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Seite: von 37

Moonboucer
Meister im Astrotreff

Deutschland
519 Beiträge

Erstellt  am: 12.12.2015 :  16:23:36 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Jupiterbeobachter,

da muss ich mich Fabio und dem Jörg anschließen! Hier im Nordwesten boten sich noch nicht die Bedingungen für eine akzeptable Jupiteraufnahme mit dem 4,5" Spiegel. Visuell ging es so gerade, allerdings erst zweimal frühmorgens zwischen Wolkenlücken. Aber das Seeing war auch hier unterirdisch.
Ich verfolge auf jeden Fall mit großem Interesse diesen Thread und muss sagen, dass vielen von euch schon fantastische Jupiterbilder gelungen sind! Ich hoffe, dass es hier bald mit dem Wetter besser wird und ich die erste Aufnahme der neuen Jupitersaison einstellen kann! Ansonsten versuche ich noch mal eine Zeichnung vom Jupi anzufertigen!

Viele Grüße und weiter viel Erfolg euch allen,
Uwe

Bearbeitet von: am:
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Andreas IV
Meister im Astrotreff

Russia
885 Beiträge

Erstellt  am: 13.12.2015 :  09:31:41 Uhr  Profil anzeigen
Hallo zusammen,

heute habe ich nochmals mit dem ED150 und dem TAL100 synchron geschaut (diesmal mit 6-er Orthos im Bino am ED und 5-er Orthos im Bino am TAL). Das Seeing war vergleichbar wie beim letzten mal, vielleicht einen Tick schlechter. Und wieder war das Bild im TAL besser. Da diesmal der GRF nicht sichtbar war, mußten halt andere Details herhalten. Im ED waren streckenweise nur die Bänder sichtbar, zwischendrin Girlanden und Details in den Bändern. Im TAL dagegen waren die Girlanden immer gut sichtbar, allerdings aufgrund der Öffnung schwächer. Über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten, für mich war das Beobachten im TAL angenehmer. Das liegt wohl darin begründet, daß die Details kontinuierlich sichtbar waren, währenddessen im ED die Details immer mal einfach weg waren. Allerdings waren sie besser sichtbar, wenn sie denn mal sichtbar waren.
(==>)Roland
Ich habe mal nachgemessen: Die Taukappe vom TAL lag etwa 12cm unterhalb der Taukappe des ED.

Heute war das Fokussieren schwer. Mit dem Mondgezappel war es langwierig. Ich nahm eine ganze Reihe von Videos auf, allerdings alle der Reihe nach unscharf. Einzig drei Videos von 11 waren brauchbar. Interessanterweise brachten diese erst ein halbwegs ordentliches Bild zustande, nachdem ich auf 1200 von 5000 gestackten Bildern herunter gegangen bin. Man sieht, selbst diese sind weit vom Ideal entfernt.
Also kann ich heute zwei "naja"-Bilder vorweisen. Einmal mit dem ED150/1200, 3-fach Bresser SA und ASI120MC. Das andere stammt nun von einer kleinen Öffnung, dem TAL100 mit 2,25-fach Hyperion und ASI120MC. Aufgenommen wurde 6:20 Uhr und 6:45 Uhr. Die Framerate lag beim ED bei 68 und beim TAL waren es 31.


ED150/1200, Bresser SA 3-fach, ASI120MC


TAL100/1000, verlängerte Hyperion (vermutlich 2,5-fach), ASI120MC

Gruß, Andreas

EDIT: Größenangabe der Barlow geändert.

Bearbeitet von: Andreas IV am: 14.12.2015 10:35:53 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5299 Beiträge

Erstellt  am: 13.12.2015 :  11:29:14 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Andreas,
nochmal herzlichen Glückwunsch zu den schönen Aufnahmen. Mir kommt vor, dass Du trotz schlechteren Seeings Jupiter schärfer erwischt hast.

Tja, das mit den Beobachtungseffekten ist schon merkwürdig.
Diesmal hast Du ja offenbar mit der selben Vergrößerung bei 250x beobachtet, oder?
250x ist für den 4" im Bino schon recht ordentlich hoch. Ich hätt mich gar net getraut so hoch zu vergrößern . Es ist fast unglaublich, dass bei dieser hohen Vergrößerung die Girlanden im 4" besser herauskommen wie im 6".
Der einzige Effekt, den ich mir da vorstellen kann ist, dass der 6" das Seeing und die Luftunruhe besser auflöst wodurch die Bildunruhe deutlich höher ist. Diese schön aufgelöste Bildunruhe macht es möglich, dass die Konzentration auf die Details gestört ist. Keine Ahnung, ob dieser Effekt ausreicht das zu erklären.
Wenn Du den 6" auf 4" abblenden würdest, dann hättest Du in beiden Fällen 4". Das würd mich mal interessieren wie es da ist. Wenn doch irgendwelche Tubusseeingeffekte mit hineinspielen, dass müsste der Tal 100 auch da noch besser abbilden. Wenn das nicht der Fall ist, dann sollte der ED 100/1200 dann besser abbilden wie der Tal 100, da der Farbfehler nun deutlich reduziert ist.
Die nächste Überlegung wäre, was man tun kann, um trotz 6" ein ähnlich konstant gutes Bild wie der Tal 100 zu bekommen. Mit dem Abblenden verlierst Du ja den Auflösungsvorteil.
Der Unterschied zum 4" ist auch noch, dass der 6" ein helleres Bild zeigt. Wenn Du mit einem Filter die Helligkeit etwas dimmst, vielleicht könnte das etwas bringen? Dann vielleicht etwas mit der Vergrößerung experimentieren.
Nun, ich bin etwas ratlos, da ich das in der Form noch nicht erlebt hab. Ich kann mich an zwei Vergleichsbeobachtungen erinnern. Einmal 102/1100 mit 150/1200. Da war das Bild durchwegs genauso gut im 6" wie im 4" f/11 und manchmal etwas besser.
Dann kann ich mich an den Vergleich 80/1200 zu 150/1200 erinnern. Der GRF war irgendwie konstant abgegrenzter zum SEB. Das geht ein bisserl in Deine Richtung. Ich hab das auf irgendwelche Newton Seeingseffekte geschoben. Das Seeing war auch nicht besonders.
Ein anderes Mal hab ich mit dem FL102S und dem 150/1200 Newton beobachtet. Da waren die Girlanden durchwegs deutlicher/besser zu sehen wie im Newton und ich würde sogar sagen konrastreicher. Lustigerweise war ein dünnes Band südlich des SEBs im Newton etwas schöner zu sehen. Vielleicht lag letzteres am Keilfehler in meinem 4" Refraktor?
Manches war ja ähnlich wie bei Dir, aber ich werde bei den nächsten Beobachtungen mal schauen, was mir da auffällt und ob ich ähnliches beobachte. Das würde bedeuten, dass man große Öffnungen nur bei gutem Seeing nehmen sollte...
Zurück zu Deinen schönen Bilder. Mir gefällt da das 6" Bild besser. Es zeigt die Strukturen feiner und deutlicher. Das 4" Bild ist aber auch sehr fein und gefällt mir sehr gut.
Was mich da erstaunt, dass die Abbildung trotz eines RC Werts um 5 herum farblich so gut abbildet. Die Farben auf Jupiter finde ich sehr gefällig. Interessanterweise sind keine Farbsäume sichtbar.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 13.12.2015 11:29:45 Uhr
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John23
Meister im Astrotreff


806 Beiträge

Erstellt  am: 13.12.2015 :  13:06:28 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Andreas,

bei durchschnittlichem Seeing kann man eben keine besseren Ergebnisse erwarten. Man muss aber auch bedenken dass Jupiter im Moment erst 37" gross ist.
Insofern sind die Bilder eigentlich schon als beugungsbegrenzt anzusehen. Besseres Seeing würde wohl nur wenig zusätzliche Details hervorzaubern.
Also doch ein gutes Ergebnis!

Dass der 150er visuell nicht klar besser war ist zunächst etwas überraschend aufgrund des großen Öffnungsunterschiedes.
Auf keinen Fall ist dies durch bodennahes Seeing erklärbar, das wäre ja wohl mehr ein langsameres Wabern. Was ich mir denken kann:
- der 150er hat doch erheblich mehr Glas, also wird er wohl deutlich schlechter ausgekühlt sein.
(morgens früh schnell rausstellen und loslegen => schlechter "Basis"-Strehlwert.)
- hinzu kommt das schlechte Seeing: hochfrequent stört es vor allem die visuelle Beobachtung. Der sowieso schon schlechtere Basis-Strehlwert wird
bei größerer Öffnung mehr geschwächt als mit kleinerer Öffnung. Die größere Öffnung ist etwas im Nachteil,
da weiter entfernte Strahlenbündel weniger miteinander "verwandt" sind => das Bild ist tatsächlich etwas mehr verschmiert als beim 100er.

Die Kombination beider Effekte führt dann eben zu schlechterer visuellen Erkennung von schwachkontrastigen Details. Diesen Effekt konnte ich bei meinem früheren 8"-SCT beobachten => schlechter Basis-Strehl (geschätzt höchstens 50%) => Refraktor mit 120 mm im Vorteil bei schlechtem Seeing: Jupiter zeigte im SCT nur 2 Bänder, sonst nichts). Bei ganz ruhiger Luft konnte mit dem SCT mehr gesehen werden. Jetzt mit dem ACF (wesentlich besserer Basis-Strehl) sieht man fast immer mehr mit 8". Ich will demnächst nochmal prüfen, ob bei bestimmten (schlechten) Seeinglagen mit dem Refraktor mehr gesehen kann als mit dem ACF um damit die obige These noch etwas zu untermauern.

klare Grüße
John

ACF-8 "Carstens Nachtauge", Skywatcher FH 120/600 "Wundertüte", Astrokamera "Sponge-Bob" mit Russentonnen MTO-1000 und 3M-6A, 12 Zoll Selbstschliff

Bearbeitet von: am:
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5299 Beiträge

Erstellt  am: 13.12.2015 :  14:42:12 Uhr  Profil anzeigen
Hallo John,
ich finde die Bilder auch sehr gut.
Das visuelle Beobachtunsresultat ist für mich nach wie vor erstaunlich, da ich das in der Form noch nicht erlebt habe.

Ich hab ja oben geschrieben, dass ich einmal die Girlanden deutlicher im 4" APO wie um 6" Newton gesehen hatte. Allerdings hatte ich letzten Winter nie, dass die Girlanden im 6" Newton zeitweise unsichtbar waren während sie im 4" Refraktor die ganze Zeit sichtbar waren.
Wo ich mal etwas ähnliches hatte, war der Vergleich 80/1200 und 150/1200 am GRF. Der war im 80ger einmal besser abgegrenzt wobei ich das auf irgendwelche Tubusseeingeffekte oder etwas anderes geschoben hab. Das Problem ist, dass ich ja nicht jedes Mal Vergleichsbeobachtungen mache.

An Abkühleffekte hab ich bei den beobachteten Effekt auch gedacht. Allerdings schreibt der Andreas beim vorletzten Mal, dass er die Geräte draußen hatte. Jetzt kommt es natürlich drauf an, ob die Geräte schon auf der Montierung waren oder noch woanders gelegen sind.
Bei letzterem könnte man wieder Temperaturanpassungseffekte haben.
Wenn sie auf der Montierung waren, dann fallen die Temperaturanpassungseffekte normalerweise weg.

In dem Fall wären die Videos interessant. Da kann man besser abschätzen wie sich die Details im Zeitverlauf verhalten haben.
Was mich etwas erstaunt hat, dass die Framrate beim 6" beim Öffnungsverhältnis von f/24 größer war wie beim Tal 100 mit d/22,5.
Eigentlich sollte doch das Bild bei f/22,5 heller sein.
Wie kommt dann, dass der 6" ED eine deutlich höhere Bilderrate hat?

Auf jeden Fall würden mich hier die Videos sehr interessieren um das gesehene etwas besser verstehen zu können.

Hallo Andreas,
könntest Du die beiden scharfen Videos irgendwo ablegen? Ich bin immer noch am Rätseln wie es das gibt.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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oskar
Meister im Astrotreff


950 Beiträge

Erstellt  am: 13.12.2015 :  16:32:25 Uhr  Profil anzeigen  Besuche oskar's Homepage
Hallo zusammen,

bin heute wieder in die Saison gestartet, so früh wie nie. Bisher habe ich erst immer nach der Opposistion Lust bekommen. mein "Großer" ist noch außer Betrieb, da der neu verspiegelte Fangspiegels erst wieder eingabut werden muss. Daher habe ich gestern meinen 135 mm-Newton von Vixen in Position gebracht, um heute früh flott beginnen zu konnen. Das beste von 33 Videos hat dieses Ergebnis gebracht:






Aufgenommen mit der ALCC5LIIc bei ca. 2400 mm Brennweite, 2000 von 4700 Frames gestackt.

Auffällig der rote Punkt neben Io Europa, den hatte ich schon beim Fokussieren gesehen, wie auch bei den anderen Monden. Der Grund, den ich noch nicht weis, ist auch für den hellen Ring links neben Jupiter verantwortlich. Ich vermute, dass es sich um einen Reflex handelt.

Viele Grüße



Oskar




Fliegen kannst Du nur gegen den Wind (Reinhard Mey)

Bearbeitet von: oskar am: 13.12.2015 19:19:11 Uhr
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Andreas IV
Meister im Astrotreff

Russia
885 Beiträge

Erstellt  am: 13.12.2015 :  17:28:03 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Roland und John,

machen wir mal nicht die Pferde scheu. Schließlich ist es nichts von Wichtigkeit, nur eben für mich halt von Interesse für die Beobachtungspraxis. Vielleicht hängt es nur damit zusammen, daß Jupiter und die Details noch klein sind und damit die Seeingeffekte verstärkt zum Tragen kommen. An Saturn hatte ich eine ähnliche Beobachtung mit der Pol-Region.
Mir kommt auch vor, daß ich falsch verstanden wurde. Es ist nicht so, daß der ED gar nichts zeigte. Lediglich in der "Verwischungszeit" waren nur die Bänder sichtbar, was beim TAL während der "Verwischungszeiten" eben nicht der Fall war. Im Grunde müßte sich das jemand live anschauen, der mehr Ahnung von der Theorie hat als ich. Vermutlich ist aber alles normal, nur mag ich das "Verwischen" eben nicht.
(==>)Roland
Die Geräte lagen auf dem Terrassentisch und wurden auf die Montierung gehievt. Die Videos müßte ich konvertieren und bei DropBox ablegen.
(==>)John
Schön, mal wieder was von dir zu hören. Vermessen sind beide. Der TAL ist zwar ein Ausnahmegerät, allerdings ist der ED ausgesucht und kommt an den TAL fast heran.
(==>)Oskar
Schönes Bild, da wird man richtig neidisch.

Gruß, Andreas

Bearbeitet von: am:
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Andreas IV
Meister im Astrotreff

Russia
885 Beiträge

Erstellt  am: 14.12.2015 :  08:57:53 Uhr  Profil anzeigen
Hallo zusammen,

langsam wird es hier eng mit der Hauswand, da sie gegen 7:15 Uhr immer mehr in Jupiter hinein wandert.
Mich hat es gestern gewurmt, daß es mit dem TAL bei der Aufnahme Probleme gab und das Bild entsprechend mies war. Heute gab es die Revanche, dabei sind diverse Probleme nicht mehr aufgetaucht. Problem Nummer eins war die Framerate. Offensichtlich gibt es auf dem Laptop Probleme mit der Software (FireCapture und ASI-Treiber). Denn gestern fiel mir schon auf, daß die Framerate "springt". Mal war sie bei 30, ein anderes mal bei 48. Heute nun waren es konstant 48 Bilder/s. Problem Nummer zwei war das Theater mit dem Fokus, heute war es wieder einfacher.
Visuell schaute ich heute nur im TAL und nur etwa 30 Minuten. Das Seeing scheint hier durchgängig durchschnittlich zu sein, dennoch waren einige Details sichtbar. Der GRF dagegen scheint sich vom Acker gemacht zu haben.
Noch einen Fehler gilt es zu korrigieren. Die Hyperion-Barlow war nicht in die ASI eingeschraubt, sondern um etwa 4cm mittels einer Hülse verlängert, von daher stimmt die Angabe 2,25-fach nicht. Vermutlich ist die Verlängerung eher im Bereich um 2,5-fach zu suchen.
Gut dagegen gefällt mir, daß ich offensichtlich mal den Okularanblick getroffen habe, wenngleich das Bild etwas grob geraten ist. Vermutlich müßte es um ein Drittel verkleinert werden, das wollte ich aber nicht tun.


TAL100/1000, verlängerte Hyperion (vermutlich 2,5-fach), ASI120MC, 1200 von 4000 Bilder gestackt, geschärft mit Registax

Gruß, Andreas

EDIT: Größenangabe der Barlow geändert.

Bearbeitet von: Andreas IV am: 14.12.2015 10:36:20 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5299 Beiträge

Erstellt  am: 14.12.2015 :  10:15:36 Uhr  Profil anzeigen
Guten Morgen Andreas,
Respekt, wieder ein sehr schöner Jupiter. Da kann man echt neidig werden. Ich bin heute um kurz nach 4 aufgewacht und hab gleich mal nach draußen geschaut. Tja, es war neblig kalt. Also wieder hingelegt und den nächsten Versuch um 6 Uhr gestartet. Nun, es war durchgängig neblig und kein Stern oder Planet sichtbar.
Naja, irgendwann wirds schon klappen. Dafür darf ich ja Eure schönen Jupiterfotos bewundern auch wenn es mich natürlich in den Fingern juckt selber mal wieder ein Blick auf Jupiter zu tun.

Hallo Oskar,
es freut mich, dass Du mit Deinem Vixen 135 mitmachst. Den 135ger kenn ich nicht, aber mein 114/900 ist neben meinen beiden Vixen Refraktoren auch sehr gut.
Hmm, das mit den Doppelbildern ist allerdings merkwürdig. Das hatte ich in der Form noch nicht. Wie ist es denn auf den Einzelbildern des Videos. Wenn es dort auch zu sehen ist, dann muss tatsächlich irgendwas einen Reflex verursachen. Eigentlich sollte das aber nicht sein oder nicht zu einem Versatz führen. Meistens sieht man beim Anschauen der Videos, was zu dem Effekt geführt haben könnte.
Was mir noch auffällt sind die intensiven Farben auch beim Io (rot). Das wirkt mir persönlich zu intensiv farbig. Ich persönlich bevorzuge die Farben und Farbkontraste so ähnlich wie möglich wie im Okular. Das ist aber Geschmackssache.
Es freut mich auf jeden Fall, dass Du mitmachst und man sieht, dass der 135er schon einiges an Potential hat.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

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Predel
Meister im Astrotreff

Deutschland
261 Beiträge

Erstellt  am: 14.12.2015 :  12:21:01 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Oskar und Andreas,

Klasse Bilder! Schärfe, Details und Bearbeitung finde ich sehr gelungen.

Eine springende Famerate habe ich auch manchmal, wenn Windows Updates installiert werden oder wenn der Virenscanner läuft.

Viele Grüße Benjamin

Bearbeitet von: am:
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oskar
Meister im Astrotreff


950 Beiträge

Erstellt  am: 14.12.2015 :  12:41:21 Uhr  Profil anzeigen  Besuche oskar's Homepage
Hallo Andreas, hallo Roland,

danke für die netten Kommentare. Den Reflex (wenn es denn einer ist) hatte ich schon im Livebild erkannt, Video ansehen bringt daher erst mal nichts. Ich werde einen Abend dazu verwenden, dem auf die Spur zu kommen, indem ich verschiedene Einstellungen ändere (z. B. Lage der Kamera, Lage des Teleskops in den Rohrschellen). Mal sehen, was dabei herauskommt. Und liebe kräftige Farben :). Wenn es der Göttervater also bunt treibt, lässt das seine Geliebte Io erröten. Der Mond hat auch einen deutlichen Farbversatz und bedürfte einer eigenen Bearbeitung.

Viele Grüße

Oskar

Fliegen kannst Du nur gegen den Wind (Reinhard Mey)

Bearbeitet von: am:
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oskar
Meister im Astrotreff


950 Beiträge

Erstellt  am: 14.12.2015 :  21:24:17 Uhr  Profil anzeigen  Besuche oskar's Homepage
Hallo zusammen,

ich habe mich nochmal hingesetzt und 5 Bilder (10 min) derotiert.



In der südpolaren Ragion einen grünen Bogen als Artefakt eingehandelt, der Rest hebt sich dann doch deutlich vom Einzelbild ab.

Viele Grüße

Oskar

Fliegen kannst Du nur gegen den Wind (Reinhard Mey)

Bearbeitet von: am:
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5299 Beiträge

Erstellt  am: 15.12.2015 :  07:59:38 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Oskar,
das Derotieren hat bei Deinem Bild tatsächlich etwas gebracht. Es ist schärfer geworden und die Details kommen besser heraus. Die Reflexion ist auch weg. Sehr schön


Hallo miteinander,
heute hab ich es mal wieder probiert. Diesmal bin ich um 6 Uhr aufgestanden. Ich hatte den Vixen 114 am Vorabend auf den Balkon gestellt und den Vixen 80L schon mal soweit hergerichtet, dass ich ihn in der Früh einfach nur mit hinausnehmen musste.
Die Venus war diesmal sehr schön zu sehen und auch Jupiter war am Himmel. Leider waren in ca. 15 m ein paar dünne Ästlein, die immer mal wieder Jupiter etwas abgedunkelt haben. Ich hab mich entschieden es dennoch zu probieren und zwar mit dem Vixen 80L. Jupiter war schnell eingestellt. Nun kam etwas zu Stande was ich nicht gehofft hab. Auch wenn Jupiter im Okular zu sehen war hatte er diesmal ein paar Strahlen, so wie ich es vom Newton kenne. Beim Unscharfstellen wurde klar was passiert war. Ein paar dieser dünnen Äste haben die Fangspiegelspinne ersetzt. Da die Äste ca. 15 m bis 20 m weg waren, haben sie das Bild sogar noch effektiver gestört wie die nahen Fangspiegelstreben. Die Details hat es in dem Fall ziemlich gestört. Dazu kamen immer noch ein paar Hochnebelartige Wolken die eher unauffällig waren.
Wo der Jupiter aus diesen Ästen kurz herausgewandert ist, verschwanden die Strahlen und ich konnte dann den GRF erkennen. Also schnell die Kamera angesteckt. Bis die Kamera dran waren kamen die nächsten Äste. Ein paar Minuten musste ich noch warten, dann waren keine Äste im Weg. Leider hab ich bemerkt wie der Himmel heller geworden ist und zugleich hat offenbar ein kleiner Nebelschleier Jupiter abgedunkelt. Die Monde vom Jupiter waren damit in der Kameravorschau bei normalen Belichtungzeiten nicht sichtbar. Ich hab dennoch ein Video aufgenommen, aber mit dem Ergebnis verschon ich Euch.
Tja, es sollte heute nicht sein.
Viele Grüße,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 15.12.2015 08:00:27 Uhr
Zum Anfang der Seite

oskar
Meister im Astrotreff


950 Beiträge

Erstellt  am: 15.12.2015 :  08:49:21 Uhr  Profil anzeigen  Besuche oskar's Homepage
Hallo Roland,

wer wagt, gewinnt - nicht immer. Wer nichts wagt, gewinnt nie.

Den Reflex habe ich übrigens nicht durch das Derotieren wegbekommen, sondern durch Kosmetik in PS, das sei der Vollständigkeit halber noch ergänzt.

Viele Grüße


Oskar


Fliegen kannst Du nur gegen den Wind (Reinhard Mey)

Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

Andreas IV
Meister im Astrotreff

Russia
885 Beiträge

Erstellt  am: 15.12.2015 :  09:10:00 Uhr  Profil anzeigen
Hallo zusammen,

(==>)Roland
Schade, ich hätt es dir gegönnt. Dieses Jahr habe ich ebenfalls einen Baum vor Jupiter stehen, dadurch habe ich kein großes Zeitfenster. Hoffentlich war wenigstens der visuelle Anblick besser.

Ich hatte heute wieder einmal Glück und konnte endlich den ersten Test mit dem "neuen" Vixen 90L machen. Diesmal waren der TAL und der Vixen parallel auf der Montierung. Leider kann ich am Vixen kein Bino benutzen, da der Backfocus nicht ausreicht. Also mußte ein monokularer Vergleich reichen. Blöd nur, daß ich das nicht mehr gewohnt bin. Erstaunlich war der Blausaum um Jupiter, ganz dezent und definitiv weniger als im Tasco 80/1200.
Der Vergleich brachte mich ins Staunen. der 90Lmuß eine sehr gute Qualität haben, denn das Bild war genauso abgegrenzt scharf wie im TAL. Im TAL dagegen waren die Girlanden definitiv besser sichtbar, wahrscheinlich bedingt durch die größere Öffnung. Eigentlich hätte ich erwartet, daß sich der Vorteil der größeren Öffnung mit dem Nachteil des größeren Farbfehlers aufhebt. Dem ist aber nicht so. Im TAL ist der Farbfehler um ein stolzes Stück heftiger, aber die Girlanden waren definitiv deutlicher (nicht schärfer) zu sehen. Der GRF dagegen sah gleich aus. Beobachtet habe ich am TAL mit 200-fach (6-er Ortho) und am 90L mit 185-fach (7-er Ortho). Das also für's Erste zur Theorie mit dem bösen Farbfehler.
Leider kann ich heute nur ein Bild ohne Barlow beisteuern, da mir Schleierwolken bei der Aufnahme mit der 2xTeleVue einen Strich durch die Rechnung machten. Ist aber auch so ganz gut geworden. Aufgenommen wurde um 6:41 Uhr, die Framerate lag bei 58.


Vixen 90L, ASI120MC, 2200 von 5000 Bilder gestackt, geschärft mit Registax

Gruß, Andreas

Bearbeitet von: am:
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