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Seite: von 2

PeJoerg
Altmeister im Astrotreff


1123 Beiträge

Erstellt  am: 03.12.2005 :  21:25:10 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Ulli,
Zitat:
Die besten Erfahrungen habe ich da mit einer Wandbefestigung gemacht

das klingt nicht so toll für mich, in dem besagten Raum der die 6,4m hergibt sind schräge Wände und obendrein noch Gipskarton.
Außerdem haut mir meine Frau die Ohren vom Stamm wenn ich dort ein paar Meßregale anbringe.
Zitat:
den Spiegel leicht nach hinten geneigt in seiner Zelle aufzustellen... deswegen wäre der Tunnel beim großen Spiegel auf jeden Fall zu empfehlen.


Da müsste man den Tunnel ja möglichst auch schräg stellen, sonst würden dessen Abmessungen ja ziemlich groß werden, wenn man das nicht beachtet.
Was meinst du, wieviel Grad sollte man nach hinten neigen? 10°?
Viele Grüße
Jörg

Ausrüstung: Mehr als ausreichend, aber nie ganz zufriedenstellend.

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ulli_v
Anbieter


732 Beiträge

Erstellt  am: 03.12.2005 :  23:00:03 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Jörg,

Zitat:
Was meinst du, wieviel Grad sollte man nach hinten neigen? 10°?


10° wären nach meiner Einschätzung das Minimum, mehr wären besser. Der Spiegel muß auf jeden Fall so gelagert sein, das Verbiegungen durch ungenügende Lagerung oder den Potatoe- Chip Effekt vermieden werden.
Das Blöde dabei ist, das man die Fehler, die man mittels Interferometer aus dem COC messen möchte, umso schlechter messen kann je schneller der Spiegel wird, je größer er wird und je dünner er wird.
Bei Yves´ 24er war bei nahezu horizontaler Aufstellung deutlicher Asti beim Test am künstlichen Stern sichtbar. Bei den Foucault- Messungen während des Parabolisierens war der Spiegel um ca. 11° nach hinten geneigt und in der Spiegelzelle des Teleskops gelagert, über die Ergebnisse der I-Meter- Messungen haben Yves und Kurt hier im Forum berichtet.

Gruß Ulli

Kein Anbieter mehr.

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maxosaurus
Meister im Astrotreff

Schweiz
571 Beiträge

Erstellt  am: 06.12.2005 :  09:13:12 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Tunnelbauer ,
bis 16-zoll könnte es doch mit diesem Stück hier gehen:

http://www.ikea.com/webapp/wcs/stores/servlet/ProductDisplay?catalogId=10103&storeId=6&langId=-17&productId=52952

Mineurengrüsse
Max

PS: Zum Spiegelschleifen als Unterlage kann ich empfehlen:


http://www.ikea.com/webapp/wcs/stores/servlet/ProductDisplay?catalogId=10103&storeId=6&langId=-17&productId=59170
für nur 9.95 sFr . Geht bis 24 Zoll, fusselt etwas, lässt sich aber bei 30 Grad mit der Maschine einige mal waschen.





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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
7088 Beiträge

Erstellt  am: 06.12.2005 :  12:57:48 Uhr  Profil anzeigen
Hallo liebe "Prüfthermiker",

hier der von Ulli erwähnte Bericht:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=17555&SearchTerms=Astigmatismus+kann+"eigenwillig"+sein

Bei größeren Spiegeln scheint mir die Prüfung in der möglichst weit nach hinten geneigten Spiegelzelle sehr sinnvoll. Man hat aber dann schnell das Problem der Temperaturschichtung der Raumluft. Das bringt mehr oder weniger Asti in die Prüfstrecke. Der möglichst hinten geschlossene Tunnel verhindert, dass die temperaturgeschichtete Luft auch noch verquirlt wird. Bei offener Messtrecke und 12°C Raumtemperatur schafft das die Körperwärme des Prüfers locker. Das hab ich auch schon bei 8“- 10" Spiegeln erlebt.

Wer sich noch nicht so richtig vorstellen kann, wozu man sinnvoller weise doch mal die Temperaturverteilung messen sollte hier eine Stichprobe aus meinem Raum von heute Vormittag:



Die eingekreiste 19°C ist die Lufttemperatur ungefähr in der Mitte des Raumes in Tischhöhe.

Dabei ist es draußen mit derzeit 7°C noch nicht einmal winterlich kalt, aber Messungen ohne Iso- Tunnel kann ich derzeit vergessen, auch wenn die Heizung abgeschaltet ist.

Zur Frage, ob denn die Verwendung von Iso- Material helfen kann, hab ich vor die kalte Wand eine Sryro-Platte aufgestellt. Ganz offensichtlich würde ein davor aufgestellter Spiegel nicht mehr viel von der kalten Außenwand sehen. „Sehen“ kann man hier fast wörtlich nehmen. Bei mehreren °C Temperaturdifferenz gibt es bei unserem Temperaturniveau durchaus Wärmeübertragung durch IR- Strahlungsaustausch in der Größenordung von meheren zig Watt/m².

In Wohnräumen mit guter Wärmedämmung sind die Temperaturdifferenzen der Begrenzungen wesentlich geringer. Bei mir sind es max. 1-2°C aber die Fußbodenheizung müsste einen Tag vor Beginn der Messung ausgeschaltet werden.

Gruß Kurt


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FrankH
Altmeister im Astrotreff


9881 Beiträge

Erstellt  am: 06.12.2005 :  13:14:27 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: maxosaurus

Hallo Tunnelbauer ,
bis 16-zoll könnte es doch mit diesem Stück hier gehen:

http://www.ikea.com/webapp/wcs/stores/servlet/ProductDisplay?catalogId=10103&storeId=6&langId=-17&productId=52952



Das scheint mir genau das Richtige für eine Streulichtsocke bei Dreistangendobson, wegen der Versteifungsringe

Gruß Frank

Bearbeitet von: am:
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PeJoerg
Altmeister im Astrotreff


1123 Beiträge

Erstellt  am: 06.12.2005 :  13:24:21 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kurt,
du hast dir wieder mal viel Mühe gemacht.
Das Beispiel mit der abschirmenden Styroporwand beweist eigentlich die zwingende Notwendigkeit bei großen Kümmungsradien ein temperaturabgeschirmtes Messsystem zu bauen.
Zur Schrägstellung des Spiegels habe ich noch eine Frage: Wie kritisch ist die Ausrichtung der Messeinrichtung infolge der notwendigen Schrägstellung ? Wie geht man optimal vor? Bis jetzt hatte ich noch kein Messvergnügen.
Viele Grüße
Jörg

Ausrüstung: Mehr als ausreichend, aber nie ganz zufriedenstellend.

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FrankH
Altmeister im Astrotreff


9881 Beiträge

Erstellt  am: 06.12.2005 :  14:06:53 Uhr  Profil anzeigen
Hallo

Hauptproblem ist dann das die messerschneide nicht mehr senkrecht zur Achse steht, das setzt sich dann bei Ronchigitter und Test mit Okular fort. Wird wie Asti aussehen.
Die Schrägstellung der meßachse bringt nur einen kleinen prozentualen Fehler, je nach Winkel eigentlich errechenbarerr Längsfehler.
Ein Bathinterferometer müsste man ausrichten, der Referenzstrahl muß in die Mitte, Fizeou und Michelson haben ihre Referenz im eigenem Aufbau und sollten sich da nicht beirren lassen wenn man die Spots noch in Deckung bekommt.

Gruß Frank

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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10652 Beiträge

Erstellt  am: 06.12.2005 :  15:58:22 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kurt,
Deine Messung zeigt vor allem, dass es einige Wärme- und Kältebrücken in Deinem Raum gibt. Ich würde mich nicht wundern, wenn es da von rechts oben nach links unten einen regelrechten "Golfstrom" gibt.
Ich frage mich, ob es neben der Dämmung nicht vielleicht besser ist, durch flächig wärmeabstrahlender Flächen die Wärmeverteilung zu nivellieren - Frei nach dem Motto: Die Energie ist da, muss nur richtig verteilt werden. Hast Du in diese Richtung auch schon mal "geforscht".
Gruß

Hi Jörg,
zum Ausrichten halte ich ein Aluvierkantrohr an die Tester-Basis. Weiterhin habe ich am Spiegelhalter den Punkt markiert (eine Art Offset), wohin das Alurohr zeigen muss. Dann muss ich am Rohr entlangschauen und ausrichten bis die Flucht stimmt. Die Schneide ist dann senkrecht zur optischen Achse.

Kalle - Alles wird gut !
Meine Okulardatenbank im Astrotreff: hier
Termine Teleskoptreffen gibt es hier

Bearbeitet von: Kalle66 am: 06.12.2005 16:04:09 Uhr
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PeJoerg
Altmeister im Astrotreff


1123 Beiträge

Erstellt  am: 06.12.2005 :  16:30:36 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kalle,
Zitat:
zum Ausrichten halte ich ein Aluvierkantrohr an die Tester-Basis. Weiterhin habe ich am Spiegelhalter den Punkt markiert (eine Art Offset), wohin das Alurohr zeigen muss. Dann muss ich am Rohr entlangschauen und ausrichten bis die Flucht stimmt. Die Schneide ist dann senkrecht zur optischen Achse.

das klingt ja relativ unkritisch, also brauche ich mir offensichtlich darum wenig Gedanken machen.
Viele Grüße
Jörg

Ausrüstung: Mehr als ausreichend, aber nie ganz zufriedenstellend.

Bearbeitet von: am:
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ulli_v
Anbieter


732 Beiträge

Erstellt  am: 06.12.2005 :  19:24:07 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Jörg,

Du must Dir nur eine Unterlage für den Tester besorgen, die den gleichen Winkel hat wie die Neigung des Spiegels gegen die Senkrechte.
Der Rest ist ist easy.
Wegen scheinbarem Asti dadurch würde ich mir keinen Gedanken machen, und den echten gibt es eh nicht wenn:

1. der Rohling spannungsfrei ist eine plane Rückseite hat
2. die Unterlage weich und eben ist
3. der Spiegel beim Schleifen und Polieren oft genug gedreht wird
4. die Unterlage ebenfalls hin und wieder gedreht wird.

Foucault und Startest reichen völlig aus, um einen erstklassigen Spiegel zu schleifen.
Interferometer ist zwar sehr schön, aber gerade bei schnellen Spiegeln recht anspruchsvoll was die Rahmenbedingen angeht.
Dabei gilt generell:

- Je größer der Spiegel desto größer ist der Abstand Spiegel- Meßgerät und der Einfluß der Thermik im Meßraum
- Je größer der Spiegel desto ungünstiger wird in der Regel das Durchmesser/Dickenverhältnis und damit die Gefahr gewichtsbedingter Verformungen durch nicht optimale Lagerung
- Je genauer die Kurve wird, desto schwieriger wird es die Abweichungen zu messen.
Diese drei Einflußgrößen können sich in ungünstigen Fällen so auswirken, das man nicht mal mehr Unterschiede von L/4 Wellenfrontfehler reproduzierbar messen kann.
Deshalb betrachte ich die Interferometrie als nützlichen, zusätzlichen Test zu Foucault, Ronchi und Startest.
Wenn die Ergebnisse aller Tests übereinstimmen, ist es gut.
Wenn Foucault mir sagt, das die Kurve o.k. ist und die Beugungsringe am Stern intra- und extrafokal nahezu identisch und schön rund sind, das Interferometer mir aber z.B. 3 IGramme liefert, die sich ändernden und in seiner Ausprägung nicht reproduzierbaren Asti zeigen, dann glaube ich dem Startest und nicht dem Igramm.

Gruß Ulli

Kein Anbieter mehr.

Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
7088 Beiträge

Erstellt  am: 06.12.2005 :  20:15:07 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Leute,
Kalle schrieb:
Zitat:
Deine Messung zeigt vor allem, dass es einige Wärme- und Kältebrücken in Deinem Raum gibt. Ich würde mich nicht wundern, wenn es da von rechts oben nach links unten einen regelrechten "Golfstrom" gibt.


klar strömt es! Die Außenwand ist nackter Beton. Die gemessenen vertikalen Temperaturgradienten der Luft lagen zwischen 1° - 2°C/m. Dazu kamen noch Temperaturunterschiede über die Länge der Messstrecke von ca. 0,5° - 1°C. Das hab ich aber nicht alles erst heute gemessen. Ich nehme an, dass viele Hobby- Prüfräume ähnlich aussehen wie meiner und dass die Physik überall gilt.

Wenn ich im Winterhalbjahr dennoch messen will, dann zieh ich mitsamt Iso- Tunnel in den unbeheizten Kellerflur. Da sind die Bedingungen wesentlich günstiger. Wenn es drinnen fast so warm oder deutlich kälter ist als draußen, dann gibt es auch in dem oben skizzierten Raum ohne Iso- Tunnel keine besonderen Probleme.

Bei horizontal geneigter opt. Achse wegen Rückwärzneigung des Prüflings ist es doch selbstverständlich,dass man für alle Messmethoden die Neigung der Längsachse des Kreuztisches entsprechend anpassen muss. Dabei kommt es aber nicht auf 1/10 Grad an.

Gruß Kurt

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