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Seite: von 2

enkidu
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
60 Beiträge

Erstellt am: 05.11.2005 :  17:17:54 Uhr  Profil anzeigen
Hallo bin neu im Forum. Meine Frage bezieht sich auf den RCX400. Gibt es zu dem Gerät einen Erfahrungsbericht? Ich habe im Forum gelesen, dass die Gabelmontierungen von Meade für deep-sky nichts taugen.
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=28844&SearchTerms=RCX400
Ist das richtig?Gruß Ata

Bearbeitet von: am:

Thomas_Stelzmann
Altmeister im Astrotreff

Germany
1143 Beiträge

Erstellt  am: 05.11.2005 :  18:26:01 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Thomas_Stelzmann's Homepage
[quote]Original erstellt von: enkidu

Hallo Ata,

willkommen hier.
Du schriebst:

"Ich habe im Forum gelesen, dass die Gabelmontierungen von Meade für deep-sky nichts taugen."

Das ist so allgemein gesagt natürlich Quatsch.

Was heisst für "deep sky"?
Möchtest Du visuell arbeiten, oder auch fotografieren?

Wir setzen in unserer Gruppe insgesamt 4 Meade-Geräte (8" LX90, 10" LX200 GPS, 2x ETX-125 Autostar #497) mit Gabelmontierungen ein und haben nichts daran auszusetzen.

Es wird oft blind gegen Meade geredet, ohne dass dem wirklich Erfahrungen zu Grunde liegen.

Einen Erfahrungsbericht kenne ich zur Zeit auch noch nicht.
Ich habe mir das RCX400 auf der ATT angesehen und war erstaunt über die massive Bauweise.

Grüße
Thomas


Bearbeitet von: am:
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enkidu
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
60 Beiträge

Erstellt  am: 05.11.2005 :  19:00:37 Uhr  Profil anzeigen
Hi Thomas,
Ich denke da auch an Fotografie. Zwar scheint das RCX400 eine Art parallaktischen Aufsatz zu haben, aber es wäre halt schade, wenn man ein Gerät erwirbt, was eine super Optik hat, aber eine schwache Motierung. Ich habe gesucht und nur folgendes gefunden:
http://www.greenwich-observatory.co.uk/rcx400-14.html
Gruss Ata

Bearbeitet von: am:
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Thomas_Stelzmann
Altmeister im Astrotreff

Germany
1143 Beiträge

Erstellt  am: 06.11.2005 :  10:59:27 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Thomas_Stelzmann's Homepage
Zitat:
Original erstellt von: enkidu

Hi Thomas,
Ich denke da auch an Fotografie. Zwar scheint das RCX400 eine Art parallaktischen Aufsatz zu haben, aber es wäre halt schade, wenn man ein Gerät erwirbt, was eine super Optik hat, aber eine schwache Motierung. Ich habe gesucht und nur folgendes gefunden:
http://www.greenwich-observatory.co.uk/rcx400-14.html
Gruss Ata




Hi Ata,

ich habe immer noch nicht verstanden, wieso die Montierung schlecht sein soll...?

Grüße
Thomas

Bearbeitet von: am:
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Gast00315
auf eigenen Wunsch deaktiviert


4011 Beiträge

Erstellt  am: 06.11.2005 :  11:10:58 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Ata & Thomas,

ich kenne die Gabelmontierung der RCX400-Geräte nicht und kann nur für die LX-200-Serie sprechen.

Da ist es in der Tat so, dass weder die Stabilität, noch die Präzision der Nachführung dazu geeignet erscheinen, langzeitbelichtete Astrophotos mit langen Brennweiten zu gewinnen. Zudem sind die Montierungseinheiten, wenn sie schräg auf der Polhöhenwiege aufgesetzt werden, ziemlich schwingungsanfällig.

Alle (!) mir bekannten Astrophotographen, die mit einer solchen Gabalmontierung begannen, haben mittlerweile auf eine stabile deutsche Montierung gewechselt oder tragen sich mit dem Gedanken, das zu tun (Meinereiner eingeschlossen).

Von den Problemen, eine solche Gabel einzunorden, wollen wir erst gar nicht reden.

Die Tauglichkeit für die Astrophotographie von solchen preiswerten Gabelmontierungen (herstellerunabhängig) darf also sehr wohl angezweifelt werden. Ein RCX-Gerät wird für mich erst interessant, wenn ich den Tubus solo kaufen kann. Der Tubus mit Gabel: Nein danke.

Anm.: Das ist meine persönliche Sicht der Dinge, begründet auf eigenen Erfahrungen, die mich viel Zeit, Nerven und Lehrgeld gekostet haben.

Bearbeitet von: am:
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Astronom01
Senior im Astrotreff

Deutschland
104 Beiträge

Erstellt  am: 06.11.2005 :  12:18:22 Uhr  Profil anzeigen
Hallo,
ich möchte zum Thema auch mein Senf dazu geben,
ich besitze einen 10"SC LX200GPS,fotografisch ist da
nichst zu machen,abgesehen von Planetenfotografie,da ich
nur visuell beobachte ist das Gerät für mich persöhnlich
aller bester Sahne.Auch mit der Polhöhenwiege ist fotografie
sehr schwierig ( meine persöhnliche Erfahrung ).Das beste ist,ein
Tubus zu erwerben und dann mit einer ordentlichen deutschen Montierung zu versehen.Ansonsten habe ich da keine Erfahrung.
CS
Dieter

d.kaufmann(==>)t-online.de
51°35'01''NB 7°35'45''ÖL

Bearbeitet von: am:
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stargazer
Meister im Astrotreff

Österreich
477 Beiträge

Erstellt  am: 06.11.2005 :  12:29:00 Uhr  Profil anzeigen  Besuche stargazer's Homepage
Enkidu,

die gabel und die drive base des rcx und des meade lx200 sind angeblich baugleich.
ich hatte die lx200 - das ding kannst Du für ernsthaftes deepsky fotografieren vergessen. es ist wackelig und vor allem hat es ein schwingverhalten wie ein parkinsonmensch!
einzig: im azimutbetrieb kannst Du mond u planeten knipsen.
die lx serie ist ausgelegt für mobilen betrieb zum visuellen beobachten. das goto klappte recht gut auch mit dem gps. aber astrofotografie - no way,...
die optik des rcx? ja, da wundere ich mich auch, daß man da noch nix sieht in den foren,...mit wenigen ausnahmen, die nicht viel aussagen, weil keine genauen daten.

wenn Du ein rcx willst, dann ota und eine gscheite monti dazu - je nach größe Deines rcx.
wenn Du auf planeten aus bist, dann ist wohl ein rcx mit so einer obstruktion nicht das optimum.

übrigens: enkidu! ein ineressanter name - der freund des gilgamesch. wie kommt der name?

greets
dietmar

ps: mit meade optiken kann man aber ghöriges glück haben.
sieh mal hier:
http://members.liwest.at/stargazer/index.htm
meine 14"sc zeigt eine sehr gute performance.

CS und gutes seeing!
Dietmar

www.stargazer-observatory.com

Bearbeitet von: stargazer am: 06.11.2005 12:36:41 Uhr
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Thomas_Stelzmann
Altmeister im Astrotreff

Germany
1143 Beiträge

Erstellt  am: 06.11.2005 :  12:29:55 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Thomas_Stelzmann's Homepage
Zitat:
Original erstellt von: Astronom01



HAllo,

Du schriebst: "ich besitze einen 10"SC LX200GPS,fotografisch ist da
nichst zu machen".

Warum?

Grüße
Thomas

Bearbeitet von: am:
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Fidelastro
Senior im Astrotreff

Deutschland
124 Beiträge

Erstellt  am: 06.11.2005 :  14:06:16 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Fidelastro's Homepage
Hallo!

Um Thomas beizustehen,wieso ist ein Meade auf Gabel mit Polhöhenwiege schlecht für Deepsky, natürlich werden deutsche Montierungen besser und stabiler sein sein, aber es ist sicher auch eine frage des Geldes denke ich.
Ich würde gerne ein paar Bilder von mir hier Zeigen aber ich bin auch relativ neu im Forum bzw. Schreibfaul, und 10 Beiträge braucht man ja wohl um Bilder Upzuloaden, aber das kann ja noch kommen.

Allzeit klare Nächte
Arthur

Bearbeitet von: am:
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stargazer
Meister im Astrotreff

Österreich
477 Beiträge

Erstellt  am: 06.11.2005 :  14:11:45 Uhr  Profil anzeigen  Besuche stargazer's Homepage
Thomas,

wenn bei Euren meades die gabeln und die drive bases stabil sind, dann kann ich nur herzlichst gratuleiren und freu mich für Euch!
aber meine persönliche erfahrung, und die betrifft meine ehemaliges lx200 14" und das meines kumpels lx200 16", deckt sich mit der bewchreibung von stefan.
die gabels wackeln bei leisteter berührung - das geht ja noch - aber sie schwingen für mindestens 40-50 sekunden hochfrequent nach.
das backlash in deklination ist bei meinem lx200 etwa in einem ausmaß von 2 bogenminuten gewesen und das trotz optimierungsversuche.
auch wir haben mittlerweilen auf eine gscheite deutsche gewschselt!
ernsthafte astrofotografie mit langen belichtungszeiten und hoher brennweite ist mit dem lx nicht drin.
das ist einfach so - zumindest meienr erfahrung nach.
und diese aussagen wiederholen sich, wie man sieht, ja ständig in den verschiednen foren. selbst in den us foren.

die optiken von meade sind dafür wirklich ganz gut. das ist aber eine andere sache. klar.

Enkidu, wenn schon eine meade optik, dann eben ota und rauf auf eine ausgewwachsene stabile monti!

gerets
dietmar

CS und gutes seeing!
Dietmar

www.stargazer-observatory.com

Bearbeitet von: am:
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Thomas_Stelzmann
Altmeister im Astrotreff

Germany
1143 Beiträge

Erstellt  am: 06.11.2005 :  16:23:11 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Thomas_Stelzmann's Homepage
Zitat:
Original erstellt von: nafpie



Hallo,

das ist mal ´ne solide, auf Erfahrung beruhende Einschätzung.

Es ansonsten viel geredet, und meistens substanzlos.

Anscheinend haben wir wirklich Glück gehabt mit den Montierungen, möglicherweise handelt es sich um unterschiedliche Baureihen.

Viele Grüße
Thomas




Bearbeitet von: am:
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stargazer
Meister im Astrotreff

Österreich
477 Beiträge

Erstellt  am: 06.11.2005 :  16:52:28 Uhr  Profil anzeigen  Besuche stargazer's Homepage
Thomas,

habt Ihr die lx200 gps versionen?
wir hatten die nämlich.
vor dem kauf hatten wir eher bedenken, ob wir bei meade wirklich gute optiken bekommen und sind von einer soliden mechanik ausgegangen.,
danach stellte sich das genau umgekehrt dar:
spitzenoptik aber eben unbefriedigende mechanik.

so kanns eben gehen. massenprodukte haben vor und nachteile.
aber man darf bei lx200 gps nicth vergessen - das konzept ist :
rasch aufbauen und azimutal beobachten - dafür reicht es allemal und geht ja auch ganz gut, das gps ist nett. man stellt sdas teil hin und den rect macht es sich innerhalb von 2 minuten. goto trifft einigermaßen - aber niemals in 2`eher 4`- aber das paßt.

nur parallaktisch,...negativ!

greets
dietmar

CS und gutes seeing!
Dietmar

www.stargazer-observatory.com

Bearbeitet von: am:
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Thomas_Stelzmann
Altmeister im Astrotreff

Germany
1143 Beiträge

Erstellt  am: 06.11.2005 :  18:05:33 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Thomas_Stelzmann's Homepage
Zitat:
Original erstellt von: stargazer



Hallo Dietmar,

dann hast Du´s aber nicht gut getroffen.

Wir haben ein LX200 GPS, und das trifft IMMER, und zwar fast genau mittig im Okular.
Wie gesagt, wir haben keinen Grund zur Klage, auch unser LX90 und die beiden ETX125 arbeiten hervorragend.

Man muss natürlich das Motortraining sehr sorgfältig ausführen.
Wenn das nicht gemacht wird, trifft das GoTo nicht richtig.

Von einer unbefriedigenden Mechanik können wir zumindest bei den Geräten in unserer Gruppe beim besten Willen nicht sprechen.

Viele Grüße
Thomas


Bearbeitet von: am:
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Samson
Altmeister im Astrotreff

Österreich
3214 Beiträge

Erstellt  am: 06.11.2005 :  19:22:47 Uhr  Profil anzeigen
Zum Thema kann ich auch wohl sehr ehrlich einen Beitrag schreiben:

Mein erstes Skope war ein Refraktor auf einer EQ6 Standard. Danach wurde bald der Wunsch nach einer richtig guten Optik mit natürlich entsprechender Montierung wach. Ich gebe zu damals noch unerfahren, habe ich nach genauem Abwägen aller Werbeaussagen den Fehler gemacht, mit ein LX200GPS 12" zuzulegen.
Und hier genau liegt aber der Hase im Pfeffer. Ich habe angefangen zu fotografieren, just als ich die Überlegungen zum Kauf des LX200 hatte und da war natürlich für mich (damals) klar - es muß GOTO sein und viel Durchmesser haben und die warnenden Worte meines Teleskophändlers wegen der Gabelmontierung sagten mir damals wenig (man glaubt ja ohnehin besser zu sein). Auch meine ersten DeepSky Versuche waren vielversprechend - ich hatte die Watec 120 und die 15 Sekunden maximaler Belichtung ließen doch manchmal gut nachgeführte Bilder zu.
Mein LX 200 ist aber ein wirklich gutes GOTO Gerät und auch über die Nachführqualitäten kann ich nur bestes berichten - absolut ruhig über 1 - 2 Stunden im Okular. Aber der kleine Chip der Watec bemerkte natürlich kleine Fehler und die meisten Bilder wurden kleine Strichspuraufnahmen.
Nun dachte ich Autoguiding mit einem Leitrohr und zunehmende Erfahrung werden das besser werden lassen - mitnichten! Ein Leitrohr, das imstande ist 3 Meter Brennweite nachzuführen muß auch eine gewisse Eigenbrennweite haben und wiegt daher ein wenig. Dieses ein wenig Zusatzgewicht bringt aber die Gabel nun zum Verzweifeln. Denn erstens wo befestige ich das Leitrohr und nachdem es mir gelungen war nach langer Bastelarbeit, mußte ich feststellen, daß es beinahe unmöglich ist das System einigermaßen ins Gleichgewicht zu bringen - jedes Anvisieren eines neuen Objektes war ein neuer Gleichgewichtskampf.
Letzlich versuchte ich es noch mit der Polhöhenwiege, selbstverständlich mit der Superpolhöhenwiege (= die angeblich solidere) und das brachte in mir das Faß zum Überlaufen. In einem der oberen Antworten hat jemand von Parkinson gesprochen trifft damit diese Art der Instabilität genau. Ein Leitfernrohr ist in dieser Aufstellung dann vermutlich der Tod von Motoren und Getriebe.
Da ich mittlerweile auch eine SBIG Kamera mit dualem Chip besitze, habe ich die Nachführung mit diesem gemacht und nach Einnorden auf einer Säule und viel Geduld sind mir dann einige gute Deepskyaufnahmen gelungen.
Gott sei Dank habe ich mir mittlerweile eine deutsche Montierung (Gemini41) zugelegt und nie!! wieder werde ich mit der Gabel im Deepsky fotografisch arbeiten.
Mein LX200 verwende ich nun für Mond und Planeten, aber über 6000 Euro für Mond und Planeten? - fast schade ums Geld.

Im Nachsatz muß ich fairer Weise auch die guten Seiten dieses Gerätes erwähnen: Optisch ist der SC ein Genuß, auch mit der SBIG obwohl die sehr kleine Pixel hat. Die Auflösung ist durch keines meiner anderen Teleskope auch nur annähernd zu erreichen, wenn das Seeing mitspielt. Die Autostar GOTO Steuerung ist simpel und doch mit sehr viel Einstellmöglichkeiten und die GOTO Treffsicherheit meines Gerätes ist fast immer 100% in der Mitte des Okulargesichtfeldes, selbst bei Feldaufstellung.
Ich denke, daß man dieses Gerät nicht verteufeln sollte, aber die tollen Deepskyeigenschaften gehen leider durch die Gabelmontierung verloren oder müssen schwer erkämpft werden.
Ich habe den Tubus noch in der Gabel, aber bereits mit Meade gesprochen, daß ich ihn ausbauen lassen möchte (kostet ca 140.- Euro).
Ich denke, daß jeder, der ernsthafte Deepskyfotografie vorhat, sich die Gabelmontierung egal welchen Herstellers erst gar nicht überlegen sollte.
Ausnahmen wie die von Thomas Stelzmann sind erfreulich, aber ich aus den Beiträgen sehe, leider die Ausnahme.

Schöne Grüße
Christian

schöne Grüße
Christian

Homepage: http://www.frieber.at

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enkidu
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
60 Beiträge

Erstellt  am: 06.11.2005 :  23:55:26 Uhr  Profil anzeigen
Hi Allerseits,
zunächst einmal vielen Dank für die laufende Diskussion und den enthaltenenen Informationen. Nachdem was so gesagt wurde, rüstet der ambitionierte deep-sky Astronom sein Ritchey-Chretien bzw. sein Schmidt-Cassegrain des entsprechenden Herstellers mit einem massiven parallatischen, auf Fundament versockelten Mount auf, welches wohl dann aber auch entsprechend kostet. Wenn mann dann aber doch mobil sein möchte, dann kommt dann doch die vom Hersteller gelieferte Montierung, mitsamt Dreibein zum Zuge. Ich denke die Hersteller gehen beim Design ihrer Systeme auch gewisse Kompromisse ein (Preis/Design). Der spezielle Fall Deep-Sky fordert wohl am stärksten die Geräte und das Design. Meine Frage bezüglich RCX400 hat den Hintergrund, dass ich mit dem Gedanken spiele mir im kommenden Jahr ein Cassegrain bzw. Ritchey-Chretien zu erwerben. Derzeitig besitze ich ein Meade Refraktor mit 61mm Öffnung und 900mm Brennweite und parallaktischer Montierung (Made in Japan ;) ). Das Habe ich mal vor langer langer Zeit zum Geburtstag bekommen.
Ja Dietmar, der Enkidu ist wirklich der unzertrennliche Freund des Gilgamesch. Bei der Namensgebung stand mir natürlich das Gilgamesch-Epos zur Seite, welches uns heute in Form der uns bekannten Sternbilder überliefert und erhalten wurde.
Gruss enkidu-ata

PS: Ich bin dennoch an dem RCX400 interessiert und werde mit Spannung auf die ersten Testberichte warten.

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Gast00315
auf eigenen Wunsch deaktiviert


4011 Beiträge

Erstellt  am: 07.11.2005 :  08:08:18 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: Thomas_Stelzmann

Anscheinend haben wir wirklich Glück gehabt mit den Montierungen, möglicherweise handelt es sich um unterschiedliche Baureihen.


Hi Thomas und alle Mitleser(innen),

an unterschiedliche Baureihen will ich nicht so recht glauben...

Bei allem Eifer und unter Zeitdruck habe ich vergessen, die guten Eigenschaften zu erwähnen. Das sei hier mit Reue nachgeholt:

1.) Mein LX-200 (SC, 10" F/10) hatte eine brauchbare Optik
2.) Mein LX-200 war nie defekt
3.) Das GOTO meines LX-200 funktionierte sensationell gut. Selbst auf dem winzigen Chip einer StarlightXpress MX-5 (!) und MX-7 war das Objekt selbst nach einer 'Fahrt' über den halben Himmel oft in der Mitte des Chips, zumindest aber immer AUF dem Chip! Genial! Ehrlich: Das vermisse ich heute (ein wenig).

Dennoch mein Fazit:

Für visuelle Zwecke - so würde ich das heute sehen - ist das eine ganz prima Sach´. Wenn man davon absieht, dass es für manche eine 'Viecherei' ist, die schwere Einheit aus Gabel und Tubus auf die schräge Polhöhenwiege zu setzen. Visuell würde ich daher eine alt-azimuthale Aufstellung wählen.

Die Tracking-Genauigkeit in der Stundenachse reichte nicht aus, um sauber nachgeführte Langzeitbelichtungen bei F/10 zu machen - auch nicht nach einer PEC-Korrektur. Mit F/6.3 ging es dann leidlich, F/3.3 war ok. Die 'Super'-Polhöhenwiege verstellt sich, wenn man die Klemmschrauben anzieht, um die Wiege in ihrer Position zu fixieren. Damit wird eine gute Einnordung zum Glücksspiel (was ist daran 'Super'? ). Mit etwas Training bezüglich dieser Unzulänglichkeiten und ein paar Workarounds geht es dann.

Ohne Übertreibung: Damals war ich drauf und dran, die Astrophotographie aufzugeben, weil sich der Spaß-Faktor in Grenzen hielt. Das änderte sich schlagartig mit der Anschaffung einer GP-DX!

Gerne konzidiere ich, dass ich seinerzeit noch wenig Erfahrung mit der Astrophotografie hatte. Unwissenheit und falsche Anwendung kann zum Mißerfolg beigetragen haben. Doch gerade für Einsteiger ist es meines Erachtens ein großes Hindernis, wenn außer den tausend Sachen, die bei der Astrophotographie eine Rolle spielen, auch noch gerätetypische 'Eigenheiten' bewältigt werden müssen.

Wäre mein eigener 'Werdegang' ein Einzelfall, würde ich das alles gar nicht verbreiten. Doch zahllose andere Beispiele zeigen mir, dass es vielen Sternfreunden ähnlich ergangen ist. Ein gegenteiliger Fall ist mir nie bekannt geworden.

Noch einmal zum Mitschreiben: Ich habe nichts gegen Produkte eines bestimmten Herstellers und auch nichts gegen gabelmontierte, langbrennweitige Instrumente. Doch wenn photographisch optimierte Instrumente (RCX!?) in einer Gabel montiert werden, die von der Mechanik den LX-200-Gabeln entspricht, dann halte ich das für keine gute Idee. Aber wer weiss, vielleicht habe ich Unrecht. Hoffentlich...

Allerbeste Grüße
Stefan

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