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 Buchrezension "Fern-Seher"
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Ute07
Meister im Astrotreff

Deutschland
418 Beiträge

Erstellt am: 24.03.2013 :  16:16:50 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Fern-Seher
Ferngläser für Astronomie und Naturbeobachtung


Autor: Lambert Spix
Verlag: Oculum
192 Seiten
Preis: 14.90 €
Erscheinungsjahr: 2009
ISBN: 978-3938469-28-6


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© Oculum Verlag
Mit freundlicher Unterstützung
des Verlages


Klappentext:

Ferngläser sind leicht zu transportieren, bequem zu tragen und schnell einsatzbereit: Das ideale optische Allzweckmittel!
„Fern-Seher“ ist das erste deutschsprachige Buch, das nicht nur die Bauarten und Ausstattungsmerkmale erklärt, sondern auch Auswahltipps für verschiedene Anwendungsgebiete gibt. Zahlreiche anschaulich bebilderte Beispiele erklären Bildfehler, Reinigung und Reparatur.
Der zweite Teil des Buches gibt ausfürhliche Hinweise für den Blick nach oben: Neben der Beobachtung von Mond und Planeten werden die sicheren Methoden der Sonnenbeobachtung erklärt. Daneben werden mehr als zwei Dutzend lohnende Ziele jenseits des Sonnensystems vorgestellt – inklusive realitätsnaher Abbildungen, die die Objekte so zeigen, wie sie im Fernglas sichbar werden.



Rezension:

Der „Fern-Seher“ kommt als praktisches Ringbuch im A5-Format daher, daher kann man es jederzeit aufgeschlagen liegen lassen ohne die Bindung zu beschädigen. Leider ist auf den beiden Innenseiten des Einbands Werbung für andere Produkte des Verlages, was den ersten guten Eindruck stört. Der Platz hätte sinnvoller genutzt werden können.

Das Buch ist grob in vier Kapitel: Technik, Auswahl, Anwendung und Beobachtung aufgeteilt und schließt mit einem Anhang ab.

Im ersten Kapitel „Technik“ beginnt der Autor mit einem Überblick über die Geschichte der Teleskope, von der Glasherstellung bis zu den ersten Teleskopen. Das erste Fernglas, wurde von Hans Lipperhey im gleichen Jahr gebaut wie das erste Teleskop.
Hier geht es jetzt auch um die Technik, die Funktionsweise des Ferngläser, um Abbildungsfehler sowie den Aufbau der unterschiedlichen Prismensysteme und die Ausführung unterschiedlicher Fernglas-Typen einschließlich Spezialferngläser.
Welche Leistung ein Fernglas hat, erkennt man meistens aus den aufgedruckten Daten aber was daraus weiterhin abgeleitet werden kann, ist in den meisten Fällen nur rechnerisch zu ermitteln. Die dafür notwendigen Formeln (und auch Tabellen) stellt der Autor zur Verfügung. Wie die zusätzlichen Daten zu interpretieren sind, wird natürlich ebenfalls dar gestellt.
Anschließend werden viele der fernglasspezifischen technischen Begriffe erklärt, was auch bei der Auswahl hilft, wenn man auf der Suche nach einem Fernglas ist.

Womit ich schon bei des Auswahlkriterien bin.
Welches Fernglas ist für welchen Einsatzbereich am Sinnvollsten? Nach welchen Eigenschaften sollte man sich sein Fernglas aussuchen? Was kann man von einem neuen Gerät erwarten?
Je nachdem ob das Fernglas für Naturbeobachtung oder zu Astronomie eingesetzt wird sind unterschiedliche Prioritäten zu setzen. Bei astronomischer Beobachtung spielt der Standort eine große Rolle, genau wie bei den Teleskopen, hier ist je nach Lichtverschmutzung die Austrittspupille zu wählen.
Trägt der Käufer eine Brille, will er mit der Brille beobachten und was muß dann beachtet werden? Wie schwer ist das Gerät? Wann ist ein Stativ oder eine Montierung sinnvoll bzw. erforderlich und was sollte dabei wiederum beachtet werden?
Was gibt es sonst noch an Zubehör wie zum Beispiel Filter (Sonnenbeobachtung!) und Peilhilfen.

Sehr praktisch sind die Checklisten, zum Einen für Natur- oder astronomische Beobachtung und zum Zweiten eine Checkliste für den Fall, dass eventuell ein Fernglas auf dem Flohmarkt erstanden wurde oder vielleicht irgendwo bei den Eltern oder Großeltern auf dem Dachboden aufgetaucht ist. Mit wenigen Handgriffen kann das Fernglas beurteilt werden, ob es noch für Beobachtungszwecke geeignet ist.

Dann kommt der Anwendungsteil mit Hinweisen zu (fast) jedem Einsatzbereich und – recht ausführlich und sinnvoll – guten Tipps zur Reinigung und Pflege sowie zu kleineren Reparaturen und Justierungen, soweit es sinnvoll ist diese selber durchzuführen.

In dem Beobachtungsteil des Buches geht es nur um astronomische Beobachtung mit den bekannten Vorbemerkungen zu Beobachtungstechnik, Adaption und den Hilfmitteln wie drehbarer Sternkarte oder Sternatlas sowie zu den Beobachtungsbedingungen.
Einen großen Teil des Buches nehmen dann die Beobachtungsziele ein.

Sonne, Mond und Sterne ...
Was ist für Ferngläser geeignet? Alles, wenn man nicht mit falschen Erwartungen daran geht. Mond und Sonne, Planeten, Kometen, Doppelsterne und Deep Sky, alles kann man sich mit einem Fernglas erschließen und jahrelang Spaß daran haben. Zu allen Beobachtungsobjekten ist einiges an Wissenswertem aufgeführt, es gibt Tipps zur Beobachtung, was gibt es zu sehen, welche Herausforderungen kann man sich stellen, was kann als längeres Projekt realisiert werden.
Zu Deep Sky Objekten ist eine Aufsuchkarte gedruckt sowie auch oft ein kleines Bild welchen Eindruck man im Fernglas zu erwarten hat. So werden keine falschen Hoffnungen auf schöne bunte Nebel geschürt.

Ein Anhang schließt das Buch ab, darin finden sich Literaturtipps, griechisches Alphabet, ein Glossar und eine Tabelle mit astronomischen Ereignissen, die aber leider nur bis 2014 geht (das Buch wurde 2009 aufgelegt).

In diesem Buch ist alles zusammengestellt, was man über Ferngläser wissen sollte. Es ist leicht zu lesen und viele Inhalte werden durch Zeichnungen und Fotos verdeutlicht, so dass keine Unklarheiten auftreten.
Die Fotos nehmen einen großen Platz ein, sind aber niemals zu klein so dass alles gut erkennbar ist.
Die Legenden zu den Fotos sind im gleichen Schriftstil und in der gleichen Spaltenbreite wie der Fließtext formatiert, nur etwas fett gedruckt, was aber bei flüchtigem Lesen nicht sehr auffällig ist. Das ist etwas verwirrend, wenn eine Bildunterschrift für eine Weiterführung des Fließtextes gehalten wird.



Fazit:

Dieses Buch ist ein reines Praxisbuch was jedem Neueinsteiger, dem man als erstes ein Fernglas zur Beobachtung empfiehlt, gleich mit empfehlen kann.

53.401 N, 8.023 O

Capt. Kirk: GSO Dobson 12"
Albert Einstein: Bresser Skylux 70/700
Col. O'Neill: GSO 8" Parabol Newton auf HEQ5
Caroline Herschel: Meade ETX70
zu Hause im "Astrobunker"

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