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Seite: von 2

Alois
Altmeister im Astrotreff

Austria
1307 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2005 :  13:23:21 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kurt.

Zitat:
Verrate mir bitte noch die Filterdichte sowie die Spaltbreite. Wahrscheinlich kann ich mit meinem Kantenfilter ganz ähnliche Bilder liefern. Eine Erklärung was da genau passiert kommt dann auch.

Diesen Versuch habe ich auch schon gemacht.
Dabei musste ich den Lichtspalt schmal machen und die Struktur wurde größer um so näher ich zum Rand gekommen bin.
Hier dürfte der Abstand zum Rand die Hauptrolle Spielen.
Da ich den Abstand und die Struktur nicht gleichzeitig kontrollieren konnte ohne das sich was verstellt,
habe ich mich für die Streifebreite entschieden.
Die ist da treffsicherer und die Bilder werden auch besser.
Die Dichte meines Streifens ist zwischen 2 bis 2,2
die Länge ist 0,4 mm






Hier habe ich die Lichtspaltbreite der Streifenbreite angepasst.
Das ging ganz gut weil das Bild ist heller geworden und die Struktur hat sich dabei nicht verändert.



Bin gespannt auf deine Bilder, oder vielleicht kommst du sogar noch auf andere Ideen.

Viele Grüße
Alois


Bearbeitet von: am:
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Amateurastronom
Altmeister im Astrotreff


1349 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2005 :  13:59:43 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kurt!

Zitat:
Original erstellt von: Kurt


Die schlechte Löslichkeit von Silberchlorid ist mir irgendwie bekannt. Aber unter dem "Fotoverfahren (Photoresist)" kann ich mir nichts rechtes vorstellen. Kannst Du das bitte mit wenigen Sätzen erläutern und auch angeben wer so etwas liefert?



Das sind Filme die man heiss Auflaminieren kann wie Hoechst "Ozatec"
für die Elektronikindustrie, um es mit UV-Licht zu belichten und
in einer warmen Natriumcarbonatlösung zu entwickeln. Die
arbeiten negativ (man braucht also eine Vorlage, die dort
durchsichtig sein muss, wo der Film härten soll).

Es gibt aber auch flüssiges Material, das man bei Raumtemperatur
auftragen kann wie z.B. Positiv 20 der Firma Kontakt Chemie (Entwicklung in Natriumhydroxidlösung). Die sind im Elektronikhandel
(Conrad.de, buerklin.com usw. erhältlich).
Eigentlich arbeiten die Festresiste nach meinen Erfahrungen allerdings besser.

Bearbeitet von: am:
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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
7060 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2005 :  16:40:49 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Alois,

Deine Fotos passen ganz ausgezeichnet zu den was ich jetzt erzählen möchte. Erst noch mein entsprechendes Beispiel mit meinem Ruß Kantenfilter ND 2,3 mit dem auch alle anderen Phasenkontrastbilder im Teil 2 entstanden sind. Die Spaltabmessung beträgt 0,2x1 mm. Prüfling ist wieder der 8“ f/9 Parabolspiegel wie in Abb. 33
Zum allgemeinen Verständnis:

Das Bild des Spaltes wird auf die Filterfläche projiziert und in 3 Stufen in x- Richtung verschoben.
Abb. 36



Man bekommt dann folgende Ausschnitte in Abhängigkeit von X

Abb. 37


Wenn das Spaltbild fast an der Kante anliegt erkennt man die großen Strukturen. Diese verschwinden weitgehend je größer der Abstand x wird. Das geht also mit dem Ruß Kantenfilter ganz genau so wie bei deinen Versuchen.

Jetzt meine Erklärung auch für Leser mit weniger Optik- Kenntnissen:

Wie man aus obigem Bild ablesen kann, muss man für annähernd gleiche Dichte der Fotos mit steigendem x die Belichtungszeit deutlich erhöhen. Dazu passt Dein 1. Foto wie gerufen. Unmittelbar an der Kante des Streifens oder der Filterfläche ist das Streulicht offensichtlich am hellsten. Der Helligkeitsabfall erfolgt offensichtlich auf einem Bereich ganz wenigen 1/10 mm, so dass sich eine Verschiebung der Kante um wenige 1/100 mm bereits bemerkbar macht. Je größer x wird desto mehr deckt das Filter dieses Streulicht ab und das entsprechende Foto wird etwas dunkler.

Jetzt hole ich mir noch mal die Abb.12 „Schema Phasenkontrasttest“ aus Kap 3,1 heran.


Die rot markierten Strahlenbündel deuten genau den Bereich der Lichtflecke am Rande der Filterkanten an, die Du so hervorragend fotografiert hast.

Jetzt kommt ein kleines bisschen Fourier- Optik. In dem schönen Lichthof rechts und links des Filterstreifens bzw. der einzelnen Filterkante stecken die „berüchtigten“ Raumfrequenzen höherer Ordnung. Die kennt eigentlich jeder in Form der Beugungsringe um das Airy- Scheibchen einer idealen Sternabbildung. Nur sind hier beim Phasenkontrastverfahren mehr oder weniger irregulär geformte Störstellen auf dem Prüfling die Verursacher und eben nicht die ideale Fernrohröffnung. Die Theorie besagt, dass das weiter außen liegende Streulicht überwiegend von flächig kleinen Störstellen stammt. Dagegen liegt das Streulicht größerer Störstellen ganz dicht bei dem eigentlichen Spaltbild. Genau das wird aber bei größerem X durch das relativ dunkle Filter praktisch abgeschnitten aber nicht so das schwächere Licht der feineren Störstellen weiter außerhalb. Daher sieht man bei größerem X praktisch nur noch die feineren Strukturen.

Zur Erinnerung: Das von den Störstellen auf die Filterfläche fallende Licht ist wesentlich intensiver, wird wegen der Dämpfung des Filters entsprechend geschwächt und gleichzeitig phasenverschoben, so dass es mit dem an Filter vorbeiströmendem Licht konstruktiv oder destruktiv interferieren kann.

Jetzt kommt noch eine Kleinigkeit. Die feineren Strukturen sind auch in dem Bild mit geringeren X enthalten, werden aber von den großen Strukturen zugedrückt weil diese eben heller und dazu oft auch kontrastreicher sind.

Zu Deinen Stufenfilter. Das hat nur einen Nachteil. Man es nicht in 5 Minuten herstellen Mir wäre es auch lieber.

Gruß Kurt


Bearbeitet von: am:
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Alois
Altmeister im Astrotreff

Austria
1307 Beiträge

Erstellt  am: 02.01.2006 :  22:56:23 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kurt !

Sehr gute Bilder hast du da gemacht und deine Beschreibung hat mir sehr geholfen.
Sie zeigen deutlich die Wirkung vom Abstand des Lichtspalts zur Kante.
Das hat mich bewogen bei meiner Methode noch einmal zu kontrollieren, ob ein schmaler Lichtspalt
der ja einen größeren Abstand zum Streifenrand hat als ein breiter Lichtspalt, nicht doch noch
unterschiedliche Strukturen zeigt.



Es hat sich aber keine deutliche Veränderung gezeigt.
Daraus schlisse Ich das bei meiner Methode die Streifenbreite und bei deiner Methode der Abstand
die Rolle Spielen.
Ich befasse mich daher mit dem Gedanken, ob man mit dem Abstand und dem Radius des Spiegels
und der Breite der daraus sichtbaren Struktur nicht doch eine Ableitung herbei zu führen wäre,
mit der man die die Höhenunterschiede auf der Fläche berechnen könnte.

Viele Grüße
Alois

Bearbeitet von: Alois am: 02.01.2006 22:58:54 Uhr
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