte relativ zum Bandmaß millimetergenau abzulesen.

Jetzt geht's los:
6) Leuchte mit der Lampe mittig in das Okular und versuche das kopfstehende Bild der Maske auf der anderen Seite auf dem Schirm aufzufangen. Dazu sollte es ziemlich dunkel im Zimmer sein. Wenn Du ein scharfes Bild hast, notiere die Position von Lampe und Schirm (kannst Du am Bandmaß ablesen).
7) Verändere die Abstände von Lampe und Schirm, ohne dabei das Okular zu bewegen, und erzeuge auf diese Weise eine Reihe von Wertepaaren für die Position von Maske und Schirmbild. Je mehr um so besser, um Meßfehler auszugleichen.

Dann kommt die Auswertung:
Die ist numerisch sehr aufwendig. Daher schlage ich Dir eine grafische Methode vor.
Trage Deine g-b-Wertepaare in ein gewöhnliches rechtwinkliges Koordinatensystem ("x-y-Koordinaten") ein. Je nach Deiner Meßgenauigkeit erhältst Du eine Kurve, die mehr oder weniger schön einer rechtwinkligen Hyperbel ähnelt (Dem Graphen zu y=1/x). Allerdings fallen hier die Asymptoten nicht mit den Koordinatenachsen zusammen.
Jetzt suche an der Kurve den Punkt, an dem sie ein Gefälle von 45° hat (Durch paralleles Verschieben eines Geodreiecks). Dann suche Dir den Punkt, an dem das Gefälle 14° beträgt. Lote von beiden Kurvenpunkte auf die x-Achse herunter. Der Abstand dieser Punkte auf der x-Achse ist die Brennweite Deines Okulars.
Alternativ kannst Du auch andere Punkte auf der Kurve aufsuchen, z. B. die beiden Punkte mit 76° und 24° Gefälle. Die müssen auf der x-Achse ebenso den Abstand f haben.
(Den Abstand der Punkte auf der x-Achse mußt Du natürlich in den Einheiten ablesen, die Du dort aufgetragen hast.)

Gruß, mike

Bearbeitet von: Hammer_Kruse am: 28.12.2005 04:20:55 Uhr
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KHS
Senior im Astrotreff

Deutschland
111 Beiträge

Erstellt  am: 30.12.2005 :  13:12:16 Uhr  Profil anzeigen  Besuche KHS's Homepage
Hallo Himmelsluchs,

ich habe meines mal nachgemessen und komme auf ca. 6mm Brennweite (den genauen Wert weiß ich nicht mehr, ist schon ein Weilchen her).
Das geht recht einfach mit dieser Methode:
Man nehme so man hat
- Taschenlampe
- durchsichtiges Plasiklineal mit mm-Einteilung (oder feiner)
- Meterstab o.ä.
- weiße Wand in einem dunklen Zimmer

Okular ca. 1-2m vor einer Wand platzieren mit der Fassung zur Wand hin. Das Lineal vor das Okular stellen (mm-Aufdruck zum Okular) und mit der Taschenlampe durchleuchten. Auf der Wand ist jetzt die Projektion des Lineals zu sehen. Durch Verschieben des Okulars oder Linals halbwegs scharf stellen. Abstand zwischen Wand und Okular (ungefähr an der Stelle wo die Linse sitzt) messen (=b), Abstand der projizierten mm-Striche an der Wand messen (=B).

Jetzt beginnt die Rechnerei. Es gilt:
g/G = b/B (Strahlensatz)
1/f=1/b + 1/g (Linsengleichung)

mit
f=gesuchte Brennweite
g=Gegenstandsweite (unbekannt, schwer zu messen)
G=Gegenstandshöhe (hier 1mm Strichabstand des Lineals)
b=Bildweite (hier Abstand Okular-Wand, ca. 1000mm)
B=Bildhöhe (hier Streifenabstand auf der Wand)

Umformen des Strahlensatzes gibt 1/g = B/(G*b),
Einsetzen in die Linsengleichung gibt 1/f = B/(G*b) + 1/b

Die gesuchte Brennweite f ist somit
f = 1/(B/(G*b) + 1/b)

Der Trick: Den Abstand b Wand-Okular kann man mangels Kenntnis der Hauptpunktlagen des Okulars nur recht ungenau messen. Ein Fehler von 1cm (das kriegt man immer hin ) macht aber im Endergebnis nur einen Fehler von 1cm/100cm = 1%! Da ist die Unsicherheit beim Ausmessen der projizierten Streifen größer. Mehrere Messungen mit anschließender Mittelwertbildung erhöhen hier die Genauigkeit.

Viel Spaß beim Messen

Gruß
Karl-Heinz

Bearbeitet von: am:
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phiworld
Meister im Astrotreff

Deutschland
296 Beiträge

Erstellt  am: 01.01.2006 :  12:56:52 Uhr  Profil anzeigen  Besuche phiworld's Homepage
Hi ihr,

bezüglich Reklamationen zu dem Skylux-Zubehör: Der Sucher ist, wie ich eben woanders gelesen habe (bei Fachhändlern die das gleiche Telekop anbieten), tatsächlich wohl nur ein 5x24 Sucher anstelle eines 6x30.

Ich persönlich finde diese gezielte Falschinformation auch unverschämt, aber mal im Ernst, was wird Bresser/Meade wohl tun wenn sich jemand beschwert? Sie sagen wahrscheinlich, "oh da haben wir uns wohl vertan, wahrscheinlich wegen Wechsel in der Ausstattung, etc., blabla, aber wenn Sie wollen nehmen wir ihr Gerät gegen Erstattung des Kaufpreises zurück." Es wird dann kurz auf Funktionalität geprüft und erscheint beim Händler wieder irgendwo im Verkauf und Bresser freut sich das Gerät statt für 69,99 nun doch für 129,- verkaufen zu können. Zieht man die Arbeitsaufwand für die Wiedereingliederung des Produkts in den Handel noch ab, bleibt wohl dennoch eine Gewinnspanne für den Vertreiber.

Also: wenn jemand mit dem Teil derart unzufrieden ist, dass er es zurückgeben möchte, soll er es lieber mir verkaufen. Ich hätte nämlich auch ganz gerne eins...

CS!
Philipp


Bearbeitet von: am:
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Alpha SCO
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3495 Beiträge

Erstellt  am: 01.01.2006 :  13:29:21 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Alpha SCO's Homepage
Hi Philipp,
dann hätte sich beim Sucher der LIDL verschlechtert. Wenn dem so ist, pakct den Sucher weg und die Halterung auch.
Dann bleiben 2 Löcher übrig von der Halterung, die von der Größe und dem Abstand her so gefertigt sind, das man einen Sucherschuh für die Syntasucher montieren kann. Besorge Dir einen solchen und Du kannst alle handelsüblichen Sucher mit Halter für diesesn Schuh verwenden. So hatte ich das bei meinem altel LIDL auch gemacht, der dann mit Peilsucher ausgestattet ran mußte ( siehe LIDL Bericht auf der HP )
CS

Armin
www.deepsky-brothers.de

Bearbeitet von: am:
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Hammer_Kruse
Meister im Astrotreff

Deutschland
720 Beiträge

Erstellt  am: 04.01.2006 :  00:26:30 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Karl-Heinz,

das Verfahren, welches Du für die Brennweitenbestimmung beschrieben hast, ist deutlich einfacher als der umständliche Kram, den ich vorgeschlagen habe.

Wenns so einfach geht, habe ich mir gedacht, mache ich mal einen Augenblick Pause im Friebe-Forum und messe mein 4er Lidl-Okular nach.

So sah der Aufbau aus:


(Schlüssel gegen Wegrollen, Wäscheklammern zum Lineal-senkrecht-Stellen)

und so die Projektion der Millimeterstriche an der Wand:



Bei dem kurzbrennweitigen Okular muß man näher an die Wand, als Du angegeben hast. Sonst wird die Vergrößerung riesig.

Ich habe die Messung noch etwas modifiziert und vom Gegenstand (Lineal) bis zum Bild (Wand) gemessen, nicht vom Okular aus. Damit hatte ich b+g=62cm.
Die Vergrößerung kann man aus dem Foto entnehmen: 1 mm wird 95 mm groß dargestellt: V=B/G=b/g=95.

Aus der Linsengleichung erhält man mit einigen Umformungen: f=(b+g)/(2+V+1/V).
Das gibt für meine Messung f=62cm/97=6,4mm.
Die wirkliche Brennweite ist eher etwas kleiner, weil ich mit 62cm nicht eigentlich nicht b+g gemessen habe, sondern b+g+Hauptebenenabstand.

Also: Das 4er Lidl-Oku ist in Wirklichkeit wie oben vermutet eines mit gut 6mm Brennweite.

Gruß, mike


Bearbeitet von: Hammer_Kruse am: 04.01.2006 03:16:27 Uhr
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himmelsluchs
Neues Mitglied im Astrotreff


21 Beiträge

Erstellt  am: 05.01.2006 :  11:48:04 Uhr  Profil anzeigen
danke für den beweis. (mir war der vorschlag oben auch zu kompliziert, als dass ich den versuch selbst unternommen hätte... :-)

ich stehe mittlerweile wegen des okulars in kontakt mit bresser: nächste woche werde ich hoffentlich bereits mehr wissen und euch hier informieren können.

zum sucher haben sie sich übrigens auch geäußert: der ist zwar kein 30er, jedoch wurde die optik verbessert. ich kann dazu nix sagen, da ich den alten sucher ja nicht kenne. persönlich kann ich aber nichts schlechtes über die qualität des neuen suchers sagen.

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