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 Buchrezension "Sketching the Moon"
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Ute07
Meister im Astrotreff

Deutschland
416 Beiträge

Erstellt am: 30.03.2014 :  15:59:18 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Sketching the Moon
An Astronomical Artist's Guide


Autor: Richard Handy, Deirdre Kellegan, Thomas McCague, Erika Rix, Sally Russel
Verlag: Springer
233 Seiten
Preis: 32,40€
ISBN: 978-1461409403

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© Springer Verlag
Mit freundlicher Unterstützung
des Verlages


Klappentext:
  • Das Buch ist visuell überwältigend, gefüllt mit vielen schönen und inspirierenden Arbeiten darstellender Kunst des Mondes
  • Lebendige Beschreibungen und bebilderte Anleitungen sind für jede Phase der Erstellung einer Mondzeichnung oder eines Mondbildes enthalten
  • Grundlagen der Zeichentechnik helfen Einsteigern schneller ausgefeiltere Techniken nutzen zu können
  • Der Text hilft den Lesern, sich für jede Art von Zeichnung das beste Werkzeug zuzulegen
Gleich nachdem Sie anfingen den Himmel durch Ihr kleines Teleskop oder Fernglas zu beobachten, wurden Sie wahrscheinlich von anderen ermutigt, Zeichnungen von dem zu erstellen was Sie gerade sehen. Zeichnen ist eine altehrwürdige Tradition in der Amateurastronomie und reicht zurück bis in die frühesten Zeiten, als die Teleskope erfunden wurden. Obwohl wir heute viele neue bildgebende Techniken haben, einschließlich der Astrofotografie, nutzen viele Beobachter weiterhin das Zeichnen um ihre Beobachtungen zu dokumentieren, um bessere Beobachter zu werden und in der Hoffnung etwas wissenschaftliches zum Wissen über Mond den beizusteuern. Einige zeichnen einfach, weil es ihre künstlerische Seite zufrieden stellt.
Der Mond präsentiert ein paar einzigartige Herausforderungen an den astronomischen Künstler denn der Mond liebt Lichtspielereien. Sketching the Moon: An Astronomical Artist's Guide, von fünf der besten heutigen den Mond beobachtenden Künstlern, will Sie auf Ihrem Weg führen und Ihnen zu wirklich hochqualitativen Zeichnungen verhelfen.
Alle wichtigen Merkmale der Mondoberfläche werden mit einer Auswahl an unterschiedlichen Zeichentechniken abgedeckt. Diese Techniken werden auf eine Art und Weise erklärt und illustriert, die das geheimnisvolle der künstlerischen Arbeit entschlüsseln, sie für die Beobachter erreichbar machen, die an mehr interessiert sind als nur ihre Notizen zu bebildern.
So nutzen Sie diese umfangreichen und einfach nachzuvollziehenden Anleitungen um die Astronomie zu mehr für Sie zu machen als Wissenschaft – machen Sie es auch zur Kunst!


Rezension:

Astronomisches Zeichnen ist eine Kunst für sich und während die DeepSky-Objekte zum größten Teil diffus erscheinen, zeichnen sich die Formationen auf dem Mond durch starke Kontraste aus, was ganz andere Techniken erfordert oder erst möglich macht.
Wer mit dem Zeichnen erst anfängt, weiß gar nicht, was es für Möglichkeiten gibt. Welche Techniken und Materialien stehen zur Verfügung bzw. bieten sich an? Da kommt dieses Buch (Englischkenntnisse voraus gesetzt) gerade recht.

Das Buch beginnt nach Vorwort und Einführung mit einer Liste von insgesamt 40 Formationen sowie einer gezeichneten Karte der uns zugewandten Seite auf der diese Formationen markiert wurden. Dieses sind die Objekte, deren Zeichnung in den folgenden Kapiteln genau beschrieben wird.
Es folgen ein paar Zeilen der Autoren als Danksagung, das beschränkt sich aber auf 2 Seiten. Nach dem Inhaltsverzeichnis geht es gleich an die erste Zeichnung – es werden die Grundlagen für das weitere Vorgehen gelegt. Irgendwo muss man ja anfangen. Dann kommen noch ein paar Fotos zum Abzeichnen, Übung macht schließlich den Meister, bevor es an den Hauptteil des Buches geht.
Sortiert nach Formationsarten werden unterschiedliche Zeichentechniken vorgestellt und für jede Technik eine Zeichnung in genauen Schritt-für-Schritt-Anleitungen ausgeführt. So werden zum Beispiel Kraterzeichnungen mit Zeichenkohle, Conté-Kreide, Bleistift und Pastellkreiden auf weißen und teilweise auch auf schwarzem Papier erstellt. Dabei wird jeder einzelne Schritt sowohl durch Fotos als auch durch genaue Beschreibungen erklärt.
Es werden Krater, Meere, Berge, Rillen, Täler und Dome gezeichnet, dazu auch einzelne Ereignisse wie Finsternisse aber auch die Phasen. Wenn nur eine schmale Mondsichel beleuchtet ist und der Rest der Mondoberfläche nur das aschgrauen Mondlicht zeigt, werden keine starken Kontraste mehr auftreten. Auch diese Situation kann man mit Stift oder Kohle und Papier einfangen.
Nach diesen Anleitungen werden noch zusätzliche Hinweise sowohl zur Zeichenausrüstung als auch zur Beobachtung am Teleskop gegeben. Während die Beobachtungstipps niemandem mehr Neues bieten können, sind die Anmerkungen zum Zeichnen besonders für Anfänger sehr interessant und handeln nicht nur von Papiersorten und Bleistifthärten sondern auch von der Fixierung und Archivierung. Die Vor- und Nachteile der einzelnen Materialien werden nicht verschwiegen. Diese Ausführungen wären besser in dem einführenden Kapitel aufgehoben gewesen, wer sich nicht bis hierhin durchhangelt, dem entgehen Angaben, die für ihn wichtig sein könnten.
Den Abschluss bilden eine Galerie von 20 unterschiedlichen Mond-Zeichnungen, Planungshilfen, Vorlagen, Glossar sowie Quellenangaben, Internetlinks und Literaturangaben.

Durch die Vorstellung unterschiedlicher Zeichentechniken und der Ausführung durch wechselnde Künstler wird dem Leser keine einseitige und „allein richtige“ Zeichentechnik vorgeführt, sondern Möglichkeiten aufgezeigt, den für sich selber optimalen Zeichenstil heraus zu finden. Jeder Mensch zeichnet anders, wird im Laufe der Zeit seinen eigenen Stil entwickeln und sich vielleicht auch künstlerische Freiheiten nehmen, was in der Fotografie so nicht möglich wäre.
Von der englischen Sprache sollte man sich nicht abschrecken lassen, die Autoren schreiben ohne viele Fremdworte in gut verständlichem Englisch und die Zeichenvorlagen sind durch die Schritt-für-Schritt-Anleitungen fast ohne Worte nachzuvollziehen.
Die einzelnen vorgestellten Zeichnungen und die zugehörigen Texte sind klar und übersichtlich gegliedert, zu Schluss sind meistens die Beobachtungsdaten beschrieben.
Die vorgeschlagenen Materialien sind zum größten Teil im Schreibwarenhandel oder beim Künstlerbedarf erhältlich, einzelne ausgefallene Artikel findet man im Internet.


Fazit:

Dem Mondzeichner in spe wird mit diesem Buch ein Rüstzeug in die Hand gegeben, mit dem er einen soliden Grundstein für seine zukünftigen Zeichnungen legen kann.

53.401 N, 8.023 O

Capt. Kirk: GSO Dobson 12"
Albert Einstein: Bresser Skylux 70/700
Col. O'Neill: GSO 8" Parabol Newton auf HEQ5
Caroline Herschel: Meade ETX70
zu Hause im "Astrobunker"

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