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 laterale Spiegellagerung
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glahn
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1368 Beiträge

Erstellt am: 09.01.2005 :  20:27:51 Uhr  Profil anzeigen  Besuche glahn's Homepage
Hallo an alle Spiegelgucker ,

nachdem das Thema bereits hier: http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=6733 angesprochen wurde und mich meine Schlinge nervt interessieren mich die bisherigen Ergebnisse und Lösungsvorschläge, die bis jetzt probiert wurden. Hab schon einiges an Bildern von Cord Scholz, Roland Herrmann und Reiner Vogel gesehen.
Also, wie seit Ihr (auch alle die ich vergessen habe) damit zufieden.
Ich hab die Möglichkeit eine laterale Rollenlagerung recht einfach bei mir dranzubauen, allerding in einem 120° Winkel, was mich etwas skeptisch stimmt, was meint Ihr? Was mich auch noch interessiert sind die Rollen. Die sollten ja möglichst spielfrei sein, die Oberfläche aus PE?, vielleicht Kugellager? und wo bekommt man sowas her?
Lasst mal was hören wäre nett, wenn Ihr von Euren Erfahrungen damit mal sprechen könntet.

Viele Grüße und schonmal Danke im voraus
Uwe

www.sternenfreunde-eichsfeld.de

www.deepsky-visuell.de

Bearbeitet von: am:

Yves
Meister im Astrotreff

Deutschland
325 Beiträge

Erstellt  am: 10.01.2005 :  19:52:32 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Uwe,

ich kann nur sagen, die Zeit der Schlingen für "große" Dünne ist vorbei.

Für mein 42 mm dicken 24" F/4,47, hatte ich erst auch eine Schlingenlagerung vorgesehen. (Zum Glück nicht vervollständigt.

Zum Vermessen des Spiegels am Messtisch hängte ich ihn ebenfalls in die Schlinge. Beim Parabolisieren, kam dann vor knapp 3 Monaten Kurt mit Interferometer zu mir, um den Spiegel zu vermessen.
Die Ergebnisse waren schockierend "ASTI" schlimmster Sorte , doch irgend wie sehr, sehr merkwürdig, da er sich nicht um 90° mitdrehte sondern immer irgendwo anders auftauchte... nun was machen... eine andere Halterung musste her, nach einem Telefonat mit Roland Herrmann, von dem ich wusste das er ähnliche Probleme mit seinem super dünnen 21" er beim vermessen hatte, mussten Rollen her, weil ich eigens an seinem Teleskop gesehen hatte das das mit den Rollen super funktionierte.
Also Parabolisieren erst mal einfrieren und Teleskop fertig bauen.
Nach dem es fertig war, zusammen gebaut und ein Startest ausgeführt... mir viel ein STEIN vom Herzen als ich kreisrunde Beugungsscheibchen sah .
Nun wird weiter im UT des Dobsons vermessen .

FAZIT:

SCHLINGENLAGERUNGEN eigen sich nicht für dünne große Spiegel.

Hier noch der Bericht von Kurt


Hier noch Details von meinen Rollen:

Als Basisaufnahme der Rollen dient einer M 16 VA Augenschraube von der Firma Ganter, die 32mm VA Kugellager sind von Konrad, die Lager sind erst mit einem Stück Fahrradschlauch ummantelt, dann habe ich sie mit einem Schrumpfschlauch fixiert.
Die Messingbuchsen als Achse, haben ca. 2mm Luft um ein Gewisses Spiel zum Spiegel zu haben, damit sie sich dem Radius anpassen können.






Wegen meiner Bauweise der Spiegelbox, konnte ich nicht wie Roland es hat, einfach Alu-Vierkantrohre in die Ecken der Spiegelbox setzen, so musste ich 8 mm Starke Alulaschen hinter die Eckaussteifungen schrauben.




Vor der Änderung (beim Vermessen):





Danach:





Ich hoffe das hilft dir.

Gruß und frohes Gelingen


Yves


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Roland
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3249 Beiträge

Erstellt  am: 10.01.2005 :  20:59:58 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Uwe,

meine Bilder hast du ja schon gesehen, ich habe die Rollen im 90° Winkel angebracht, inwieweit bei 120°-Anordnung der Potatochip-Effekt wirksam wird kann ich nicht beurteilen, vielleicht kann das ein CAD-Bewanderter rechnen. Ich habe ganz normale Rillenkugellager genommen, eine kleine Wippe gebaut und die Kugellager mit einer gedrehten Kunstoffbuchse überzogen um hohe Punktlasten zu vermeiden (Lageraussenschalen sind ja gehärtet) ansonsten hat Yves schon alles gut erklärt

Gruß

Bearbeitet von: am:
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Gert
Altmeister im Astrotreff


2725 Beiträge

Erstellt  am: 10.01.2005 :  22:26:52 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Gert's Homepage
Hallo beisammen,

Beim Cassegrain immer beliebt sind Halterungen in der Mitte. Das Loch gibt's ja praktisch umsonst. Dann kann man es ja auch zur Spiegellagerung benutzen. Bei meinem 10zoeller sieht das so aus:

http://www.trivalleystargazers.org/gert/rc10_technik/baffle_new_02s.jpg
http://www.trivalleystargazers.org/gert/rc10_technik/baffle_new_03s.jpg

Oder die gesamte Baugeschichte:
http://www.trivalleystargazers.org/gert/rc10_technik/rc_10.html

Auch bei Newtons kann man ja ein Loch bohren. Da das Loch deutlich kleiner ist als der Fangspiegel, wird nicht an optisch wichtigen Stellen des Spiegels (Kante) herumgedrueckt.

Clear Skies,

Gert

Bearbeitet von: am:
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glahn
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1368 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2005 :  14:29:58 Uhr  Profil anzeigen  Besuche glahn's Homepage
Hallo Yves und Roland,

danke, sowas hab ich gesucht. Fragt sich noch, ob der 120° Abstand problematisch wird...mal sehen.

Viele Grüße
Uwe

www.sternenfreunde-eichsfeld.de

www.deepsky-visuell.de

Bearbeitet von: am:
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maxosaurus
Meister im Astrotreff

Schweiz
571 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2005 :  14:44:50 Uhr  Profil anzeigen  Besuche maxosaurus's Homepage
Hallo
ich habe die 120 Grad-Halterung für mich mal durchgerechnet. Die seitlichen Kräfte auf den Spiegel sind einiges grösser als bei den üblichen 60-90 Grad. Da der Spiegel ja auf der vorderen Seite hohl ist, ergeben sich daraus Biegemomente (umgekehrter Potatoechip-effekt), die sind aber grösser als die des Potatoechip-effekt aus Eigengewicht. Für meinen Spiegel werde ich irgendwas zwischen 60-90 Grad realisieren.

zu Yves: Die Rolle ist fix an der Spiegelbox, der Spiegel hebt und senkt sich aber beim Kollimieren. Die Rolle drückt also nicht immer zentrisch auf den Spiegelrand. Find ich nicht ideal, scheint aber wie bei Roland gut zu funktionieren.

Gruss Max

Willkommen bei den schiefsten Teleskopen Europas!

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Frosty_Theo
Meister im Astrotreff

Deutschland
311 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2005 :  15:03:04 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Frosty_Theo's Homepage
hallo Uwe,

ich hatte letztes Jahr meine Rollenlagerung vorgestellt:

http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=7989

Das Ganze hat sich bestens bewährt.

clear skies

Wolfgang

Bearbeitet von: am:
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PeJoerg
Altmeister im Astrotreff


1114 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2005 :  15:39:57 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Yves,
Zitat:
SCHLINGENLAGERUNGEN eigen sich nicht für dünne große Spiegel.

Hier noch der Bericht von Kurt

so wie ich den Bericht von Kurt http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=17555
lese, hat der Einbau der Rollenlagerung gegenüber der Schlingenlagerung nichts gebracht. Oder sehe ich das falsch ?
Hattest du die Schlinge schon im Teleskop eingebaut und wenn ja, war sie so eingebaut, dass sie in ihrer Position zum Spiegel beim justieren immer konstant bleibt?
Ich bin schon ein Freund der Rollenlagerung, aber nur weil diese Lagerung einfacher zu realisieren ist.
Bei meinem 14 Zöller Reiseteleskop habe ich eine zum Spiegel fixe Alubandlagerung eingebaut. Der Spiegel hat eine Dicke von 20 mm und zeigt selbst bei höchster Vergrößerung 0 Asti.
Temperaturdifferenzen erzeugen dagegen sehr wohl Asti.
Ich habe noch einen 12 Zoll Volltubus (Spiegeldicke 50mm), wenn ich den aus dem Auto ins Freie packe habe ich Astigmatismus. Nach Einschalten des Lüfters ist dieser nach 10 Sekunden mit der ausströhmenden Tubusluft weg.
Ich denke auch das bei dir die Umgebungsluft das größte Fehlerpotential beinhaltet.
Die Schlinge macht, wenn sie sauber gebaut ist, keinen Stress !
Viele Grüße
Jörg

Ausrüstung: Mehr als ausreichend, aber nie ganz zufriedenstellend.

Bearbeitet von: am:
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Yves
Meister im Astrotreff

Deutschland
325 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2005 :  18:32:42 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Jörg,

Zitat:
so wie ich den Bericht von Kurt http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=17555
lese, hat der Einbau der Rollenlagerung gegenüber der Schlingenlagerung nichts gebracht. Oder sehe ich das falsch ?


Wenn du erste Bilder im I-Meter mit Schlinge gesehen hättest, würdest du es anders sehen . Doch hing der Spiegel einfach in der Schlinge ohne das man die Schlinge justieren konnte, lediglich den Messtisch konnte man justieren (Neigung in alle Richtungen).


Gruß und klaren dunklen Himmel


Yves



Bearbeitet von: Yves am: 11.01.2005 18:50:47 Uhr
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PeJoerg
Altmeister im Astrotreff


1114 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2005 :  19:35:31 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Yves,
mit anderen Worten, in der Schlinge sah das gute Stück aus wie ein Rasierspiegel oder ein zerbeultes Stück Alublech !?
Viele Grüße
Jörg

Ausrüstung: Mehr als ausreichend, aber nie ganz zufriedenstellend.

Bearbeitet von: am:
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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
7060 Beiträge

Erstellt  am: 11.01.2005 :  22:25:11 Uhr  Profil anzeigen
Hi Jörg,
Zitat:
hat der Einbau der Rollenlagerung gegenüber der Schlingenlagerung nichts gebracht. Oder sehe ich das falsch ?


Mit der neuen Lagerung hatten wir erstmals reproduzierbare Messergebnisse nach Drehung des Spiegels. Bitte den Bericht noch mal lesen. Falls noch Unklarheiten zu den Messergebnissen bestehen bitte in dem obigen Thread nachbohren.
Gruß Kurt

Bearbeitet von: am:
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PeJoerg
Altmeister im Astrotreff


1114 Beiträge

Erstellt  am: 12.01.2005 :  10:49:27 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kurt,
Zitat:
Mit der neuen Lagerung hatten wir erstmals reproduzierbare Messergebnisse nach Drehung des Spiegels.

das habe ich wohl überlesen.
Vielleicht liegt es doch am Gewebeband, irgendwie inhomogen oder etwas verdreht / verspannt. Eine leichte Verdrehung müsste schon bei nicht Parallelstellung der Aufhängebolzen zur optischen Achse entstehen, vielleicht reicht das bei den dünnen Spiegeln schon.
Wie gesagt, meine guten Erfahrungen beziehen sich auf Metallbänder.
Viele Grüße
Jörg

Ausrüstung: Mehr als ausreichend, aber nie ganz zufriedenstellend.

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