Statistik
Besucher jetzt online : 143
Benutzer registriert : 21910
Gesamtanzahl Postings : 1079374
Astroshop
Benutzername:
Passwort:
Passwort speichern
Passwort vergessen?

 Alle Foren
 Astronomie - der Teleskop-Selbstbau (ATM)
 Das Teleskop-Selbstbau Optikforum
 Brennweite kontrollieren
 Neues Thema
 Druckversion
Autor Vorheriges Thema Thema Nächstes Thema  

Calendir
Mitglied im Astrotreff


43 Beiträge

Erstellt am: 26.11.2016 :  14:56:33 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo zusammen

Wenn man einen Spiegel für ein bereits bestehendes Teleskop schleifen möchte, z.B. wenn der Hauptspiegel eines 4.5" f/8er Newtons kaputt gegangen ist, wie kontrolliert man da schon zum Vornherein, dass die Brennweite +-1mm genau richtig kommt? Da kann man ja nicht einfach die Taschenlampenmethode und den Meterstab vom Baumarkt nehmen, denn da kommt man höchstens auf eine Genauigkeit von +-1cm.

CS
Lucas

Bearbeitet von: am:

Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10108 Beiträge

Erstellt  am: 26.11.2016 :  15:46:20 Uhr  Profil anzeigen
Lucas,
solange man am Schleifen ist, wird es keine genauere Methode als die Taschenlampenmethode geben. Man kann dazu auch einen Foucaulttester missbrauchen, der in diesem Stadium aber nicht viel mehr zeigt.

Es lohnt sich erst bei feinsten Korngrößen, dass man temorär die Scheibe kurz (5 min) anpoliert und mit dem Foucaulttester das Ganze Millimetergenau ermittelt. Und auch nur, wenn der Krümmungsradius genauestens eingehalten werden muss. Schade für das Polierpech aber, dass man dann jedesmaß erneuern muss (Verunreinigung).

Die letzten +/- 5mm kann man später auch in einem bestehenden Teleskop sicher mechanisch locker ausgleichen, durch passende Platzierung der Spiegelzelle im Tubus. Z.B. könnte man einen Tubus einfach ein paar Millimeter kürzen (runterschneiden/schleifen), längere/kürzere Justageschrauben nehmen oder die Zelle mit einer zusätzlichen Mutter auf Abstand bringen. Das hängt vom Einzelfall ab und kann Dir so niemand sagen, was da optimal ist.

Ein Taschenlampentest geht auch genauer als 10 mm, wenn man den Spiegel bei den feinen Körnungen mit Salatöl einreibt und ähnlich wie beim Foucaulttest eine scharfe Kante als Referenz nimmt. Also ein Foucaulttester "light", einfach zum verschieben ohne Stellschraube.

Denk auch daran, dass Zollstöcke oder Maßbänder nur eine begrenzte Genauigkeit haben.
Die Maßgenauigkeit eines 2-Meter-Zollstock ist nach EG-Klasse III, +/-1,4mm. Das gilt für die meisten Holz-Meterstäbe.
Genauer sind nur präzise Stahlmaßbänder der Klasse II oder spezielle Alu-Zollstöcke. Und ab da spielt die Arbeitstemperatur schon wieder eine Rolle.

Wenn du also Maße nimmst, dann nimm' jedesmal das gleiche Meterband, den gleichen Meterstab.

Gruß

PS: Auch ein Fragment des kaputten alten Spiegels kann man nachträglich im direkten Vergleich messen. Für die Brennweite reicht das allemal.

Kalle - Alles wird gut !
Meine Okulardatenbank im Astrotreff: hier
Termine Teleskoptreffen gibt es hier

Bearbeitet von: Kalle66 am: 26.11.2016 15:48:08 Uhr
Zum Anfang der Seite
  Vorheriges Thema Thema Nächstes Thema  
 Neues Thema
 Druckversion
Springe nach:
Astrotreff - Astronomie Treffpunkt © Astrotreff 2001 - 2019 Zum Anfang der Seite
Diese Seite wurde in 0.48 sec erzeugt. Snitz Forums 2000

Der Astrotreff bedankt sich für die Unterstützung von:



?