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Seite: von 3

fraxinus
Altmeister im Astrotreff


2900 Beiträge

Erstellt  am: 22.08.2016 :  11:21:51 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kurt,

Zitat:
Ich hätte aber Angst vor dem "Schwarzen Loch" was dabei entstehen könnte.

Ensteht dabei Röntgenstrahlung?

Duck und wech...
Kai

Bearbeitet von: am:
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BergAstro
Mitglied im Astrotreff


87 Beiträge

Erstellt  am: 22.08.2016 :  13:34:03 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Bedenken hatte ich bisher damit, die Titanschicht irgendwann wieder weg zu bekommen. Das ist nicht so einfach (oder gar unmöglich?) wie bei Alu. Aber wenn Du jetzt meinst, man könnte die Kammer gleich komplett damit auskleiden, muss man sich da keine Gedanken machen.
Genau! Entweder die Schicht hält ohnehin nicht, weil zu viel Dreck an der Wand war und sie geht von alleine runter. Oder sie haftet sehr gut, dann hast du eine perfekte "Metallwand".


Zitat:
Sollte die Kammer ein paar Wochen klaglos überleben, wird sie mit Spiegel drin noicht plötzlich implodieren, oder?
Sicher nicht! Sollte die Kammer dicht sein, dann stellt sich die mechanische Stabilität spätestens bei einem Druck von 10mbar beim ersten Abpumpen heraus. Denn bei diesem Druck sind bereits 99% der Belastung erreicht! Es zählt ja nur die Druckdifferenz und die ist 1000mbar(Luftdruck) minus dem "Vakuum". D.h es ist vollkommen egal welches Vakuum wirklich erreicht wird: ob 10-7mbar oder 1mbar, die Differenz ist immer 1bar und für diesen Druck muss die Kammer mechanisch stabil gebaut sein!

Beste Grüße
TONI

Bearbeitet von: BergAstro am: 22.08.2016 13:35:08 Uhr
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BergAstro
Mitglied im Astrotreff


87 Beiträge

Erstellt  am: 22.08.2016 :  13:39:49 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: KurtVielen Dank für die Präzisierung. Die moderate Aufheizung könne man z. B. durch provisorischen Einbau einiger Halogenlampen in die Kammer bewerkstelligen.
Ja, genau! Haben wir auch oft so gemacht...

Zitat:
Original erstellt von: KurtBedampfung mit Titan ging bei mir relativ einfach indem ich einen Streifen Titanblech direkt mit Strom aufgeheizt hatte. Man muss nur die Stromstärke so einstellen dass es noch nicht durchschmilz.
Perfekt!

Zitat:
Titan mit Tantalschiffchen zu verdampften funktioniert bei meinen Schiffchen dann, wenn man nur wenige mg Ti auflegt. Sonst brennt das Schiffchen wg. Legierungsbildung sehr schnell durch.
Ja, das stimmt, aber mit Wolfram sollte es gehen. Aber auch deine praktizierte direkte Verdampfung ist gut.

Zitat:
Es ist auch nicht so, dass sich die "Große Leere" spektakulär mit Knall und Getöse in die ewigen Jagdgründe verabschiedet.
Das geht auch leise zischend...
Genau, denn wenn sich irgendwo eine Fläche durchbiegt, verliert die jeweilige Dichtfläche den Kontakt und es ziiiiiischt...

Beste Grüße
TONI

Bearbeitet von: BergAstro am: 22.08.2016 13:40:32 Uhr
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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3561 Beiträge

Erstellt  am: 22.08.2016 :  15:03:04 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kai,

Als Lieferquelle für günstiges Epoxidharz kann ich dir Bootsservice Behnke empfehlen.

Das 300er Harz mit Härter mittlerer Topfzeit könnte sehr ähnlich wie dein über Ebay gekauftes Produkt sein. Der Preis bei Behnke ist je nach Menge eher günstiger als bei deiner Ebay-Quelle. Ich habe mit diesem Harz 2012 ein Boot gebaut und es existiert noch. Bei den Hobby-Selberlaminierern unter den Bootsbauern erfreut sich dieses Harz einer allgemeinen Beliebtheit.

Behnke hat aber auch noch bessere Harze. In Frage für die Vakuumkammer kommt vor allem das System 3321 mit dem langsamen Härter.
Tempern bringt speziell mehr Beulsteifigkeit und Warmfestigkeit, zwei Eigenschaften, die bei der Vakuumkammer durchaus erwünscht sein dürften. Außerdem kann man mit Harzsystemen, die grundsätzlich getempert werden, längere Topfzeiten realisieren, was die Handhabung bei so großen Teilen deutlich erleichtern dürfte.
Statt mit Abreißgewebe innen würde ich schauen, mir eine glatte UrNegativform herzustellen. Dann Trennmittel drüber (Wachs + PVA), und den Schichtaufbau von innen nach außen machen. Das spart letztlich viel Zeit, vor allem weil Du ja 2 gleiche Kalotten brauchst und eine konvexe Wölbung (Form) leichter zu bearbeiten ist als eine konkave (Innenseiten der Kalotten). Außerdem hängt die statische Festigkeit deiner Konstruktion auch von der gleichmäßigen Form ab. Ungenauigkeiten von mehr als 1mm würde ich mir nach Möglichkeit verkneifen, so lange ich mir nicht sicher bin, dass größere Toleranzen auch ok sind.

Die Kammer ohne Überdruckprüfung zu benutzen, halte ich durchaus für problematisch. Außer Du findest einen Weg, bei Überlast eine Art "kontrolliertes Versagen" sicher zu stellen, d.h. die Kammer bekommt zunächst ein Leck, bevor sie komplett implodieren kann.
CFK ist in dieser Hinsicht vermutlich sogar ein günstiger Werkstoff.

Hast Du eigentlich mal einen Vergleich gerechnet zwischen Verwendung von CFK und E-Glas für die Kammer?

Wo kaufst Du deine Kohlefasern?

Gruß,
Martin

Bearbeitet von: MartinB am: 22.08.2016 15:23:03 Uhr
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fraxinus
Altmeister im Astrotreff


2900 Beiträge

Erstellt  am: 23.08.2016 :  08:19:18 Uhr  Profil anzeigen
Guten Morgen,

(==>)Kurt,
Habe etwas Material in einen Brief gepackt, geht dann gleich los.
Es sind gut 0,2qm, also beidseitig gerechnet 0,4qm Ausgasungsfläche.
Würde etwa der Innenfläche einer Glocke mit D=30cm und H=35cm entsprechen.


(==>)Toni,
Zitat:
Genau! Entweder die Schicht hält ohnehin nicht, weil ...

Das klingt doch gut! Hoffe mal, das es gut hält


(==>)Martin,
Zitat:
Ich habe mit diesem Harz 2012 ein Boot gebaut und es existiert noch.

Da wollen wir Bilder sehen

Zitat:
vor allem das System 3321

Danke für den Tip, das sieht gut aus, auch vom Preis!

Zitat:
Statt mit Abreißgewebe innen würde ich schauen, mir eine glatte UrNegativform herzustellen.

Ja klar, ich baue eine Form. Anders geht es kaum.
Das Abreisgewebe (zwischen Form und Kammerwand) würde die Flächen aber bis zum Schluss gut schützen. Allerdings muss danach noch eine Schicht Epoxy aufgezogen werden, damit es halbwegs glatt wird. Mal sehen...

Zitat:
Die Kammer ohne Überdruckprüfung zu benutzen, halte ich durchaus für problematisch.

Also gut, die Kammer wird in einem See Deiner Wahl versenkt - sag einfach Bescheid, wenn Du das U-Boot fertig hast. Die Tonne Senkblei stelle ich

Zitat:
Hast Du eigentlich mal einen Vergleich gerechnet zwischen Verwendung von CFK und E-Glas für die Kammer?

Gerechnet nicht, nur überschlagen.
Alles was auf Zug belastest wird, sollte aus CFK sein.
Der große Rest, der auf Druck beansprucht wird, darf auch GFK sein.
Ich muss erst mal sichten, was noch an Material rumliegt.


Zitat:
Wo kaufst Du deine Kohlefasern?

Meist bei ebay. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen.

Viele Grüße
Kai

Bearbeitet von: am:
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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3561 Beiträge

Erstellt  am: 23.08.2016 :  16:06:22 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kai,
Zitat:
Da wollen wir Bilder sehen
Aber gern:https://www.boote-forum.de/showthread.php?t=163003
Ich bin übrigens nicht der Einzige, der sich in beiden Foren 'rumtreibt

Mein Boot ist in Positivbauweise entstanden. Es besteht "innen" zwar aus Holz, hat aber ein GFK-Oberfläche und ist komplett mit Epoxi geklebt. Die schöne Oberfläche hat allerdings viele Arbeitsschritte benötigt und ich habe sicher knapp die Hälfte der Bauzeit mit Schleifen verbracht. Glaub mir, das willst Du nicht wirklich, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt!

Früher beim Flugmodellbau habe ich schon mehrmals in Negativformen laminiert und sogar mit der äußeren Lackschicht angefangen. Nach dem Entformen und Entgraten waren die Bauteile außen gebrauchsfertig, mit geringstmöglichem Arbeitsaufwand.

Wenn Du die konvexe Formoberfläche für deine Kalotten genügend glättest und das Trennwachs polierst, kannst Du beide Kalotten davon abformen und hast im günstigsten Fall eine Bauteil-Oberfläche, die ohne Nacharbeit glatt genug ist. Die konvexe Form glatt zu bekommen, geht einfacher als bei den konkaven Innenseiten der Kalotten.

Auch zum Anformen der Anschlussflansche gibt es die Möglichkeit, das bereits bei der Form zu berücksichtigen, indem Du z.B. mit Wachs passende Kerne für die Flansche an den gewünschten Stellen auf die Kalottenform setzt. Dann sind die Flansche und die Kalotten später "aus einem Guss" und das Material ist an diesen Stellen sogar stärker, weil Du beim Bau gleich drum herum laminiert hast. Wenn Du nachträglich Durchbrüche machst und Flansche dranpappst, geht das natürlich auch. Musst Du halt schauen, was weniger Aufwand macht.

Gruß,
Martin

Bearbeitet von: am:
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fraxinus
Altmeister im Astrotreff


2900 Beiträge

Erstellt  am: 24.08.2016 :  08:12:38 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Martin,

säuft nicht ab und sieht *richtig* gut aus! Meine größte Hochachtung!
Wünsche Dir immer eine handbreit Wasser unter dem Kiel

Ich werde jetzt die drei Dichtungsflansche angehen, ein kleiner für den Pumpenanschluss und zwei große für die Kammer selbst.
Werde berichten.

(==>)Kurt:
Ich schlage vor, einen neuen Thread für Epoxy Kammern aufzumachen.
Als erstes kommen da Deine Ausgasungsmessungen rein.


Viele Grüße
Kai

Bearbeitet von: fraxinus am: 24.08.2016 08:15:26 Uhr
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Winni
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1251 Beiträge

Erstellt  am: 24.08.2016 :  19:13:08 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Winni's Homepage
Hallo zusammen...

Meine allergrößte Hochachtung, Martin - du bist ja wirklich ein "Hans Dampf in allen Gassen".
Ich hab ja fast immer ein schlechtes Gewissen wenn ich sehe was andere Leute alles in 24h reinpacken können - aber es liegt höchstwahrscheinlich an meiner Faulheit...

Übrigens liegen bei mir in der Werkstatt gerade zwei Blinddeckel in Alu, t=4mm, Durchmesser knappe 1.25m - wenn ich mir die so ansehe, so kriege ich erst eine richtige Vorstellung wie groß dein Geschoß wirklich ist, Kai.

lg
Winni

Forenverbot für Musikinstrumente

Astronomie vom Ende der Welt:
www.outer-rim.eu
-Projekt Tschuri wirft seine Schatten voraus-
https://www.youtube.com/user/1969Winni

Und noch ein
Teleskoptreffen:
http://www.almberg-treffen.de/


Bearbeitet von: am:
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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
7069 Beiträge

Erstellt  am: 25.08.2016 :  11:16:51 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kai,

Zitat:
Habe etwas Material in einen Brief gepackt, geht dann gleich los...



...Danke, ist bereits angekommen und in Arbeit. Bericht wird folgen, wie gewünscht in einem neuen Thread.

Gruß Kurt

Bearbeitet von: am:
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philon
Neues Mitglied im Astrotreff

Deutschland
17 Beiträge

Erstellt  am: 28.11.2016 :  20:46:54 Uhr  Profil anzeigen  Besuche philon's Homepage
Hallo Kai,

ich hoffe du liest hier noch mit ... ;-)

Ich stelle grade meine Material-, Kosten und Teileübersicht meines 14'' String-Dobson Projektes zusammen (http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=203827). Gefertigt werden sollen ein Basisring und Hut aus CFK / Balsaholz-Sandwich. Deine "Spinnrad"-Methode erschient mir ideal ;-) Zuerst wollte ich Uwe Glans Methode ( http://www.deepsky-visuell.de/ATM/14/Bau14.htm ) anwenden.

Da ich aber noch nie mit CFK gearbeitet habe stellen sich mir im Vorfeld ein paar Fragen:

1. Bei Verwendung von IMS Rovings (emc-vega) - ich bin mir das mit der Bruchsicherheit bei HM nicht so sicher ... - und einem Durchmesser von ca. 40 cm des Rings, was schältzt du denn wieviel Meter man in etwa braucht. z.B. CR-IMS 100: 140 m Rolle / 100g / Rechnerischer Querschnitt: 0,6 - 0,7 mm².

Meinst du, HTS Rohvings würden auch ausreichen? 24K NF-24, 1.600 tex.

2. Hast du Erfahrungen mit dem Härtersystem "Hexion L20 / EPH 161" ? Ansonsten würde ich auf das "L-285 und H-161" (emc-vega) zurückgreifen.

Viele Grüße
Axel

https://projects.blue-it.org/projects/atm-amateur-telescope-making

Bearbeitet von: am:
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fraxinus
Altmeister im Astrotreff


2900 Beiträge

Erstellt  am: 01.12.2016 :  23:12:39 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Axel,

IMS Rovings sind nicht wirklich HM, die sind gleichzeitig hochfest mit etwas höherem E-Modul wie die normalen.
EMC Vega ist ein sehr gut sortierter Shop, aber die Rovings bekommt man bei ebay viel günstiger.
Braucht etwas Zeit und man kann Pech haben. Es gibt Rovings die sich schlecht verarbeiten lassen.
Ich würde so ein Kilo oder zwei kaufen. 100g sind schnell alle. Man braucht so 20-25% Rovingmasse vom geplanten Hutgewicht.
HTS ist ok.

Das L-285 ist ein sehr gutes Harz. Kann man nichts falsch machen. Leider teuer. Bei EMC Vega wohl noch am günstigsten.
Ich nehme das mit Härter H-500 zum kleben, ist aber schwierig für den Anfang weil extrem kurze Topfzeit.
Man kann das Harz mit den anderen Härtern wahlweise verwenden, ich habe da noch den längeren Härter H-285.

Wegen des hohen Preises von L-285 nehme ich für alle größeren Sachen ein Harz von ebay:
Suchwort: Epoxidharz Terra
Verkäufer: Mapau27
Zum Beispiel die Nummer 351487746911
Ich finde das Zeug braucht den Vergleich zu teureren Harzen nicht zu scheuen.

Was man unbedingt noch braucht: Abreissgewebe!
Nicht nur die breiten Rollen sondern die auch schmale Bänder, zB 4cm. Gibt's bei HP Textiles günstig.

Viele Grüße
Kai


Bearbeitet von: fraxinus am: 01.12.2016 23:22:40 Uhr
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