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 laterale Lagerung
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Seite: von 2

fraxinus
Altmeister im Astrotreff


2895 Beiträge

Erstellt  am: 27.07.2011 :  20:02:44 Uhr  Profil anzeigen
Hi Norbert,
Zitat:
Das ist mein Plan B.

Nein, ich habe keinen Zweifel, dass Du das perfekt hinbekommst. Deine Spiegelbox hat ja alle Optionen offen. Es ist nur so, dass die Schlingenlagerung mit Draht theoretisch die bessere ist. Damit die 90 Grad Kugellager-Lösung in der Praxis das Rennen macht, und das tut sie wie es scheint, muss sie perfekt sein.
Also bitte berichten, was geht und was nicht.

Ganz speziell für Dich habe ich dieses Reststück Borofloat...


... zwischen ein Fichtenklötzchen und eine 6mm Stahlkugel in den Schraubstock gespannt. Der Abdruck der Oberseite sieht so aus:

Die Unterseite, dort wo die Kugel auflag war glatt. Es hat eine Weile gedauert bis zum Pling! Daneben zum Vergleich der Abdruck einer M12 Mutter mit 80kg belastet.

Hoffe, das beruhigt Dich etwas bezüglich "Stahl auf Glas".

cs Kai



Bearbeitet von: fraxinus am: 27.07.2011 20:04:50 Uhr
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norbert_loechel
Senior im Astrotreff


135 Beiträge

Erstellt  am: 28.07.2011 :  09:18:40 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Kai,

Zitat:
Original erstellt von: fraxinus

Also bitte berichten, was geht und was nicht.


Falls ich in den Sommerferien etwas Zeit habe, dann werde ich den Spiegel mal auf den "Murks-Rollen" interferometrieren und die durch die Lagerung bedingten Fehler isolieren. Da muss ich dann nicht lange auf entsprechend gutes Seeing warten.

Zitat:
Original erstellt von: fraxinus

Es hat eine Weile gedauert bis zum Pling!


Schon, aber ich bekomme Gänsehaut, wenn ich mir so ein "Pling" bei optisch bearbeitetem Glas vorstelle...

Was hältst Du davon, Stahlplättchen auf den Spiegelrand zu kleben, damit die Kraft von den Kugellagern flächig in den Spiegel eingeleitet wird? Das hätte auch den Vorteil, dass man die Stahlplättchen schön glatt machen kann. Der Rand meines Spiegels ist nämlich etwas wellig (vielleicht mit einem Wasserstrahl geschnitten). Wenn man schon eine möglichst reibungsarme Lagerung mit Kugellagern anstrebt, ist es sicher nicht gut, wenn diese über Unebenheiten holpern müssen...

Gruß
Norbert

Bearbeitet von: am:
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Timm
Altmeister im Astrotreff

Deutschland
2664 Beiträge

Erstellt  am: 28.07.2011 :  10:04:36 Uhr  Profil anzeigen  Besuche Timm's Homepage
Zitat:
Original erstellt von: norbert_loechel

Was hältst Du davon, Stahlplättchen auf den Spiegelrand zu kleben, damit die Kraft von den Kugellagern flächig in den Spiegel eingeleitet wird? Das hätte auch den Vorteil, dass man die Stahlplättchen schön glatt machen kann. Der Rand meines Spiegels ist nämlich etwas wellig (vielleicht mit einem Wasserstrahl geschnitten). Wenn man schon eine möglichst reibungsarme Lagerung mit Kugellagern anstrebt, ist es sicher nicht gut, wenn diese über Unebenheiten holpern müssen...

Gruß
Norbert



Hallo Norbert,

ein welliger Spiegelrand ist schlecht für eine Lagerung mit Kugellagern. Diese liegen ja nur mit einer minimalen Linie auf und könnten so in den Wellen hängen bleiben. Da genügen ja schon minimale Kräfte und bumms... hast du Asti vom Feinsten!
Ob da aufgeklebte Stahlplättchen helfen, weiß ich nicht.
Meine Spiegel sind am Rand grade und feingeschliffen.
Deshalb funktioniert bei mir die laterale Lagerung mit Kugellagern bestens.
CS
Timm


48°24'39"N / 8°0'38"O
und
26°52'53"S / 25°01'32"O

carpe noctem
observo ergo sum


Bearbeitet von: am:
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PeJoerg
Altmeister im Astrotreff


1116 Beiträge

Erstellt  am: 28.07.2011 :  10:32:02 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Norbert,
Zitat:
Was hältst Du davon, Stahlplättchen auf den Spiegelrand zu kleben, damit die Kraft von den Kugellagern flächig in den Spiegel eingeleitet wird? Das hätte auch den Vorteil, dass man die Stahlplättchen schön glatt machen kann.

das klingt erst einmal nicht schlecht. Was passiert aber bei Tempereturänderung mit dem Kleber und dem Stahlplättchen? Ich könnte mir vorstellen, dass die Ausdehnung des Konstruktes wieder mehr Fehler erzeugt, als das leichte Rollen bringt.
Das wäre schon interessant, wenn das mal einer nachmessen würde.
Vielleicht auch was für die Sommerferien?
Die Profis kleben an ihre großen Spiegel zum Teil auch Halteklötze an, damit in der Beschichtungsanlage (kopfüber) keine Abschattung auf der Oberfläche entsteht. Diese bleiben hinterher auch dran, scheinbar tut das nichts.
Viele Grüße
Jörg

Ausrüstung: Mehr als ausreichend, aber nie ganz zufriedenstellend.

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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10206 Beiträge

Erstellt  am: 28.07.2011 :  11:49:31 Uhr  Profil anzeigen
Zitat:
Was passiert aber bei Tempereturänderung mit dem Kleber und dem Stahlplättchen?

Vermutlich nicht mehr, als bei jedem geklebten Fangspiegel auch.

Gruß

Kalle - Alles wird gut !
Meine Okulardatenbank im Astrotreff: hier
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RogerZi
Meister im Astrotreff

Schweiz
340 Beiträge

Erstellt  am: 28.07.2011 :  14:45:31 Uhr  Profil anzeigen
Hallo

ist der Kraftübergang bei geklebten Stahlplättchen (mit Silkon oder Epoxi?) auf Kugellager nicht absolut undefiniert?
Wenns dann auf dies nicht ankommt, wozu die ganze Mühe?

Gruss

Roger

Meine Ausstattung:
zwei Augen und ein Sterngucker

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Guntram
Meister im Astrotreff

Österreich
758 Beiträge

Erstellt  am: 13.08.2011 :  10:34:32 Uhr  Profil anzeigen
Hallo Norbert.

Herzlichen Dank für die ausführliche Darstellung deiner Lösung des Problems der lateralen Lagerung. Sie ist vielleicht DIE Hürde, die genommen werden muß, um einen dünnen Spiegel wirklich gut nutzen zu können.

Ich werde am Teststand meinen 350/25mm f/5,2 Spiegel, der momentan noch im K80 Stadium ist, sowohl mit Schlinge als auch mit Kugellager ausprobieren. Für die Lagerung auf Kugellager wird ein Stück Sägeblatt ( = gehärteter Stahl ) auf den Spiegelrand aufgeklebt. Nur ca. 1cm lang, das reicht sicher. Auf dieser Fläche läuft dann das Kugellager die wenigen zehntel mm, die für die laterale Lagerung nach deiner genialen Justiermethode notwendig sind.

Damit sollten die Probleme Stahl auf Glas und eingedrückte Dellen bei Verwendung von Kunststoff gelöst sein. Oder es funktioniert nicht: Dann bleibe ich bei der Schlingenlagerung mit Drahtseil, so wie von dir und R. Houdart praktiziert.

Vielen Dank an alle, die zu diesem Thread beigetragen haben!

Guntram

Newton 160mm f/5,2
Kutter Schiefspiegler 110mm f/26 und 130mm f/25
Tetra-Schiefspiegler 200mm f/12

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Kalle66
Forenmeister im Astrotreff

Deutschland
10206 Beiträge

Erstellt  am: 13.08.2011 :  11:40:29 Uhr  Profil anzeigen
Hallo,
Zitat:
Auf dieser Fläche läuft dann das Kugellager die wenigen zehntel mm, die für die laterale Lagerung nach deiner genialen Justiermethode notwendig sind...
Die Kugelager sollen - soweit mein Verständnis von Statik als Nicht-Ingenieur - nicht laufen, sondern einfach verhindern, dass sich Spannungskräfte zwischen Spiegelhalterung und Spiegel aufbauen. Bewegen tun die sich ja faktisch nicht. Inofern dürfte eine geklebte Stahllauffläche sicher kein Nachteil sein, denn die Klebefläche baut solche Spannungen ja nicht auf.

Die Problematik von Stahl auf Glas ist - zumindest sehe ich das so - im Übrigen kein Problem beim Betrieb des Teleskops, sondern ein Problem des Teleskoptransports. Konstruktiv/Gedanklich sollte man daher die Aufgabe der Kollimierung/Justage/Lagerung und die der Transportsicherung trennen. Eine Transportsicherung könnte man z.B. schon dadurch lösen, dass man auf das Kugellager eine Plastikschutzkappe aufsetzt (vergleichbar einem aufsteckbaren Schutzblech beim Fahrrad), wenn man den Spiegel nicht sowieso ganz herausnimmt. Ähnlich arbeiten der Arretierbolzen zum Transport einer Waschmaschine oder die Arretierschrauben bei meinem alten Dual-Plattenspieler.

Gruß

Kalle - Alles wird gut !
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