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Seite: von 9

Berndi
Meister im Astrotreff

Deutschland
905 Beiträge

Erstellt  am: 16.06.2013 :  19:35:13 Uhr  Profil anzeigen  Sende Berndi eine ICQ Message
Hallo Wolfgang,

schön das dein Projekt weiter geht, ich lese sehr interessiert mit.
Welches Trägheitsmoment hast du für deinen Antrieb zugrunde gelegt?
Meine Montierung hat ein 150mm Reibrad mit einer Stärke von 40mm,Achsendurchmesser 4mm, Teleskopgewicht 18kg in 230mm Abstand von der RA-Achse.
Da denke ich, ich hab etwas überdimensioniert in der Dicke?

Viele Grüße
Bernd

Bearbeitet von: am:
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aussiedler
Senior im Astrotreff

Deutschland
151 Beiträge

Erstellt  am: 17.06.2013 :  14:40:39 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Bernd,

hab ich richtig gelesen?

40 mm Stärke deiner Reibräder?
Bei 40 mm ist es natürlich von Bedeutung das die Reibfläche
absolut plan gedreht ist um ein Anpressen auf ganzer Länge deiner 4mm
Antriebswelle zu erreichen.
Oder hast du auch zwei Antriebswellen wie ich?
Des weiteren muss die Lagerung der Antriebswelle (n) zum Reibrad auch exakt winkelig sein da sonst Verspannungen auftreten und kein
Anpressen in ganzer Länge stattfindet.
Bei 40 mm Raddicke ist das schon ne Herausforderung.

Was das Trägheitsmoment betrifft so würde ich mir keine Gedanken machen.
Du hast einen guten Gegenpuffer zum Teleskopgewicht, kannst etwas an Gegengewicht sparen und so läuft sie bestimmt sehr solide.
Wobei ich an deiner Stelle allerdings die Anfahrts und Anhaltegeschwindigkeit bei GoTo Betrieb sehr lang wählen würde damit die Antriebswelle nicht durchrutscht beim Anfahren oder das Reibrad nicht durchrutscht beim zu schnellem Anhalten der Bewegung.
Kommt halt darauf an ob du überhaupt GoTo machst, welche Steuerung hast du denn?
Deshalb ist es sehr wichtig wie oben schon erwähnt das du auf voller Länge deiner 40 mm Reibradbreite Kontakt hast zu der Antriebswelle da sonst hier dein Haltemoment verloren geht und es zum durchrutschen neigt.
Wichtig auch das gute Ausbalancieren des Teleskops, damit der Antrieb nur die ausbalancierte Masse in Bewegung setzen muss.

Viele Grüße

CS Wolfgang



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Berndi
Meister im Astrotreff

Deutschland
905 Beiträge

Erstellt  am: 17.06.2013 :  16:43:24 Uhr  Profil anzeigen  Sende Berndi eine ICQ Message
Hallo Wolfgang,

Das ist ja die Frage ob 40mm bei dem Gewicht nicht etwas zu viel ist.
Die Ausrichtung wird dadurch erreicht, das die Welle mit zwei Reihen Kugellagern angepresst werden. Insgesammt 8 Lager, um 120 Grad verschränkt. ( Ähnlich wie ein V8 motor die Zylinder )
Diese Welle läuft dann in einem Art Wagen, der seitlich an dem Reibrad mit Kugellagern geführt wird.
Sobald ich das anfange, mach ich auch mal eine vorzeigbare Zeichnung :-) Momentan ist da nur Alu-Material und viele Schmierzettel :-)
Die Steuerung mache ich selbst, Motor ist von Nanotec mit 400 schritte und 1:24 Präzisions Planetengetriebe. Das wird über Zahnriemen angetrieben. da kann man noch eine weitere Untersetzung mit einplanen.

viele Grüße
Bernd




Bearbeitet von: am:
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aussiedler
Senior im Astrotreff

Deutschland
151 Beiträge

Erstellt  am: 28.06.2013 :  12:20:58 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Bernd,

40 mm sind doch umso besser da du so mehr Anpressfläche hast
von Antriebswelle zum Reibrad.
Aber ich würde die Antriebswelle auf mind. 6 mm erhöhen und die Endübersetzung lieber über ein anderes vorgesetztes zweistufiges Planetengetriebe nach dem Schrittmotor erwirken.
1:24 ist dann etwas wenig.
Ein 4 mm Stiftchen als Antrieb auf 40mm Anpresslänge das ist für mich Gefühlsmäßig etwas labil. Ich denke das ist zu riskant, wie willst du die 4 mm Welle von hinten stützen?
Du willst es ja so machen wie ich es gemacht habe,dann brauchst du noch kleinere Lager als die die ich verwendet habe.

Schau bitte mal wie das bei mir gelöst ist, bei 4mm werden alle Abmessungen und Freilaufspalte noch geringer,
eine sehr genaue Ausmessung und Herstellung wird gefordert.
Ohne eine 100% funktionierende Stabilisierung von hinten der Antriebswelle wird sich die 4 mm Welle unmerklich biegen und nur am Rand deines Reibrades die Anpresskraft ausführen.
Da reicht schon die Biegung im my Bereich um hier wichtige Traktion zu verlieren.
Bevor du viel Zeit und Material verpulverst würde ich die gesamte Konstruktion nochmal überdenken.
Ich habe auch mit meiner durch Unwissenheit falsche Lagerwahl am Anfang des Montierungsbaues viel Lehrgeld bezahlen müssen und habe nun viel Zeit und Mehraufwand investieren müssen.

Da kommt mir noch eine Idee, wie wäre es in einem Messingblock eine 4 H7 Bohrung einzureiben damit die Welle darin schön leicht läuft. Danach den Block dann auf ganzer Länge über die Mitte der Bohrung hinweg abzufräsen idealerweise im Radius deines Reibrades damit nur eine "Mulde" bleibt für die 4mm Welle in der die Welle dann Läuft.
Diesen Block könnte man dann einfach komplett mit der Welle zusammen in einem Gehäuse bzw. deinem Laufwägelchen an das Reibrad pressen.
Ob die Schmierwirkung des Messings ausreicht um die Welle und das alles leichtgängig genug laufen zu lassen ist natürlich eine andere Frage.
Es wäre mir ein Experiment wert.
Das wäre auf alle Fälle eine sehr preiswerte Lösung.

Viele Grüße



CS Wolfgang



Bearbeitet von: aussiedler am: 28.06.2013 12:40:57 Uhr
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ES-Europe
Explore Scientific (Anbieter)

Deutschland
489 Beiträge

Erstellt  am: 28.06.2013 :  12:40:00 Uhr  Profil anzeigen  Besuche ES-Europe's Homepage
Hallo Alle,

kleine Bemerkung:
Reibräder auf keinen Fall zylindrisch drehen. Ein Reibrad, das nur einseitig gelagert ist (wovon ich abrate) muß konisch geschliffen werden, um bei der Durchbiegung (die durch den nötigen Anpressdruck zwangsläufig auftritt) noch eine Linienberührung mit dem anderen Rad zu haben. Ein beidseitig gelagertes Reibrad muß ballig gefertigt werden. Das muß man nicht unbedingt berechnen. Zusammenbauen und dann Tuschierpaste auf das große Rad. Fahren lassen. Dann sieht man, wo das Fett weggedrückt wurde, dort herrscht Kontakt. Welle wieder in die Drehmaschine, und mit Schleifpapier so lange weitermachen, bis das Reibrad überall "greift". Unbedingt mit Schleifpapier arbeiten, weil bereits geringste Unrundheiten beim wiedereinspannen dramatische Fehler machen, das kriegt man so nicht hin, auch nicht mit Zentrierbohrungen an der Welle.

Clear skies

Tassilo

Zitat:
Original erstellt von: aussiedler

Hallo Bernd,

hab ich richtig gelesen?

40 mm Stärke deiner Reibräder?
Bei 40 mm ist es natürlich von Bedeutung das die Reibfläche
absolut plan gedreht ist um ein Anpressen auf ganzer Länge deiner 4mm
Antriebswelle zu erreichen.
Oder hast du auch zwei Antriebswellen wie ich?
Des weiteren muss die Lagerung der Antriebswelle (n) zum Reibrad auch exakt winkelig sein da sonst Verspannungen auftreten und kein
Anpressen in ganzer Länge stattfindet.
Bei 40 mm Raddicke ist das schon ne Herausforderung.
Viele Grüße


Bearbeitet von: am:
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Berndi
Meister im Astrotreff

Deutschland
905 Beiträge

Erstellt  am: 28.06.2013 :  18:26:17 Uhr  Profil anzeigen  Sende Berndi eine ICQ Message
Hallo Wolfgang,
Das was du anführst hab ich auch schon gedacht. Bei meiner Lösung sind die Lager alle mit 1mm Abstand und die Lagerwelle ist praktisch alle 4mm unterstützt, stell dir einen V8 Motor vor und jeder Zylinder ist ein Lager. So ist dann die Anordnung. Die beiden Gegenwellen laufen dann in einem Block aus Alu, mit vorher gebohrten 4mm H7 Löchern .Die Welle ist mit 1/1000 Rundlauf genau, die Firma Fette stellt sehr präzise Wellen her. ( Fräser mit 4mm Schaft ;-)

Hallo Tassilo,
Wenn die Welle ballig ist, hast du in der Mitte eine größere Geschwindigkeit als am Rand, dadurch bekommst du einen Abrieb oder die Geschwindigkeit eiert, je nach dem an welcher Stelle Schlupf entsteht.
Die kleine Welle ist mit 2 Lagern links und rechts gelagert, der Anpressdruck kommt von 8 Lagern (8*4*3 Di Da B)

viele Grüße
Bernd

Bearbeitet von: am:
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aussiedler
Senior im Astrotreff

Deutschland
151 Beiträge

Erstellt  am: 28.06.2013 :  23:53:45 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Hallo Alle,

kleine Bemerkung:
Reibräder auf keinen Fall zylindrisch drehen. Ein Reibrad, das nur einseitig gelagert ist (wovon ich abrate) muß konisch geschliffen werden, um bei der Durchbiegung (die durch den nötigen Anpressdruck zwangsläufig auftritt) noch eine Linienberührung mit dem anderen Rad zu haben. Ein beidseitig gelagertes Reibrad muß ballig gefertigt werden. Das muß man nicht unbedingt berechnen. Zusammenbauen und dann Tuschierpaste auf das große Rad. Fahren lassen. Dann sieht man, wo das Fett weggedrückt wurde, dort herrscht Kontakt. Welle wieder in die Drehmaschine, und mit Schleifpapier so lange weitermachen, bis das Reibrad überall "greift". Unbedingt mit Schleifpapier arbeiten, weil bereits geringste Unrundheiten beim wiedereinspannen dramatische Fehler machen, das kriegt man so nicht hin, auch nicht mit Zentrierbohrungen an der Welle.

Clear skies

Tassilo



Bei Antriebswellen die nur beidseitig gelagert sind ist das genau der Effekt den ich in meinem letzten Posting versucht habe zu erklären.
Dies war auch mir bewusst vor bzw. bei meinen Planungen wobei am Ende diese beiden Antriebsteile entstanden in dem die Antriebswellen voll von der Rückseite her unterstützt sind mit Drucklagern und die gesamte Antriebseinheit sich um das Reibrad spannt wobei die eigentliche Montierungsachse absolut frei von irgendwelchen Seitenspannungen bleibt.
So habe ich die Grundidee von Herrn Herbert Zellhuber übernommen.



Das mit der Tuschierpaste habe ich schon hinter mir, ich kann versichern das die Antriebswellen flächigen Kontakt haben.

Hallo Bernd,

ich bin sehr gespannt auf deine Ausführung der Antriebe.
Ich hoffe sehr das du auch mal einen Thread startest mit einer Bilddokumentation.
Ich finde es super wenn die Reibradfraktion mal etwas Kontra gibt und die Funktionalität ihrer selbstgebauten Reibradantriebe beweist.
Herr Zellhuber hat ja schon ein kleines Feedback gegeben zu seinem Reibradantrieb der Nirostamontierung in einem anderen Thread hier im Technikforum.
Wie man also sieht steht eine Reibradmontierung einer Schneckenradgetriebenen Montierung in nichts nach insofern die Ausführung der Antriebe solide und haltbar ausgeführt wurden.

Außen vor lasse ich die Reibradgeschichten aus Holz und Schlauchschellenband etc.... ich beschreibe das Thema hier ausschließlich in den mit Maschinenbau vergleichbaren Konstruktionen.


Was meine Montierung betrifft so habe ich gerade das letzte Aluminiummaterial geordert und bin des weiteren an den zwei Platten
am Werkeln die stehend auf dem Polblock verschraubt werden zwischen denen das Stundengehäuse verschraubt wird.
Hier mal ein Bild des grob ausgeschruppten ersten Seitenteils.
Sorry das ich das Bild nicht gedreht habe. Aber ihr wisst ja sicherlich wo oben und unten ist.



Viele Grüße

CS Wolfgang



Bearbeitet von: aussiedler am: 28.06.2013 23:58:15 Uhr
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Berndi
Meister im Astrotreff

Deutschland
905 Beiträge

Erstellt  am: 30.06.2013 :  13:33:17 Uhr  Profil anzeigen  Sende Berndi eine ICQ Message
Hallo Wolfgang,
wenn ich meine kleine Mayer Montierung für meinen 80er ED fertig hab, vielleicht noch vor Weihnachten... ( Da gibt's dann auch einen Thread ), geht's an die Große mit Reibrad.
Bilder hab ich schon einige gemacht, aber noch nicht sortiert usw.

Ich stimme dir auch zu, dass ein selbstgebauter Reibradantrieb besser ist, als ein selbstgebauter Schneckenantrieb.
Klar kaufen kann man alles für viel Geld. Das ist ja nicht Sinn des Selbstbauens.

Wünsche dir gutes Gelingen mit deiner Montierung.

viele Grüße
Bernd




Bearbeitet von: am:
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ES-Europe
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Deutschland
489 Beiträge

Erstellt  am: 05.07.2013 :  14:32:02 Uhr  Profil anzeigen  Besuche ES-Europe's Homepage
Hallo Wolfgang,

Gratulation zu dem Projekt. Ich kapier Deine Lageranordnung noch nicht so ganz. Du nimmst die axiale Komponente der Kraft weit außen über ein Nadellager ab. So weit, so gut - mache ich ja auch so. Aber dann noch Kegelrollenlager in O-Anordnung? Dann nimmt doch entweder das Kegelrollenlager oder das Nadellager die Belastung auf, und das andere Lager hängt in der Luft...?. Das ist doch überbestimmt, oder sehe ich das falsch...?

Clear skies

Tassilo

Bearbeitet von: am:
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aussiedler
Senior im Astrotreff

Deutschland
151 Beiträge

Erstellt  am: 05.07.2013 :  17:04:32 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Tassilo,

hier die Antwort.

Ja Kegelrollenlager in O Anordnung ist richtig, diese nehmen die Hauptkraft auf.

Diese sind vorgespannt mit 0.170 mm +/- 0.010 mm.
Die Vorspannung wurde ermittelt ohne das die Axialnadellager verbaut waren.
Die hinteren Flansche an denen die hinteren Lager anliegen weisen eine eingedrehte Vertiefung auf, sowie die hinteren Achsstummel schauen etwas aus den Lagern heraus wobei jedoch die Vertiefung in den Flanschen um 0.170 mm +/- 0.010 mm tiefer ist als das Maß das die aus dem Lager herausschauenden Achsstummel aufweisen.
Die Vorspannung geschieht dann einfach durch das Fest bzw. Zusammenschrauben der hinteren Flansche mit 8 M 8 Inbusschrauben an der Achse.
Es bestünde hier die Möglichkeit die Vorspannung noch per Passscheiben zu erhöhen durch Unterlage dieser, wobei meinem Gefühl nach dies nicht notwendig wird.
Die Axialnadellager laufen lediglich mit und nehmen nur eine Vorspannkraft von 0,030 mm +/- 0.010mm auf.
Die Ermittlung dieses Vorspannungsmaßes habe ich mit kurzen Streifen Fühlerlehrenband vorgenommen verteilt rundherum unter der unteren Axiallagerscheibe im Lagersitz.
Vor dieser Maß Ermittlungsprozedur liefen die Axialnadellager nicht mit da ich die Lagersitze mit ein paar Hundertstel Untermaß gedreht habe in der Tiefe.
Ich kontrollierte dann im zusammengeschraubten Zustand der Lagerung per Auge, Taschenlampe und per Reißnadel durch die M 8 Gewindelöcher der Flansche wann die Axiallagerscheiben Kontakt mit dem Gehäuse erreichten bzw. wann ich sie durch die M 8 Gewindelöcher noch gerade so verdrehen konnte mit der Reißnadel,
und wann sie fest waren durch den erreichten Anpressdruck.
Alles schrittweise ermittelt mit aufeinandergelegtem Fühlerlehrenband rundherum verteilt.
Ich machte zur besseren Beobachtung Eddingstriche auf die Axiallagerscheiben die ich dann durch die M 8 Löcher kommen und gehen sah beim drehen per Reißnadel der Axiallagerscheiben.
Die erreichte Stärke die ich dann ermittelt hatte bei gerade so gutem Kontakt von Axiallagerscheibe zum Gehäuse bzw. Flansch notierte ich mir und addierte ca. 0.030 mm mit dem Hang zu +/ 0.010 mm dazu.
Diese Prozedur machte ich bei beiden Achseinheiten. Ich besorgte mir dann Edelstahlfeinblech von einer Firma die Fühlerlehrenbänder etc. herstellt genau in dem ermittelten Maß das ich wollte und ließ mir dann jeweils für jede Lagerung eine Passscheibe für unter die Axiallagerscheiben lasern.

Somit liegt die Hauptkraftaufnahme bei den Kegelrollenlagern und die Axialnadellager dienen lediglich zur minimalen Kraftaufnahme im äußeren Radiusbereich der Flansche.
Es läuft butterweich, ich bin sehr zuversichtlich einen guten Abgleich gefunden zu haben beider Lagerarten zueinander um eine Überbestimmung der Lagerung die du in Verdacht gezogen hattest zu verhindern.

Noch was weiteres ist dazu zufügen:
Die Ermittlung wurde bei ca. 20 bis 21 Grad Zimmertemperatur vorgenommen.
Beide Achseinheiten verbrachten nach Zusammenbau auch schon eine Nacht in der Tiefkühltruhe bei ca. - 18 Grad. Sie liefen auch danach noch Butterweich, allerdings noch ohne Fett sondern nur geölt.
Der positive Effekt der Ableitung der Vorspannkraft auf die Edelstahlhülsen mit dem gleichen Ausdehnungskoeffizienten wie die Achsen, Flansche etc. hat sich also bewahrheitet.
Ich denke mal bei Aluminium hätte das anders ausgesehen.



Zusatz:
Zugefügt am 31.12.2013


Nach dem ich mehrere Fragen per PM erhielt wie sich die Montierung wegen des Aluminiumgehäuses bei starken Temperaturunterschieden verhält bezüglich der Lagervorspannung füge ich folgende detailierte
Erklärung hinzu:

Denn:

Genau darum ging es mir bei der Konstruktion der Achseinheiten, nämlich durch einen durchdachten Aufbau die Ausdehnungkoeffiziens der Alugehäuse von den Achseinheiten voll und ganz zu entkoppeln und so außer Acht zu lassen, deshalb auch die großen Stützhülsen.
Einzig die vorderen Achsflansche mit den darin befindlichen Lagerungen sind mit dem Gehäuse stirnseitig verschraubt und verstiftet.

Jetzt der Clou dabei:
Die hinteren Lagersitze haben in ihrem Sitz im Alugehäuse rundherum
1.00 mm Luft an allen vier Seiten zum Alugehäuse.
Diese hinteren Lagersitze sind jeweils mit 8 M 10 Madenschrauben mit Messingdruckstifte die sich im Gehäuse befinden handfest von allen vier Seiten geklemmt, einmalig eingestellt und anschl. gesichert mit Schraubenlack. Die Klemmflächen an den Lagersitzen auf die die Druckblozen der Madenschrauben drücken haben eingelassene Messingdruckplättchen, so das Messing auf Messing wirkt.
So kann das Gehäuse in Unabhängigkeit von den Achseinheiten arbeiten bei Temperaturveränderungen und genauso die Achseinheiten nach hinten heraus ebenfalls, unabhängig von dem Aluminiumgehäuse.
Deshalb sind keine Lagervorspannungsveränderungen bei unterschiedlichen Temperaturen zu erwarten.
Dies hat auch der Test bestätigt als ich beide Gehäuse mit den verbauten Achseinheiten eine Nacht in der Tiefkühltruhe hatte bei ca. minus 18 Grad.
Auch danach ließen sich die gefrosteten Achsen butterweich per Hand drehen so wie am Vortag als die Gehäusetemperatur noch bei ca. 20 Grad lag.



Viele Grüße

CS Wolfgang



Bearbeitet von: aussiedler am: 31.12.2013 20:29:10 Uhr
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ES-Europe
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489 Beiträge

Erstellt  am: 05.07.2013 :  17:33:15 Uhr  Profil anzeigen  Besuche ES-Europe's Homepage
Hallo Wolfgang,

aah - jetzt ist das klar, danke. Eine Entlastungslagerung mit eingemessener Vorspannung - ganz großes Kino. Was willst Du denn da draufpacken... 2to?
Mach weiter so - es ist immer spannend zu sehen, was man alles machen kann, wenn man sich richtig Zeit nimmt. Wir sind gespannt auf die Resultate. Allerdings setzt Du mit dieser Grundsteifigkeit in xyz natürlich eine hohe Latte für die Rotationssteifigkeit Deiner Friktionsantriebe. Ich bin gespannt, ob das harmoniert.

Clear skies

Tassilo

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aussiedler
Senior im Astrotreff

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151 Beiträge

Erstellt  am: 05.07.2013 :  22:36:02 Uhr  Profil anzeigen
Ok, let's go !

Ich habe nun die zwei Seitenteile mal auf Endmaß gefräst,
im Moment habe ich nur sehr wenig Zeit, dennoch bin ich wieder ein Stückchen weiter gekommen.
Als nächstes werde ich mich den radialen Langlöchern der Elevation Verstellung widmen die das Verstellen des Stundengehäuses ermöglichen sollen.
Im Moment ist der Fertigungsstand folgender:








Hallo Tassilo, ich bin natürlich auch gespannt das alles zusammen harmoniert.
Was die Lagerung der Antriebe zur Achseinheit angeht so lasse dich mal überraschen..... dauert aber noch etwas.


Viele Grüße

CS Wolfgang



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aussiedler
Senior im Astrotreff

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151 Beiträge

Erstellt  am: 12.08.2013 :  23:11:05 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Forengemeinde und
Interessierte....

sicherlich haben schon einige bemerkt das es schon länger
nichts mehr neues zu sehen gibt von meinem Selbstbau.

Durch Gesundheitliche Probleme und private
Schicksalsschläge ist es mir im Moment nicht möglich
den Kopf frei für mein Hobby zu bekommen.
Deshalb werde ich es zwangsweise einige Zeit auf Eis legen müssen.
Werde aber wieder dokumentieren wenn es weiter geht...

Ich hoffe ihr habt Verständnis dafür.
Danke.

Viele Grüße

CS Wolfgang



Bearbeitet von: aussiedler am: 12.08.2013 23:12:14 Uhr
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aussiedler
Senior im Astrotreff

Deutschland
151 Beiträge

Erstellt  am: 18.10.2013 :  23:21:24 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Forengemeinde!

Ich habe wieder etwas Zeit gefunden an meiner ATM Montierung
weiter zu arbeiten.

Des weiteren nutzte ich dies um auf andere Gedanken zu kommen...
muss ja schließlich auch mal sein.

Der Jetzige Fertigungsstand ist folgender:
Die Verbindung der Achsenkreuze ist hergestellt.
Achsen und Lagerung sind "done"
Jetzt kommt der nächste Schritt an die Reihe,
die Montage der Reibradantriebe.
Zum Aktuellen Testzusammenbau hab ich Bilder gemacht die ich euch nicht vorenthalten möchte:





Natürlich fehlt noch das Endfinish, die Winkel
Encoder müssen auch noch verbaut werden.
Da kommt noch was auf mich zu.....
Hoffe es gefällt euch.

Viele Grüße

CS Wolfgang



Bearbeitet von: am:
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Monoceros
Meister im Astrotreff

Colombia
529 Beiträge

Erstellt  am: 19.10.2013 :  03:38:17 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Wolfgang!

Respekt kann ich nur sagen.

Hoffe Deine Montierung wird auch einwandfrei funtionieren!

Gruesse

Robert

BPC5 8x30
6" f7.1 Selbstschliff
10,6" f5.3 Selbstschliff

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