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Luzista
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1057 Beiträge

Erstellt am: 16.10.2016 :  11:31:44 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hallo Sternfreunde,

visuell ist z.B. M31 zunächst wenig beeindruckend; auch im 20x80 sieht man nur den Zentralbereich, nur 10% vom Ganzen. Bei Zuschaltung der Fantasie und des Wissens um Größe, Entfernung und dass er 6x so groß wie der Mond erscheinen würde, wenn er heller wäre, empfindet man schon anders...
Nun werden ja von Astroshops auch Nachtsichtgeräte angeboten. Deshalb hier die Frage, ob jemand damit, eventuell mit geeignetem Vorsatz (Teleskop schwächster Vergrößerung und sehr großer AP) experimentiert hat? Oder sieht man generell am Himmel hauptsächlich helle Flecken auf grünem Hintergrund?
Ein Bekannter hat nämlich derartiges abzugeben, und ein Probegucken war mir noch nicht möglich. Und "die Katze im Sack" soll's nicht werden.

es grüßt Lutz

Bearbeitet von: Luzista am: 16.10.2016 11:41:28 Uhr

Mettling
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5737 Beiträge

Erstellt  am: 16.10.2016 :  11:40:29 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Lutz,

Ich habe es ein mal ausprobiert. Helle grüne unstrukturierte Kleckse auf dunkelgrünem Untergrund. Für terrestrische Beobachtungen ja noch ganz interessant (Wild und Nachtvögel), aber für Astro nicht wirklich beeindruckend. Probiere es auf jeden Fall aus, bevor Du Geld in die Hand nimmst.

Bis dann:
Marcus

16" f/3,7 Dobson, 6" Reisedobs, C8, ED 80/560, Sunlux (Skylux/PST-Mod)
Vixen SP-DX und Porta, Star Adventurer
Zeige mir einen Dobson und ich zeige Dir eine Baustelle.

Bearbeitet von: am:
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Rainmaker
Meister im Astrotreff


555 Beiträge

Erstellt  am: 16.10.2016 :  14:08:20 Uhr  Profil anzeigen
Hallo,

ich habe auch mal eine gewisse Zeit mit Restlichtverstärkern experimientiert. Falls Du nachtblind bist ist es definitiv lohnenswert, falls nicht könnten die besten Geräte vielleicht noch was an zusätzlicher Tiefe bringen. Die üblichen einfachen Geräte sind oft recht schwach in der Verstärkung und benötigen eine zusätzliche IR-Beleuchtung. Also erst testen, dann kaufen. Manchmal reicht aber auch schon ein Blick auf den Preis. Gute Geräte kosten leicht einige Tausender ...


MfG

Rainmaker

Bearbeitet von: am:
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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3513 Beiträge

Erstellt  am: 16.10.2016 :  14:08:27 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Leute,

Meine Kenntnisse sind zwar nicht mehr topaktuell, aber ich hatte bereits beruflich mit Bildverstärkern für die Forschung zu tun.
Restlichtverstärker, die wirklich was taugen, sind für uns Amateure erstens kaum bezahlbar und zweitens nicht frei erhältlich. Mit etwas Nachdenken fallen einem schnell andere Anwendungen als Himmels- und Naturbeobachtung ein.
Deshalb sind leistungsfähige Typen als Rüstungsgüter eingestuft mit entsprechenden Export- und Handelsbeschränkungen.
Ich habe gerüchteweise gehört, dass offenbar selbst die Bundeswehr Probleme hatte, an Top-Technologie ranzukommen. Als Astro-Amateur wird das dann auch nicht einfach sein.

Bei hoher Verstärkung ist auch bei guten Restlichtverstärkern das Bild immer verrauscht. Einfach weil man bei wenig Licht irgendwann nur die einzelnen Photonen aufblitzen sieht.
Die meisten nach dem Sekundärelektronen-Vervielfacherprinzip arbeitenden Bildverstärker haben hinten einen grünen Phosphorschirm. Einfache Geräte haben nur einen Elektronenbeschleuniger, bessere eine Mikrokanalplatte als Vervielfacher. Weil vorn aus Licht freie Elektronen im Vakuum erzeugt werden müssen, eignen sich nur chemische Verbinungen mit schwach gebundenen äußeren Elektronen als Photokathode, und es ist schwierig, rot- oder infrarotempfindliche Geräte zu bauen, die auch noch eine gewisse Resistenz gegen Überbelichtung haben. Ich habe Bildverstärker noch as empfindliche Mimosen in Erinnerung. Eine ganz kurze Zeit bei voller Verstärkung bei Tageslicht kann einige Typen komplett unbrauchbar machen.

Ich bin seit einigen Jahren auf diesem Gebiet nicht mehr ganz auf dem Stand der Technik. Aber ich kann mir vorstellen, dass die nach dem SEV-Prinzip arbeitenden Geräte in Zukunft nach und nach durch Systeme mit Kamera und Bildschirm abgelöst werden.

Gruß,
Martin

Bearbeitet von: am:
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Schicko
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1652 Beiträge

Erstellt  am: 16.10.2016 :  18:31:43 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Schicko's Homepage
Servus Lutz,

Geben tut's sowas schon, die Frage ist nur ob man das nach D importieren darf.
http://www.nightvisionastronomy.com

Die billigere und legale Alternative wäre Videoastronomie.

Gruß Stefan


Bilder

AstroBin

If your pictures aren't good enough, you're not close enough. (Robert Capa)

Bearbeitet von: am:
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Rainmaker
Meister im Astrotreff


555 Beiträge

Erstellt  am: 16.10.2016 :  19:22:23 Uhr  Profil anzeigen
Hallo,

die geräte der generation 3 und höher fallen soweit ich weiß unter das federal arms law, das dürfte also sehr schwer werden sowas außer Landes zu bringen.


MfG

Rainaker

Bearbeitet von: am:
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Luzista
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1057 Beiträge

Erstellt  am: 17.10.2016 :  12:09:02 Uhr  Profil anzeigen
Liebe Freunde, danke für Eure Antworten!

Aus der Ahnung, dass es z.Z. wenig sinnvoll ist, sich ernsthaft damit zu befassen, habt Ihr Gewissheit gemacht. Geräte mit erschwinglichen (und von der Gattin akzeptierten) Preisen bringen also zu wenig und die "richtigen" bzw. kaum beschaffbaren Dinger sind außer Reichweite.
Der ästhetische Eindruck beim Blick durch's Okular auf M31, M45, h u. chi usw. besteht auch ohne Lichtverstärkung!

es grüßt Lutz


Bearbeitet von: am:
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EnricoAusLeipzig
Senior im Astrotreff

Deutschland
201 Beiträge

Erstellt  am: 30.10.2016 :  01:15:18 Uhr  Profil anzeigen
Hallo,

laß dich icht abschrecken.
Auch mit alten aber Generation 1 Restlichverstärkern kann man gerade Nebel, Kometen und Galaxien sehr gut visuell bebachten.
Ein kleiner Eindruck hier von Genration 3 Geräten:

https://www.youtube.com/watch?v=vISod3ax0wk

https://www.youtube.com/watch?v=naQdYhaMoYg&list=PLiOrFAYD7PJPbk0r3_QstH6vYjPvth-wY

Ich habe visuell sehr gute Erfahrungen bei der Auffindung von Kometen gemacht.

Grüße


Bearbeitet von: EnricoAusLeipzig am: 30.10.2016 01:25:20 Uhr
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Luzista
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1057 Beiträge

Erstellt  am: 30.10.2016 :  10:09:49 Uhr  Profil anzeigen
Danke Enrico,

für Deine Antwort. Da kann man wohl einen alten Ausspruch etwas abwandeln: "Auch jedes Nachtsichgerät hat seinen Himmel". Immerhin sieht man nicht nur wabernde Lichter, sondern erkennt Strukturen. Doch im 20x8ß erscheint z.B. M31 mindestens ähnlich. Und weniger "nervös".
Aber schön, dass Du zum Thema praktisch beitragen kannst!

es grüßt Lutz


Bearbeitet von: am:
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Galaxien-Spechtler
Meister im Astrotreff

Deutschland
638 Beiträge

Erstellt  am: 30.10.2016 :  11:22:26 Uhr  Profil anzeigen
Servus zusammen,
ich konnte Nachtsichtgeräte (3. Generation) und Feldstecher noch nicht unter gleichen Bedingungen austesten und vergleichen, aber bei mäßigem Himmel erzeugt der Restlichtverstärker eben auch verstärktes SDtreulicht, d.h. das SNR wird nicht besser. Der 3. Generation RLV hat mich dabei nicht besonders überzeugt.
Bevor ich da viel Geld für teure Technik ausgebe, lobe ich mir meinen russischen 10x50mm Feldstecher (Flohmarktpreis damals: 60 DM). Der zeigt unter meinem dunklen klaren Himmel enorm viel am Andromeda-Nebel, u.a. NGC 205. Und groß ist das Biest dann auch: besagte 5 Vollmonddurchmesser erreiche ich eigentlich fast immer, wenn ich draussen bin. Und das ohne die grüne Farbe.

CDS
Stefan

"In meinem Alter ist man nicht mehr erfahren, sondern schon Zeitzeuge"
14.5" f/4.7 ICS Dobson
Lichtenknecker FFC 4.0/760mm

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