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Seite: von 19

halbmond
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
51 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2014 :  11:39:20 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: skyweek

Habe mal ein kleines Update zum Status der Rettungsaktion per Crowdfunding für die Zeitschrift interstellarum verfasst.




Dafür vielen Dank !
Was passiert eigentlich mit den Mitteln aus dem Crowdfunding, wenn der Verlag nicht weiter geführt wird und Insolvenz anmeldet ?
Gewiß, mein Beitrag liegt nur im Promille-Bereich, aber ist das Geld dann einfach weg ?=

Bearbeitet von: am:
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pstimpel
Senior im Astrotreff

Deutschland
100 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2014 :  12:47:48 Uhr  Profil anzeigen  Besuche pstimpel's Homepage
Zitat:
Original erstellt von: halbmond
Dafür vielen Dank !
Was passiert eigentlich mit den Mitteln aus dem Crowdfunding, wenn der Verlag nicht weiter geführt wird und Insolvenz anmeldet ?
Gewiß, mein Beitrag liegt nur im Promille-Bereich, aber ist das Geld dann einfach weg ?=



Das ist das gute am Crowdfunding: wird das Ziel nicht erreicht, zahlt niemand Geld...denn der Crowdfunding-Dienstleister wird das versprochene Geld dann nicht einziehen. Zumindest ist das der Standard!

Grüße


Peter

--
Mein astronomisches Reisetagebuch: http://astronomie-tagebuch.blogspot.de/

Bearbeitet von: am:
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Larry Weinripp
auf eigenen Wunsch deaktiviert


279 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2014 :  12:48:18 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Halbmond,

Ein Händler ist gesetzlich verpflichtet, zu überblicken, was für Einnahmen und Ausgaben er hat.

Wenn er seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, dann muss er Insolvenz anmelden. Das bedeutet immer, dass jemand geschädigt wurde.

Im günsigsten Fall können einfach Verträge nicht erfüllt werden. Dann ist der Schaden nicht so gross, da der Gläubiger die Leistung noch nicht erbracht hat.

Anders sieht es aus, wenn der Gläubiger geleistet hat und damit Kosten angefallen sind.(siehe Baulöwe Schneider. Dort sind zahllose Handwerker um bis zu 100.000 Euro geschädigt worden)

Stoyan muss dann zunächst mit seinen Schuldnern versuchen zu verhandeln und einen Vergleich zu schliessen.

Das sähe dann bei Stoyan so aus, dass er sagt:

Lieber Gläubiger, bitte verzichte auf Deine Forderung.

Ich habe zwar noch 50.000 auf dem Konto, aber die kriegst Du nicht, denn die sind als Rückzahlung für die Abonnenten reserviert. Denen habe ich das versprochen.

Was der Gläubiger dazu sagt, kannst Du Dir denken.

Scheitern die Verhandlungen mit den Gläubigern, kann, wenn die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, ein gerichtliches Insolvenzverfahren eingeleitet werden.

Dann wird ein Insolvenzverwalter eingesetzt, der die Verbindlichkeiten regelt.

In diesem Fall hat Stojan keine Verfügungsgewalt mehr über das Betriebsvermögen, sondern der Insolvenzverwalter. Stojan kann dann nur noch zuschauen. Wenn er dem Insolvenzverwalter Vermögen entzieht, macht er sich strafbar.

Es wird dann eine Reihenfolge aufgestellt, in der festgelegt wird, wer aus dem noch vorhandenen Kapital zuerst bedient wird.

Bei sowas kommt der Endkunde immer erst ganz zum Schluss.

Da grundsätzlich nicht genung Geld für alle da ist, heisst dass, das die letzten ins Ofenrohr schauen.

Das sind in diesem Fall die Abonnenten.

Das was Stoyan da gemacht hat, ist das verrückteste Geschäftsangebot, das ich je gehört habe.

Das ist eine Anleihe mit angesagter Pleite.

Ich glaube, dass es nicht einen Geschäftsmann auf der Welt gibt, der auf solch ein iAngebot eingehen würde, ohne die Geschäftsbücher des Verlages zu kennen.

Freundliche Grüsse
Larry

Bearbeitet von: am:
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


16862 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2014 :  14:01:08 Uhr  Profil anzeigen
Hi Larry,
Zitat:
Stoyan muss dann zunächst mit seinen Schuldnern versuchen zu verhandeln und einen Vergleich zu schliessen
Woher nimmst du die Vermutung bezüglich Schulden?

Interstellarum fehlt Geld für den laufenden Betrieb, um Gehälter zu zahlen, daher der Versuch über Crowdfunding mehr Abonnenten zu bekommen.


Hallo Sykweek,
Zitat:
Die wichtigsten Botschaften sind, dass die Kunde vom Crowdfunding als *einzigem* Weg noch weiter gestreut werden muss, weil viele offenbar immer noch nicht den 'Ernst der Lage' verstanden haben.
Den "Ernst der Lage" hat offenbar Interstellarum nicht ganz erkannt. Deren Problem sind die Kioskkäufer- und von denen erreichen sie hier über die Foren wohl nur einen kleinen Teil.

Und das Vorgehen ist auch nicht gerade geeignet, um potentielle Abonnenten zu überzeugen. Tenor seitens IS- wenn genügend Geld zusammenkommt, wird dir Redaktion überlegen, was man zukünftig ändern kann. Und die vorhandenen Abonnenten erst mal ärgern, indem man den Preis für sie erhöht- anstatt die Kioskkäufer mit einer satten Preiserhöhung zum Nachdenken anzuregen.

Das ist der falsche Ansatz- was man ändern kann oder will hätte IS jetzt klar vorstellen müssen.

Es gab ja jede Menge Kritik bzw. Vorschläge- Reaktion? Keine, Methode Kohl, aussitzen. Ich hatte Ronald per PN einen Vorschlag gemacht- Reaktion? Keine Antwort, danke auch, egal ob der Vorschlag gut oder schlecht war- potentielle Kunden ansprechen und überzeugen geht anders.

Sorry auch- bei dem aktuellen Stand und der aktuellen Entwicklung dürfte ein Betrag von knapp über 50k€ erreichbar sein- Feierabend.

Gruß
Stefan

Bearbeitet von: stefan-h am: 28.12.2014 14:03:21 Uhr
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Larry Weinripp
auf eigenen Wunsch deaktiviert


279 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2014 :  14:48:41 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Stefan,

Ich möchte keine Unterstellungen machen.

Mein Posting ist zu verstehen als Antwort auf die Frage von Halbmond, was passiert wenn Oculum insolvent wird.

Ich kann nichts inkorrektes an meiner Antwort erkennen.

Die Situation scheint aber noch viel komplexer zu sein.

Für Crowdfunding gibt es in Deutschland keine Rechtsgrundlage.

Also, entweder entsteht mit Abschluss eines Abonnements ein Kaufvertrag mit Oculum.

Dann ist die Crowdfunding Seite nichts als Reklame, ohne jede rechtliche Bedeutung.
Insbesondere die Nennung einer Schwellensumme ist dann irrelevant.
Ein Vertrag existiert, oder er existiert nicht.

Falls Stoyan zumacht, ist es rechtlich dann so, dass eine Leistungsstörung durch Unerfüllbarkeit eingetreten ist.

Dann wird der Vertrag rückabgewickelt, und es entsteht ein Rechtsanspruch auf Rückzahlung der Leistung.

Andererseits ist denkbar, dass ein Rechtsverhältnis nur mit dem Betreiber der Startnext Seite zustandekommt.

Das bedeutet dann, dass Kunden im Glauben, ein Abonnement bei Oculum abzuschliessen, in wirklichkeit Geld auf das Konto einer wildfremden Person einzahlen, mit dem Versprechen das Geld wieder zu bekommen, wenn ein bestimmtes Kriterium nicht erreicht wird.

Ich habe gegoogelt.

Rechtlich ist das Ganze völlig undurchschaubar.

Das Crowdfunding ähnelt noch am ehesten einem Optionsvertrag.
Das ist ein Vorvertrag, der die Option anbietet, einen Kaufvertrag abzuschliessen.

Wobei die Besonderheit in diesem Fall dann darin besteht, dass der Vorvertragspartner (Startnext) nicht mit dem Vertragspartner des Hauptvertrages (Oculum) identisch ist.

Es ist unklar, ob soetwas rechtlich überhaupt zulässig ist, (anbieten eines Vertrages eines Dritten) und wie dann das Rechtsverhältnis zwischen Startnext Betreiber und Oculum genau aussieht.

Ich würde nicht im Traum daran denken, mein Geld in sowas reinzustecken.

Freundliche Grüsse
Larry





Bearbeitet von: am:
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


16862 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2014 :  15:12:11 Uhr  Profil anzeigen
Hi Larry,

viele Antworten dazu finden sich bei Startnext.
Zitat:
- Das “Alles-oder-nichts-Prinzip”: Der Starter bekommt das Geld nur ausgezahlt, wenn das Fundingziel erreicht wird - wenn nicht, geht das Geld an die Unterstützer zurück.

- Zahlungen über Lastschrift und Kreditkarte werden eingezogen, sobald das Projekt erfolgreich finanziert ist - unabhängig vom Erreichen der Deadline.

- Bei den Bezahlmethoden Lastschrift, Kreditkarte und PayPal wird das Geld nicht abgebucht, da es nur bei erfolgreicher Finanzierung eingezogen wird.

-Zahlungen über Sofortüberweisung werden direkt nach der Unterstützung abgebucht. Unterstützungen über Vorkasse überweist du. Die Gelder werden bis zur Auszahlung treuhänderisch von unserem Partner, der Fidor Bank AG verwaltet.
Es gibt also mehrere Möglichkeiten zur Bezahlung- und bei zumindest dreien davon bleibt das Geld erst mal beim Unterstützer.
Zitat:
Mein Posting ist zu verstehen als Antwort auf die Frage von Halbmond, was passiert wenn Oculum insolvent wird
Schön, aber IS bzw. Oculum muss ja nicht Insolvenz anmelden. Firma erbringt nicht mehr genug Geld, also schließe ich diese. Sind keine Schulden da ist dabei keine Insolvenz nötig.

Gruß
Stefan

Bearbeitet von: am:
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StefanK
Meister im Astrotreff

Deutschland
371 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2014 :  15:50:04 Uhr  Profil anzeigen  Besuche StefanK's Homepage
Hallo Stefan,

ob bei Oculum ggf. eine Insolvenz ansteht, wissen wir nicht. Niemand von uns hat in deren Bücher geschaut.
Es steht lediglich zu vermuten, dass noch genügend Geld da ist, um den Verlag abzuwickeln und die Rückzahlungen an die Abonnenten zu leisten. Sollte das nicht der Fall sein (weil falsch gerechnet wurde oder weil die finanzielle Situation noch enger ist als nach außen kommuniziert), dann kommt es zum Insolvenzverfahren. Aber warum sollte Her Stoyan das riskieren? Wenn er Oculum jetzt ordentlich und ohne Insolvenz abwickelt, kann er sich für zukünftige Projekte als seriöser Geschäftsmann neu positionieren. Andernfalls wäre er in der Astroszene ein für alle Mal erledigt. Wenn wir unterstellen, dass Herr Stoyan rational und über seine aktuelle Firma hinausdenkend handelt, sehe ich eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass ein Insolvenzverfahren ansteht.
Natürlich ist der inzwischen einwöchige Ausfall der Internet-Präsenzen seltsam. Große Hoster wie Strato haben auch an Feiertagen Techniker im Dienst, welche Störungen rasch beheben. Die Oculum-Präsenzen sind aber bei einer kleinen Firma gehostet ( www.ecs-webhosting.de ), wo das evt. nicht der Fall ist. Wenn es so wäre, spräche das sehr dafür, zukünftig einem anderen Hoster zu vertrauen. Absolut unprofessionell ist aber m.E., dass sich weder Herr Stoyan noch sein Mitarbeiter, auf dessen Namen die Webadressen gemeldet sind, sich zu dem ungewöhnlich langen Ausfall melden. Immerhin geht es zumindest für den Geschäftsführer gerade um die berufliche Existenz.

Viele Grüße aus Bonn,

Stefan

Astronomie auf Twitter: http://www.twitter.com/astronomie

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Dysnomia
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1020 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2014 :  16:01:45 Uhr  Profil anzeigen  Sende Dysnomia eine ICQ Message
Da die Unterstützungs-Banner, Dank Serverausfall,nun seit einer Woche nicht mehr funktionieren überlege ich, mir einen eigenen IS-Banner zu erstellen. Der leere Platzhalter sieht halt einfach nur Scheiße aus auf der Webseite.

Zumindest ein kleiner Hinweis, warum die Webpräsens nun down ist, wäre von Ronald angebracht...

Gruß und cs
Andreas

https://astrofan80.de

Meade LXD55 10" f/4
GSO Dobson 8" f/6
Bresser Skylux 70/700mm
Canon EOS 600D / 100D / 1000Da

---
Das Weltall ist ein Kreis, dessen Mittelpunkt überall, dessen Umfang nirgends ist. - Blaise Pascal

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jjk
Senior im Astrotreff

Deutschland
218 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2014 :  17:06:28 Uhr  Profil anzeigen
Die Bilanz vom Oculum Verlag ist auch im https://www.bundesanzeiger.de/ebanzwww/wexsservlet?session.sessionid=2c90537c5258b108b03636f3257aeb57&global_data.designmode=eb&genericsearch_param.fulltext=Oculum&genericsearch_param.part_id=&%28page.navid%3Dto_quicksearchlist%29=Suchen hinterlegt. Allerdings die letzte für 2011. 2012 hätte wohl schon da sein müssen, kenne die Fristen aber nicht genau.

http://www.jostjahn.de/blog/

Bearbeitet von: am:
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Larry Weinripp
auf eigenen Wunsch deaktiviert


279 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2014 :  18:27:40 Uhr  Profil anzeigen

Hallo StefenK,

>Wenn wir unterstellen, dass Herr Stoyan rational und über seine aktuelle Firma hinausdenkend handelt, sehe ich eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit, dass ein Insolvenzverfahren ansteht. <

Man hat schon Pferde kotzen gesehen.

http://www.juelich-bonn.com/jForum/read.php?4,8908,8929#msg-8929

Mit freundlichenn Grüssen
Larry

Bearbeitet von: am:
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halbmond
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
51 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2014 :  18:54:43 Uhr  Profil anzeigen
Das Positive ist trotz allem nicht außer Acht zu lassen: viele Sternfreunde wollen Interstellarum in seiner gegenwärtigen Form erhalten, und sagen tatkräftige Unterstützung zu (immerhin EUR 33.000.-). Das hätte man der kleinen, weit versprenkelten Astrogemeinde nicht unbedingt zugetraut. Immerhin sagen hier Leute, die sich nicht kennen, Barbeträge in Mark und Pfennig zu, ohne das an allzuviele Bedingungen zu knüpfen. Da funktioniert der große Astroclub Deutschland doch ganz gut.
Den Beitrag von Larry W. verstehe ich dahingehend, daß relativ leicht die Kohle weg sein kann, entweder beim Treuhänder (Gebühren?) oder bei erfolgreichem Crowdfunding beim Starter der Aktion, insbesondere wenn der trotz Erreichen der Zielvorgaben nicht die versprochene Leistung liefern kann.
In jedem Fall ein gutes Exempel, daß die Sternfreunde schon mal was riskieren, wenn es um die Beibehaltung bestimmter Medien-Erzeugnisse geht.
Nur: was ist in der Astroszene passiert, daß ein solcher Tanker fast untergeht ? Ich kann mich noch gut erinnern, als bei SuW die Abo-Kündigungen dutzendweise eingingen, weil endlich eine gescheite Alternative auf dem Markt war. Und damals gab es auch noch eine weitere österreichische Astro-Publikation mit einer 20k-Auflage.
Hat das Internet damit die astronomische Fachzeitschrift als solche für alle Zeiten und endgültig verdrängt ?

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Gast00273
Meister im Astrotreff

Germany
808 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2014 :  19:09:53 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Leute
Vehrenbergs Aufgabe bedauere ich heute noch, aber das ist ein anderes Thema. Wie Udo Jürgens war auch Vehrenberg mehr als 30 Jahre ein Teil meines astronomischen Lebens.. mindestens..eher mehr
(Thema für einen eigenen Treads! WER kennt heute von den Jungen noch Vehrenberg?)
Zu IS: Ich war lange Bezieher des Blattes. Anfangs war habe ich mich drauf gefreut, später immer weniger. Warum? Weil auch in diesem Heft nichts wesentlich anderes drinnen steht als in allen anderen Astrozeitschriften: Irgendwelche wichtigen "Titelstorys" immer vom Chefredakteur, die dann quasi" das Vater unser" der jeweiligen Zeitschrift war, dann die ewig gleichen Himmelsvorschauen, wo der Jupiter steht etc. Dann die ewig gleichen Autoren, die die ewig gleichen M31, etc mit den supergeilen Alpha-Beta-oder Gammagrafen in Zermatt oder in Namibia aufgenommen haben, dann, als Alibi, irgendwelche unscharfe Bilder von "normalen" Amateuren, dann unsägliche, hochgelobe Produkttests, Bücherbesprechungen, alles natürlich kaufenswert, am besten gleich Morgen, dann Werbung, das wars.Halt: Bei IS kam noch die Heilsbotschaft dazu. Ich vereinfache, ich weiß. Spätestens dann, wenn man die Hefte--egal ob IS, SuW, etc im Postkasten liegen hat, und genau weiß, wer wieder das Titelbild fotografiert hat oder wer wieder seine persönliche Meinungen als Absolution erhoben hat in den Zeitschriften, spätestens dann hat man keine Lust mehr, weiter sowas zu unterstützen, regelmäßig. Und darin liegt wohl-meine Vermutung- der Hund begraben: Wenn soviele Leute das Heft lieber am Kiosk kaufen, nachdem sie es durchgeblättert haben (!), bevor sie das Geld hinblättern, dann muss es auch am Inhalt der Hefte liegen. Bei der Metro gibt es auch SuW. Ich blättere mir das Heft durch, wenn ich denke, die knapp 10.- sind es wert, es zu kaufen,mache ich es, sonst aber nicht. Und SuW ist ja im Vergleich zu IS ein Urgestein. IS war falsch beraten, in die Kioske zu gehen. Sie haben nicht bedacht, dass die Heilsbotschaft nicht für alle eine solche ist.

Trotzdem wünsche ich den Leuten dort Alles Gute. Sie sind alle hochqualifiziert, und werden bestimmt mit Kusshand am Markt gebraucht. Zur Not kann man ja auch mal übergangweise Päckli auf und zu machen,(die Teleskophändler suchen immer Leute..) Millionen von Leuten schaffen zu marktüblichen Gehältern für so etwas. Ich habe auch einen akademischen Abschluss und bin Jahre meines Lebens Taxi gefahren..schadet nie...
:)
LG
Klarinetto

Bearbeitet von: Gast00273 am: 28.12.2014 19:48:28 Uhr
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ReneM
Meister im Astrotreff

Deutschland
536 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2014 :  19:13:05 Uhr  Profil anzeigen  Besuche ReneM's Homepage
Hallo Sternfreunde,

ich habe hier lange nur mitgelesen, aber jetzt muss ich hier doch mal meinen Senf dazu geben.
Zitat:
Original erstellt von: StefanK

Aber warum sollte Her Stoyan das riskieren? Wenn er Oculum jetzt ordentlich und ohne Insolvenz abwickelt, kann er sich für zukünftige Projekte als seriöser Geschäftsmann neu positionieren. Andernfalls wäre er in der Astroszene ein für alle Mal erledigt.


... das liebe ich so an Deutschland und uns Deutschen. Wer einmal in die Sch... gegriffen hat, der hängt der Geruch ewig an. Wir sollten ab und zu doch mal den Blick über den Tellerrand hinaus wagen ... anderswo gibt man tüchtigen Menschen jedenfalls immer eine zweite Chance.

Die Dienste von Ronald Stoyan für die deutsche Astroszene sind ohne Frage sehr sehr hoch einzuschätzen und .... wenn es mit Oculum und Interstellarum wirklich vorbei sein sollte, dann traue ich ihm und seinen Mitstreitern allemal einen Neuanfang zu. Vielleicht ja nicht in Deutschland oder nicht bei dem uns alle verbindenden Hobby.

Hallo Larry,
Ich bin trotz jahrelangem Abonnement der Interstellarum einer von denen, die sich nicht am crowdfunding-Aktion beteiligt haben, weil mir die letztlich abnehmende Strahlkraft der Zeitschrift sowie die Überzeugungsarbeit und das Krisenmanagement des Verlages keinen Grund dafür gegeben haben. Aber ich bin zu keiner Zeit so unhöflich geworden wie Du, der denkt, den Namen eines Sternfreundes wieder und wieder ohne Anrede hier "hinschlurren" zu können. Zudem schreibst Du hier als Experte für Insolvenzrecht? Das würde ich mir bei Deinem gefährlichen Halbwissen wirklich verkneifen. Gegenreaktion zwecklos ... ... ich habe mein Visier ist längst schon wieder herunter gefahren und bin in Deckung gegangen

Beste Grüße

Rene


Freunde der Nacht

Bearbeitet von: am:
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stefan-h
Altmeister im Astrotreff


16862 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2014 :  19:26:29 Uhr  Profil anzeigen
Hi Hanno,
Zitat:
Den Beitrag von Larry W. verstehe ich dahingehend, daß relativ leicht die Kohle weg sein kann, entweder beim Treuhänder (Gebühren?) oder bei erfolgreichem Crowdfunding beim Starter der Aktion, insbesondere wenn der trotz Erreichen der Zielvorgaben nicht die versprochene Leistung liefern kann.
Lies meine Antwort oder lies bei Startnext selbst in den FAQs nach.

Der Treuhänder erhält direkt nur Geld wenn jemand per Vorkasse zahlt. Gebühre fallen für Unterstützer nicht an. Wenn die Zielvorgabe erreicht würde könnte IS ja weiterhin bestehen und damit bekäme jeder mit dem abgeschlossenen Abo auch die Zeitschrift als Gegenleistung.

Soweit kann man der Redaktion bzw. dem Verlag schon trauen. Durchgerechnet wurde das ja und daraus ergab sich ja der Finanzbedarf.
Zitat:
Immerhin sagen hier Leute, die sich nicht kennen, Barbeträge in Mark und Pfennig zu, ohne das an allzuviele Bedingungen zu knüpfen
Nö, tut keiner. Für das Geld (das noch nicht mal vorgezahlt werden muss) gibt es die Gegenleistung in Form des Abos.

So gesehen besteht kaum ein Risiko jetzt ein Abo abzuschließen. Nutzt man die richtige Zahlungsart gibt man auch erst mal kein Geld aus der Hand- das passiert erst, wenn das Crowdfundingziel erreicht wird. Dann ist aber auch die Zeitschrift gerettet.

Mit Vehrenberg kann man den Fall wohl in keinster Weise vergleichen, da brach der Umsatz mit den Produkten von Vixen weg und mit anderen Produkten gegen die anderen Händler bestehen ist nicht einfach, besonders wenn dann schon das Geld knapp ist.

Gruß
Stefan

Bearbeitet von: am:
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portaball
Meister im Astrotreff

Germany
368 Beiträge

Erstellt  am: 28.12.2014 :  19:40:54 Uhr  Profil anzeigen
Angenommen die 100.000 kämen zusammen, dann würden sie dem Verlag auch ausgehändigt.
Im Sommer geht es dann mit der Zeitschrift weiter.
Warum eigentlich erst im Sommer und was passiert mit den Mitarbeitern die ganzen Monate über?
Werden die da auch artgerecht entlohnt?

Angenommen man merkt dann im verlauf des Jahres, dass die Kohle doch nicht reicht und man stellt die Zeitschrift dennoch ein.
Wie komme ich dann als Abonnent mein Geld für die bereits bezahlten, aber nicht mehr gelieferten Ausgaben zurück.

Was mich auch masslos ärgert ist die Tatsache, dass man bei nicht erfolgreichem Crowdfunding auch die App zurückziehen wird.
Das bedeutet, ich habe dann keine Möglichkeit mehr auf meine bereits bezahlten digitalen Ausgaben zuzugreifen.
Ich bezweifle, dass dies rechtlich überhaupt zulässig ist, aber zu holen wird dann eh nichts mehr sein :-(

Grüsse Jochen

Bearbeitet von: am:
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