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Seite: von 4

FrankH
Altmeister im Astrotreff


9881 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2016 :  11:55:42 Uhr  Profil anzeigen
Meine hohen Erwartungen mal zurückgenommen, es erfüllt nicht einmal den ersten Teil der von Abbe definierten Anforderungen, man dürfte es bestenfalls Halbpension nennen.

Die teuren APO sind erst modern geworden als man Refraktoren schneller als F/8 haben wollte
?

Bearbeitet von: am:
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Omegon_Tassilo
Senior im Astrotreff

Deutschland
136 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2016 :  12:12:39 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Omegon_Tassilo's Homepage
Zitat:
Original erstellt von: FrankH

Meine hohen Erwartungen mal zurückgenommen, es erfüllt nicht einmal den ersten Teil der von Abbe definierten Anforderungen, man dürfte es bestenfalls Halbpension nennen.

Die teuren APO sind erst modern geworden als man Refraktoren schneller als F/8 haben wollte
?



Hallo Frank,

egal über welchen der oben genannten Refraktoren wir hier sprechen - das sind alles Geräte bei denen mehr als 90% des Lichts über das gesamte gewichtete visuelle Spektrum hinweg ins Beugungsscheibchen treffen. Da ist das Wort Halbapo/Halbpension völlig fehl am Platz. Sogar ein Referenzobjektiv wie das APQ100/1000 erfüllt die Abbe Bedingungen nicht - in dem Fall die Bedingung, das die Sphärochromasie für zwei Wellenlängen vollständig korrigiert sein muß. Und das, obwohl bei diesem Objektiv sowohl die nach der Augenempfindlichkeit gewichteten Strehls als auch die fotografischen ungewichteten Strehls für alle Wellenlängen beugungsbegrenzt sind. Wir können heute halt erheblich genauer messen als zu Abbes Zeiten - und damit muss man halt auch neue Definitionen nehmen. Was für Abbe noch "vollständig korrigiert" war, ist heute eben durchaus noch als fehlerbehaftet messbar.
Das ist bei allen, die selber Optiken fertigen, rechnen oder messen allgemein akzeptiert. Wir müssen diese Grundsatzdiskussion also nicht wieder aufwärmen.

Clear skies
Tassilo

Bearbeitet von: am:
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Cassegrain
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
79 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2016 :  12:30:53 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Cassegrain's Homepage
Hallo Zusammen,
das Thema hat sich vom Eingangsgedanken recht weit entfernt und wurde teils ohne Zusammenhang besprochen.

Der hier besprochene asphärische Refraktor 130/1200 ist eine andere Optik wie diese Geräte hier, worauf schon hingewiesen wurde.
http://www.astro-theke.de/astro-optik-manufaktur/produkte/

Dieses Gerät, „ADA „genannt, wurde einfach zum Spaß gebaut um einen langbrennweitigen, 2 linsigen Refraktor zu schaffen, der nur mit OHARA Gläser ausgestattet ist und rein für die visuelle Beobachtung ausgelegt wurde. Diese Optik wurde auch nie öffentlich angeboten, ein reines Insiderprojekt.

Nun läuft diese Optik gut 2 Jahre und es wurden damit sehr schöne Planeten, Mond und Doppelsternbeobachtungen durchgeführt und auch Beobachtungszeichnungen gefertigt.
An verschiedenen Starpartys stand diese Optik zum Durchschauen bereit, ganz stressfrei und mit viel Spaß an der Sache.

Jetzt kommt hier meiner Meinung nach ganz überflüssig Stress auf. Die Beobachtungserfolge sind nun da, ein Prüfprotokoll mit sehr guten Werten was die Ausführung betrifft liegt auch vor, die Fertigungsqualität ist außer Frage.
Nochmals der Hinweis, eine Optik, die nie für den Verkauf bestimmt war und nie beworben wurde.

Jetzt möchte ich den Bezug zur Strehlkurve herstellen. Öffentlich gibt es für diese Optik keine Strehlkurve die zum Vergleich hier gezeigt werden könnte, die Kurve verläuft aber steiler als die der aktuellen Geräte und erreicht strenggenommen nicht die Definition wie hier beschrieben:
http://www.astro-theke.de/astro-optik-manufaktur/visueller-apochromat/

Das Interessante dabei ist, wenn ein Seriengerät 130/1200 ( mit OHARA und Schottgläser) mit dem „ADA“ 130/1200 direkt verglichen wird.
Hier fällt auf, dass der Beugungsring des ADA kräftiger ausfällt als bei den Seriengeräten, obwohl der Strehlwert im Grünen des Vergleichsgeräts nicht die genannten 99% erreichte, sondern „nur“ bei 97% lag.

Die Strehlkurve beinhaltet auch den Gaußfehler, der hier beim ADA einen starken Anteil beiträgt und folglich ist in den Nebenfarben Unter bzw. Überkorrektur vorhanden. Mit Fertigungsqualität hat das allerdings nichts zu tun, sondern gehört zum Design.

So lassen sich je nach Verlauf der Strehlkurven Unterschiede erkennen, die umso feiner werden, je besser der Verlauf. Beim Suchen nach Fehlern sollte man das Beobachten nicht vergessen.

Den Gedanken bzw. Vorschlag mit dem Fluorit Apo von Kurt753 nehme ich gerne mit. Dann geht es darum so gut wie möglich zu sein und alleine die Rechnung der Definitionshelligkeit macht ein High End Gerät allerdings auch nicht aus.

Besten Gruß
Ralf


Bearbeitet von: am:
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Gerd-2
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1068 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2016 :  14:24:38 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kurt753,

Zitat:
mich beschäftigt diese Frage schon länger. Wenn wir die 130mm Refraktoren vergleichen. Nehmen wir einmal an die Agema Apo,s haben diese Qualität, dann sind die im blauen besser als die Aom Apo,s. Wenn ich visuell schaue sehe ich da einen Unterschied?


bezüglich Kontrastleistung wirst du visuell praktisch keinen Unterschied zwischen Agema 130 und AOM 130 bemerken können bzw. wenn dann liegt das nicht an der Farbkorrektur sondern an Fertigungsfehlern.
Der AOM hat einen Polystrehl von rund 0,95 das ist ein so guter Wert bei dem man nach Augenschein bezüglich Kontrast praktisch keinen Unterschied mehr zu einer idealen Optik mit Polystrehl 1,0 bemerken kann.
Daher wirst du auch keinen Unterschied zum Agema130 bemerken können auch wenn der geschätzt auf Polystrehl 0,99 kommt.
Hier ist die Fertigungsqualität wichtiger als 4 % Punkte unterschied im Polystrehl.

Was aber sein kann ist das der AOM in extremen Situationen noch einen Hauch violett zeigt während der Agema auch da keinerlei Farbe erkennen lassen sollte.
Dieser Unterschied ist aber rein kosmetischer Natur und hat auf die Kontrastleistung und damit die Detailerkennung keinen praxisrelevanten Einfluss.

Grüße Gerd

Bearbeitet von: am:
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FrankH
Altmeister im Astrotreff


9881 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2016 :  14:34:48 Uhr  Profil anzeigen
Hallo

Orange 585–595
Rötlich-Orange 595–620
Rot 620–780

Zitat:
486nm 0,91 Strehl 546nm 0,99 Strehl 589nm 0,84 Strehl 656nm 0,52 Strehl (Fokus auf Grün)


von blau ,rot und grün gemeinsam im Fokus sind wir noch ganz weit weg,
es sei denn man will die ausgesuchte Wellenlänge dicht nach gelb, welche noch knapp beugungsbegrenzt ist als rot akzeptieren.

wie ich selbst schon gesagt habe man kann heute besser messen, es gibt aber auch bessere Gläser und Software um es bequem zu berechnen

Zitat:
Sogar ein Referenzobjektiv wie das APQ100/1000 erfüllt die Abbe Bedingungen nicht

:mauer:

Zitat:
Wir können heute halt erheblich genauer messen als zu Abbes Zeiten - und damit muss man halt auch neue Definitionen nehmen.

das glaube ich nicht, den Farblänsfehler konnte man sicher schon auf den 1/100mm genau bestimmen
Einiges was man heute Messen kann musste man früher mühsam berechnen,
Aber ein Objektivdesign das schon in der Entwicklungssoftware nicht die Bedingungen erfüllt muß man nicht versuchen nachträglich schön zu messen, wären die Daten des Objektives bekannt wäre das nicht notwendig, es kann eigentlich auf Grund der Toleranzen nur schlechter sein.

wenns nur um die Qualitätsstreueng geht dann mal noch lustiges Treiben

Gruß Frank

Bearbeitet von: FrankH am: 27.12.2016 14:38:25 Uhr
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donadani
Meister im Astrotreff


714 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2016 :  14:53:57 Uhr  Profil anzeigen
Wir reden doch hier über zwei völlig unterschiedliche Themen:

Das ursprüngliche Thema - Frage von Kurt nach dem Unterschied zwischen dem Agema und anderen 130ern (Zweilinsern) wie z.B. dem aktuellen AOM BEI VISUELLER ANWENDUNG. Hat Gerd doch wunderbar beantwortet was die Theorie betrifft - kann ich 100% im direkten Vergleich FS-128 / AOM bestätigen. Wenn der Agema wirklich so gut ist wird er im direkten Vergleich vielleicht nen Ticken besser rüberkommen - ob einem das 3000 Eur Mehrpreis zum einem neuen AOM (so denn verfügbar!) oder 4000 Eur Mehrpreis zu einem gebrauchten Tak (so denn verfügbar!) wert ist muss jeder selbst entscheiden.

Das zweite Thema ist die Frage ob der ADA Prototyp als Apo bezeichnet werden darf oder nicht... - bei so einer Frage könnt ihr Euch mal wieder ewig im Kreis drehen... für den einen ja - für den anderen nein - ihr werdet nie zusammenkommen und wie das i.d.R. endet wissen wir ja ;)

cs
Christoph


Bearbeitet von: donadani am: 27.12.2016 14:56:53 Uhr
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Gerd-2
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1068 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2016 :  14:54:01 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Frank,

Zitat:
na vermutlich hat er vergessen zwischen den Farben neu zu fokussieren,
ne ich finden das völlig indiskutabel an einem F/9 Teleskop das eine recht große Fokustoleranz hat umfokussieren zu müssen,einen newton mit gleichem Öffnungsverhältnis käme mit sphärischem Spiegel aus, ist bestimmt für 120€ machbar.
Es gibt jetzt bessere Methoden zum messen und berechnen als im 18. Jahrhundert, und auch bessere Gläser,es kann nicht zuviel verlangt sein bei F/6 nicht die Farben einzeln fokussieren zu müssen.
Visuell ist er gut aber im Halpha wie ein Tchibo-Torpedo mag ich nicht.



ich habe selten so einen hanebüchenen Unsinn gelesen!
Die Fokusposition wurde übrigens von Uwe jeweils angegeben.
Die Messwerte die Uwe nennt sind erstklassig und zeugen von einer Farbkorrektur die visuell fast keine Wünsche offen lässt.
Von Nachfokussieren kann da beim besten Willen keine Rede sein!

Wenn du mit Strehlwerten und deren umfassenden Aussagekraft zum Gesamtfarbfehler nichts anfangen kannst und lieber die antiquierte primitive RC Wert Geschichte aus dem vorigen Jahrhundert möchtest bitte kein Problem.
Aus den Strehlwerten von Uwe hab ich den RC Wert ermittelt.
Die Optik von Uwe hat einen RC von 0,86 also glasklart ein APO und weit weg von Tchibo-Torpedo wie du unverschämter Weise Unterstellst!
Befasse dich bitte erst einmal mit den Grundlagen bevor du dich hier soweit aus dem Fenster lehnst und derartigen Unfug verbreitest!
Es wird sonst nur peinlich.

Zitat:
Aber ein Objektivdesign das schon in der Entwicklungssoftware nicht die Bedingungen erfüllt muß man nicht versuchen nachträglich schön zu messen, wären die Daten des Objektives bekannt wäre das nicht notwendig, es kann eigentlich auf Grund der Toleranzen nur schlechter sein.



Es sind für den AOM beide Gläser bekannt und das ist alles was man wissen muss um das sekundäre Spektrum der Glaspaarung zu bestimmen.
Die Paarung Schott ZK7 / Ohara FPL51 hat ein sekundäres Spektrum der Glaspaarung von rund f/17000
Das ergibt bei 1200mm Brennweite eine Schnittweite von 1200/17000 = 0,07mm
Das ergibt bei f/9,2 und damit einer Wellenoptischen Schärfentiefe von 0,092mm einen RC Wert von 0,76.
Ja die Optik von Uwe ist mit RC 0,86 geringfügig schlechter als theoretisch auf Basis der Katalogwerte aber es wäre entgegen deiner Vermutung das es nur schlechter werden könne auch ein besserer Wert möglich.
Es kann nämlich durchaus auch sein das die konkreten Schmelzen besser zusammen passen als es die Katalogwerte tun und sich so ein geringeres sekundäres Spektrum der Glaspaarung ergibt.
Der Fall ist sogar recht häufig und wurde oft schon gemessen.

Grüße Gerd

Bearbeitet von: Gerd-2 am: 27.12.2016 15:28:24 Uhr
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FrankH
Altmeister im Astrotreff


9881 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2016 :  15:32:09 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Gerd

mir fehlt lediglich der Glaube das bei RC von 0,86 oder Strehl 0,84 in Orange und 0,54 in Rot wie von euch weiter oben behauptet 90% des Lichtes im beugungsbegrenztem Airy Disk ankommen, dazu wird mich auch niemand bekehren können.
ja das ist peinlich

Gruß Frank

Bearbeitet von: am:
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Gerd-2
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1068 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2016 :  15:49:32 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Frank,

das hat ja auch niemand behauptet!
Was man aber bedenken muss ist das zb. Rot also 656nm visuell photopisch also beim Farbsehen nur noch mit 8,8% wahrgenommen wird.
Darum beträgt der Polystrehl des AOM ja auch 0,95!
Und damit erreicht der helle Keren im BS des AOM immerhin stolze 95% der theoretisch maximal möglichen Intensität des visuell wahrgenommenen Lichts.
Und das ist das Entscheidende!
Übrigens Deine Strehl Definition ist nicht korrekt.
Der Strehl bezieht sich auf die maximale Intensität also dem Spitzenwert der PSF und nicht auf die Menge des Lichts im BS.

Grüße Gerd

Bearbeitet von: am:
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donadani
Meister im Astrotreff


714 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2016 :  15:49:34 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Frank - Rot wird "bekanntermaßen" Nachts doch sowieso nicht so stark wahrgenommen... ist halt ein "Nachtapo" ;)

(==>)Gerd - mal angenommen man würde das ZK7 vom AOM mit reistem Fluorit paaren - wo kämen wir denn da im sekundären Spektrum raus?

Gruß
Christoph


Bearbeitet von: am:
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Omegon_Tassilo
Senior im Astrotreff

Deutschland
136 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2016 :  16:28:09 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Omegon_Tassilo's Homepage
Zitat:
Original erstellt von: FrankH
Zitat:
Sogar ein Referenzobjektiv wie das APQ100/1000 erfüllt die Abbe Bedingungen nicht

:mauer:

Zitat:
Wir können heute halt erheblich genauer messen als zu Abbes Zeiten - und damit muss man halt auch neue Definitionen nehmen.

das glaube ich nicht, den Farblänsfehler konnte man sicher schon auf den 1/100mm genau bestimmen


Zum Thema :mauer:
- ? Fakten?
Schau Dir doch die SA-Kurven aus der offiziellen Mitteilung an. Und dann sag mir, dass die SA-Kurven bei zwei Farben gerade sind - was genau das ist, was ich oben beschrieben habe.

Zum Thema Brennweitenmessung:

Hast Du schon mal eine Einzellinse gemessen? Oder ein fertiges Gerät, das NICHT perfekt sphärisch korrigiert ist? Wie definierst Du den Fokus, den Du messen willst? Die Stelle des kleinsten Zersteuungskreises? Die Stelle der kleinsten rms Wellenfronabweichung? Wie willst Du die rms Wellenfrontabweichung auf um genau in der Fläche erfassen um die Stelle des richtigen Fokus zu vermessen? Reale Optik vorrausgesetzt, also nix mit 1/Wurzel2 um innerhalb und außerhalb gleiche Flächen zu haben - das geht nur im Idealfall der gleichmäßigen Wellenfrondeformation, nicht bei Fehlern, die mit der x-ten Potenz steigen, so wie SA.

Ich klink mich jetzt aus. Wir sind ganz weit weg vom Threadthema.

Clear skies

Tassilo

Bearbeitet von: am:
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Kurt753
Senior im Astrotreff


112 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2016 :  16:50:02 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Gerd,

Zitat:
bezüglich Kontrastleistung wirst du visuell praktisch keinen Unterschied zwischen Agema 130 und AOM 130 bemerken können bzw. wenn dann liegt das nicht an der Farbkorrektur sondern an Fertigungsfehlern.
Der AOM hat einen Polystrehl von rund 0,95 das ist ein so guter Wert bei dem man nach Augenschein bezüglich Kontrast praktisch keinen Unterschied mehr zu einer idealen Optik mit Polystrehl 1,0 bemerken kann.
Daher wirst du auch keinen Unterschied zum Agema130 bemerken können auch wenn der geschätzt auf Polystrehl 0,99 kommt.
Hier ist die Fertigungsqualität wichtiger als 4 % Punkte unterschied im Polystrehl.

Was aber sein kann ist das der AOM in extremen Situationen noch einen Hauch violett zeigt während der Agema auch da keinerlei Farbe erkennen lassen sollte.
Dieser Unterschied ist aber rein kosmetischer Natur und hat auf die Kontrastleistung und damit die Detailerkennung keinen praxisrelevanten Einfluss.

Danke für deine Erläuterungen.

Mfg,Kurt

Bearbeitet von: am:
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Gerd-2
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1068 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2016 :  17:15:10 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Christoph,

Zitat:
mal angenommen man würde das ZK7 vom AOM mit reistem Fluorit paaren - wo kämen wir denn da im sekundären Spektrum raus?


kann ich gerne mal nachreichen wenn du willst aber die Kombi ZK7 /CaF2 ist längst nicht optimal.
Wesentlich besser passt das ZK7 zum FPL53.
Da habe ich ja hier mal einen langsamen Super APO mit dieser Kombi vorgestellt.

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1170291/Re:_Doublet_als_super_APO_geht

Zum CaF2 passen Gläser wie KZFSN2 wesentlich besser.
Und es ergibt sich mit dieser Kombination die Besonderheit das man bei einem Doublet 3 Wellenlängen in einem Fokus vereinen kann.
Dieser Umstand wird aber im sekundären Spektrum der Glaspaarung das immer nur für einen gemeinsamen Fokus von 2 Wellenlängen gilt und im darauf basierenden RC Wert gar nicht berücksichtigt.
Insofern sind solche Angaben hier weniger aussagefähig und darum nicht sehr sinnvoll.
Strehlkurve und Polystrehl tragen dieser Besonderheit Rechnung und sind daher hier wesentlich besser geeignet die Farbkorrektur eines CaF2 Doublet mit besonderem Partnerglas oder eines Triplet das ja auch 3 Wellenlängen vereinen kann zu beurteilen.
Was da mit CaF2 neuerdings gehen soll zeigt ja Agema.

http://cdn.initial-website.com/proxy/apps/ahp78k/uploads/blog/instances/80A358D5-9B75-4C05-818E-441A70700E4B/wcinstances/multiMediaDiary/eb57682c-abd6-4bec-9316-7c87a8d53227/articles/955ae0a4-b550-4637-bd6a-37dada11eac9/articleImages/f288eeaa-1eee-4a47-ae03-26d0022c0d26/agemaweb-sd130-f8-strehl-comparision.jpg

http://nimax-img.de/Produktbilder/zoom/52871_3/Agema-Optics-Apochromatischer-Refraktor-AP-130-1040-SD-130-F8-OTA.jpg

Das kann ich mit KZFSN2 bei 130 f/8 so aber nicht ganz nachvollziehen.
Ich kenne das Partnerglas der Agema nicht
Von der Charakteristik her kann ich das aber auch mit KZFSN2 so machen.
Der Agema vereint g also 436nm, e also 546nm und im Roten eine Wellenlänge um die 680nm miteinander.
Das kann ich mit KZFSN2 genauso machen.
Eine so tolle Strehlkurve wie Agema sie angibt bekomme ich dann aber trotzdem nicht, sie liegt aber im gesamten betrachteten Spektrum noch über der Beugungsgrenze.

Grüße Gerd

Bearbeitet von: Gerd-2 am: 27.12.2016 17:16:36 Uhr
Zum Anfang der Seite

FrankH
Altmeister im Astrotreff


9881 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2016 :  17:19:14 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
[i]Original erstellt von: Omegon_Tassilo[/i

Hallo Frank,

egal über welchen der oben genannten Refraktoren wir hier sprechen - das sind alles Geräte bei denen mehr als 90% des Lichts über das gesamte gewichtete visuelle Spektrum hinweg ins Beugungsscheibchen treffen....

Clear skies
Tassilo



ja leider doch, hätte ich drauf geachtet wer es geschrieben hat, hätte ich es als Werbeversprechen erkannt ist selbstverständlich physikalisch nicht möglich
ich verlinke die Erklärung mal
http://www.astrotreff.de/pop_printer_friendly.asp?TOPIC_ID=191078
man kann nur von 100% des Möglichen sprechen. Beugungseffekte vor allem bei Systemen wo noch ein obstruierender FS hinzu kommt lassen viel weniger zu, ein 8"er mit 35% lineare Obstruktion hat nur noch ca. 64%, aber auch ein Apo nur 84%, man spricht dann eher von EER

aber was anderes, es gibt doch einige kleine aber sehr helle halpha Objekte, nehmen wir die mal 800x heller wie die Umgebung an dann müsste man sie ja mit 8% Augenempfindlichkeit sehen, ist ja nun wegen der langen Wellenlänge das Airydisk eh schon großer, das vermindert die Erkennbarkeit, Defokus macht es noch schwächer, das man es dann womöglich gar nicht sieht macht es nicht besser.
eigentlich bin ich mit dem was man so als visuelles Spektrum und Wichtung verwendet nicht so ganz glücklich, das ist wie wenn der Augenarzt sagt sie haben 130% Sehvermögen

Gruß Frank

Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

Omegon_Tassilo
Senior im Astrotreff

Deutschland
136 Beiträge

Erstellt  am: 27.12.2016 :  17:37:29 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Omegon_Tassilo's Homepage
Zitat:
Original erstellt von: FrankH

[quote][i]Original erstellt von: Omegon_Tassilo[/i

Hallo Frank,

egal über welchen der oben genannten Refraktoren wir hier sprechen - das sind alles Geräte bei denen mehr als 90% des Lichts über das gesamte gewichtete visuelle Spektrum hinweg ins Beugungsscheibchen treffen....

Clear skies
Tassilo


Oh mein Gott Frank - Du weisst doch ganz genau dass wir von mehr als 90% des MÖGLICHEN Lichts sprechen. Nur darüber ist der Strehl definiert, über den wir hier die ganze Zeit sprechen. Strehl 1 bedeutet, daß 100% des MÖGLICHEN Lichts da ankommen, wo sie nach der Theorie hinsollen.
Wollen wir jetzt wirklich auf dem Niveau weitermachen? Statt nicht vorhandene Haare in der Suppe zu suchen, die aus dem Zusammenhang vollkommen klar sind, könntest Du uns einfach mit der Antwort auf meine Fragen erleuchten. Dann sind wir alle zufrieden, weil wir wieder was gelernt haben.

Die Aussage Deines Augenarztes bezieht sich in der Regel auf den sogenannten Visus. Ein Visus von 100% würde bedeuten, dass Deine Augen genau so viel Details auflösen können, wie das gesunde Durchschnittsauge. Ein Visus von 130% bedeutet eine entsprechend höhere Auflösung. Mit der Helligkeitswahrnehmung/Augenempfindlichkeit hat das in der Regel nichts zu tun.

Clear skies
Tassilo

Bearbeitet von: am:
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