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 Jupiter 2016 in kleinen Teleskopen
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Seite: von 37

Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5313 Beiträge

Erstellt  am: 10.12.2015 :  12:11:14 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Holger,
danke für die Erklärung. Ich hab mal auf meinen Bildern nachgeschaut. Ganz leicht kann man den Effekt auch bei meinen Bilder erahnen aber deutlich geringer wie hier beim 90M oder beim Beispiel von der Silvia.

6" f/8 Newton:
http://www.astrobin.com/131890/
http://www.astrobin.com/133785/
http://www.astrobin.com/153705/
114/900
http://www.astrobin.com/168012/

Bei manchem Bild kann man es erahnen, aber alles recht unauffälig.
Im FH 80/1200:
http://www.astrobin.com/160135/

Der 90M sollte eigentlich ähnlich abbilden wie mein 80L. Da der 90M mehr Öffnung hat, sollte der Rand dünner sein wie beim 80L. Beide haben keine Obstruktion. Dejustage wird vom Andre ausgeschlossen. Dann kann nur das Stacken und Schärfen den Rand verstärken.

Schauen wir mal ob sich das Rätsel aufklärt.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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Cleo
Altmeister im Astrotreff


1365 Beiträge

Erstellt  am: 10.12.2015 :  13:16:22 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Roland,

Schärfen hat auf jeden Fall einen erheblichen Einfluss auf den Rand und da sind die individuellen Vorlieben ja sehr verschieden. Ich mag es lieber dezent... Deinen Jupiter vom letzten Jahr finde ich da sehr gelungen.

Ich vermute, dass bei schlechten Seeingbedingungen die Beugungsringe auch stärker werden, weil man statistisch mehr Fokusfehler in den Bildern haben müsste, auch wenn man das "mittlere Gezappel" für den Bildversatz übers Stacken rausnimmt. Ganz abgesehen davon, dass man den Fokus von vornherein erst mal gut getroffen haben muss.

Viele Grüße

Holger

Machen ist wie wollen, nur krasser.

Bearbeitet von: am:
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Baffin
Meister im Astrotreff

Deutschland
364 Beiträge

Erstellt  am: 10.12.2015 :  13:31:12 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Holger,

Ich denke das du gold richtig liegst mit deiner Erklärung, heute morgen hatte ich versucht mit dem Dicken 12er ein paar Aufnahmen zu machen und bin mal wieder an den starken Böen bei mäßigem Wind gescheitert, bei 5500mm Brennweite macht das ganze auf meiner Plattform überhaupt kein Sinn, mir gelang gerade so eine L Aufnahme aber das Seeing war da eine Katastrophe, was ich aber auch hier feststellen konnte , war das der Ring hier genauso vorhanden war und er exakt beim schärfen deutlich hervor trat, um so hör der schärfe Grad um so mehr kam der Ring zum Vorschein.


Viele Grüße
Andre

Baffin1234(==>)gmx.de





Bearbeitet von: am:
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Andreas IV
Meister im Astrotreff

Russia
885 Beiträge

Erstellt  am: 10.12.2015 :  18:53:48 Uhr  Profil anzeigen
Hallo zusammen,

leider komme ich erst jetzt zu einer Zusammenfassung meiner morgendlichen Bestrebungen.
Heute wollte ich es genau wissen und habe mal einen Versuch gestartet. Ich wollte wieder einmal die Bestätigung der Theorie, daß größer nicht gleich besser ist. Also habe ich heute gefrevelt und den ED150 gegen den TAL100 antreten lassen.
Das Seeing war normal und an Jupiter war der GRF sichtbar, gute Voraussetzungen also. Nachdem beide Teleskope angebracht waren, stand dem direkten Vergleich nichts mehr im Wege.
Volltreffer! Während der ED den GRF eher schwammig zeigte, zwischendrin kurz schärfer, war das visuelle Erlebnis im TAL um Welten besser. Scharfe Abbildung, selbst Details waren in den Bändern durchgängig sichtbar. In den kurzen scharfen Phasen des ED waren sie zwar besser sichtbar, aber ich konnte mich aufgrund der Kürze nicht darauf konzentrieren.
Es lohnt sich also, wenn zwei unterschiedliche Öffnungen bereit stehen, man ärgert sich weniger.
Am Jupiter fiel mir auf, daß der GRF etwas blasser daher kommt. Allerdings könnte das auch daran liegen, daß die Bänder kräftiger sind.

Da es hier vermutlich nicht um das schönste Jupiterbild geht,möchte ich euch einen weniger gut gelungenen Versuch mit dem ED150 zeigen. Für den TAL hatte ich keine Zeit mehr. Diesmal nahm ich rotzfrech die 3-fach Bresser SA, das wären also 3600mm Brennweite. Die Bildrate lag diesmal bei 78, allerdings war im Gegensatz zu den vorherigen Bildern 480x320 (anstatt 640x480) eingestellt. Man kann sehen, daß der Fokus nicht genau getroffen ist. Allerdings könnte es auch das eher mittelmäßige Seeing gewesen sein.
Aufnahmezeit war 7:02 Uhr. Ich finde, es hat sich dennoch gelohnt.


ED150/1200, Bresser SA 3-fach, ASI120MC, 3000 von 5000 Bilder mit AutoStakkert, geschärft mit Registax.

Gruß, Andreas

Nachtrag:
(==>)Benjamin und Andre
Tolle Bilder und Animationen habt ihr gemacht. Kompliment meinerseits dazu. Bedenkt man die Öffnungen, Hut ab!

Bearbeitet von: Andreas IV am: 10.12.2015 20:52:44 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5313 Beiträge

Erstellt  am: 11.12.2015 :  09:07:49 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Andreas,
Deine Beobachtungen sind schon interessant. Eigentlich würde man erwarten, dass das 6" Teleskop minimal immer dieselben Details zeigt wie der kleinere 4". Etwas mehr Bildunruhe ist klar, aber eben immer mindestens dieselben Details und kurzzeitig feinere Details und natürlich stärkere Farbkontraste.
In meiner Erinnerung kann ich mich an eine Marsbeobachtung mit dem 80L und dem Tal 2 erinnern, wo der 80L das bessere Bild gezeigt hat.
Damals hab ich es auch Tubusseeing des Tal 2 geschoben.
Am Jupiter waren die Farbkontraste am Orion UK natürlich stärker wie im 80L, im FH 102/1100 und auch merklich stärker wie im 114/900 Vixen.
Erst der FL102 hat einen ähnlich kontrastreichen Jupiter von den Farben her gezeigt. Der 80L und 102/1100 waren auch recht gut, aber der FL102 war noch etwas kontrastreicher und die Farben sind nahe am Newton. Das hat sich aber geändert sobald Tubusseing ins Spiel gekommen ist. Dann ist die Kontrastleistung im 6" f/8 Newton massiv weggebrochen. Das hatte ich am Saturn. Da war dann das Bild im 4" APO sogar merklich kontrastreicher (und detailreicher) und das gilt auch für den 80L.
Klar, die Bildruhe wird im kleineren Refraktor immer besser sein wie im großen Refraktor, aber bei gleicher Vergrößerung sollten immer dieselben Details sichtbar sein. Das war offenbar nicht so, oder hast Du mit verschiedenen Vergrößerungen beobachtet?
Die nächste Frage ist, wie lange die Geräte zum Auskühlen hatten? Ein 6" Refraktor braucht merklich länger zum Auskühlen wie ein 4" Refraktor oder ein 90 mm Refraktor.
Der 80L ist da bei meinen Geräten die Spitze was Auskühlgeschwindigkeit betrifft. Wenn ich von der warmen Wohnung den 80L hinaustrag und dann noch Okulare und Akku hole und alles aufgebaut hab, was ca. 10-15 Minuten dauert, dann kann ich nach dieser Zeit schon auf 133x gehen und eigentlich auch auf 150x. Da hab ich keine merkliche Einbusen. Der 4" braucht etwas länger, geht aber auch noch relativ schnell.
Ich hatte ja mal den Bresser 153/1200 Refraktor. Der hat deutlich länger gebraucht. So meine Erinnerung. Ob das jetzt in Deinem Fall das Problem ist, weiß ich nicht.

Das Bild ist trotz nicht ideal getroffenen Fokus gut geworden. Der GRF sticht ja farblich sehr deutlich hervor. Bei meinen Aufnamen war das selten der Fall. Hier mal eine Aufnahme vom Jänner 2015:
http://www.astrobin.com/146594/
im Februar:
http://www.astrobin.com/153705/
http://www.astrobin.com/157892/B/
(Nachtrag: Mir kommt das dritte Bild farblich zu intensiv vor. Das zweite Bild trifft es vermutlich besser auch wenn die Farbintensität etwas mit dem Seeing geschwankt hat.)

Der Vergleich ist natürlich etwas unfair, da Jupiter da deutlich näher an der Erde gestanden ist. Dadurch war er natürlich größer zu sehen. Was man aber sieht, dass die Farbintensität des GRF scheinbar gleich intensiv geblieben ist. In meiner Erinnerung sind die Farben der Bänder bei gutem Seeing noch intensiver herausgekommen. Das gilt wohl auch für den GRF wobei der farblich natürlich im 6" immer recht intensiv orange ist. Im 4" Achromat oder im 80ger ist das Orange deutlich dezenter.
Meine Vermutung ist, dass bei gutem Seeing der 6" einen deutlicheren Vorsprung gegenüber dem 4" f/10 bezüglich der Farben und Details zeigen wird, zumal die Farbkorrektur im ED deutlich besser ist wie im Tal 100.

Heute wird bei mir das Holzstativ mit Möbelpolitur winterfest gemacht. Dann hoffe ich, dass ich auch mal etwas beitragen kann. Der 80L wartet schon.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 11.12.2015 10:08:26 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5313 Beiträge

Erstellt  am: 11.12.2015 :  09:27:26 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Holger,
dankeschön fpr Dein Lob. Ja, ich mag den Jupiter auch lieber dezent, halt so ähnlich wie Okular, nur ohne Seeing.
Ich hoffe, dass ich auch bald mal wieder etwas Neues beitragen kann und nicht nur gscheit daherzumreden ;)
Das mit dem Rand auf der linken Seite ist mir halt aufgefallen, da es bei den neuen Aufnahmen z.B. vom Andreas IV nicht zu sehen ist.

Hallo Benjamin,
ich hab so zwischen 30 sekunden und 1,5 Minuten aufgenommen. Da hab ich noch nichts derotieren müssen oder besser ausgedrückt, mangels Erfahrung hab ich keine Derotation benutzt
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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stardust3
Altmeister im Astrotreff


3228 Beiträge

Erstellt  am: 11.12.2015 :  10:22:52 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Andreas,

interessantes Setup ;-)! Macht mir ja Hoffnung, obwohl mein TAL wegen des Keilfehlers schwächelt. Ich muss mal irgendwann auf einem Teleskoptreffen einen direkten vergleich aufstellen. Vielleicht wird es mit dem ITV diesmal was. Dann nehme ich den TAL mit statt des Newtons und schleppe ihn mal zu jemanden mit 4" ED Öffnung rüber. Am Liebsten natürlich zu jemanden mit einem TAL100, aber beim letzten Mal (vor 3J) war ich der Einzige mit so einem Gerät.

Ich habe vorgestern erst wieder vom Balkon aus Doppelsterne gesucht. Ab 2" wird es echt schwierig, weil in meinem TAL jeder 2mag Stern in ca. 1" einen Doppelstern 5mag hat. Ich vermute das verwischt mir die Kontraste am Jupiter (Am Mond weniger, die feinen Rillen gehen gut) und die Cassini Teilung (kommt nur verwaschen daher und nur in den Ansen).

Ich hoffe dann auf ein gelegentliches Jupiter Foto durch den TAL ;-) (von Dir, ich hab keine Videocam)

Gruß,
Walter

LLAP

Bearbeitet von: stardust3 am: 11.12.2015 10:24:17 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5313 Beiträge

Erstellt  am: 11.12.2015 :  11:25:24 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Walter,
so ein Keilfehler ist echt nervig. Ich habe auch einen kleinen Keilfehler am Vixen FL102S und am 102/1100. Der ist zwar offenbar nicht so massiv wie bei Dir, weil bei mir Cassini weitgehend umlaufend sichtbar war, aber ich hab das Vixen Fl102 Objektiv mal zum Herrn Grzybowski geschickt. Ich werde berichten, ob er es richten konnte. Dann würde ich Dir auf jeden Fall empfehlen das Tal Objektiv richten zu lassen.
Allerdings musst Du bedenken, dass der Tal 100 vom Andreas ein Ausnahmegerät ist. Ich hab das Testprotokoll und den Sterntest gesehen. Das ist wirklich unglaublich gut. So einen Sterntest wünscht man sich Von meinen Geräten kommt derzeit nur der 80L an einen ähnlichen Sterntest hin.
Ich gehe davon aus, dass der Andreas nahe am Limit ist, was bei einem 100 f/10 FH möglich ist. Da passt nicht nur die Lage der Linsen sondern auch der Linsenschliff. Die Lage der Linsen sollte aber auf jeden Fall so gut wie möglich korrigiert sein. Dejustage (Verkippung, schlechte Zentrierung oder Keilfehler) sind Fehler, die mich ziemlich nerven. Das kennst Du ja auch beim Newton, da bricht Dir schnell die Leistung weg. Mir kommt vor, dass die da noch übler mitspielt, da man ein größeres Öffnungsverhältnis z.B. f/5 bis f/8 hat.
Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: am:
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Predel
Meister im Astrotreff

Deutschland
261 Beiträge

Erstellt  am: 11.12.2015 :  12:19:39 Uhr  Profil anzeigen
Hi Roland

ich nehm normalerweise auch 90-Sekunden-Videos auf und hab noch nicht mit Derotation gearbeitet. Letztes mal hab ich aber testweise auch ein mehrminütiges Video aufgenommen. Die Verarbeitung steht aber noch aus.

Gruß Benjamin

Bearbeitet von: am:
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Predel
Meister im Astrotreff

Deutschland
261 Beiträge

Erstellt  am: 11.12.2015 :  16:31:12 Uhr  Profil anzeigen
Hallo,
ich hab vorhin mal die Derotation von einem Video versucht, das mit einer Farbkamera aufgenommen wurde (ca. 4 min). Ist ein bisschen aufwendiger als das „normale“ Stacken: Zuerst muss man aus dem langen Video in ein ca. 1,5 min Video ausschneiden. Dann wird aus dem 1,5 min Video ganz normal ein Bild gestackt. Dieses Bild wird dann anschließend Vermessen und dient als Referenzbild, auf das die Derotation des langen Videos bezogen wird.

Vorteil: das derotierte Summenbild konnte härter bearbeitet werden, ohne das es gleich überschärft wurde. Feine Details traten dadurch ein bisschen besser hervor.
Nachteil ist der Zeitaufwand. Außerdem ist ein Rand beim derotierten Bild entstanden, den man durch Bildbearbeitung entfernen musste.
In Zukunft werde ich nochmal ein paar längere Videos aufnehmen. Aber so wie es für mich erstmal aussieht, bringt Derotation nur bei größeren Öffnungen was, um feine Details und Bildästhetik zu verbessern. Viel wichtiger scheint mir aber erstmal, ein gut justiertes Teleskop zu haben und den Fokus so gut es geht zu treffen. Aber vielleicht hab ich auch einfach zu weniger Erfahrung im Derotieren .

Hallo Andreas,
danke. Wie gesagt waren die Bedingungen bei der Aufnahme ganz gut. Ich hab das Bild nochmal überarbeitet: (Skywatcher Startravel 120/600, ALCCD5L-IIc)


bzw. bisschen größer




Viele Grüße Benjamin

Bearbeitet von: Predel am: 11.12.2015 16:56:50 Uhr
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Andreas IV
Meister im Astrotreff

Russia
885 Beiträge

Erstellt  am: 12.12.2015 :  07:43:16 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Roland,

man kennt das ja: Theorie und Praxis gehen oft unterschiedliche Wege. Den Vergleich betrachte ich nicht als eine Beweisführung, sondern eher als Test, da mir das schon früher aufgefallen ist. Verglichen habe ich beispielsweise nicht bei gleicher AP oder Vergrößerung, das war gar nicht der Sinn dahinter. Damit dürfen sich dann die Theoretiker beschäftigen.
Die beiden Geräte lagen schon seit dem vorigen Abend draußen, von daher kann die Auskühlung ausgeschlossen werden. Bleibt also nur das Seeing übrig.
Du selbst scheinst ebenfalls Erfahrungen damit gemacht zu haben, wenngleich am offenen Newton-Tubus. Meiner Meinung nach spielt es keine Rolle, welches Seeing dafür verantwortlich zeichnet, der Effekt scheint gleich zu sein. Lediglich gegen das Boden- und Tubusseeing könnte man etwas tun.
Für mich ist bei der visuellen Beobachtung ein störungsfreies Bild wichtig, da ich mich dabei besser auf die Details konzentrieren kann. Das Bild war heller, keine Frage und im 6" waren einige Details sichtbar, welche im 4" nicht da waren. Wenn diese aber nur kurz sichtbar sind, dann kann ich darauf verzichten. Jedenfalls halte ich das so. Das Schräge daran ist, daß die Details, welche im 4" stabil sichtbar waren, im 6" eben auch verwischen.
Den Vergleich selbst habe ich so geführt, wie ich selbst beobachte. Soll heißen, am 6" waren die 5-er Nagler im Bino (240-fach) und am 4" die 5-er Orthos im Bino (200-fach). Die Nagler und die Orthos bilden gleich gut ab, von daher kann das auch keine Fehlerquelle sein.

(==>)Walter
Natürlich werde ich einige Fotos mit dem TAL machen. Da ich eine Neuanschaffung habe (Vixen 90L), muß er als Vergleichsgerät herhalten. Mich interessiert brennend ein Vergleich "Öffnung versus Farbfehler".
Der Keilfehler bei deinem TAL ärgert mich auch, so dämlich das auch klingen mag. Ich könnte dir mal meinen zum Testen bzw. Vergleich überlassen. Dennoch fürchte ich, daß du um eine Korrektur nicht umhin kommst. Vielleicht kannst du den Keilfehler aber gewinnbringend einsetzen, wenn du den "atmosphärischen Keilfehler" damit korrigieren kannst?

(==>)Benjamin
Tolles Bild, mein Kompliment ist dir sicher. Nur, wie bekommst du die braunen Bänder hin? Immerhin ist der Farbsaum sichtbar, der mir eigentlich auch ganz gut gefällt.

Gruß, Andreas

Bearbeitet von: Andreas IV am: 12.12.2015 07:49:09 Uhr
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Niklo
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5313 Beiträge

Erstellt  am: 12.12.2015 :  08:38:05 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Andreas,
danke für die Erklärung. Ich könnte mir noch eines Vorstellen, wenn es das allgemeine Seeing war. Durch die höhere Vergrößerung und die höhere Auflösung hast Du das Seeing und Verwischen mitvergrößert.
Die Details des 4" waren vermutlich auch im 6" sichtbar aber eben nicht so scharf abgegrenzt sondern durch das Seeing überlagert.
Dieses Wabern bzw. Verschwimmen hat die Konzentration auf die Details verringert. Dadurch ist es während der Zeit mit dem schlechteren Seeings es Dir schwerer gefallen die Details im 6er zu sehen.

Es gäbe auch noch ein paar Möglichkeiten. Wie hoch ist denn die Taukappe des Tal 100 und des 150/1200 gestanden? Wenn Du mit dem Tal 100 etwas höher hinaufgekommen wärst, dann könntest Du ein anderes lokales Seeing erwischt haben.

Wir sind in beiden Fällen vermutlich im Einflussbereich des lokalen Seeings. Unterschiedlich warme Luft zieht mit unterschiedlichen Brechungsindex vor Deinen Objektiven vorbei. Die größere Öffnung sollte davon mehr und häufige abbekommen wie eine kleine Öffnung. Dadurch könnte eventuell die große Öffnung noch stärker betroffen sein. Umso höher Dein Objektiv bzw. Taukappe vom Boden weg ist umso geringer sollte das lokale Seeing Dich beeinflussen. Die alten langen Fraunhofer auf einer höheren Säule waren da oft deutlich größeren bodennahen Geräten trotz Farbfehler überlegen.
Klar, beide Geräte waren bei Dir in etwa gleich weit vom Boden weg, aber das lokale Seeing ist bei Dir sicher ein Einflussfaktor.

Hallo Benjamin,
danke fürs Zeigen der Bilder mti Derotation. Hmm, die Bilder waren vorher gut und sind es nach der Derotation immer noch ;)
Einzig bei den Monden scheint es ohne Derotation etwas besser zu sein?

Auf jeden Fall würd ich mich freuen, wenn ich auch bald so einen schönen Jupiter sehen und filmen darf.

Servus,
Roland

Freund kleiner und klassischer Teleskope

Bearbeitet von: Niklo am: 12.12.2015 13:59:51 Uhr
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Nocturnus
Senior im Astrotreff


228 Beiträge

Erstellt  am: 12.12.2015 :  13:32:26 Uhr  Profil anzeigen
Hallo zusammen,

ich verfolge den Thread seit Beginn an und erfreue mich an euren Bildern und würde gerne
auch ein Bild beisteuern was mir aber leider aufgrund des miserablen Seeing's ,das seit Wochen herrscht,
nicht möglich ist!
Nur allzugerne hätte ich die Probleme vom Andreas mit "Bodennahem Seeing" ,seine Bilder gefallen mir trotzdem
sehr gut!
Das was Benjamin mit seinem 120/600 abliefert ist außerordentlich gut für ein Teleskop das im allgemeinen
gescholten wird bei Planetenbeobachtungen,wie auch John schon geschrieben hat! Klasse weiter so!
Die Bänder sind zwar ein wenig farblich "geschönt" aber wen juckt das schon!Korrigiert mich sollte ich falsch liegen!
Auch schaue ich mir voller Neid alle anderen schönen Ergebnisse an , die die Hoffnung bei mir auf bessere Bedingungen
am Leben erhalten!
In Hoffnung auf baldige bildliche Teilnahme,

Gruß Fabio

Bearbeitet von: am:
Zum Anfang der Seite

Predel
Meister im Astrotreff

Deutschland
261 Beiträge

Erstellt  am: 12.12.2015 :  14:28:03 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Andreas,

ich hab die Farbe in Lightroom bearbeitet. Genauer gesagt, hab ich einfach die Sättigung von grün reduziert. So sah es vorher aus:

http://www.astrotreff.de/upload/Predel/20151212/Farbe.gif

Den Blausaum hab ich ebenfalls etwas schwächer gemacht. Einen letzten Rest davon hab ich aber noch stehen lassen


Hallo Fabio,

ja, das Teleskop hat sich an Mond und Planeten ganz gut geschlagen. John hatte ja früher schon mit seinen Saturn- und Jupiterbildern bewiesen, was mit dem Teleskop möglich ist. U.a. deswegen hab ich mich für dieses Teleskop entschieden.
Die Farbe ist bearbeitet, ja. Bin mir noch noch ganz sicher, welche Version ich besser finde. Beide Farbvarianten haben ihre guten Seiten.


Die Diskussion um das lokale Seeing und die Seeinganfälligkeit bei größeren Öffnungen find ich auch interessant.

Hi Roland,

ups, ich hab mich unklar ausgedrückt. Das derotierte Bild hab ich gar nicht hochgeladen, sondern ein "normales" 1,5 min-Bild. Bei der 4-min Aufnahme hatte ich bei f/25 gearbeitet und daher war das Bild nicht so gut, deswegen hab ich es nicht hochgeladen. Ich hole das aber noch nach, wenn ich mich nochmal damit befasst habe. Die Sache ist wie gesagt etwas zeitintensiver und ich muss die Bilder nochmal überarbeiten. Aber als erstes Ergbnis konnte ich feststellen: das derotierte 4-min-Bild (~ 6000 Bilder gestackt) ließ sich leichter bearbeiten, ohne das es gleich überschärft war (im Gegensatz zum 1,5 min Video, ca. 2300 Bilder gestackt.)

Viele Grüße Benjamin

Bearbeitet von: Predel am: 12.12.2015 14:57:36 Uhr
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mekbuda
Meister im Astrotreff

Deutschland
807 Beiträge

Erstellt  am: 12.12.2015 :  15:21:05 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Jupiterfreunde,

auch ich lese schon hier mit und muss sagen, dass ihr die Messlatte schon ordentlich hoch legt für die neue Jupitersaison. Tolle Animationen und Bilder sind allen schon jetzt gelungen. Auch scheint Jupiter tatsächlich etwas andere Struktur im Äqutorialbereich aufzuweisen. Es wird spannend dieses Mal. Leider ist er mir noch nicht früh genug am Himmel, die Opposition ist ja auch erst im März. Aber auch ich hoffe bald ein paar Bilder zeigen zu können.

Bis dahin noch viele schöne Bilder und Animationen.

LG
Jörg

Skywatcher 6" f5 pds Newton, GSO 8"f5 Newton Neq5 Goto, EQ6 R, EOS 1300Da, Nikon 5100, zoom 18-55, zoom 55-200mm

Bearbeitet von: am:
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