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 Gleichmäßig ausgeleuchtete und runde Sterne?
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Seite: von 2

Titan123
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
73 Beiträge

Erstellt am: 26.11.2016 :  15:06:47 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat


Hallo liebe Astrofotgrafen,

dieses Bild (Stern Sadr, NGC6910 im Sternbild Schwan) soll zeigen wie im Moment ein Einzelframe meiner Kamera aussieht.

Ein paar Daten im voraus:
- Canon EOS 450D(a)
- Newton 5" f/5
- Autoguiding per PHD, ASI120mc (1 sek. Belichtung eingestellt)
- Bild oben: 150 sek. belichtet bei ISO800.

Ich habe noch keinen Koma-Korrektor, daher kann ich mir die Randabbildungen erklären.

Nun, wie bekomme ich, zumindest im Zentrum, runde und gleichmäßig ausgeleuchtete Sterne fotografiert?
Der Stern Sadr auf dem Foto hat z.B. mehr Strahlung richtung rechts.
Worauf führt das zurück?
Falscher Fokus, Justierung, Nachführung?

Ich muss dazu sagen, das ich den Newton relativ gut per Cheshire justiert habe und versuche bestmöglich per Hand am OAZ in den Fokus zu kommen.

Oder einfach gefragt: Wie bekomme ich ein besseres Bild?

Vielen Dank!

Verschoben vom Einsteigerforum. Stathis

CS, Titan

Bearbeitet von: Stathis am: 26.11.2016 16:51:55 Uhr

gwaquarius
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
4033 Beiträge

Erstellt  am: 26.11.2016 :  15:24:23 Uhr  Profil anzeigen  Besuche gwaquarius's Homepage
Hallo Titan,
da werden einige Dinge nicht gepasst haben.
Zunächst einmal ist das Bild recht klein, um genau etwas sagen zu können.
In deiner Aufzählung sagst du nichts von einem Komakorrektor.
Der ist bei einem 1:5-Newton aber notwendig.
Nachführfehler sehe ich diesem kleinen Bild nicht an.
Vor Allem scheint mir der Fokus nicht genau getroffen.
Und, dieser Fehler ist womöglich noch entscheidender, liegt eine Verkippung der Kamera vor.
Aber auch der fehlende Korrektor spielt offenbar eine Rolle.
Wenn man dein Bild ansieht, sind die Sterne in den Ecken alle nach außen elongiert.
Das ist typisch bei Newton-Systemen ohne Korrektor.
Du musst einen Schritt nach dem anderen tun.
Erst wenn ein Hauptfehler beseitigt ist, kannst über die weiteren etwas genaues aussagen.

Gruß und CS...Gerald



Bearbeitet von: am:
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30sec
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2644 Beiträge

Erstellt  am: 26.11.2016 :  20:26:53 Uhr  Profil anzeigen  Besuche 30sec's Homepage
Hallo Titan,
der Komakorrektor ist sicher ein ganz wichtiges Element.
Dies erklärt aber nicht, warum es nicht wenigstens im Zentrum des Bildes runde Sterne gibt.
Ich sehe eine Richtung der Unschärfe von links oben nach rechts unten.
Das könnte mit dem Guiding zusammen hängen, damit kenne ich mich nicht aus und das Bild zeigt nicht genug Details.
Aber auch das würde nicht den "Komentenschwanz" am Stern erklären.
Dafür kenne ich 2 Ursachen: fehlende bzw. unzureichende Temperaturanpassung und Dejustierung.
Schau doch mal nach, ob das Fähnchen in Rtg. Zenit zeigt, dann ist es sich die Temperatur.
Du hast eine ASI 120, nimm die doch mal als Kamera an den OAZ, stelle ein wenig unscharf und schau dir das Scheibchen an. Das gibt einen gewaltigen Erkenntnisgewinn im Lifebild. Kannst es auch filmen und dokumentieren.
Viele Grüße und viel Erfolg.
Ralf

Die Frühstücksfrikadelle ist die wichtigste Frikadelle des Tages

Bearbeitet von: am:
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astromaster
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3042 Beiträge

Erstellt  am: 26.11.2016 :  20:37:05 Uhr  Profil anzeigen  Besuche astromaster's Homepage
Hallo Titan,

das deutlichste Signal für eine Verkippung ist die schlechte Spikes-Abbildung bei Sadr. Entweder Dejustage oder Verkippung. Möglich ist auch ein schief sitzender Okularauszug, also die Grundjustage prüfen und anschließend eine mögl. Verkippung der Kamera testen.

Vielleicht mal ein Foto von der gesamten Adaption hier hochladen..... dann erkennen wir vielleicht die Fehlerquelle.

Gruß und cs,

René

Bearbeitet von: am:
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Titan123
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
73 Beiträge

Erstellt  am: 26.11.2016 :  20:53:36 Uhr  Profil anzeigen
Vielen dank schon mal.

Sobald ich einen Koma Korrektor besitze, werde ich das mal testen.
Also die Sterne in der Mitte sind "relativ" rund, aber ich finde es sollte noch runder gehen.
Der "Kometenschwanz" am Stern ist mein grösstes Rätsel?
Also ich weiss nicht ob es an der Temperatur hängt?!
Equipment ist bis auf die Technik immer draußen und gekühlt.
Den Schweif kriege ich auch an der Planetenkamera übrigens.

Ich muss eins gestehen. Meine Achs-Klemmen (RA, DEC) an der Montierung waren immer gelöst.
Sollten die immer angezogen sein? Und noch eine Frage zur Nachführung. Wie fest werden die "Konter-Muttern" der Motoren in RA, wie in DEC angezogen? Es ist eine EQ5. Könnte das damit auch zu tun haben?
Sorry und danke noch mal.

CS, Titan

Bearbeitet von: Titan123 am: 26.11.2016 20:58:28 Uhr
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astromaster
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3042 Beiträge

Erstellt  am: 26.11.2016 :  21:13:26 Uhr  Profil anzeigen  Besuche astromaster's Homepage
Hallo Titan,

die Achsklemmungen sollten schon fest angezogen sein > au weia.

Die schlechte Abbildung am Stern Sadr hat mit der Nachführung Nichts zu tun, ist ein Reflex der FS-Streben durch schiefen Lichtweg, muss man prüfen, was da nicht fluchtet.

Mit Kontermuttern meinst Du sicherlich die Madenschrauben der Zahnräder, welche auf der Motorachse sitzen oder sind damit die Motorverschraubungen auf dem Halteblock gemeint, bitte nun ein Foto machen und hochladen, vielleicht mit einem Pfeil die in Frage kommenden Teile kennzeichnen.

Und bevor jetzt noch 1000 Fragen kommen, erst einmal das oben beschriebene Vorgehen erledigen.

Gruß und cs,

René

Bearbeitet von: astromaster am: 26.11.2016 21:15:03 Uhr
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Titan123
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
73 Beiträge

Erstellt  am: 26.11.2016 :  21:15:48 Uhr  Profil anzeigen
Verkippung? Ok...

Also die Grundjustage der Newtons ist mir eigentlich bekannt.
OAZ, FS und HS sind eigentlich relativ zentrisch aufeinander abgestimmt.

Aber Verkippung wenn die Kamera dran ist, das könnte natürlich sein. Wie kann ich denn sowas testen?
Also rein von der Optik, sieht mein OAZ sehr fest und steif aus wenn ich alles kontere.
Also keine Verkippung des Auszugsrohres oder ähnliches.
Die Kamera ist mit Bajonett-T2 Anschluss an einem 2" Fokaladapter angeschlossen, die wiederum in den OAZ gesteckt.

Danke.

CS, Titan

Bearbeitet von: am:
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astromaster
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3042 Beiträge

Erstellt  am: 26.11.2016 :  21:36:37 Uhr  Profil anzeigen  Besuche astromaster's Homepage
Hallo Titan,

Verkippung:

Du kannst ja mal die Kamera zwischen den einzelnen Aufnahmen verdrehen. Falls Du den OAZ separat verdrehen kannst (hier wäre nun wirklich ein Foto der Mimik fällig), dann probiere verschiedene Klemmungsmöglichkeiten der 2"-Steckhülse. Also immer etwas verdrehen, an der OAZ-Rotation wieder um diesen Faktor zurückdrehen. Natürlich könnte auch die Kamera durch ihr Gewicht (oder durch einen wackeligen T2-Bajonett-Adapter) verkippen. Prüfe mal, ob die adaptierte 2"-Hülse wackelig an der Kamera hängt, darf nur minimalstes Spiel im Bajonett haben, nicht das die kleinen Madenschrauben "lose" sind.

Motoren:

Die Madenschrauben der Achsen sollten schon fest (nicht abgerissen fest) sein. Das Antriebszahnrad sollte etwa 1-2/10 mm Luft zum Schneckenantrieb haben, also nicht auf Stoß sitzen, minimales "Umkehrspiel" ist kein Problem (zumindest in RA nicht, da die Nachführung nur in eine Richtung läuft).

Gruß und cs,

René

Bearbeitet von: am:
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Titan123
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
73 Beiträge

Erstellt  am: 26.11.2016 :  21:55:21 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Rene,

danke danke.
Also es ist dieser hier, samt OAZ.
http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p3933_Skywatcher-Explorer-130PDS---130mm-f-5-Newton---2--Crayford-Auszug.html

Die Kamera samt Adapter wirken bombenfest und nicht lose.
Das verdrehen der Kamera im OAZ muss ich echt mal ausprobieren, danke.

Bild mit Schraube der Nachführung kommt...

CS, Titan

Bearbeitet von: am:
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Titan123
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
73 Beiträge

Erstellt  am: 27.11.2016 :  00:45:51 Uhr  Profil anzeigen


Hallo Rene,
ich meinte das hier...

CS, Titan

Bearbeitet von: am:
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jaramillo
Meister im Astrotreff

Deutschland
619 Beiträge

Erstellt  am: 27.11.2016 :  01:44:20 Uhr  Profil anzeigen
Moin Titan,

bitte prüfe bezüglich der Helligkeitsausbrüche am hellen Stern mal die Stellung des OAZ-Rohrs bei fokussierter Kamera. Vermutlich reicht das OAZ-Rohr in den Strahlengang und verursacht diese heftigen Beugungserscheinungen an hellen Sternen; ich kenne das nur zu gut von meinem 130 PDS - der OAZ ist für dieses Teleskop eine absolute Fehlkonstruktion. Hier hilft nur ein Höhersetzen des Hauptspiegels bzw. eine Kürzung / Sonderanfertigung des OAZ-Rohrs (meine Lösung unter Zuhilfenahme der Dienste eines befreundeten Drehers).

Gruß und CS,

Mathias
------------------------
„Das Positive am Skeptiker ist, dass er alles für möglich hält “ (Thomas Mann)

Bearbeitet von: am:
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Titan123
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
73 Beiträge

Erstellt  am: 27.11.2016 :  01:58:45 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Matthias,

ich denke du hast absolut recht.
Er ragt in den Strahlengang.
Was meinst du mit höher setzen?
Den HS weg vom OAZ? Und der FS?
Könntest du das genauer erläutern?

Vielen Dank.
Ich werde Renes Tipp trotzdem auch mal ausprobieren.

CS, Titan

Bearbeitet von: am:
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astromaster
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3042 Beiträge

Erstellt  am: 27.11.2016 :  09:36:35 Uhr  Profil anzeigen  Besuche astromaster's Homepage
Hallo Titan,

ich wusste nicht, dass es sich um den 130er Newton handelt. Wenn dort wirklich eine Fehlkonstruktion seitens des OAZ vorliegt, dann bitte ebenfalls prüfen. Auch wenn irgendwelche Schrauben nur minimal in den Lichtweg ragen, kommt es zu solchen Ausbrüchen an hellen Sternen.

Ich hatte allerdings auch schon Verkippungen, die so einen Effekt hervorgerufen haben.

Da hilft nur die Auschluss-Methode > also Schritt für Schritt beseitigen.

Höhersetzen:

Den Hauptspiegel etwas nach oben schrauben, so dass der Fokus weiter in Richtung Kamera wandert. Dann könntest Du den OAZ weiter nach außen drehen und hängst nicht mehr im Lichtweg.

Gruß und cs,

René

Bearbeitet von: astromaster am: 27.11.2016 09:39:01 Uhr
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FrankH
Altmeister im Astrotreff


9881 Beiträge

Erstellt  am: 27.11.2016 :  10:12:20 Uhr  Profil anzeigen
Hallo

Höhersetzen folgt dann das ein größerer Fangspiegelund benötigt wird.
Oaz Rohr innen kürzen ist gut, aber nützt nichts wenn dann der Komakorrektor nach innen in den Tubus ragt, das sollte man schon vorher prüfen.

Gruß Frank

Bearbeitet von: am:
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Titan123
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
73 Beiträge

Erstellt  am: 27.11.2016 :  12:46:37 Uhr  Profil anzeigen
Danke euch vielmals.

Also höher setzen heisst hier, den HS mehr Richtung Teleskopöffnung bringen?!
Rein von der Optik her, denke ich nicht das der Korrektor bzw. 2"Steckhülse tiefer eindringen als das Auszugsrohr selbst.
Müsste ich auch mal prüfen.
Der ist schon ziemlich lang. Bei richtiger Fokushöhe der Kamera und nacktem Blick durch den OAZ ragt der schon ziemlich rein was den Strahlengang erklären könnte.

So, welcher Weg ist denn zu empfehlen?
HS höher setzen oder doch Auszugsrohr kürzen?
Irgendwelche Tipps und Tricks wie man das ganze umsetzen kann für einen handwerklich bescheidenen :D

Danke!

CS, Titan

Bearbeitet von: am:
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astromaster
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3042 Beiträge

Erstellt  am: 27.11.2016 :  13:01:52 Uhr  Profil anzeigen  Besuche astromaster's Homepage
Hallo Titan,

es werden leider nicht weniger Fragen > sondern immer immer mehr!

Alle können wir "online" hier nicht klären, außerdem schrieb ich:

"...den Hauptspiegel hochschrauben" Dazu bräuchte man auch kein spezielles Werkzeug, sondern den einen oder anderen Schraubendreher oder Steckschlüssel.

Mein lieber FrankH:

Wenn der Kollege Titan das OAZ-Rohr kürzt, ist es mit der Garantie erledigt > will Titan so etwas? Ich würde den Spiegel hochsetzen, wenn nicht möglich, weil Schrauben zu kurz, die Schrauben gegen längere austauschen.

Bei diesen ganzen Billig-Teleskopen ist grundsätzlich Alles "Spitz auf Knopf" gemacht. Also entweder man hat Glück und es geht, oder man schmeißt Alles in die Tonne.

Ich klinke mich nun hier aus, jetzt dürfen mal die echten Profis ran!

Gruß und cs,

René

Bearbeitet von: am:
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