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 Was war das in M57? Zentralstern?
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Seite: von 3

Rolf_1981
Meister im Astrotreff

Deutschland
636 Beiträge

Erstellt am: 13.09.2004 :  12:01:30 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Rolf_1981's Homepage
Hallo zusammen,

M57, der Ringnebel - ein schönes Objekt, das man sich immer wieder ansehen kann. So auch gestern. Ich hatte mit meiner Freundin und meinem Cousin meinen D8 (200mm/1200mm Newton) auf der EQ6 aufgebaut und ihnen mal M57 eingestellt, während ich mich noch mit ein paar Kleinigkeiten beschäftigte. Die Durchsicht war nach einem durchziehenden Wind und vorbeiziehendem Gewitter wirklich hervorragend, die Luft war superklar. Wir beohachteten aus einer Kleinstadt und die Grenzgröße lag bei ca. 5m5 um den Polarstern. M57 stand allerdings im Zenit, wo die Grenzgröße schon bei 6m lag.

Plötzlich fragte beim Cousin am Okular stehend, was das den für ein Stern sei, der sich da im Ring befände. Ich antwortete ihm, dass sich in M57 ein Zentralstern befindet, dieser aber eigentlich mit dieser Optik noch nicht zu sehen sei (zumindest war ich felsenfest dieser Überzeugung). Dann hat sich meine Freundin M57 angeschaut und meinte ebenfalls, ganz deutlich sogar einen Stern darin zu erkennen. Die beiden wechselten sich am Okular ab und dann wurde ich doch neugierig. Tatsächlich, ohne UHC-Filter konnta man, wenn man seinen Blick auf den Ring richtete, zwar indirekt aber doch deutlich einen Stern in M57 sehen! Mit UHC-Filter anschließend ich zumindest nicht mehr.

Jetzt frage ich mich, ob das wirklich sein kann. Wie gesagt, die Durchsicht war hervorragend und die Grenzgröße in der Leier lag bei 6m. Und wir drei Beobachrer haben wirklich einen Stern gesehen. Ist das möglich?

---
Ein dunkler Himmel ist durch nichts zu ersetzen, außer durch einen noch dunkleren Himmel!
Rolf

Bearbeitet von: am:

flatratte
Meister im Astrotreff


514 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2004 :  12:57:42 Uhr  Profil anzeigen
Hi,
der Zentralstern von M57 hat mW. ca. mag15, hier eine Graphic bez. Grenzgröße eines Teleskopes der Fa. Baader:



'nicht möglich' weiß ich nicht, eher unwahrscheinlich ...*schätz* noch unwahrscheinlicher als meine Annahme ihn selbst im 12,5'er gesehen zu haben ... mal sah ich ihn ... mal nicht mehr (indirekt), bei (von Anderen geschätzten mag6) ... trotzdem auch unwahrscheinlich
*malnochunsicherheitzufüg*
Gruß
Flatratte

Bearbeitet von: am:
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MartinB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
3384 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2004 :  12:58:26 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Rolf,
herzlichen Glückwunsch zu der Beobachtung! Ihr habt euch ziemlich sicher nicht geirrt.
In M57 sind sogar mehrere Sterne zu finden (in Wirklichkeit davor oder dahinter). Mit meinem 12" Dobson habe ich vorige Woche auch zum ersten Mal zwei davon gesehen, einen davon sogar vor dem hellen Teil des Ringnebels.
Unter optimalen Bedingungen (perfektes Seeing) ist es gut möglich, daß das auch mit einem 8" Teleskop schon geht.
Ich vermute aber, den eigentlichen Zentralstern kann man eher nicht mit einem Amateurteleskop sehen.
Weiß jemand mehr?

Gruß,
Martin

Bearbeitet von: am:
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kopfgeist
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5620 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2004 :  13:04:28 Uhr  Profil anzeigen  Besuche kopfgeist's Homepage
also... ich vermute, dass man den zentralstern bei indirektem sehen auch mit solchen optiken "erahnen" kann. theoretische mathematik und physik in allen ehren, aber oft wird man auch vom gegenteil überzeugt, was die theorie eigentlich vorschreibt.

was aber auch noch sein könnte: innerhalb des ringes stehen zwei bis drei sterne recht nahe beinander. vielleicht erschinen diese drei (der optik wegen ungetrennt) dadurch ähnlich wie ein einzelner stern *kopfkratz*



bin auf weitere erklärungen gespannt.

grüsse

jens (kopfgeist)

CCD, Teleskop, Montierung: Moravian G3 11000 an TS 130 mm f/6.6 Triplet Apo auf Celestron CGEM
Sonstiges: ASI1600MCCool und Canon Objektive mit Brennweiten von 14 mm bis 400 mm
Zubehör: Riccardi Reducer M 83, Skywatcher StarAdventurer, Lacerta MGEN und Baader Herschelkeil



---
"Zeit ist etwas, das verhindert, dass alles auf einmal passiert."

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Gast0315
deaktiviert


3996 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2004 :  13:04:35 Uhr  Profil anzeigen
Hallo zusammen,

in der Theorie dürfte mit einem 8" Teleskop der Zentralstern von M57 nicht erreichbar sein.

Grund ist nicht nur die Helligkeit des Sterns, sondern auch dessen Spektralklasse: Sein Emissionsmaximum liegt in einem Bereich, wo das menschliche Auge ziemlich unempfindlich ist. Erschwerend kommt hinzu, dass der Zentralbereich von M57 nicht richtig dunkel, sondern aufgehellt ist.

Je nach Bedingungen halte ich 14 - 16 Zoll Öffnung für eine visuelle Beobachtung für das absolute Minimum.

Gruß
Stefan

Bearbeitet von: Gast0315 am: 13.09.2004 13:09:02 Uhr
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kopfgeist
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5620 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2004 :  13:09:57 Uhr  Profil anzeigen  Besuche kopfgeist's Homepage
hallo zusammen,

nochmal ich.
(==>)stefan:
14-16 zoll? wir hatten bis vor einem jahr einen 12 zöller und bei guten bedingungen konnte man damit den zentralstern relativ gut durch indirektes sehen erkennen. vergrösserung lagen hierbei etwa bei 200fach (12 zoll bei f= 5200mm und 25 mm okular).
gut... wenn man dann nach unten extrapoliert, wird es eng, bei 8" etwas zu sehen, aber wer weiss...?

grüsse

jens

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JoergB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2535 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2004 :  13:10:20 Uhr  Profil anzeigen  Besuche JoergB's Homepage
Hi,

mehr weiß ich nicht, aber ich lasse mal meine angelesene 'Kompetenz' sprechen. Erstens gibt's hier ein Bild mit mindestens zwei Sternen im Nebel, dem Zentralstern und einem weiteren:
http://www.maa.agleia.de/Messier/D/m057.html

Zweitens ein ganz klares Bild mit Zentralstern vom Amateurteleskop:
http://www.astrode.de/m57.htm
Ist zwar ein 32"er aber die Ameteurteleskope gehen ja bis 42", soweit ich das sehe.

Und drittens habe ich schon von mehreren hier im Forum gelesen, dass sie den Zentralstern gesehen haben. Einer davon Roland Herrman mit Auge.

Theoretisch verhält sich alles so, wie Flatratte grob darlegt, das habe ich schon ein paar mal so erklärt bekommen. Allerdings gibts ja immer wieder mal diese Momente, wo der Himmel 'einfriert' (Seeingseitig) und alle möglichen positiven Faktoren aufeinandertreffen. Bevor nun die Physik-Sektion aufschreit: ich weiß, dass deshalb eine Optik ihre theoretische Grenzgrösse nicht überschreiten kann.

Es wäre aber mal interessant zu erfahren, wie die Grenzgrösse des anderen Sterns im Nebel ist (siehe erster Link). Möglicherweise handelt es sich hier um eine besser sichtbare Komponente.

Weitere Ideen?

Gruß,
Jörg Borchardt

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Gast0315
deaktiviert


3996 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2004 :  13:13:23 Uhr  Profil anzeigen
Hehe Jens,

Zitat:
theoretische mathematik und physik in allen ehren, aber oft wird man auch vom gegenteil überzeugt, was die theorie eigentlich vorschreibt


Das erinnert mich an einen netten Spruch, der am besten in Englisch wirkt:

'In theory, theory and practice are the same thing, but in practice, they're not.'



Gruß
Stefan

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Gast0315
deaktiviert


3996 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2004 :  13:14:50 Uhr  Profil anzeigen
Joerg,

Bilder zählen nicht.

Photographieren kann man den Zentralstern mit 3 Zoll...

Gruß
Stefan

Bearbeitet von: am:
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kopfgeist
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
5620 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2004 :  13:15:46 Uhr  Profil anzeigen  Besuche kopfgeist's Homepage
jo jörg,

das mit den mehreren sternen innerhalb des ringes ist auch eine meiner vermutungen:
Zitat:
was aber auch noch sein könnte: innerhalb des ringes stehen zwei bis drei sterne recht nahe beinander. vielleicht erschinen diese drei (der optik wegen ungetrennt) dadurch ähnlich wie ein einzelner stern *kopfkratz*


siehe auch mein bild dazu. wurde zwar mit einem zwanzigzöller aufgenommen, aber ich denke, dass die beiden sterne visuell vielleicht als einer erkennbar waren, oder das der eine (nicht der zentralstern) für den beobachter sichtbar war.

grüsse

jens (kopfgeist)

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Gast0315
deaktiviert


3996 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2004 :  13:18:44 Uhr  Profil anzeigen
Jens,

Zitat:
wir hatten bis vor einem jahr einen 12 zöller und bei guten bedingungen konnte man damit den zentralstern relativ gut durch indirektes sehen erkennen


Gut, das will ich nicht ausschließen. Nach 10" klafft bei mir eine Lücke. Dann steht mir erst wieder ein 14" und 16" Gerät zur Verfügung. Unter bestem Himmel in einem Stuttgarter Vorort ist es mir und anderen Beobachtern (teilweise mit sehr viel Beobachtungserfahrung) noch nie gelungen, den Zentralstern mit einem phantastisch guten (!) C14 zu entdecken.

Gruß
Stefan

Bearbeitet von: Gast0315 am: 13.09.2004 13:19:54 Uhr
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JoergB
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2535 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2004 :  13:18:57 Uhr  Profil anzeigen  Besuche JoergB's Homepage
Ruhe in der Refraktor-Ecke!

Nee, ich wollte nur:
- was zum gucken bieten
- die Sache mit dem Amateurteleskop klären
- und auf den mindestens einen weiteren Stern im Nebel hinweisen.
Zitat:
Photographieren kann man den Zentralstern mit 3 Zoll...

Ja scho, aber man sieht dann nix auf dem Foto!

Husch und wech!!

Gruß,
Jörg Borchardt

Bearbeitet von: am:
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Gast00060
Altmeister im Astrotreff


1075 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2004 :  13:50:52 Uhr  Profil anzeigen
Also O’Meara „braucht“ 9“ um den Zentralstern zu sehen, schreibt aber, dass hohe Vergrößerungen erforderlich sind.
Wie nafpie schon schrieb, ist der Zentralstern recht blau und so das eigene Auge dafür empfindlich ist, hilft dieses.
Der andere Stern ist wohl leichter zu sehen und Angaben für diesen schwanken zwischen 13 bis 15 mag.
Selbst wenn es „nur der“ war, ist das eine beachtliche Leistung, da ich mal unterstelle, dass Deine beiden Mitbeobachterinnen nicht sehr geübt sind.
Gruß,
Guido
P.S. Das gute Buch in Sachen Messiers: http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true

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Rolf_1981
Meister im Astrotreff

Deutschland
636 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2004 :  14:19:27 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Rolf_1981's Homepage
Also zu sehen war definitiv ein Stern. Und das beachtliche war ja, dass meine Mitbeobachter gar nicht wussten, dass hier Sterne sein sollen und sich eigentlich nur auf den Ring konzentrierten. Die Erklärung, dass die Sichtung eine Kummulation verschiedener Sterne innerhalb M57 ist, die eben nicht getrennt wurden sondern in ihrer Gesamtheit als ein Punkt wahrgenommen wurden, leuchtet mir eigentlich ein.

---
Ein dunkler Himmel ist durch nichts zu ersetzen, außer durch einen noch dunkleren Himmel!
Rolf

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Andreas29
Meister im Astrotreff

Deutschland
299 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2004 :  19:17:13 Uhr  Profil anzeigen
Hi,

ich habe von Mai bis jetzt den Ringnebel ca. 6 mal "im Visier" gehabt.
Mir steht ein 8" Galaxy Dob als "Sehhilfe" zu Verfügung.
Dabei habe ich i.d.R. den Nebel mit einem 9er Plössel (133x) mit O-III Filter angesehen.
Bei indirektem Sehen is eindeutig im Nebelzentrum eine Punktförmige Aufhellung sichtbar.
Welcher Stern das is, obs überhaupt einer ist, weiss ich nich. Jedenfalls sind Punktförmige Aufhellungen im Nebel zu beobachten.
Diese sind auch noch bei 200x deutlich wahrnehmbar und sind Punktförmig.

Grüße

Andreas

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Gast0315
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3996 Beiträge

Erstellt  am: 13.09.2004 :  19:33:07 Uhr  Profil anzeigen
Andreas,

Zitat:
Dabei habe ich i.d.R. den Nebel mit einem 9er Plössel (133x) mit O-III Filter angesehen.
Bei indirektem Sehen is eindeutig im Nebelzentrum eine Punktförmige Aufhellung sichtbar.


Meinst Du etwa MIT dem OIII-Filter?

Es tut mir leid, aber das halte ich für gänzlich ausgeschlossen, da ein OIII-Filter das Sternenlicht nicht unerheblich dämpft.

Gruß
Stefan

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