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 Ausgasung beim Bedampfen
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Nils_Eggert
Meister im Astrotreff

Germany
425 Beiträge

Erstellt am: 16.06.2015 :  18:08:52 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Hi Bastlerfreunde,

angeregt durch die neueren Bedampfungsthreads bin ich hier im Astrotreff auf ein paar Aussagen von Alois aufmerksam geworden, dass eventuell verklebte Kompositspiegel gar nicht herstellbar wären, da jegliche Kleber ausgasen und dies ein Bedampfen im Hochvakuum gänzlich unmöglich macht. Meine Frage nun, stimmt das und wenn ja, was sind die Gründe und gibt es eventuell Lösungen für das Problem?

Gruss Nils

Und im Übrigen bin ich der Meinung, daß Karthago zerstört werden muss.

Bearbeitet von: am:

mkoch
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2825 Beiträge

Erstellt  am: 16.06.2015 :  18:56:40 Uhr  Profil anzeigen  Besuche mkoch's Homepage
Hallo Nils,

Zitat:
Original erstellt von: Nils_Eggert
angeregt durch die neueren Bedampfungsthreads bin ich hier im Astrotreff auf ein paar Aussagen von Alois aufmerksam geworden, dass eventuell verklebte Kompositspiegel gar nicht herstellbar wären, da jegliche Kleber ausgasen und dies ein Bedampfen im Hochvakuum gänzlich unmöglich macht. Meine Frage nun, stimmt das und wenn ja, was sind die Gründe und gibt es eventuell Lösungen für das Problem?



Das ist schon richtig. Jeder Kunststoff, jeder Klebstoff und jedes poröse Material neigt mehr oder weniger stark zum Ausgasen.
Das macht sich so bemerkbar, dass die Vakuumpumpe stundenlang laufen kann ohne dass der Druck weiter abfällt. Die beste Lösung besteht darin solche Materialien möglichst zu vermeiden. Wenn ein kritisches Material trotzdem in die Vakuumkammer muss, dann kann man versuchen das Ausgasen durch höhere Temperatur zu beschleunigen (in der Hoffnung dass irgendwann alles raus ist) und dann die Temperatur wieder absenken, oder man kann versuchen eine größere Pumpe zu verwenden.

Gruß
Michael

Bearbeitet von: mkoch am: 16.06.2015 18:57:43 Uhr
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robbeh
Meister im Astrotreff


374 Beiträge

Erstellt  am: 16.06.2015 :  19:57:16 Uhr  Profil anzeigen  Besuche robbeh's Homepage
Hi,

ganz allgemein gasen Stoffe mit hohem Dampfdruck in der Vakuumkammer aus, man spricht auch vom 'internen Leck'. Dem kann man eigentlich nur durch stundenlanges Ausheizen entgegenwirken, und da wird üblicherweise bei weit über 100 Grad gearbeitet. Das Zeug sammelt sich dann an kalten Stellen an und dreckt dort vor sich hin. Größere Mengen würde ich aber immer vermeiden, weil die irgendwie immer in der Kammer herumvagabundieren und dein Deposit verunreinigen.

Gruß->Robert

Visuell: 16" f/4.3 Dobson und ein C8
Sonne: LS60THa/B1200CPT H Alpha und 8" f/5 Newton sowie 4,5" f/3.8 Weißlicht/CaK Helioskope, AZ EQ5 GT
Fotografie: 10" f/4 Lacerta Carbon-Newton, 60/330 ED-APO + 0.79x Flattener, AZ EQ6 GT, Atik 460Ex mono, ASI178MM

http://www.astrobin.com/users/robbeh/

Bearbeitet von: am:
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Nils_Eggert
Meister im Astrotreff

Germany
425 Beiträge

Erstellt  am: 16.06.2015 :  23:01:34 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: mkoch

Hallo Nils,

Zitat:
Original erstellt von: Nils_Eggert
angeregt durch die neueren Bedampfungsthreads bin ich hier im Astrotreff auf ein paar Aussagen von Alois aufmerksam geworden, dass eventuell verklebte Kompositspiegel gar nicht herstellbar wären, da jegliche Kleber ausgasen und dies ein Bedampfen im Hochvakuum gänzlich unmöglich macht. Meine Frage nun, stimmt das und wenn ja, was sind die Gründe und gibt es eventuell Lösungen für das Problem?



Das ist schon richtig. Jeder Kunststoff, jeder Klebstoff und jedes poröse Material neigt mehr oder weniger stark zum Ausgasen.
Das macht sich so bemerkbar, dass die Vakuumpumpe stundenlang laufen kann ohne dass der Druck weiter abfällt. Die beste Lösung besteht darin solche Materialien möglichst zu vermeiden. Wenn ein kritisches Material trotzdem in die Vakuumkammer muss, dann kann man versuchen das Ausgasen durch höhere Temperatur zu beschleunigen (in der Hoffnung dass irgendwann alles raus ist) und dann die Temperatur wieder absenken, oder man kann versuchen eine größere Pumpe zu verwenden.

Gruß
Michael



Danke euch beiden. Dann wäre das Ausgasen von kompositgläsern ja relativ einfach in den Griff zu kriegen...

Gruss Nils

Und im Übrigen bin ich der Meinung, daß Karthago zerstört werden muss.

Bearbeitet von: am:
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DL4JM
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
72 Beiträge

Erstellt  am: 17.06.2015 :  01:29:46 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Nils,

mein erster "großer" Spiegel, bestehend aus 2 St. 12mm Scheiben und einigen Dreiecken dazwischen, verklebt mit UHU-Plus, wurde vor vielen Jahren bei Fa. Befort problemlos mir Al+Schutzschicht bedampft.

MfG
Tim

Bearbeitet von: am:
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Nils_Eggert
Meister im Astrotreff

Germany
425 Beiträge

Erstellt  am: 17.06.2015 :  09:35:46 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: DL4JM

Hallo Nils,

mein erster "großer" Spiegel, bestehend aus 2 St. 12mm Scheiben und einigen Dreiecken dazwischen, verklebt mit UHU-Plus, wurde vor vielen Jahren bei Fa. Befort problemlos mir Al+Schutzschicht bedampft.

MfG
Tim



Dann haben die wahrscheinlich große Pumpen. Aber danke für die Info.

Gruss

Und im Übrigen bin ich der Meinung, daß Karthago zerstört werden muss.

Bearbeitet von: am:
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fraxinus
Altmeister im Astrotreff


2900 Beiträge

Erstellt  am: 17.06.2015 :  10:16:35 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Nils,

das Bedampfen ist eher ein kleines Problem.
Ein Substrat, was soviel ausgast, dass es in der Vakuumkammer Probleme bereitet, kann nicht ausreichend dimensionsstabil sein.
Ausgasen bedeutet Masseverlust und damit über kurz oder lang Formverlust.
Nicht unbedingt wegen dem Vakuum, das ist nur ein kurzer Moment, aber es gast ja auch an freier Atmosphäre "ewig" aus.

Zitat:
Dann haben die wahrscheinlich große Pumpen.

Ich konnte bei meinen Versuchen mit Epoxy eine Fläche vergleichbar mit einem 12-zöller (beidseitig) ausgasungstechnisch im Zaum halten. Mit einer relativ kleinen Pumpe.

Viele Grüße
Kai

Bearbeitet von: fraxinus am: 17.06.2015 10:18:04 Uhr
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