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Seite: von 2

norbert_loechel
Senior im Astrotreff


137 Beiträge

Erstellt  am: 25.04.2013 :  20:31:48 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Berndi,

Zitat:
Original erstellt von: Berndi


Was mir bei deinem Teil aber nicht klar ist, wo machst du die leckere Flasche Andechser rein? Zwischen Zelle und Sichelräder?


Na zwischen die Kiemen natürlich. So ein dunkler Doppelbock ist ideal zur forcierten Dunkeladaption - wenn man Nachmittags damit anfängt, sieht man schon zu Beginn der Dämmerung Sterne.

Eigentlich war die Flasche eine Belohnung für die Fertigstellung des Dobsons, die ich dann beim Fotografieren zum Größenvergleich daneben gestellt habe...


Viele Grüße
Norbert

Bearbeitet von: am:
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norbert_loechel
Senior im Astrotreff


137 Beiträge

Erstellt  am: 25.04.2013 :  21:00:23 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Horia,

Zitat:
Original erstellt von: Horia

Die Holz-auf-Teflon Lösung für die Höhenräder habe ich mal live erlebt und war positiv überrascht, wie gut das funktioniert. Auch die etwas größere Reibung ist sehr praktisch für leichte Strukturen.



Mittlerweile habe ich auf die Höhenräder 15mm breites PVC-Isolierband gekelebt. Die Haftreibung auf Teflon ist etwas höher als bei lackiertem Holz - das ist ja bei einem so leichten Gerät sehr angenehm für die Balance mit und ohne Okular. Das Beste an der Paarung PVC-Teflon ist aber, dass Gleit- und Haftreibung so gut wie identisch sind.

Grafik aus Copyrightgründen entfernt. Einzelheiten zu Haft- und Gleitreibung bitte aus dem Originaldokument entnehmen, es ist unten verlinkt

Die Tabelle mit den Ergebnissen von Berrys Messungen von 1980 steht im folgendem Dokument auf S. 11:

http://bossanova9.org/astro/ATM/2-DesignBasics.pdf

Es muss nicht immer Ebonystar sein, vor allem, wenn man für kleine Dobsons etwas mehr Reibung wünscht. Mancher baut sich ja eine Bremse an seine Höhenräder, aber ein Versuch mit Isolierband geht schnell und kostet fast nichts. Wer nicht zufrieden ist, kann das Band leicht wieder abziehen...

Viele Grüße
Norbert


Bearbeitet von: Ullrich am: 26.04.2013 09:47:52 Uhr
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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3635 Beiträge

Erstellt  am: 25.04.2013 :  21:36:42 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Leute,
Auf diesen Thread bin ich erst am Dienstag abend aufmerksam gemacht worden, nachdem ich dieses Meisterstück live erleben (und begrapschen) durfte.

Ich kann nur sagen: Die handwerkliche Verarbeitung ist allererste Sahne! Da findet man auch aus der Nähe keine Schwachstellen. Bei meinen Teleskopen sollte man besser >1m Abstand halten...

Jedes Detail an diesem Gerät ist sorgfältig durchdacht und präzise ausgeführt. Gäbe es einen Handwerksberuf Teleskopbauer, wäre dieses Gerät sicher gut genug als Meisterstück.

Die Bewegung in beiden Achsen erschien mir optimal und sehr gut aufeinander abgestimmt.

Den 1,25" Okularauszug finde ich völlig ausreichend.
Man erreicht hier knapp über 5mm Austrittspupille mit einem 24mm Okular. Eine größere AP habe ich unter europäischen Verhältnissen mit einem Teleskop noch niemals benötigt, um irgendein Objekt besser erkennen zu können. Das Optimum lag in der Praxis immer eher zwischen 4mm und 5mm.
In Namibia mag das anders sein. Und es kann natürlich auch von den eigenen Augen abhängen.

Stahl-Inserts und M6 Gewindestangen in den teilbaren Gitterrohren sind natürlich viel zu schwer, das geht gar nicht

Ich hoffe, das Gerät mal nachts am Sternhimmel testen zu können.

Gruß,
Martin

Bearbeitet von: am:
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Timm
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2733 Beiträge

Erstellt  am: 26.04.2013 :  08:53:22 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Timm's Homepage
Hallo Norbert,

auch von mir herzlichen Glückwunsch zum leichten Reisedobson.
Er sieht sehr solide und handwerklich so gut verarbeitet aus, so dass ich mir ihn als Vorbild für meine nächsten Projekte nehme.
Viel Spass damit bei deiner nächsten Flugreise nach Namibia, oder so wie ich zum Julineumond nach Südafrika zum Hottie.
Diesmal mit meinem Reisedobson, der doppelt so schwer, aber doppelt so groß ist.
cs
Timm

48°24'39"N / 8°0'38"O
und
26°52'53"S / 25°01'32"O

carpe noctem
observo ergo sum


Bearbeitet von: am:
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Theo60N11E
Mitglied im Astrotreff

Norway
87 Beiträge

Erstellt  am: 04.05.2013 :  11:59:58 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Norbert!

Gratuliere auch zu deinem Reisedobson!

Super handwerkliche Leistung.Hut ab!

Bin auch auf deinen 18Zöller bei Stathis Internettseite gestossen, und auch auf Reiners Internetseite.So etwas in der Richtung würde ich auch ganz gerne schon bald in Angriff nehmen.

Finde deinen Beitrag zum untenstehenden Zitat sehr interessant und werde das beim einem Zwergen6Zoller mal ausprobieren!


Zitat:
[i]Mittlerweile habe ich auf die Höhenräder 15mm breites PVC-Isolierband gekelebt. Die Haftreibung auf Teflon ist etwas höher als bei lackiertem Holz - das ist ja bei einem so leichten Gerät sehr angenehm für die Balance mit und ohne Okular. Das Beste an der Paarung PVC-Teflon ist aber, dass Gleit- und Haftreibung so gut wie identisch sind.




Noch eine(n)Frage/Kommentar zu den Höhenrädern:
Jedesmal, wenn ich grössere (Reise)dobsons sehe, fallen mir die Höhenräder mit relativ grossen Durchmesser auf.

Da ich nur ein relativ mittelmässig ausgestatteter Hobby-Heimwerker bin, kann ich mit Lochsägen Scheiben bis zu etwa 15 cm Durchmesser wirklich rund aus Holz (oder ähnlich hartem Material)herausbohren. Versuche, grössere Scheiben mit Kreisen auf Holz zu zeichnen und diese dann nach der Kreisline nachzielend herauszuschneiden, waren erbärmlich. Ähnliches kam heraus bei einer Art selbstgebastelter Nachführung.

Gibt's da einen speziellen Trick?

Was meinst du dazu?



Schöne Grüsse
Theo

Bearbeitet von: am:
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Alfredo Segovia
Meister im Astrotreff

Deutschland
342 Beiträge

Erstellt  am: 04.05.2013 :  20:46:31 Uhr  Profil anzeigen
Hi Norbert,

auch von mir Anerkennung. Gefällt mir sehr gut!

cs,

Alfredo

Bearbeitet von: am:
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Golfi1812
Meister im Astrotreff

Deutschland
376 Beiträge

Erstellt  am: 05.05.2013 :  00:29:28 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Golfi1812's Homepage
Auch von mir, der ebenfalls einen reisetauglichen 10 Zöller vor kurzem (1/2 Jahr) gebaut hat, größte Anerkennung und ein Lob für diese saubere Arbeit!

(==>)Theo:
Wenn du wirklich runde Kreise aus Holz o.Ä. fertigen möchtest, was grade für die Montierung (Höhenräder) beim Dobson ziemlich wichtig ist, ist die Oberfräse einfach optimal.
Mit der Stichsäge kann man natürlich auch schöne Kreise schneiden, das habe ich immer mit selbst gebauten Lehren bzw. Säge-Zirklen gemacht, jedoch verläuft das Sägeblatt IMMER und schneidet nicht mehr im rechten Winkel zum Werkstück. Das ist der Tod für eine schöne ,gleichmäßige Führung des Tubus über die Höhenräder.
Wenn du nicht die Notwendigkeit siehst zur Anschaffung einer Oberfärse, möchtest aber schöne Kreisausschnitte haben, dann geh einfach zum Tischler in deiner Nähe, klopp denen n paar € in die Kaffeelkasse und dann läuft das :D
Solltest du dir doch ne Oberfräse Anschaffen, dann tu mir und dir den Gefallen und kauf dir kein LIFL/ALDI Ding, das ist am Ende gefährlicher als alles andere....

Eine Alternative wäre übrigens noch folgende, wenn du das nicht bereits besitzt:
http://www.youtube.com/watch?v=akFhd2fdS04


mfg, Alex

Bearbeitet von: Golfi1812 am: 05.05.2013 00:32:24 Uhr
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Stiko
Meister im Astrotreff

Deutschland
329 Beiträge

Erstellt  am: 05.05.2013 :  07:05:20 Uhr  Profil anzeigen
Das ist echt ein tolles Gerät.
Man sieht förmlich die Arbeit,
die dort drin steckt.

Da wünsch ich dir viel Spaß und
viele klare Nächte.

HAKUNA MA TATA

16" Dobson


Bearbeitet von: am:
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Theo60N11E
Mitglied im Astrotreff

Norway
87 Beiträge

Erstellt  am: 05.05.2013 :  09:11:41 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Alex!
Danke für den Tipp mit der Oberfräse.Werde den Billigsdorfern im grossen Bogen ausweichen.

Habe mir auch den Youtube-clip angesehen. Da habe ich eben nur den kleinen Bruder für Scheiben bis ca. 140mm Durchmesser. Mit der gezeigten Variante wäre das meiste gelöst.

Die echten Handwerker wie u.a. Tischler sind bei mir hier in Norwegen schon (fast)ausgestorben (,aber oft gesucht).Der Zuzug von deutschen Handwerkern ist dementsprechend hoch.

Schöne Grüsse
Theo

Bearbeitet von: am:
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norbert_loechel
Senior im Astrotreff


137 Beiträge

Erstellt  am: 06.05.2013 :  21:01:13 Uhr  Profil anzeigen
=> all
danke für Eure positiven Rückmeldungen!

Hallo Theo,

Zitat:
Original erstellt von: Theo60N11E

Danke für den Tipp mit der Oberfräse.Werde den Billigsdorfern im grossen Bogen ausweichen.


ich habe meine Höhenräder auch mit einer guten, geliehenen Oberfräse hergestellt und kann das nur empfehlen. Die Oberfräse sorgt konstruktionsbedingt dafür, dass die Laufflächen der Höhenräder senkrecht zur Plattenoberfläche verlaufen. Bei der im Clip dargestellten Methode bin ich mir da nicht so sicher. Wenn man die Bohrmaschine leicht schräg hält, dann dürfte auch die Achse des herausgeschnittenen Zylinders schräg sein...

Zitat:
Jedesmal, wenn ich grössere (Reise)dobsons sehe, fallen mir die Höhenräder mit relativ grossen Durchmesser auf.


Das ist kein Zufall. Wenn ein so leichtes Gerät sich beim Rausnehmen des Okulars nicht aufrichten soll, dann brauchst Du ein entsprechendes Reibungsmoment. Das ergibt sich aus dem Radius des Höhenrades, dem Reibungsbeiwert und der bewegten Masse. Da die bei Reisedobsons klein ist, hast Du als Freiheitsgrade nur die Reibung und den Radius. Weiter oben im Thread habe ich einen Artikel mit Reibungsmessungen unterschiedlicher Materialkombinationen verlinkt. Darin wird gut beschrieben, wie man die Lagerung dimensionieren kann.

Viele Grüße
Norbert

Bearbeitet von: am:
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Theo60N11E
Mitglied im Astrotreff

Norway
87 Beiträge

Erstellt  am: 07.05.2013 :  06:37:52 Uhr  Profil anzeigen


Hallo Norbert,

Zitat:
ich habe meine Höhenräder auch mit einer guten, geliehenen Oberfräse hergestellt und kann das nur empfehlen. Die Oberfräse sorgt konstruktionsbedingt dafür, dass die Laufflächen der Höhenräder senkrecht zur Plattenoberfläche verlaufen. Bei der im Clip dargestellten Methode bin ich mir da nicht so sicher. Wenn man die Bohrmaschine leicht schräg hält, dann dürfte auch die Achse des herausgeschnittenen Zylinders schräg sein...

Stimme Deiner Aussage über die Lochsäge völlig zu. Mit der kleineren Variante (bis ca. 150 mm Durchmesser) kann ich die Scheibe noch mit Hilfe eines Bohrerstatives mit präziser 90-gradiger Ausrichtung exakt herausbohren, ohne dass schiefe/unregelmässige Scheiben entstehen.Oft funktioniert es auch nicht beim ersten mal.

Zitat:
Das ist kein Zufall. Wenn ein so leichtes Gerät sich beim Rausnehmen des Okulars nicht aufrichten soll, dann brauchst Du ein entsprechendes Reibungsmoment. Das ergibt sich aus dem Radius des Höhenrades, dem Reibungsbeiwert und der bewegten Masse. Da die bei Reisedobsons klein ist, hast Du als Freiheitsgrade nur die Reibung und den Radius. Weiter oben im Thread habe ich einen Artikel mit Reibungsmessungen unterschiedlicher Materialkombinationen verlinkt. Darin wird gut beschrieben, wie man die Lagerung dimensionieren kann.



Danke für den Hinweis! Da werde ich mich noch mit den Grössen der Räder und den Materialien genauer auseinandersetzen.

Schöne Grüsse
Theo


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