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 Barndoor fotografisch auf Objekt ausrichten
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Pagi
Mitglied im Astrotreff

Deutschland
76 Beiträge

Erstellt am: 03.03.2013 :  15:20:04 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Pagi's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo liebe Foren-Miglieder,

als Selbstbau-Barndoor-Fotograf stellte sich mir - neben der Polausrichtung (siehe http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=146938) - die Frage, wie richte ich die Kamera auf das gewünschte Objekt aus, insbesondere, wenn dieses erst nach längerer Belichtung zu im Foto sehen ist ?

Ich habe mir zwar die Möglichkeiten geschaffen, Rektaszension und Deklination auf einige Grad genau am Dreiwegeneiger der Kamera einzustellen, die genaue Positionierung muss ich aber weiterhin mit Hilfe - möglichst kurz belichteter Aufnahmen (10 - 20 Sekunden) - vornehmen. Befinden sich in der Nachbarschaft des gewünschten Objektes signifikante Sterne, ist dies auch kein großes Problem.

Im Beispiel von "Markarians Chain" an der Grenze Coma Berenices / Virgo ist dies aber nicht so einfach, viele Galaxien und wenige Sterne. Die Idee, diese Problematik lösen, bestand aus dem Vergleich zwischen Foto und Sternkarte - aber nicht mit der Sternkarte auf dem Schoß, sondern im Rechner.



Meine Software erkennt in der kurzbelichteten Testaufnahme (200mm, Blende 2,8, 15 Sekunden) die Sterne anhand der Anzahl zusammenhängender heller Pixel und markiert diese durch deutliche rote Kreise.

Anhand der eingegebenen Zielkoordinaten (12:30 / 13°) sucht sich meine Software die zugehörige Karte aus den in meinem System hinterlegten Karten, die ich aus Toshimi Takis Sternatlas generiert habe, und blendet die Karte in invertierter Darstellung hinter das Foto mit den markierten Sternen. Der Maßstab der Karte wird dabei dem des Fotos angepasst., das Foto leicht verkleinert, um einen genügend großen Kartenausschnitt zeigen zu können. Verschiebe ich jetzt die Karte mit der Maus hinter dem Foto, fällt es nicht schwer, die Sterne des Fotos mit denen der Karte zur Deckung zu bringen:



Mein Programm zeigt mir dabei unten links an, um wie viele Einheiten (Vierteldrehungen der Knöpfe) ich die Ausrichtung des Neigers korrigieren muss, um die gewünschte Zielkoordinate in die Bildmitte zu rücken.

Hier ein Ausschnitt aus dem dabei entstandenen Foto mit 200 mm Brennweite, Blende 4,5, 10 Aufnahmen a ' 6 Minuten, 10 Darks. Die Objekte können aber beim nächsten Mal deutlich mehr Belichtungszeit vertragen!



Viele Grüße
Ralf

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