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 Astronomie - der Teleskop-Selbstbau (ATM)
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 8" < f/4 Fotospiegelprojekt
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Seite: von 4

Sabine
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1405 Beiträge

Erstellt am: 18.12.2005 :  13:52:57 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Sabine's Homepage
Hallo!

Seit gestern bin ich nun am Grobschliff dran.

Die erste halbe Stunde verlief völlig unbefriedigend, da die Sache nicht aussah wie ich es erwartete. Also brach ich ab und dachte nochmals drüber nach und las mich noch mal schlau. Außerdem laß ist die typischischen Einsteiger fehelr auf Stathis Seite. Jo, nech, da habe ich keinen ausgelassen.
Weiterhin bekam ich Unterstützung bei den Schleifis der Albiliste.
Merci!

Ab da schliff ich im Stehen, was nicht nur mehr Druck auf die Scheiben bringt sondern auch den Kater vom Aufspringen auf meinen Rücken abhielt. Die alte Kerl muss auch schwerhörig geworden sein.

Nach ca. 1h habe ich dann mal versucht ob ich mit dem Taschenlampentest klar komme.
Die Pfeiltiefe betrug zu diesem Zeitpunkt ein Stück Pappe einer Paracetamolpackung.
Der Krümmungsradius befand sich nicht in einem Raum mit mir.
Grob geschätzt wäre er bei 6m zu finden gewesen.

Nun nach einer weiteren Stunde ist die Pfeiltiefe geschätzt 1,5mm und der Krümmungsradius gerade so aus meiner Erreichbarkeit. Der Spiegel müsste jetzt um die 1500mm Brennweite haben.

Wie geht es jetzt weiter?

Ich beobachte, dass ich beim Aushöhlen schnell ins Quietschen komme wo Glas auf Glas liegt und das Aushöhlen schwierig wird. Gehört das so?
Ich muss ja noch mind. das doppelte tiefer schubbern.
Der Rand ist auch auf 1cm noch jungfräulich.
Ignorieren und weiter möglichst exentrisch weiter machen oder alles mal mit Mittelstrichen runder schleifen und dann weiter in die Tiefe gehen?

Grüße

Sabine



AlBiREO


tractus-hunnorum


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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10375 Beiträge

Erstellt  am: 18.12.2005 :  15:07:11 Uhr  Profil anzeigen
Sabine,
reichlich K80 drauf und weitermachen bis die Pfeiltiefe praktisch da ist. Taschenlampentest ist schön, aber lohnt noch kaum, den kann man nach einer Charge K180 viel besser machen.
Nebenbei schauen wie weit die Aushöhlung an den Rand geht (bis ca. 5 mm mit K80 ist ok, den Rest dann via K180).
Phase nicht vergessen, auch am Glastool. Das kann man jetzt noch folgenlos üben .
Lärm machts am Anfang immer.
Gruß

Kalle - Alles wird gut !
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Bearbeitet von: am:
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Stathis
Forenautor im Astrotreff

Greece
4780 Beiträge

Erstellt  am: 18.12.2005 :  16:23:11 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Stathis's Homepage
Hallo Sabine,

schön zu höhren, wie es dem Glas geht. 1,5 mm nach ca. 2 Stunden ist gar nicht schlecht. Macht's Spass, oder empfindest du es als lästige Schufterei, die man hinter sich bringen muss? Ich frage deshalb, weil es (noch) so wenig Mädels gibt, die Spiegel schleifen. Irgendwas muss daran sein, dass sie bisher davon abhält - was nur?
Zitat:
Der Rand ist auch auf 1cm noch jungfräulich.

Gut! Das bedeutet, dass die Schleifarbeit zu 100% zum Vertiefen verwendet wird.
Zitat:
Ignorieren und weiter möglichst exentrisch weiter machen oder alles mal mit Mittelstrichen runder schleifen und dann weiter in die Tiefe gehen?

Du kannst den seitlichen Überhang etwas zurücknehmen, damit die Kurve etwas weiter zum Rand entwickelt wird, oder auch erst weiter auf Tiefe graben. In diesem Stadium ist es im Grunde völlig egal, wichtig ist nur, dass am Ende des Grobschliffs der äußerste Rand nicht unnötig viel abgeschliffen wird, das wäre Zeit und Energieverschwendung (siehe Kalles Vorschlag).

p.s.
Ich würde zu Anfang nicht übertreiben. Die wenigsten von uns sind es gewohnt, ohne Training stundenlang soviel Druck mit den Handgelenken auszuüben. Also immer schön locker bleiben und wenn's anfängt, weh zu tun, unbedingt mal 'ne Pause einlegen und der Regeneration eine Chance lassen. Wir quälen das Glas, nicht das Glas uns.

Stathis
http://www.stathis-firstlight.de

Bearbeitet von: Stathis am: 18.12.2005 16:27:19 Uhr
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Sabine
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1405 Beiträge

Erstellt  am: 18.12.2005 :  17:17:18 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Sabine's Homepage
Hallo Kalle! Hallo Stathis!

(==>)Kalle
Der Taschenlampentest geht eigentlich ganz gut, außerdem kann man da
ziemlich gut sehen was man geschafft hat. Psychologisch ganz wichtig.

Ich habe jetzt mal noch ne halbe Stunde so weiter gemacht.
Ergebnis: KR 2321mm, das wäre jetzt eine hochgerechnete
Pfeiltiefenprognose von 2,26 wenn ich mich nicht irre.

Heute werde ich wohl noch ne halbe Stunde bzw. 2 Runden dranhängen
und bei spätestens BW 900mm die Notbremse ziehen. Ab da muss ich
dann mal mit anständigem Meßgerät ran.

Eine Runde ist bei mir wenn der markierte Strich am Toll wieder vorbeikommt.

Merci fürs Phasenstichwort! Zuerst dachte ich was soll ich die Phase
nomma schleifen wo doch 1cm glatt ist aber dann habe ich mir mal das
Tool angeschaut. Es war Zeit.

(==>)Stathis
Warum so wenig Mädels schleifen?
Ich denke, das ist statitisch erklärbar.
Auf wieviele Astromänner kommen wieviele Schleifer?
Weiviele Astromänner gibt es und wieviele Frauen?
Daraus folgt: Wenig Astrofrauen führt unmittelbar zu wenig
Schleiferinnen. Wobei Astrofrauen meiner Meinung nach zu der Sorte
Frauen gehören, die meistens auch nicht mit Puppen gespielt haben
und man sie so den Astromännern was Vorlieben angeht gleichsetzen kann.

> Macht's Spass, oder empfindest du es als lästige Schufterei,
> die man hinter sich bringen muss?

Kommt darauf an was ich gerade mache. Jetzt zum Beispiel könnte
gerade wieder weiter machen.
Wenn ich dran bin frage ich mich warum ich das mache.
SadoMaso sozusagen aber das Positive überwiegt.

> Du kannst den seitlichen Überhang etwas zurücknehmen,
> damit die Kurve etwas weiter zum Rand entwickelt wird,

Das werde ich dann die nächsten zwei Runden machen.

> Ich würde zu Anfang nicht übertreiben. Die wenigsten von
> uns sind es gewohnt, ohne Training stundenlang soviel
> Druck mit den Handgelenken auszuüben.

Das ist Techniksache. Sitzend hat man nach 10min lange Arme.
Steht man kann man sein Gewicht einsetzen, dh. man stützt sich
beim Schleifen einfach auf. Die Handgelenke sind jetzt bei mir
weniger strapaziert als am Donnerstag wo ich auf der Arbeit
ungefähr 500 Pipettierschritte ausführte. Das geht in die
Handgelenke und den Daumen, das Schleifen geht mir in die Schultern
und in die obere Wirbelsäule und das ist gut so, denn da muss ich
sowieso mal Muskeln aufbauen damit die Wirbel nicht springen.
Alles im grünen Bereich.

Grüße

Sabine


AlBiREO


tractus-hunnorum


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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10375 Beiträge

Erstellt  am: 18.12.2005 :  18:04:25 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Sabine,
apropos Fase. Ich habe bei meinem Spiegel die Fase mit einem Fließenstück bei jedem Kornwechsel zuerst geglättet. Bei K80/K180 tuts noch der Schleifstein (ebenfalls 80/180 auf Vorder- und Rückseite).
Beim Tool empfehle ich, dass eine ordentliche Fase drann ist. Bei K80 sind Glassplitter aus Muschelbrüchen der Kante noch nicht tragisch, später aber schon.
Hilfreich bei Schleifunfällen - dem Festsaugen ab K320 - ist auch ein kleiner Kanal oder Muschelbruch (die können auch nützlich sein ) am Toolrand. Man kann dann ein Streichholz(splitter) o.ä. zum Aufhebeln reindrücken ohne den Spiegel noch mehr zu verkratzen.
Gruß

Kalle - Alles wird gut !
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FrankS
Meister im Astrotreff

Deutschland
312 Beiträge

Erstellt  am: 18.12.2005 :  20:57:28 Uhr  Profil anzeigen  Besuche FrankS's Homepage
Hallo Sabine,

Schön, das du nun auch das Glas formst......und dann noch gleich f/4, nicht schlecht. Hab aber selber auch mit nem 8-er und f/5 angefangen...macht einfach mehr Spaß, wenn man nacher auch was davon hat bzw. das Teil wirklich produktiv einsetzen kann.

Zitat:
Original erstellt von: Sabine
Wobei Astrofrauen meiner Meinung nach zu der Sorte
Frauen gehören, die meistens auch nicht mit Puppen gespielt haben
und man sie so den Astromännern was Vorlieben angeht gleichsetzen kann.



Hmm, also Bier, Fußball und Mädels, oder wie ?

Ich für meinen Teil empfinde das Schleifen übrigens verschieden interessant...die ersten paar Karbogrößen sind mehr oder weniger "Pflicht", man muß es halt tun. Da wird dann auch so lange rangeklotzt, bis es Muskelkater gibt, 2-4h pro Tag hab ich da schon gemacht.

Ab so 320-er oder etwas später, wenn der Spiegel also schon glänzt, wird es dann immer spannender...beim Polieren und Parabolisieren hab ich mir dann schonmal eine Bügelbrett-Montierung gebaut, nur um mal wirklich durchgucken zu können......vorher wurden dann auch schon Sonnenflecken im Reflexbild betrachtet, etc...

Gruß,
Frank.

Solong...
mfg Frank.

-MSUGG -

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mesiahs
Meister im Astrotreff


982 Beiträge

Erstellt  am: 18.12.2005 :  22:24:44 Uhr  Profil anzeigen
Hallo,ich würde als Beginner nicht auf f/4 gehen, du musst die Parabel fast 100% ereichen, du wirst ewig brauchen bis die Kurve passt.nimm lieber f/5-6. Ausserdem musst du dir sonst neue Okulare zulegen.
Gruß Erich

Mach es so gut wie möglich, schlecht wird es von alleine

Bearbeitet von: am:
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Sabine
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1405 Beiträge

Erstellt  am: 18.12.2005 :  22:49:35 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Sabine's Homepage
Hallo Zusammen!

(==>)Kalle

Ich habe die Fase am Tool wieder nachziehen müssen.
Vorm Wechsel auf die nächste Charge mache ich das dann mal satt.
Den Reste werde ich mir dann mal merken.

(==>)Frank

> Hmm, also Bier, Fußball und Mädels, oder wie ?

Machst Du das beim Spechteln? Nö oder?

(==>)Erich

Ei das soll ein Fotonewton werden.
Ein Richfield! Weißt Du unter sowas laufen bei den Händlern die Kugelspiegel bis nicht perfekten Parabeln.
Also das traue ich mir zu so Gurke hinzukriegen mit Strehl < 0.8

Okus brauche ich nicht wirklich neue weil ich da schon einen erlesenen Geschmack habe.

Früher hieß es auch, dass ein Anfänger bloß keinen Spiegel > 150 schleifen soll und nun steigen etliche mit 10" und mehr ein.




Sodele die letzte Runde brachte Erleuchtung!

Ich schubberte so vor mich hin und zwar die Mitte des Spiegels nicht mehr ganz so randständig sondern auf der Grenze um letzen Viertel des Tools. Der Taschenlampentest ergab satte 30cm Brennweite mehr.
Nanü? Äußerst merkwürdig.
Ich ignorieter das einfach und machte weiter.
Nach insgesammt 40min ergab die Taschenlampe wieder die Ausgangsbrennweite aber auch deutlich mehr angeleuchte Fläche.
Aha, ich hatte bis dahin nur die innere Kugel gemessen und nun
den Rest bis auf 1cm Rand (ja der ist immernoch naggisch) angeglichen. Also wurde der immaginäre Spiegel hier größer.
Ich mache das jetzt mal weiter so bis der Rand auf 0,5 cm verkürzt wurde und behalte die Brennweite im Auge.

Grüße

Sabine


AlBiREO


tractus-hunnorum


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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3561 Beiträge

Erstellt  am: 19.12.2005 :  00:06:39 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Sabine,
Zitat:
Ab da muss ich dann mal mit anständigem Meßgerät ran.
Bei den feinen Körnungen wird der Taschenlampentest zunehmend genauer.
Auf ca. 2-3 cm habe ich den Krümmungsradius bei K320 Schliff bisher immer bestimmen können, bei deiner kurzen Zielbrennweite müßte es eher genauer gehen. Das sollte doch genügen, oder?
Daß der Test bei dir momentan noch "merkwürdige" Eergebnisse liefert liegt daran, daß die Oberfläche noch nicht annähernd sphärisch ist - das hast Du ja auch selbst schon erkannt.

Zum Thema Spaß vs. Schufterei: Meine Erfahrung deckt sich mit der von FrankS. Grobschliff ist Arbeit, ab ca. 320er Karbo macht es zunehmend Spaß (Achtung: Nicht übermütig werden - beim Feinschliff den Wasserfilm sorgfältig dosieren, sonst "Kolbenfresser"!).

Was deine Kondition angeht, wirst Du beim Auspolieren noch ein paar ordentliche Trainingseinheiten absolvieren können.

Beim Öffnungsverhältnis laß dich nicht nervös machen. Schwierig ist f/4 schon. Aber Du machst nicht den Eindruck, eine Sache planlos anzufangen. Es wird bestimmt klappen!

Zitat:
Also das traue ich mir zu so Gurke hinzukriegen mit Strehl < 0.8
Ich bin mir fast sicher, Du schaffst Strehl > 0.8!

Viel Erfolg!

Gruß,
Martin

Bearbeitet von: am:
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FrankS
Meister im Astrotreff

Deutschland
312 Beiträge

Erstellt  am: 19.12.2005 :  01:14:31 Uhr  Profil anzeigen  Besuche FrankS's Homepage
Hallo,

Zitat:
Original erstellt von: Sabine


(==>)Frank

> Hmm, also Bier, Fußball und Mädels, oder wie ?

Machst Du das beim Spechteln? Nö oder?



Wieso denn nicht ? Die anderen kriegen Bier und Fußball, und ich nehm die Mädels....

Gruß,
Frank.

Solong...
mfg Frank.

-MSUGG -

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funkymama
Meister im Astrotreff

Schweiz
663 Beiträge

Erstellt  am: 19.12.2005 :  11:40:53 Uhr  Profil anzeigen  Besuche funkymama's Homepage
Huhu,

da wollte ich auch nochmal meinen Mostrich dazugeben
Zitat:
Macht's Spass, oder empfindest du es als lästige Schufterei, die man hinter sich bringen muss? Ich frage deshalb, weil es (noch) so wenig Mädels gibt, die Spiegel schleifen. Irgendwas muss daran sein, dass sie bisher davon abhält - was nur?

Ich denke, daß es da keine geschlechterspezifische Hemmschwelle gibt! Jeder wird sich am Anfang
seine Gedanken machen, ob es tatsaechlich moeglich ist nen Spiegel selber zu machen.
Was dann aber dazukommt ist daß einem tlw. mit dem Grobschliff ganz schoen Angst gemacht wird.
Dabei ist es gar nicht soo anstrengend, wenn man erstmal drin ist und sich nur richtig traut

Als ich mit dem Grobschliff anfing, fand ichs erstmal ziemlich grausam - es war lauter und schmutziger
als das Polieren. Der Geruch vom Carbo war auch (erstmal ;) weniger lecker als der vom Poliermittel
Inzwischen find ichs aber auch ganz lustig. Der Vorteil ist auf jeden Fall, daß man noch nicht so penibel
auf Sauberkeit achten muss wie beim Polieren, das genieße ich

viele Grueße und weiterhin viel Spaß an Sabine,
Verena

www.funkymama.de

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Sabine
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1405 Beiträge

Erstellt  am: 19.12.2005 :  16:09:36 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Sabine's Homepage
Hi!

(==>)Martin

> (Achtung: Nicht übermütig werden - beim Feinschliff den
> Wasserfilm sorgfältig dosieren, sonst "Kolbenfresser"!).

Kann man auch zuviel Wasser nehmen?

(==>)FrankS

> Wieso denn nicht ? Die anderen kriegen Bier und Fußball,
> und ich nehm die Mädels....

Und was spielste dann mit denen?
Backe Backe Kuchen wie Roger Rabbit mit Jessica?

Du hast ja f/3,75 bei deinem 12er umgesetzt. Dann dürfte auf mich
ähnliches zukommen. Ich brauche nur kleinere Förmchen.

(==>)Verena

Also gerochen habe ich bis jetzt nichts. Vielleicht auch besser so.

> Was dann aber dazukommt ist daß einem tlw. mit dem Grobschliff
> ganz schoen Angst gemacht wird.

In diesem Sinne beginnt mein Optikprüfer gerade zu zweifeln ob das
so richtig ist? Der Rand wird nicht kleiner dafür bin ich jetzt bei
1100mm BW.



Und es bleibt weiter spannend. Wird das Karbo reichen oder nicht?

Grüße

Sabine



AlBiREO


tractus-hunnorum


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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10375 Beiträge

Erstellt  am: 19.12.2005 :  16:56:51 Uhr  Profil anzeigen
Hi Sabine,
so ein Prüfer ist launisch, der schmeißt Dein Glas bei Nichtgefallen auch schon mal in die Ecke.
Vorweihnachtliche Grüße

PS:
Wenn der Radius/Tiefe erreicht ist und der Rand immer noch blank ist, Überhang verringern und einfach mal TOT arbeiten. Vielleicht auch mal schauen, ob die tiefse Stelle wirklich in der Mitte ist bzw. der Rand überall gleich breit ist.

Kalle - Alles wird gut !
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Termine Teleskoptreffen gibt es hier

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FrankS
Meister im Astrotreff

Deutschland
312 Beiträge

Erstellt  am: 19.12.2005 :  20:20:49 Uhr  Profil anzeigen  Besuche FrankS's Homepage
Hallo Sabine,

Zitat:

Kann man auch zuviel Wasser nehmen?



Ja, man kann: Dann schwemmt es einem alles weg. Es sollte immer etwas breiig bleiben und nicht selbst vom Tool oder dem Spiegel ablaufen. Zuviel Wasser fördert auch die Karboverschwendung, d.h. es läuft dann zuviel ungenutzt raus. Speziell beim Grobschliff macht es aber eh Sinn, das Karbo wieder aus dem Waschwasser zu filtern und nochmals zu verwenden - K60 wird dann eben K80, K80 zu K100, "beißen" tun aber beide immer noch besser als K220 oder K320...

Zitat:

(==>)FrankS
> Wieso denn nicht ? Die anderen kriegen Bier und Fußball,
> und ich nehm die Mädels....

Und was spielste dann mit denen?
Backe Backe Kuchen wie Roger Rabbit mit Jessica?

Du hast ja f/3,75 bei deinem 12er umgesetzt. Dann dürfte auf mich
ähnliches zukommen. Ich brauche nur kleinere Förmchen.



Sehr richtig erkannt...

Bei 8 Zoll und f/4 könnte es noch mit W-Strichen gehen, bei 12 Zoll gehts definitiv nicht mehr. Es gibt auch Leute, die immer mit Subtools arbeiten (Stathis?), und ich muß sagen, es gibt einem mehr Übersicht, da man besser weiß, was man tut und was an der Form abgeht. Nachteilig ist, das man sich auch leichter Zonen einfängt, weshalb ein FullSizetool trotzdem nötig ist, um diese zu glätten.

Zitat:

In diesem Sinne beginnt mein Optikprüfer gerade zu zweifeln ob das
so richtig ist? Der Rand wird nicht kleiner dafür bin ich jetzt bei
1100mm BW.



Dann mach mal etwas ToT, bis der Rand "kommt", sonst gräbst du in der Mitte immer tiefer. Sobald der Rand da ist, noch mit etwas MoT die BW auf 900mm bringen, und dann zum Feinschliff...

Zitat:

Und es bleibt weiter spannend. Wird das Karbo reichen oder nicht?



Bei mir hats nie gereicht, bzw. war immer extrem knapp: Beim 8-ter hab ich die letzten paar Zehntel Pfeiltiefe mit K120 gemacht, beim 12-er hab ich das Karbo recycelt, weils sonst zu schnell aus gewesen wäre...ich verbrauch das Zeug wie andere Leute Pommes essen...

Gruß,
Frank.

Solong...
mfg Frank.

-MSUGG -

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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3561 Beiträge

Erstellt  am: 19.12.2005 :  20:59:47 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Kann man auch zuviel Wasser nehmen?
Bei zuviel Wasser suppt halt zuviel Karbo 'raus, schon bevor es verbraucht ist.

Später beim Feinschliff mit AlO muß man viel seltener neues Schleifmittel drauftun, weil es länger hält. Bei trockener Luft (ist im Winter bei geheizter Wohnung der Normalfall) verdunstet das Wasser recht schnell, ich gebe dann ein paarmal etwas Wassernebel aus der Sprühflasche dazu. Je feiner die Körnung, desto wichtiger ist die genaue Dosierung, weil der Wasser-Schleifmittelfilm zum Schluß nur noch wenige µm dünn ist.

Mach Dir aber nicht zuviel Gedanken, es sieht doch alles gut aus! Schön locker bleiben, erst mal Grobschliff bis fertig ausgehöhlt.
Wenn die Zielkrümmung erreicht und das Glas noch nicht bis zum Rand angeschliffen ist, prima! Dann einfach mit kürzeren Strichen und ohne großen Überhang weiterschleifen und kurz (2-3mm) bevor der Rand erreicht ist auf feineres Karbo wechseln. Genauso machen es Experten wie Roland (siehe sein 21" Projekt) mit ihren großen Spiegeln. Da kannst Du schon mal nachlesen, wie Du deinen übernächsten Spiegel am besten herstellst.

Gruß,
Martin

Bearbeitet von: am:
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Sabine
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1405 Beiträge

Erstellt  am: 19.12.2005 :  22:26:15 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Sabine's Homepage
Hallo zusammen!

Also ich habe denn heute wegen dem Rand MOT ganze Striche über die
Mitte geschliffen. Dabei hatte ich mir den Rand mit Edding angemalt
um zu sehen ob mein Plan funktioniert.
Der Plan war mit dieser Technik die Rundung gleichmäßig in die Tiefe
zu senken wobei dann eigentlich der Rand hätte mitkommen sollen.

Zunächst ging die Brennweite auch wieder nach oben aber der Rand kam
nicht wirklich mit. Danach gings mit der Brennweite rapide runter
wobei dann der Rand kaum 2mm kam. Bei 800mm zog ich dann spontan die
Notbremse und ging zu TOT über. Voller Erfolg, der Rand kommt gut
und die Brennweite ging auf 900mm hoch.

Ich werde dann nach erreichen des Randes bis auf 2mm wieder zu MOT
übergehen und auf Brennweite schleifen. Ich denke mal so kann ich
Tool und Spiegel besser aufeinander anpassen.

Guter Plan?
Schlechter Plan?

(==>)Kalle
Das mit dem TOT von Dir hatte ich noch vorher gelesen. Merci war
sozusagen die Rettung. Ich habe jetzt noch mal gelesen.
Aber von solchen Problemchen steht in den Büchern nichts.
Schön, dass man hier nicht alleine ist.

(==>)FrankS
Welche Förmchen ich gieße, warte ich mal ab wie der Foukault nachher
ausschaut. Jenachdem welche Hügel und Wälder da zum Vorschein kommen
kann man ja schon absehen was auf einen zukommt.

Wie weit verringert sich die Brennweite während des Feinschliffes
erfahrungsgemäß?

Jojo und ich habe die erste Ladung Karbo einfach entsorgt!
Eieiei und frage mich auch noch warum Stathis so kleine Beutelchen
für den Rest abpackt.

(==>)Martin
Aber das Raussuppen hätte außer Verschwendung keine Folgen?

Ich lasse das mal auf mich zukommen und breche vorher ne Muschel
aus dem Tool fürs Belüften.
Würde man festgefressene Teile nicht durch einlagern in Wasser
auseinanderbekommen vielleicht in Salzwasser?
Stichwort osmotischer Druck, ich bin jetzt nur nicht sicher ob's
eher fester zusammen pappt oder Wasser einsaugt und sich löst.

Mh, ich glaube, dass ich eher beim Schleifen von einem 21"
erschlagen werde als den fertig zu bekommen.
Aber das scheint Muckis zu geben. Hui!

Grüße

Sabine




AlBiREO


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