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Ute07
Meister im Astrotreff

Deutschland
418 Beiträge

Erstellt am: 09.12.2012 :  13:42:53 Uhr  Profil anzeigen  Antwort mit Zitat
Durchblick Astronomie
Interaktive Werkzeuge zum Be-Greifen des Sternhimmel


Autor: Michael Dütting
Verlag: Oculum Verlag
DVD
Preis: 9,90 €
ISBN: 393846951X

Amazon


© Oculum Verlag
Mit freundlicher Unterstützung
des Verlages

Klappentext:

Die Oberfläche des Mondes mit dem virtuellen Fernrohr erkunden, die täglichen und jährlichen Bewegungen des Firmaments simulieren, die Planeten des Sonnensystems erforschen und die Sternbilder Mitteleuropas entdecken – das alles ist nun per Mausklick möglich! Fast spielerisch vermittelt „Durchblick Astronomie“ fundiertes Astronomiewissen und macht den Einstieg in die praktische Astronomie kinderleicht.



Rezension:

Durchblick Astronomie kommt recht einfach daher, nur eine kleine Papphülle mit Kunststoffeinsatz für die DVD. Kein unnötiger Schnickschnack, keine Riesenverpackung.
Eine Installation ist nicht notwendig, das Programm läuft entweder direkt von DVD oder man kopiert einfach alle Dateien in ein Verzeichnis. Von der Festplatte läuft das Programm flüssiger, was sich besonders bei älteren Rechnern oder älteren DVD-Laufwerken bemerkbar macht.
Weil keine Installation notwendig ist, hat man später keinen Müll auf der Festplatte, der umständlich wieder entsorgt werden muß.
Die Anleitung, die auf der DVD enthalten ist, kann bei Oculum als PDF geladen werden.

Das Programm läuft im Browserfenster und da dann nicht das komplette Programmfenster sichtbar ist, kann es leicht durch [F11] vergößert (und auch wieder verkleinert) werden. Dann sind alle Steuerungselemente sichtbar. Bei mir lief es unter Firefox (17.0.1) ohne Probleme. Die Bedienung erfolgt mit Maus oder Tastatur.
Die Programmoberfläche teilt sich auf in ein Hauptfenster in dem die gewählten Ansichten sind und ein Infofenster, das auf der rechten Seite als Streifen eingeblendet wird. Hier bekommt man nähere Informationen zu den ausgewählten Objekten, es gibt die Möglichkeit, Objekte auszuwählen, die dann im Hauptfenster angezeigt werden oder hier sind Steuerungen zu den einzelnen Ansichten plaziert.

Zur Verfügung stehen 5 Ansichten: Fernrohr, Drehbare Himmelskarte, Sternbilderatlas, Planetenkarte und Monduhr.

Im Programmteil Fernrohr ist der Mond als Standardansicht voreingestellt. Dies ist der einzige Abschnitt in dem 3 unterschiedliche Vergrößerungen (25x, 50x, 100x) zur Verfügung stehen. Die Ansicht ist wie im Refraktor, d.h. die Richtungen sind vertauscht.
Es können 5 unterschiedlichen Mondphasen ausgewählt werden und im Infofenster werden die, in der entsprechenden Phase sichtbaren Mondformationen für weitere Einzelheiten eingeblendet. Es sind über 400 unterschiedliche Mondformationen enthalten.
Des Weiteren gibt es die Ansicht für Objekte des Sonnensystems wie die Planeten, den Mond, die Sonne und 2 Kometen (Hale Bopp und Ikeya Zhang). Hier sind leider keine weiteren Vergrößerungen vorgesehen, auch der Stand der Planeten zueinander ist willkürlich gewählt.
Bei der Ansicht des Sternenhimmels schließlich sind 13 Messier- und 2 NGC-Objekte über eine Oberfläche verteilt, welche die Hintergrundsterne darstellen soll. Die bekannten Sternbilder sind jedoch nicht zu finden, statt dessen kann man zum Beispiel M8 und M66 zur gleichen Zeit im „Okular“ entdecken!
Die Darstellung der Messier-Objekte entspricht in etwa dem Anblick im Teleskop, keine bunten Hubble-Bilder sondern einfache weiße Nebelchen, wenn auch sehr deutlich erkennbar, was in einem (Einsteiger-) Teleskop so nicht unbedingt zu erwarten ist.

Bei der Drehbaren Sternkarte kann eine Stadt in der Nähe eingegeben werden oder auch die geografische Länge des Standortes. Dadurch erfährt man auch die, für den eigenen Standort geltende, mittlere Ortszeit. Die Sternkarte muß aber selbst eingestellt werden, wodurch die Bedienung einer normalen drehbaren Sternkarte erlernt wird. Die Planeten können eingeblendet, Planetenzeiger und Koordinatennetz zugeschaltet werden, was am PC funktioniert, aber nicht an einer normalen Sternkarte.

Der Sternbilderatlas gibt einen Überblick über die sichtbaren Sternbilder an Standorten die etwa 50° geografischer Breite entsprechen. In der voreingestellten Ansicht sind die Sterne mit den Sternbildlinien zu sehen, fährt man mit der Maus darüber, erscheinen die gedachten Bilder, nach einem Mausklick erscheinen die Bezeichnungen (nach Bayer) und bei den hellsten Sternen auch die Eigennamen. Bei einem weiteren Mausklick bekommt man weitere Informationen zu dem Sternbild. Leider erscheinen von den Sternbildern nur die deutschen Bezeichnungen nicht die lateinischen (internationalen) Namen. Auch ein paar DeepSky-Objekte werden angezeigt. Die Namen und Zeichnungen können auch permanent eingeblendet werden, ebenso lassen sich Himmelsäquator, Koordinatennetz und Milchstraße, sowie für die Darstellung der Planeten die Ekliptik zuschalten.
Der Lauf des Mondes und der Planeten vor den Sternbildern kann animiert dargestellt werden.

Des weiteren ist eine Monduhr enthalten, an der sich für ein beliebiges Datum die Mondphasen ablesen lassen.

Und schließlich noch die Planetenkarte, welche die Bewegungen der Planeten verdeutlicht, nicht nur von der Erde aus sondern auch zueinander, womit sich dann auch die zeitweisen rückwärtigen Bewegungen erklären lassen.


Fazit:

Durchblick Astronomie ist vorrangig für Kinder und Jugendliche konzipiert um vorhersehbare Enttäuschungen zu vermeiden, wenn Teleskope mit den falschen Erwartungen gekauft werden. Deshalb sind die simulierten Okularanblicke realistisch gehalten.
Diesem Anspruch wird das Programm auch gerecht, es läßt sich recht viel entdecken was das Interesse an der Astronomie weiter fördern kann und das zu einem günstigen Preis.
Auf der Oculum-Seite zu dieser DVD sind zusätzliche Unterrichtsmaterialien abrufbar, die im praktischen Unterricht mit diesem Programm verwendet werden können.

Leider lassen sich die Einstellungen, die im Programm gemacht werden, nicht abspeichern, so dass sie immer neu erfolgen müssen.
Wenn die Animationen langsam ablaufen, 'hüpfen' die Planeten auf ihren Bahnen ein wenig hin und her, bei der Simulierung einer Sonnenfinsternis verschwindet die Sonne bereits bevor sich der Mond davor schiebt, was bei schnellerem Ablauf nicht mehr auffällt.
Nach meiner Meinung liegt hier eine gute Einführung in die praktische Astronomie vor, die hilft, die Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben aber trotzdem den Spaß an dem Hobby wecken kann.

Weiter Infos und Ansichten zu der DVD: http://www.oculum.de/oculum/titel.asp?ID=0612201211592305&Nr=63

53.401 N, 8.023 O

Capt. Kirk: GSO Dobson 12"
Albert Einstein: Bresser Skylux 70/700
Col. O'Neill: GSO 8" Parabol Newton auf HEQ5
Caroline Herschel: Meade ETX70
zu Hause im "Astrobunker"

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