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 46mm Fangspiegel & Versilberung
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Cosmo
Meister im Astrotreff

Deutschland
273 Beiträge

Erstellt am: 10.03.2005 :  21:01:21 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Cosmo's Homepage  Sende Cosmo eine ICQ Message
Hallo Spiegelfreunde,

Nach einer längeren Pause mit gelegentlichen Glaswurm attacken nahm ich mir vor den 46mm Fangspiegel des 6" F4 Sucher Dobs, aufgrund einer im Foucault Test gut sichtbaren Abgesunkenen Kante durch ein neues zu ersetzen.

Als Sucher reicht die Optische Auflösung bis ca. 33x noch aus aber bei Single Dobs einsätzen führt eine Ablendung der im Foucault Test deutlich sichtbaren Abgesunkenen Kante nur zu mehr Lichtverlusst.

Also wagte ich mich gespannt an die herstellung eines nur 10cm runden 5 mm dünnen Planspiegels.



Poliert habe ich direkt ohne dreiplatten Methode überwiegend 10cm TOT Fullsizetool auf einer Glasplatte mit Fenstertuch.

Bei MOT enstanden die übliche Probleme wie Loch in der Mitte und Abgesunkener Randbereich ähnlich einer Parabel, allen anschein nach biegt und dehnt sich dünnes Floatglas bei MOT vermehrt in der Mitte durch...die wärme tut sein übrigens.

Nach ca. 20 Stunden TOT Polieren konnte ich beim Foucault Test im Doppelpass einen Zentralberg mit leicht hochgezogenem Rand sehen welches nach weiteren 4 Stunden in 20 min zuletzt 5 min schritten ohne Druck mit 1/3 "W" strichen wegpoliert wurde.

Beim anschließenden Foucault test war ich dann beruhigt als sich die Planfläche gleichmäßig verdunklen ließ, Puh bis hier her war es geschafft.

Normalerweiße wird der Fangspiegel mit einer speziellen Bohrvorrichtung rausgebohrt, da ich bissl faul und keine lust darauf hatte machte ich mir gedanken wie ich das beste stück Fangspiegel aus der Mitte und die restlichen FS Planflächen bis ca 20mm kl.Achse ohne ganz zerbröseln zu müssen, herausbrechen kann.!



Hierführ benutzte ich eine leicht abgewandte form der "Grobian Methode" um das Glas herauszubrechen. Als erstes wurde das Glas um den ovalen mittleren bereich kreuzweise angeritzt im Schraubstock befestigt nacheinander in einem ruck in einzelstücke zerbrochen, das klappte auf anhieb..



Die restlichen Schleifarbeiten und die Fangspiegelgerechte 45° Phase wurden mit einem Karbostein und anschließend mit K.150 Schleifpapier erledigt.



Nun musste der Fangspiegel nur noch Versilbert werden. Nachdem der Fangspiegel mit Viss Scheuermittel richtig sauber war, wurde nach dem narrensicheren FS Rezept wieder mit 50ml 1.gr Silbernitrat 50ml 0,5 gr Natriumhyrdoxyd und 20ml 0.6 gr Traubenzucker in insg. 120ml Versilberungssuppe Versilbert.





Der unerwünschte blaue überzug oder im englischen "Bloom" hier gut zu erkennen, wurde anschließend mit Chamoileder auf hochglanzpoliert.







Das Herstellen von Planspiegeln ist für den ATM´ler im grunde genommen nicht viel schwieriger als ein gewöhlicher Newton Spiegel und das ergebniss begeistert einem immer vom neuen.

Planfreundliche Grüße,

Y.Cetin
www.ycetin.de

Bearbeitet von: Cosmo am: 10.03.2005 21:09:51 Uhr

FrankH
Altmeister im Astrotreff


6268 Beiträge

Erstellt  am: 10.03.2005 :  21:49:12 Uhr  Profil anzeigen
Hallo

na dann sind wir ja schon auf First light gespannt.
ist das wirklich so einfach das man nur genug Rand wegschneiden muß?
Bekommt man denn die Versilberung gut wieder ab wenn der Spiegel neu belegt werden muß ohne die Politur anzugreifen die Versilberung ist ja etwas anfälliger als Alu

Gruß Frank


Bearbeitet von: am:
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Kurt
Forenmeister im Astrotreff

Germany
4800 Beiträge

Erstellt  am: 10.03.2005 :  22:29:44 Uhr  Profil anzeigen
Hi Cosmo,
sehr interessanter Bericht!

Zu DeinerVersilberungsprozedur hab ich noch eine Frage: Funktioniert das Bad auch ohne Salmiakgeist? Ich verzichte auf NaOH. Aber die AgNO3- Lösung wird bei mir durch tropfenweise Zugabe von Salmiakgeist erst trübe und dann wieder klar. Dann kommen einige Tropfen AgNO3- Lösung dazu, dass die Lösung gerade wieder leicht trübe wird. Die Reinigung mach ich genau wie wie von Dir beschrieben. Zur Ausfällung des Silberniederschlages benutze ich ebenfalls Traubenzuckerlösung.
Gruß Kurt

Bearbeitet von: am:
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Cosmo
Meister im Astrotreff

Deutschland
273 Beiträge

Erstellt  am: 10.03.2005 :  23:14:16 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Cosmo's Homepage  Sende Cosmo eine ICQ Message
Hallo Frank,

Zitat:
na dann sind wir ja schon auf First light gespannt.
ist das wirklich so einfach das man nur genug Rand wegschneiden muß?
Bekommt man denn die Versilberung gut wieder ab wenn der Spiegel neu belegt werden muß ohne die Politur anzugreifen die Versilberung ist ja etwas anfälliger als Alu


Der Rand wird ja nur schlagartig weggebrochen so das bei Homogen gleichmäßigem Floatglas eigentlich keine Temparatur oder Spannungsbedingte versprünge oder dehnungen zu erwarten sind...

Die Versilberung lässt sich hervorragend mit 10% Salpetersaure und Fettfreiem Verbandwatte restlos weglösen.

Hallo Kurt,

Die tolle idee mit der Viss Reinigung, Danke

Zitat:
Zu DeinerVersilberungsprozedur hab ich noch eine Frage: Funktioniert das Bad auch ohne Salmiakgeist?


Ich denke ohne Salmiakgeist kommt es zu keiner reaktion, Interresant das du ohne NAOH versilbern kannst, bei mir dauert die Reduktion extrem Lange oder die Reaktion bleibt ganz aus oder Versilberungslösung ist zu kalt.., ich denke erst mit NAOH wird die flüssigkeit ausreichend Temperiert und verdünnt sodass eine schnelle Reduktion zu stande kommt.

Hier mal ein Interresanter Beitrag aus dem Link: http://dc2.uni-bielefeld.de/dc2/tip/12_00.htm

Zitat:
Die chemischen Vorgänge beim Versilbern von Glas
Das Reduktionsmittel wird oxidiert. Dabei wird in die Glucose Sauerstoff eingebaut. Dieser stammt nicht aus der Luft, sondern aus den Wassermolekülen. Denn das eigentliche Oxidationsmittel, d. h. die Elektronenakzeptoren, sind die Silber-Ionen!
Die Glucose schreiben wir kurz als Aldehyd.



Dass wir hier als Reaktionsprodukt eine Carbonsäure (Gluconsäure) hinschreiben, hat nur formale Bedeutung. In Wirklichkeit entsteht bei dieser Reaktion aus der Glucose ein Gemisch von schwer charakterisierbaren, gelbgefärbten Produkten.
Jetzt verstehen wir auch, warum wir in alkalischer Lösung arbeiten: Zur Verschiebung der Gleichgewichte müssen die Protonen entfernt werden. Wir können auch sagen: Damit verschieben wir das Redoxpotential der Glucose in den stärker reduzierenden Bereich. Dass es ohne diese Alkalisierung tatsächlich nicht geht, zeigt der folgende Versuch.

Versuch 7: Reduktion von Silber-Ionen in neutraler Lösung
Wir geben zu 10 ml Silbernitratlösung (w = 5%) (Xi) 10 ml Glucoselösung (w = 10 %). Davon füllen wir etwas in ein Reagenzglas und hängen es ins heiße Wasserbad. Eine Reaktion bleibt aus.
Anschließend geben wir etwas Ammoniaklösung (C) zu. Nun bildet sich elementares Silber.

Und warum verwendet man dazu das stinkende Ammoniak? Reicht nicht Natronlauge aus? Beim Alkalisieren der Silbernitratlösung bildet sich zunächst festes, braunes Silberhydroxid.

Ag+ + OH- ———> AgOH

Damit könnte man nicht versilbern, denn die Silber-Ionen sollen ja frei an die Glasoberfläche wandern können. Deshalb muß man den Niederschlag wieder auflösen. Dabei bilden sich Silber-Diammin-Komplexe.

Ag+ + 2 NH3 ———> [Ag(NH3)2]+

Diese Komplex-Ionen sind die eigentlichen Oxidationsmittel.

Warum scheidet sich das Silber vorrangig am Glas ab?
Glas wirkt wie ein Ionenaustauscher. Es adsorbiert auf diese Weise Silber-Ionen. An diesen Stellen setzt die Reduktion ein und bildet viele Kristallkeime, die den festhaftenden Überzug bilden.


Viele Grüße,

Y.Cetin
www.ycetin.de




Bearbeitet von: Cosmo am: 11.03.2005 03:06:10 Uhr
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Kurt
Forenmeister im Astrotreff

Germany
4800 Beiträge

Erstellt  am: 11.03.2005 :  19:37:32 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Cosmo,
Vielen Dank für die Beschreibung der Vesilberungsreaktion. Ich hab während meiner Berufsausbildung zum Physik. Ing. auch einige chemische Praktika absolvieren müssen und hab mich bei vielen Versuchen nicht an die Rezepturen in den einschglägigen Kochbüchern gehalten. Unterm Strich hab ich doch alle Scheine geschafft. Das lag aber auch ganz wesentlich daran, dass der verantwortliche Praktikumsleiter meinen physikalisch orientierten Versuchsbeschreibungen bei der qualitativen Analyse folgen konnte.


Zitat:
...Dass es ohne diese Alkalisierung tatsächlich nicht geht, zeigt der folgende Versuch.



Mir war irgendwann einmal die Natronlauge ausgegangen und es MUSSTE unbedingt ein Cassgrain- FS versilbert werden. Also probierte ich es einfach ohne Natronlauge und es funktionierte auf Anhieb. Der Belag war sogar so fest, dass man ihn mit dem sauberen Daumenmballen oder mit einem Taschentuch nicht abreiben konnte. Bei einigen nachfolgenden Vesuchen fuktionietre es nicht. Es kam auch nach Stunden kein Silberniederschlag. Nach einigen weiteren systematischen Versuchen fand ich heraus es funktioniert immer dann nicht, wenn nach der Komplexbildung mit Ammoniak der Niederschlag durch zu viel Zugabe von Ammoniak vollständig aufgelöst wird. Die Konzentration derSilberlösung scheint dabei recht unkritisch zu sein. Zuletzt hab ich meinen 12" mit ca. 5 g AgNO3 auf 4 Liter Wasser versilbert. Es dauerte ca 40 Minuten bis zum Abschluß der Reaktion. Der Belag war auch sehr dünn und daher gut durchscheinend, aber man brauchte nicht mehr nachzupolieren. Es ist sicher kein besonders dauerhafter und hoch reflektierender Belag, aber zum Livetest meines Opiskops (= echt- Cassegrain) am Himmel war der Belag voll tauglich. Das war vor 8 Monaten. Inzwischen sieht es aus als seien die Motten dran gewesen, aber ich konnte gestern noch ganz gut Saturn beobachten.

Gruß Kurt

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Winni
Meister im Astrotreff

Deutschland
739 Beiträge

Erstellt  am: 12.03.2005 :  10:29:05 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Winni's Homepage  Sende Winni eine AOL Message
Hallo an Alle!

...wie sieht es denn jetzt mit der Haltbarkeit der Silberschicht ganz konkret aus?
Bei den kommerziellen Spiegeln wird (glaub ich) eine Schutzschicht aufgebracht, kann man das mit Amateurmitteln auch machen?
Und die Gretchenfrage: wie teuer wirds ca.?
Ich bin nur am überelegen wegen meines 10ers den ich gerade quäle - wäre da das selberbeschichten eine wirkliche Alternative (nach den vergangenen Diskussionen über die extrem teure professionelle Verspiegelung)?

Liebe Grüße
Winni

http://www.lynx-zimbabwehilfe.de/

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FrankH
Altmeister im Astrotreff


6268 Beiträge

Erstellt  am: 12.03.2005 :  11:23:37 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Winni

ich würde sagen das Silber ist einfach zu doof sich selbst mit einer transparenten Schutzschicht zu versehen, es gibt wohl die Möglichkeit eine Verpackung drumrum mit etwas zu tränken das diese Chemikalien bibdet die das Silber zerstören.
Du kannst aber auch mal bei dem Kink nachsehen http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=19471
was Astrohans anbietet, diese Verspiegelungen halten in der Regel mindestens 2Jahre vieleicht sogar 4-5 Jahre, sie haben aber keinen Schutz vor mech. Zerkratzen.
Das Hoch- und Runterfahren der Anlage verbraucht aber eine Menge Zeit, Wasser und Strom und wegen der persönlichen Anlieferung wäre es wohl sinnvoll mehrere Spiegel mitzubringen.

Gruß Frank

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Kurt
Forenmeister im Astrotreff

Germany
4800 Beiträge

Erstellt  am: 12.03.2005 :  12:22:07 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Winni,
Zitat:
...wie sieht es denn jetzt mit der Haltbarkeit der Silberschicht ganz konkret aus?
Bei den kommerziellen Spiegeln wird (glaub ich) eine Schutzschicht aufgebracht, kann man das mit Amateurmitteln auch machen?
Und die Gretchenfrage: wie teuer wirds ca.?


eine Fachfirma hat mir bisher 2x versuchsweise meinen 12" mit Silber+Schgutzschicht bedampft. Die Anfangswerte der Refekivität waren mit 97% bis fast 99% über den gesamten vis. einsame Spitze aber leider nicht von dauer. Schon nach 4 Wochen konnte man den "Gilb" erkennen und den entsprechendem Abfall der Reflektivität insbesondere bei blau. Der Preis war nicht höher als Standard- Alu+ Schutzschicht. Auf eine 3. zugesagte Versuchsbedampfung warte ich noch und werde ggf. davon berichten.

Mit chem. Versilberung erreicht man leider nicht derart hohe Reflexiosgrade wie oben angegeben. Ich nutze das vor allem deshalb, weil man damit echt die Qualität eines Spiegels am Himmel testen kann bevor man ihn dauerhaft belegen lässt. EinNewton kannman noch recht gut unbelergt am Himmel prüfen, weil der FS meist schon gebrauchsfertig vorhanden ist. Bei einem Cassegrain mit zwei noch Spiegeln muss mindestens einer belegt sein. Dabei ist die provisorische Silberbeschichtung echt goldwert.

Gruß Kurt

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Winni
Meister im Astrotreff

Deutschland
739 Beiträge

Erstellt  am: 12.03.2005 :  12:31:25 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Winni's Homepage  Sende Winni eine AOL Message
Hallo Frank!

Ich meinte eigentlich was anderes:
Den Spiegel selber versilbern, aber ich hab mal wieder auf die Tastatur gehauen ohne vorher alles gelesen zu haben, den auf der HP von Cosmo steht ja eh der ca. Preis beim Selbermachen...
Was mich bei der ganzen Sache jetzt nur noch abschreckt ist die beschriebene Reinigung mit Scheuermittel (!) und dem anschließenden nachpolieren - besteht hier nicht die Gefahr den Spiegel wieder total zu zerkratzen?
Mir kommt das ganze nur unheimlich "brutal" vor, nachdem man den Spiegel vorher mit nicht unerheblichen Aufwand bearbeitet hat, fährt man schlußendlich einfach eingige male mit Fensterleder und Polierrot drüber...
Oder bin ich da einfach zuuuu ziemperlich?

Liebe Grüße
Winni

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FrankH
Altmeister im Astrotreff


6268 Beiträge

Erstellt  am: 12.03.2005 :  12:48:47 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Winni

du hast doch bestimmt eine olle Lupe und Viss zu Hause probier das einfach aus ob du das Glas zerkratzt bekommst, das aufpolieren des Silbers ist wohl nicht ganz ohne, warscheinlich gut enn man kein Sandkorn dazwichen hat, also eine Frage der Sauberkeit.
Ich meine es ist im Prinzip bei Astrohans auch nicht teurer wenn sich die Fahrt mit mehreren Münchener Schleifgruppenspiegeln lohnt?

Gruß Frank

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Winni
Meister im Astrotreff

Deutschland
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Erstellt  am: 12.03.2005 :  13:25:01 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Winni's Homepage  Sende Winni eine AOL Message
Grüzi Frank.

da hast du im Prinzip recht, nur leider (oder auch nicht...;-) )wohn ich nicht in München, sonder am Rande der bekannen Scheibe, und zwar in Niederbayerischen Grenzdreieck Tschechien/Austria/Deutschland.
Und es ist halt für mich doch wieder ein Aufwand wenn ich erst hunderte von km sontwohin gurken muss...

Viele Grüße
Winni :-)

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Cosmo
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273 Beiträge

Erstellt  am: 12.03.2005 :  13:39:17 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Cosmo's Homepage  Sende Cosmo eine ICQ Message
Hallo, Winni

Zitat:
Und die Gretchenfrage: wie teuer wirds ca.?
Ich bin nur am überelegen wegen meines 10ers den ich gerade quäle - wäre da das selberbeschichten eine wirkliche Alternative (nach den vergangenen Diskussionen über die extrem teure professionelle Verspiegelung)?


Wie Kurt es schon erwähnt hatt, ist die Versilberung zu testzwecken eine wichtige und preiswerte alternative, aber bei kleineren Spiegeln ist eine daurhafte Alu Verspiegelung sicherlich vorzuziehen.

Zitat:
Was mich bei der ganzen Sache jetzt nur noch abschreckt ist die beschriebene Reinigung mit Scheuermittel (!) und dem anschließenden nachpolieren - besteht hier nicht die Gefahr den Spiegel wieder total zu zerkratzen?


Durch das Scheuermittel wird glass nicht angekratzt, die bestandtteile im Scheuermittel sind ähnlich wie kreide und keineswegs sandkörner brauchst dir also keine sorgen darüber zu machen oder probier es zur sicherheit wie Franks es beschrieben hatt mit nem stück glas...

Zitat:
Mir kommt das ganze nur unheimlich "brutal" vor, nachdem man den Spiegel vorher mit nicht unerheblichen Aufwand bearbeitet hat, fährt man schlußendlich einfach eingige male mit Fensterleder und Polierrot drüber...


Das mit Polierrot und Fensterleder würde ich in der Tat nicht vorziehen es entstehen beim zu langem trockenem Polieren und unachtsamkeit sehr viele sleeks die allerdings nicht bis zum Glas durchreichen. Besser wäre das aufpolieren ohne Polierrot nur mit bestem Chamoileder, da muss mann bei nach 5 bis 10 kurzen kreisenden Polierstrichen den Silberstaub mit einer Zahnbürste abbürsten so enstehen keine größeren Sleeks.

PS: Habe noch Silbernitrat bis 150 gr, wenn interresse besteht bitte an mich mailen..

Viele Grüsse,

Y.Cetin
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Bearbeitet von: Cosmo am: 12.03.2005 13:44:54 Uhr
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Winni
Meister im Astrotreff

Deutschland
739 Beiträge

Erstellt  am: 12.03.2005 :  14:06:57 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Winni's Homepage  Sende Winni eine AOL Message
Grüzi Cosmo,

hab vielen Dank für dein Angebot - werd mich nochmal bei dir melden wenns soweit ist mit dem Spiegel! :-)
Was die Größe der Spiegel angeht ab wann es sich lohnt: ich hoffe es klappt so mit dem 10er wie ich mir das denke und spätestens dann werd ich mich an Größerem versuchen, und DANN wird relevant was die Kosten fürs bedampfen/verspiegeln angeht...also ein vorheriger Versuch sozusagen...;-)

Liebe Grüße an alle
Winni

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Cosmo
Meister im Astrotreff

Deutschland
273 Beiträge

Erstellt  am: 12.03.2005 :  14:43:55 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Cosmo's Homepage  Sende Cosmo eine ICQ Message
Wünsche dir jedenfalls gutes gelingen bei deinem 10" erstling

Viele Grüße,

Y.Cetin
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Bearbeitet von: am:
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FrankH
Altmeister im Astrotreff


6268 Beiträge

Erstellt  am: 12.03.2005 :  16:36:33 Uhr  Profil anzeigen
Hallo

na ja die Fahrerei müßte man natürlich auf die 5 Bestitzer der anderen Spiegel mitverteilen, dann nur noch 30€ Fahrkosten pro Nase, geht aber auch ein ganuer Tag Zeit drauf (Anfahtr , Abfahrt ca, 1,5h pro Spiegel)

Was mich interessieren würde ist warum Silber trotz Schutzschicht veregilgt, wie Kurt geschrieben hat

Gruß Frank

Bearbeitet von: am:
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Amateurastronom
Altmeister im Astrotreff


1073 Beiträge

Erstellt  am: 13.03.2005 :  02:46:07 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kurt!

Zitat:
Original erstellt von: Kurt


eine Fachfirma hat mir bisher 2x versuchsweise meinen 12" mit Silber+Schgutzschicht bedampft. Die Anfangswerte der Refekivität waren mit 97% bis fast 99% über den gesamten vis. einsame Spitze aber leider nicht von dauer. Schon nach 4 Wochen konnte man den "Gilb" erkennen und den entsprechendem Abfall der Reflektivität insbesondere bei blau.



Was hat man denn als Schutzschicht benutzt? Eine Quarzschicht?

Die Sache mit den Schutzschichten ist zwar immer noch Gegenstand
von Weiterentwicklungen, aber länger als 4 Wochen sollte so ein
Spiegel dennoch halten, wenn er eine für Silber zum Schutz vor
H2S geeignete Schutzschicht erhalten hat.

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