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Seite: von 2

Michael Koenig
Meister im Astrotreff

Deutschland
423 Beiträge

Erstellt am: 30.10.2002 :  11:32:54 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Michael Koenig's Homepage
hallo,

ich habe bereits auf einigen webseiten gelesen, dass man sich mittels eines laser pointers (conrad o.ä.) einen künstlichen stern bauen kann.

die designs differieren aber deutlich. einmal wird empfohlen, die fokussiereinrichtung des laser pointers abzuschrauben und "direkt" auf die laser halbleiterdiade zu blicken, oder aber der laser pointer bestrahlt eine stahlkugel oder - passend zur anstehenden zeitspanne -eine weihnachtsbaumkugel, oder aber es wird eine kurzbrennweitige linse vor den pointer gesetzt.

mich interessieren eure selbstbauerfahrungen, schön wären auch ein paar bilder, die eure künstliche-stern-box zeigen.

gruss,
michael


gvarensch
Meister im Astrotreff

Deutschland
740 Beiträge

Erstellt  am: 30.10.2002 :  12:57:48 Uhr  Profil anzeigen
Moin Michael,

kleine (5-10mm) Stahlkugel auf eine dünne und schwarze Achse vor schwarzem Stoff(Hintergrund). Das Ganze mit ner Lichtquelle (z. B. Diaprojektor (ohne Dia) beleuchten. Streulicht vermeiden!

Beachte, dass, je nachdem WAS Du testen möchtest, das Spektrum der Lichtquelle wichtig ist. "Sonnenlicht" erzeuge ich mit einer Quecksilberhochdrucklampe (~6 kK). Die gibts allerdings nicht eben mal bei "Aldi" und im Fachhandel meist nur im kW-Bereich. Das ist ein bischen ville. Ich nutze eine 50W Variante.

Alternativ geht auch Kunstlicht mit Konversionsfolie, die die Farbtemperatur nach Blau verschiebt.

Gruß
Oliver


Oliver Rensch * Pressereferent(==>)GvA-Hamburg.de
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Foucault
Senior im Astrotreff

Germany
161 Beiträge

Erstellt  am: 30.10.2002 :  16:43:10 Uhr  Profil anzeigen
Hi,
Laserpointern gegenüber bin ich immer recht skeptisch eingestellt.
Mein künstlicher Stern besteht aus einer Taschenlampe, einer Lochblende und einem umgekehrten 10mm Okular, die in Reihe aufgebaut sind. Funktioniert ganz wunderbar.
Grüße
Stefan Loos

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Michael Koenig
Meister im Astrotreff

Deutschland
423 Beiträge

Erstellt  am: 30.10.2002 :  17:17:25 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Michael Koenig's Homepage
ok, soweit ich diesen aufbau verstehe, verwendet man diese hochreflektierende kugeloberfläche deshalb, weil aus geometrischen gründen damit erreicht wird, dass man eine kohärente kugelwelle erzeugt.

und damit kann man diese lichtquelle als testlichtquelle verwenden. richtig?

die beleuchtung der kugel kann natürlich auch durch einen laserpointer erfolgen. ich denke, dass es in diesem zusammenhang egal ist, ob dieser die kugel diffus oder kollimiert bestrahlt. der unterschied liegt hier wohl in der sich ergebenden intensität.

gruss,
michael

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otterstedt
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
1388 Beiträge

Erstellt  am: 31.10.2002 :  00:32:55 Uhr  Profil anzeigen  Besuche otterstedt's Homepage
Hi,

mein künstlicher Stern sieht ähnlich aus wie die meisten anderen hier auch: Fahradlampe mit Hallogenbirne, 9V Batterie, Alufolie drum rum - fertig.

Wichtig ist, dass das Loch in der Alufolie extrem klein ist. Ich habe dieses Loch mit einer sehr feinen Nähnadel hinein "gestossen". Als Unterlage diente dabei der Boden eines grossen Kochtopfs. So dringt die Nadel nur mit dem vordersten Teil der Spitze durch die Alufolie hindurch. (Für den zweiten Versuch brauchst du eine zweite Nadel, weil die erste wahrscheinlich "platt" ist :-)

Ciao, Heiner

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gvarensch
Meister im Astrotreff

Deutschland
740 Beiträge

Erstellt  am: 01.11.2002 :  09:42:28 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:

ok, soweit ich diesen aufbau verstehe, verwendet man diese hochreflektierende kugeloberfläche deshalb, weil aus geometrischen gründen damit erreicht wird, dass man eine kohärente kugelwelle erzeugt.

und damit kann man diese lichtquelle als testlichtquelle verwenden. richtig?

die beleuchtung der kugel kann natürlich auch durch einen laserpointer erfolgen. ich denke, dass es in diesem zusammenhang egal ist, ob dieser die kugel diffus oder kollimiert bestrahlt. der unterschied liegt hier wohl in der sich ergebenden intensität.



Hallo Michael,

allgemeine Zustimmung! Wenn ich so die anderen Vorschläge sehe befürchte ich, vielleicht mit einer Kanonenkugel auf einen Spatzen geschossen zu haben....
Für den Vorschlag Loch in Alufolie hab ich auch noch ne Idee: Es gibt im Filmbereich SCHWARZE Alufolie mit etwa 3facher DIcke der im Haushalt üblichen (gibts vielleicht auch im guten Fotohandel). Diese ist "knautschsicherer" und reflektiert nicht nach vorn (was egal ist, wenn der Raum sonst dunel ist - ist er aber ja meist nicht )

Schönes Wochenende
oLLi
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Rohr
deaktiviert

Germany
335 Beiträge

Erstellt  am: 01.11.2002 :  10:05:54 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Rohr's Homepage
Zunächst lieber Michael, muß klar sein, was man testen will:
Soll es ein Sterntest werden, ein Ronchi-Gittertest oder ein
Foucault-Test. Nur beim Sterntest selbst braucht man eine
Lochblende, aber auch da ginge eine Laserdiode ohne Optik deren
Lichtpunkt etwa 1/100 mm groß ist oder ein dünnes Lichtleiter-
kabel von einer Leuchtdiode her und anschließender Verkleinerung
durch ein Okular wie es Kurt Schreckling auch hier beschreibt.
Der hat damit Beugungs-Test fotografiert.

Für den Foucault- und Ronchi-Gitter-Test ist ein Lichtspalt
viel interessanter. Auch die früheren Lichtzeiger-Birnchen
mit einem dünnen Draht als Wendel waren prima als "Lichtspalt"
benutzbar. Der Lichtspalt bringt mehr Licht.

Beim Foucault-Test reicht bereits eine beleuchtete Lichtkante,
also eine Leuchtdiode, die von einer Seite mit einer Messer-
schneide begrenzt ist, noch besser, wenn man die "Halbkugel"
davor planschleift und darauf die Schneide setzt.

Wolfgang Rohr





http://rohr.aiax.de
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Michael Koenig
Meister im Astrotreff

Deutschland
423 Beiträge

Erstellt  am: 01.11.2002 :  12:22:08 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Michael Koenig's Homepage
Hallo Wolfgang,

vielen Dank für die Erläuterungen. Meine Absicht ist eine ganz einfache: Ich möchte gerne einen simplen Optiktest mittels intra/extrafokalen Beugungsscheiben durchführen können.

Hierzu habe ich - noch einmal vielen Dank für die Anregungen - bisher schon etwas experimentiert und werde wohl einen Aufbau mit einer Laser-Diode mit verschiebbarer Kollimationslinse und einer davon bestrahlten Kugellagerkugel realisieren. Ein erster Freihandtest brachte ein schönes Beugungsscheibchen als Ergebnis. Nun werde ich hierzu einen festen Aufbau basteln - sobald ich fertig bin, werde ich hier darüber berichten.

Auch wenn solch ein künstlicher Stern natürlich nicht die Genauigkeit einer Autokollimationsmessung erreicht, kann man damit recht gut eine Optik kollimieren.

Gruss,
Michael König


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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
7042 Beiträge

Erstellt  am: 09.11.2002 :  14:38:07 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Michael,
Lasepoiter Linse ab und fertig ist der künstliche Stern für fast alle Fälle! Der ist auch klein genug, dass man z. B. beim Test im Krümmumgsradius eines 16" f/5 Spiegels ein sauberes Beugungsbild im Startest sieht. Ebenso kann man damit sehr empfindlich nach Foucault oder Ronchi testen. Man braucht keine Blende oder Spalt. Der Laserpunkt ist aber auch ohne Linse und ohne Verspiegelung vieeel zu hell und man muß unbedingt dämfen. Ich verwende dazu ein Neutralglas oder ein Grünfilter. Da kommt immer noch genügend Rotlicht durch. Ich hab schon vielerlei künstliche Sterne erprobt, insbesondere für die Test bei der Spiegelherstellung/ Parabolisierung. Die polierte Stahlkugel läst sich selten so fein polieren und liefert daher ziemlich viel Streulicht. Die Christbaumkugel liefert Nebenreflexe und Astignmatismus, weil die Glasoberfläche auch reflektiert und die Kugel nicht exakt sphärisch ist. Bei der Projektion einer kleinen, abgeblendeten Glühlampe mittels Linse oder Okular hat man Probleme mit Verschmutzungen und Kratern auf der Linse. Die einfache Abblendung einer Lampe mit einer Lochblende hat ihre Tücken, weil die Lochblende sehr klein sein muss. Ohne zusätzliche Kondensorlinse liefert solch eine Quelle eine wenig homogene Ausleuchtung des Spiegels.

Zun intra/exttafokalem Test ohne Autokollimation und ohne Kollimationsfernrohr muss der Stern ca 50x Brenweite entfernt stehen. Sonst gibt es mit geringer werdendem Abstand stark zunehmende sphärische Abberation. Bei 50x Brennweite funktioniert reicht eine mit ca 0,5 mm Loch abgelendete Taschenlampen- Glühbirne.

Also, warum denn einfach, wens den auch kompliziert geht!

Gruß Kurt


Bearbeitet von: am:
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Michael Koenig
Meister im Astrotreff

Deutschland
423 Beiträge

Erstellt  am: 10.11.2002 :  23:45:36 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Michael Koenig's Homepage
so, die tipps (vielen dank!) wurden nunmehr in eine bastelarbeit umgesetzt:







eigentlich gibt es zu den bildern wenig anzumerken. nur soviel, die stahlkugel wurde auch einer m3 schraube befestigt, diese wiederum auf einer mutter, die am gehäuse sitzt. dadurch kann die stahlkugel sehr fein vor dem laserpointer auf und abbewegt werden. so verändert man den reflexionswinkel und damit die strahlintensität. die kollimationslinse vor der laserhalbleiterdiode kann abgeschraubt werden.

gruss,
michael

astro-images.de


Bearbeitet von: am:
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Michael Koenig
Meister im Astrotreff

Deutschland
423 Beiträge

Erstellt  am: 25.11.2002 :  17:41:58 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Michael Koenig's Homepage
sorry,

ich sehe eben, dass die link snicht mehr stimmen ...
das liegt am neubau meiner homepage

mehr unter
www.schmid-koenig.de/astro.htm

da findet sich auch der vollständige artikel zum selbstbau

michael

Bearbeitet von: am:
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norbert
Neues Mitglied im Astrotreff

Österreich
22 Beiträge

Erstellt  am: 04.06.2003 :  10:25:09 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Original erstellt von: Kurt

Hallo Michael,
Lasepoiter Linse ab und fertig ist der künstliche Stern für fast alle Fälle!




Der Thread ist zwar eine Weile her, aber ich will mir auch einen künstlichen Stern aus einem Laserpointer basteln, vertraue da den Einwänden und Hinweisen von Dir, Kurt. Allerdings: "Linse ab" - wie ist das zu realisieren? Hast Du dem Ding einfach das vordere Teil abgesägt? Und wie verhindert man dabei, dass funktionsnotwendige Teile zerstört werden?

Norbert

der steirische Austronom


Liabe Griass

Norbert
... der steirische Austronom

Bearbeitet von: norbert am: 04.06.2003 10:27:43 Uhr
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Michael Koenig
Meister im Astrotreff

Deutschland
423 Beiträge

Erstellt  am: 04.06.2003 :  11:32:53 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Michael Koenig's Homepage
hallo norbert,

ich hatte es sehr einfach, da mein laserpointer in einer messingröhre sitzt und die linse sich einfach abschrauben lies. wenn die linse allerdings fixiert ist, würde ich den laserstrahl auf eine stahlkugel lenken. ggf. musst die hierzu vor der linse noch eine lochblende anbringen.

gruss,
michael

Bearbeitet von: am:
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Martin Krahn
Mitglied im Astrotreff

Germany
51 Beiträge

Erstellt  am: 04.06.2003 :  12:46:02 Uhr  Profil anzeigen
Noch ein Aspekt...
Auf der Strecke 50x Brennweite kann man leicht lokalen Seeingproblemen erliegen, dann ists auch wieder vorbei mit der Künstlichkeit. um das zu minimieren scheint es mir sinnvoller, die Stahl- oder Weihnachtsbaumkugel vom Fernrohr aus zu beleuchten, dann müssten sich die Seeingeffekte raussubtrahieren. Allerdings ist meine Erfahrung mit komplettem Laser an der christbaumkugel die, dass der Leser störende Intereferenzsprenkel macht. Weiss nicht, obs an dem LAser oder der Christbaumkugel mit ihrem Glas über der Verspiegelung liegt. Mit ner Taschenlampe gehts dabei m.E. besser.
Gruß,
Martin

Bearbeitet von: am:
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Kurt
Forenautor im Astrotreff

Germany
7042 Beiträge

Erstellt  am: 04.06.2003 :  13:20:14 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
die Stahl- oder Weihnachtsbaumkugel vom Fernrohr aus zu beleuchten, dann müssten sich die Seeingeffekte raussubtrahieren.

Hallo Marin,
sorry, das tun sie leider nicht. Sie addieren sich. Sonst hätten wir nicht das leidige Problem mit Tubus- seeing insbesondere bei Spiegelteleskopen.

Die Bestrahlung einer glänzenden Kugel funktioniert so ungefähr wie der Schuss von hinten durch die Brust ins Auge Bei Sonnenschein ist der Test im freien wegen bodennaher Turbulenz praktisch wertlos.
Die Erzeugung des künstlichen sternes viel einfacher durch Projektion einer kleinen, abgeblendeten Glühlampe mittels Okularprojektion, wenn man keine Laserdiode ohne Kollimationsoptik verwenden möchte. Das funktioniert sowohl für Labortests nach Foucault, Ronchi und "Star" als auch im freien bei größerem Abstand, allerdings im dunklen. Bei Verwendung eines 8 mm Plössl als Projektionsoptik habe ich beim Test meiner 12" f/4,8 und 16" f/4,7- Spiegel nichts von Okularfehlern bemerkt (Vergleich mit Laser- Diode ohne Optik).
Gruß Kurt

Bearbeitet von: am:
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Martin Krahn
Mitglied im Astrotreff

Germany
51 Beiträge

Erstellt  am: 04.06.2003 :  14:30:22 Uhr  Profil anzeigen
Hallo, Kurt,
dass sie sich addieren...klingt plausibel....aber ich bin noch nicht überzeugt!
Der Laserstrahl wird ja parallel in sich zurückgeworfen und müsste dann auch denselben Weg durch die Turbulenzen wiederfinden. Im Tubus des Spiegelteleskop geht er aber i. A. einen anderen Weg zurück!!
Nun?
Gruß,
Martin

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