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Seite: von 3

Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
355 Beiträge

Erstellt am: 10.10.2016 :  12:01:52 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo liebe Optikfans!
Ich bin gerade dabei mir einen 300mm Referenzsphäre zu polieren. Mittlerweile kann ich die Oberfläche mittels des genialen Bath Interferometer und der ebenso fantastischen FFT Analyse von Openfringe sehr exakt auswerten:

Um dieses Ergebniss zu erreichen habe ich allerdings zwei Minnipolierer mit Durchmesser 30mm und 40mm eingesetzt. Zwar sehr dezent, aber mich würde nun mal sehr interessieren, wie sich diese auf die Mikrostruktur der Oberfläche ausgewirkt haben.
Ich würde also gern mal den Lyot Test aufbauen und dazu hätte mal eine Frage:
Kann man solch einen Filter käuflich erwerben oder ist doch selbst machen angesagt?
Die Sache mit dem Ruß auf einer Glasscheibe ist mir nicht ganz geheuer...

Für Tipps wäre ich sehr dankbar!

Beste Grüße, Henri

www.sternwarte-kletzen.de

Bearbeitet von: am:

mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2825 Beiträge

Erstellt  am: 10.10.2016 :  16:23:11 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage
Hallo Henri,

wirf mal einen Blick auf diese 2 1/2 Jahre alten Threads:

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=161007
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=161567
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=159676
http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=161098

Gruß
Michael

Bearbeitet von: am:
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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
7060 Beiträge

Erstellt  am: 10.10.2016 :  16:51:08 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Henri,

ergänzend zu den Links die Michael freundlicherweise hervorgekramt hat hab ich auch noch etwas. Vielleicht kennst du diese Berichte zum Thema:

http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=30583
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=32994

Das mit der Rußschicht auf Glas bring dir wie jedes andere Phasenkontrastfilter recht eindrucksvolle Strukturen, die du je nach Einstellung beliebig variieren kannst. In aller Regel ergeben sich daraus bei unserer Poliertechnik aber nur sehr geringe RMS- Werte des Wellenfrontfehlers für die dargestellte „Rauheit“. Das hab ich zusammen mit Kai “fraxinus“ versucht deutlich zu machen, siehe

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=146383

Wenn du dennoch mit Phasenkontrast spielen möchtest dann such ich dir gerne die mit Wolfram beschicheten Glasfilter heraus die seinerzeit Michael Koch hergestellt hat.

Mittlerweile könnte ich derartige Filter auch selber herstellen, aber nur gegen Gage, fünfstellig im Betrag versteht sich .

Gruß Kurt

Bearbeitet von: am:
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fraxinus
Altmeister im Astrotreff


2900 Beiträge

Erstellt  am: 10.10.2016 :  17:07:47 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Henri,

ohne Deinen Optimismus zu dämpfen:
Ist Dir klar, dass man die Einzel-Interferogramme einer Sphäre in OpenFringe nicht einfach so mitteln kann?

Man muss die Igramme immer "richtig herum" mitteln.
Mit anderen Worten, man kann die Frage nach "invert wavefront?" nur schwierig beantworten und muss sich entweder den Fokus (intra/extra) aufschreiben oder ein hervorstechendes Merkmal der Sphäre finden (zB Randabfall)

Viele Grüße
Kai

Bearbeitet von: am:
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Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
355 Beiträge

Erstellt  am: 10.10.2016 :  20:17:01 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage
Vielen Dank für die schnellen Antworten, ich sehe schon - da habe ich eine Menge zu studieren, die Treads sind ja teilweise 30 Steiten lang.

Hallo Michael, habe vorhinn das PDI-Platte V2 auf Deiner Seite entdeckt. Das PDI benötige ich zwar nicht, aber da steht auch "Ein Fenster für den Phasenkontrast-Test". Mit dieser Platte im Foucault Tester sollte der Phasenkontrast Test doch schon funktionieren, oder?

Hallo Kurt, ja ich will mit dem Test auch etwas rumspielen... ;) Vielen Dank für das Angebot, ich guck vielleicht doch mal was mit Ruß geht. Allerdings wäre eine etwas stabiler beschichtete Platte schon besser. Ich muß einfach noch ein bisschen darüber lesen.

Hallo Kai, diese Hürde habe ich schon genommen - hat mich zwei Tage grübeln gekostet. Im Moment kann ich "invert or not invert wavefront" noch gut an der Topografie der Oberfläche erkennen. Im Moment sogar noch an "Best Conic", sobald da ein Minus vor der Zahl steht muss ich invertieren. Ich schau mir aber dennoch zur Kontrolle das 3D Zernike Bild mit an.


Beste Grüße, Henri

www.sternwarte-kletzen.de

Bearbeitet von: am:
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mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2825 Beiträge

Erstellt  am: 10.10.2016 :  22:01:17 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage
Zitat:
Original erstellt von: Henri
Hallo Michael, habe vorhinn das PDI-Platte V2 auf Deiner Seite entdeckt. Das PDI benötige ich zwar nicht, aber da steht auch "Ein Fenster für den Phasenkontrast-Test". Mit dieser Platte im Foucault Tester sollte der Phasenkontrast Test doch schon funktionieren, oder?



Damals als wir diese Platte entworfen haben, war mir noch nicht genau klar wie der Phasenkontrast-Test funktioniert, und da habe ich einfach mal so ein Fenster mit hineindesignt weil der Platz vorhanden war. Aus jetziger Siche meine ich aber, dass das Fenster zu klein ist.

Gruß
Michael

Bearbeitet von: mkoch am: 10.10.2016 22:01:57 Uhr
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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
7060 Beiträge

Erstellt  am: 10.10.2016 :  22:56:22 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Henri,
Zitat:
Hallo Kurt, ja ich will mit dem Test auch etwas rumspielen... ;) Vielen Dank für das Angebot, ich guck vielleicht doch mal was mit Ruß geht. Allerdings wäre eine etwas stabiler beschichtete Platte schon besser. Ich muß einfach noch ein bisschen darüber lesen.


lesen ist immer gut. Schick mir bitte eine PM mit deiner Adresse. Dann bekommst du umgehend Michaels W- beschichtete Lyotfilter. Wie er schon geschrieben hat sind die im PDI eingelassenen Fenster weniger gut PDI- tauglich. Rußfilter geben dagegen schon einen erstaunlichen deutlichen Lyot-Effekt, nur eben nicht wischfest und weniger gut reproduzierbar.

Gruß Kurt

Bearbeitet von: am:
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Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
355 Beiträge

Erstellt  am: 27.10.2016 :  01:32:49 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage
Hallo, 2 Wochen später melde ich mich mal wieder zurück.
Nach einigen Polituren und verschiedenen anderen Tests habe ich heute den Phasenkontrasttest aufgebaut und dabei festgestellt, dass ich wohl was falsch mache...
Ich sehe im Tester Bilder, die wohl eher dem Foucaulttest zuzuordenen sind:

Ich weiss, sieht brutal aus, aber jeder Kratzer hat seine Geschichte, Strehl Wavefront 0,998

Ich habe mir heute ein paar Mikroskop Objektträger bestellt, derweil aber noch einen alten zerbrochenen gefunden und berußt. So sieht der Tester aus, wenn man vom Prüfling aus darauf guckt:


Das obere Bild habe ich gerade damit gemacht, nicht wundern, ich habe noch ein kleines Fernrohr aus einem alten 135mm Teleobjektiv (sieht man im Bild) und einem 32mm Superplössel zwischen der berußten Scheibe und dem Fotoaparat.

Mache ich hier einen prinzipiellen Fehler beim Phasenkontrasttest oder könnte es noch an der Durchlässigheit (ND) der Rußschicht liegen?

Beste Grüße, Henri




www.sternwarte-kletzen.de

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rainer-l
Meister im Astrotreff


532 Beiträge

Erstellt  am: 27.10.2016 :  14:05:57 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Henri

Deine Aufnahme zeigt sehr schön die Auswirkung der Tools bei der Politur . Dies sind "Fehler" mit einer niedrigen Frequenz oder einer großen räumlichen Ausdehnung . Spezialfälle ausgenommen und ohne quantitative Auswertung ist dies der größte Nutzen den man vom Lyot-test hat .
Im "Monsterthread" findest Du drei Größen die das Phasenkontrastbild bestimmen .
1. Der Kantenabstand
2. Die größe der Abschwächung
3. Die Phasenverschiebung

Der Kantenabstand bestimmt die minimale Ortsfrequenz , also die maximale Ausdehnung . Ein großer Kantenabstand führt dazu das nur Fehler mit kleiner Ausdehnung dargestellt werden . Wenn Du die Kante weiter vorschiebst werden die großen Struckturen zuerst verschwinden .

Die Größe der Abschwächung bestimmt welche Fehlertiefe (Berg/Tal) optimal dargestellt wird .
Das ungebeugte Licht sollte so abgeschwächt werden das es eine ähnliche Intensität hat wie das gebeugte Licht . Sonst leidet die Empfindlichkeit oder es tritt eine Hell/Dunkel Umkehr ein .
Die kleineren Fehlertiefen benötigen (und vertragen) eine höhere Abschwächung .

Der Phasenunterschied soll idealerweise 90° (Lambda/4) betragen .
Solange man keine quantitative Messung macht , ist der Wert nicht so wichtig .

Lyot/Foucault Ähnlichkeiten

Man kann den Foucaulttest auch als eine Sonderform des Lyottest ansehen . Der Kantenabstand ist dabei sehr klein . Die ist Abschwächung unendlich und die Phasenverschiebung spielt deshalb keine Rolle .
Anders herum kann man auch sagen , das ein Lyotbild Foucault Anteile enthält wenn Kantenabstand und Abschwächung dazu geeignet sind . Dies ist bei deinen Bild der Fall .
Durch die Wahl der drei Größen selektierst Du was verstärkt dargestellt oder unterdrückt wird . Deinen Rußfilter finde ich so schon mal sehr gut gelungen . Auch wenn Kurt schon mal über die Herstellung geschrieben hat , beschreibe doch mal genau wie Du deinen Rußfilter hergestellt hast . Weitere Lyotbilder sind natürlich auch gerngesehen .

Viele Grüße Rainer



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Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
355 Beiträge

Erstellt  am: 28.10.2016 :  01:25:04 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage
Hallo Reiner und alle die mitlesen und schreiben.

Heute ist es mir dann doch noch gelungen, den Lyot Testaufbau richtig umzusetzen. Hier ist das erste Bild:

Da vor der Kamera noch ein kleines Fernrohr aus 135mm Tele und 32mm Superplössel Okular sitzt und Artefakte von Staubpartikeln in das Bild bringt, wurde das Bild mit Fitswork aus 5 Einzelbildern gestackt. Bei jedem Bild wurde das Fernrohr und damit die Artefakte gedreht.
Vor den Aufnahmen hatte ich den Spiegel gereinigt und mit dest. Wasser abgespühlt und trocknen lassen. Dennoch sind viele kleine Pünktchen(mit bloßem Auge nicht zu erkennen) geblieben.

Als erstes habe ich mich mal um den Lichtspalt gekümmert:
Mein 11 Jahre alter Foucaulttester hat eine Reihe von 8mm Löchern in die man bequem Lichtquellen einsetzen kann. Also habe ich den Lichtspalt(wie auch meine Punktlichtquellen) in ein Stück 8mm Aluröhrchen eingebaut:


Den Spalt habe ich aus 0,1mm Aluminiumfolie und Tesaband zum fixieren gebastelt. Dieser wurde dann ausgeschnitten, auf eine 5mm superhelle LED gesetzt, in das Röhrchen geschoben und mit Heißkleber fest eingebunden. Die LED hatte ich vorher noch plangeschliffen und bis 1000der Sandpapier feingeschliffen:


Hier ist der Spalt mit meinem USB Mikroskop aufgenommen. Ich schätze die Maße passen schon, da die breite Seite des Bildes 1mm misst. Leider funktioniert seit einem Windows10 Update die Software nicht mehr, mit der man früher so eine Aufnahme photometrisch vermessen konnte. Aber da wird sich schon noch was finden...


Hier sieht man den Spalt eingebaut im Foucault Tester:


Und da ich gerade so schön am fotografieren war, hier noch zwei Bilder vom Aufbau:



Die Abschirmung vor Luftbewegungen hat sich bei mir als essentiell erwiesen. Um verwertbare Interferogramme und Foucaultaufnamen zu machen habe ich aus Styropur-Trittschalldämmung ein paar Rohre gemacht, die ich nach den Messorgien einfach inneinander schieben und so verstauen kann.


Rainer --> Danke für Deine Zusammenfasseung, ich hatte bisher nur so eine vage Vorstellung wie dieser Phasenkontrast Test überhaupt aufgebaut wird. Deinen Vergleich mit dem Foucault finde ich sehr passend. Ich hatte das so auch vermutet. Und der Begriff "Monsterthread" war bei den 38 Seiten ebenfalls treffend: anstrengend, informativ aber der rote Faden war manchmal schwer zu finden...

Das Rußfilter hatte ich nach einer Beschreibung von Kurt hier im Forum gemacht. Auf einem 35 Jahre alten zerbrochenen Mikroskopobjektträger.
Aber heute Abend wurden neue geliefert: ich werde berichten.


www.sternwarte-kletzen.de

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Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
355 Beiträge

Erstellt  am: 29.10.2016 :  10:57:03 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage
Hallo, gestern Abend habe ich ein paar Bilder zur Herstellung des Rußfilters gemacht. Ich nehme dazu eine klassische Rasierklinge, die etwas gekippt auf die Glasscheibe gehalten wird. Dann das Ganze mehrfach durch die Flamme ziehen.
Mit etwas Übung bekommt man eine absolut saubere und gerade Kante hin.







Ich hatte es dann auch noch mit verschiedenen Edding Stiften probiert, das funktionierte aber leider nicht besonders gut.

Als nächstes habe ich dann den Spiege in 0° und um 90° gekippt fotografiert.




90° (Bild wurde zurückgedreht)



Diese beiden Bilder wurden dann in Gimp übereinandergelegt:
360°


Somit habe nun ein grobes Bild der Oberfläche meiner Referenzsphäre.

Jetzt werde ich versuchen, die Oberfläche mit einem 100% Polierer zu glätten, bin ja mal gespannt was dabei rauskommt.
Und vor Allem, ob ich die groben Schnitzer wegbekomme, ohne mir wieder größere Ringzonen einzuhandeln.

Beste Grüße, Henri

www.sternwarte-kletzen.de

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rainer-l
Meister im Astrotreff


532 Beiträge

Erstellt  am: 30.10.2016 :  23:22:50 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Henri

Vielen Dank für deine Bilder zur Herstellung eines Rußkantenfilters .

Zitat:
Jetzt werde ich versuchen, die Oberfläche mit einem 100% Polierer zu glätten, bin ja mal gespannt was dabei rauskommt.
Und vor Allem, ob ich die groben Schnitzer wegbekomme, ohne mir wieder größere Ringzonen einzuhandeln.




Prima , genau auf so einen Versuch habe ich gehofft , und bei Strehl 0,991 lohnt es auch noch .

Viel Erfolg wünscht Rainer

Bearbeitet von: am:
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fraxinus
Altmeister im Astrotreff


2900 Beiträge

Erstellt  am: 01.11.2016 :  10:16:53 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Henri,

in einem französischen Forum hätten wir jetzt mehrere Seiten tiefschürfender Interpretationen.

Das einzige was ich jetzt aus den Bildern vermuten würde:
Hast Du die Minitools tangential geführt?
Nach kleinen, kreisenden Bewegungen sieht es irgendwie nicht aus.

Zitat:
Diese beiden Bilder wurden dann in Gimp übereinandergelegt:


Wieso?

Doch nicht um Asti zu separieren?
Lyot kennt keinen Asti!

Davon abgesehen, dass ich den Phasenkontrasttest sehr dekorativ finde, hört bei der Interpretation der Spaß auf.
Der Test ist ein spezieller, sehr selektiver Filter. Es fehlt das Bindeglied zur optischen Wirkung. Eben weil die Höhenunterschiede nicht ermittelbar sind.

Viele Grüße
Kai

Bearbeitet von: fraxinus am: 01.11.2016 10:17:19 Uhr
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rainer-l
Meister im Astrotreff


532 Beiträge

Erstellt  am: 01.11.2016 :  16:27:35 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kai

Inhaltlich stimme ich Dir voll zu .

Die "Vermutung" zuviel tangentiale Bewegung (bzw. zuwenig radiale) beim Polieren halte ich allerdings für einem bedeutenden Hinweis an Henri . Von daher bin ich schon gespannt wie eine geänderte Poliertechnik sich auf das Lyot-bild auswirkt . Wenn ich Henry richtig verstanden habe , hat Er bisher einen Drehteller verwendet . Da wird Er sicher noch etwas am Verhältnis Drehzahl / radialen Hub ändern können .
Allein der Zusammenhang zwischen Poliertechnik und Lyot-bild ist doch schon sehr interresant , zumal wir davon im Forum noch nicht sehr "viel" gehabt haben .

Viele Grüße Rainer

Bearbeitet von: am:
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Henri
Meister im Astrotreff

Deutschland
355 Beiträge

Erstellt  am: 01.11.2016 :  18:29:47 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Henri's Homepage
Hallo Kai, hallo Rainer.
Immer im Fokus ist bei mir vor allem, dass der Spiegel eine Referezsphäre für mich wird. Einige der tiefenren Rillen und Krater habe ich schon im Foucault gesehen, das möchte ich da raus haben. Meine Poliertechnik ist mit Sicherheit nicht wirklich ausgereift, dafür mache ich das einfach zu selten. Die Sphäre eignet sich für mich aber besonders zum üben und zum kennenlernen der verschiedenen Prüftechniken.
Die tangentialen Schleifspuren sind nicht zu übersehen. Damit konnte ich aber eine fiese unregelmäßige Zone kurz vor dem Rand einebnen, die mit dem Volltool einfach nicht weg gehen wollten. Gestern habe ich mit meinem 95% Tool den Strehl in 6min wieder auf 0,97 runtergebracht, aber die tiefen Krater haben sich abgeflacht. Mal sehen, was bei der heutigen 5min Poliersession rauskommt, ich habe versucht den Zonen entgegenzuwirken.
Immerhinn zeigt mir der Lyot Test bei der ganzen wurstelei sehr gut wie aggressiev sich mein Vorgehen auf die Fläche im Deteil auswirkt.
Wie schon richtig erkann, arbeite ich mit einem Drehteller und zwei Exzentern für größere Tools, leider musste ich feststellen, dass der Drehteller mit minimum 5 U/min wohl doch etwas zu schnell läuft.
Aber ich schweife ab...

Mit dem übereinanderlegen der um 0° und 90° Bilder wollte ich einfach nur auf einfache Weise ein 360° Phasenkontrast Bild erreichen, hat sich aber als nicht besonders hilfeich erwiesen. Die zwei einzelnen Bilder zeigen mehr.

Zwischen den nächsten zwei Bildern liegt die oben genannte 6min Poliersession:


Die geraden lang durchgezogenen Linien sind vermutlich beim neu Anpassen des Volltools entstanden.
Aber man erkennt schön, wie sich die Oberfläche glättet und den Stehl biege ich schon wieder hin.
Aus heutiger Sicht wäre ich bei der Gesamtheit der Polierarbeiten vermutlich anders vorgegangen, wenn ich den Lyottest eher gehabt hätte. Mal sehen, wie sich die Sache weiterentwickelt...

Beste Grüße, Henri

www.sternwarte-kletzen.de

Bearbeitet von: am:
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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10297 Beiträge

Erstellt  am: 01.11.2016 :  19:36:44 Uhr  Profil anzeigen
Henri,
Ohne diese "Lyots" hättest du jetzt einen fertig polierten Spiegel. Und weniger Sorgen ...

Kalle - Alles wird gut !
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