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Ü B E R S I C H T    
KaiWatcher Erstellt am: 19.11.2020 : 13:00:45 Uhr
Moin zusammen,

habe gestern zum ersten mal mit meinem neuen Teleskop in den Himmel geguckt.
Jupiter und Saturn standen auf der Agenda.
Mein Standort war ziemlich dunkel und nicht in der Nähe von Häusern oder sonstigem. Allerdings war es bei uns in Ostfriesland ziemlich stürmisch und ich glaube, dass das Seeing nicht sonderlich gut war.
Dazu ist die derzeitige Stellung von Jupiter und Saturn ja leider recht tief am Horizont.
Ich habe bis 200x vergrößert (6mm "Goldkante", 1mm AP) und habe vorher auch auf eine sehr gute Justage mit korrekt eingestelltem Laser geachtet. Das Teleskop sollte nach über einer halben Stunde im Freien auch ausgekühlt gewesen sein. Die Lücke zwischen Saturn und seinem Ring war ab und zu erkennbar und manchmal konnte man schattenartig die Wolkenbänder von Jupiter sehen. Allerdings waren die Planeten so hell, dass ich Schwierigkeiten hatte sonst etwas zu erkennen. Anstatt der eigentlichen Farben der Planeten waren es eigentlich nur weiß/gelbe blendende Bälle.
Nun zu meiner eigentlichen Frage:
Kann es sein, dass die scheinbare Helligkeit der Objekte durch schlechtes Seeing ebenfalls zunimmt? Oder wirken die Planeten durch schlechtes Seeing einfach heller, weil weniger Details zu erkennen sind? Und, falls diese blendende Helligkeit wirklich durch das Seeing verursacht wird, wieso?

Ich hoffe es ist nicht zu viel Text und ich freue mich auf eure Antworten! :)

Viele Grüße
Kai
D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
KaiWatcher Erstellt am: 29.11.2020 : 11:43:26 Uhr
Moin,

vielen Dank an Kalle für den Tipp mit dem Astronomieclub Ostfriesland und auch an Peter für die Übersicht zum Thema Seeing! :)

LG
Kai
stardust3 Erstellt am: 27.11.2020 : 14:34:50 Uhr
Naja, wenn das so ein "gedämmtes" Haus ist, ist es nicht so wild. Ich bin Balkonbeobachter schon Jahre lang. Offene Fenster unter einem, das sind die wirklichen Probleme. Und in Sonnigeren Jahreszeiten die Hausdachschindeln des Hauses vor einem. Im Winter kann man in eine Schornstein Abgassäule hinein geraten ... Daneben gibt es aber Beobachtungsfenster wo es aber ganz gut aussieht. Nicht perfekt, aber gut. Oft genug war es auf dem Feld schlimemr als von Balkon aus. Probiere einfach mal alles aus und dann nach Aufwand/Nutzen ...

CS,
Walter
Nycotin Erstellt am: 27.11.2020 : 13:50:00 Uhr
Vielen Dank für die Hinweise, dass die warme Luft an Hauswände einen so heftigen Unterschied ausmacht.
Dann werde ich wohl das Teleskop öfter auf freien Flächen aufbauen müssen. Immerhin habe ich nächste Woche Urlaub und habe eine Woche Zeit auf klare Nächte zu hoffen. Mars steht ja sehr gut im Moment. Danke Leute.
CorCaroli Erstellt am: 26.11.2020 : 09:02:25 Uhr
Dazu wird kein EAA benötigt.
Eine bewährte Planetenkamera macht es auch wenn nicht sogar noch besser.
Aber auch hier wie auch bei EAA sind Grenzen gesetzt. Wunder bewirken auch Kameras nicht.
casatiastrotreff Erstellt am: 26.11.2020 : 08:55:42 Uhr
Hallo Kai,

eine gute Übersicht zum Thema und zu Methoden der Bewertung und den Möglichkeiten, die dann ein Beobachter hat (mit Google Translate übersetzbar):

https://www.handprint.com/ASTRO/seeing1.html
https://www.handprint.com/ASTRO/seeing2.html
https://www.handprint.com/ASTRO/seeing3.html

Mit EAA kann man zumindest kurze Augenblicke mit gutem Seeing "einfrieren" - auch im Winter und in dichter Bebauung mit qualmden Schornsteinen.

Gruß,
Peter
Kalle66 Erstellt am: 26.11.2020 : 01:19:49 Uhr
Hallo Kai,
kennst du schon den https://astronomie-club-ostfriesland.de/?
CorCaroli Erstellt am: 25.11.2020 : 17:59:44 Uhr
Hallo,

Durch das geöffnete Fenster von innerhalb der Wohnung zu Beobachten, das geht nicht gut. Auch auf dem Balkon innerhalb einer Stadt ist der Luftruhe und damit der beobachtbarkeit vom Mond und den Planeten nicht zuträglich.
Bei geöffneten Fenster findet ein Austausch zwischen der warmen Luft in der Wohnung und der kalten Luft von außen Stadt. Wird durch diese bewegte Luft mit dem Teleskop geschaut bricht durch die Bewegung der Luft und den verschieden warmen Luftschichten eine Erkennbarkeit von kleinen Strukturen vollends ein.

Das gleiche gilt für die Luft, die sich an den Hauswänden nach oben bewegt. Auch hier bricht die Luftruhe ein.
Selbst in ländlichen Gebieten sehe ich die enormen negativen Einflüsse bei der Beobachtung über Häusern oder versiegelten Flächen hinweg.

Um an ein ruhiges Bild im Okular heranzukommen ist es nötig einen Platz weit weg von Häusern oder versiegelten Plätzen zu suchen. Selbst mit kleiner Öffnung, ich beobachtete selbst sehr lange mit einem 80/910mm Refraktor Mond und Planeten, kommt man an kleine Strukturen heran.

Gruß
CC
stardust3 Erstellt am: 25.11.2020 : 15:47:31 Uhr
Hi,

also Wohnung (bei offenem Fenster) ist Katastrophe. Vor allem in der kalten Jahreszeit. Punkt. (OK - manche kühlen mit dem Teleskop auch ihre Küche stundenlang aus ;-))...
Balkon ist schon deutlich besser. Aber Balkontür und Schlafzimmerfenster müssen geschlossen sein.

Und dann sind da noch die Nachbarn unter einem. Wenn einer unter meinem Balkon das Fenster auf hat zum Lüften, sehe ich das sofort im Teleskop, Planeten beobachtend, oder Mond, - am sich grottenhaft verschlechterndem Seeing. Dieses Haus Seeing unterscheidet sich deutlich vom atmosphärischen Seeing. Oder dem Stadt-Seeing.

Welche Öffnung hast Du? Ich kann mit meinem 100mm Teleskop am Mars auf jeden Fall Oberflächen "Flecke" sehen, auch die Eiskappe dann und wann.
Und der Saturn Ring ist nie ein Thema, er ist da wie er sein soll. Nur die Cassini Teilung die rückt er selten raus.

Das zum "Machbaren" von einer Behausung aus. Ich habe viele Nachbarn unter mir und eine halbe 40.000 Einwohner Stadt vor mir.

Cs,
Walter
Nycotin Erstellt am: 25.11.2020 : 14:41:24 Uhr
Hallo CorCaroli,

ja ich beobachte aus dem Fenster (nicht durch das Fensterglas) hindurch. Aber auch als das Teleskop noch auf dem Balkon stand, hatte ich absolut keine Freude am Saturn (Ring war nur zu erahnen) und Jupiter war wie der Mars tanzend. Das hat die Freude leider schon etwas getrübt. Auf dem Balkon war es zumindest an die Umgebungstemperatur angepasst.
CorCaroli Erstellt am: 24.11.2020 : 18:10:31 Uhr
Hallo,

Zitat:
Jedoch sieht man eigentlich nur einen orangenen Punkt, aus denen wie will viele kleine andere Punkte heraustanzen.


Das Problem wird wohl dadurch verursacht:

Zitat:
perfekt von meiner Wohnung aus sehen zu können


Beobachtest du in der Wohnung durch ein Fenster oder eine geöffnete Tür oder außerhalb deiner Wohnung auf Balkon oder Terrasse?

Nahe an einem Haus zu beobachten ist nicht sehr förderlich für die Beobachtung von Planeten. Noch schlimmer ist es, entweder durch eine geöffnete Tür oder durch Fensterscheiben zu beobachten.
Das klappt nicht, du bekommst dadurch kein scharfes Bild im Okular.

Viele Grüße
Gerd
KaiWatcher Erstellt am: 24.11.2020 : 11:03:49 Uhr
Moin,

ich bin zwar auch noch Neuling aber wenn du aus der Wohnung beobachtest wird das Seeing wohl extrem sein, da die Temperatur in der Wohnung (und im Tubus) viel höher ist als draußen. Oder beobachtest du vom Balkon?
Dann kommt natürlich noch hinzu, dass deine Wohnung wahrscheinlich in oder nahe der Stadt ist. Besser wäre es irgendwo auf dem dunklen Land zu beobachten.
Dass da Punkte herumtanzen kann ich mir auch nicht erklären...

Viele Grüße
Kai
Nycotin Erstellt am: 24.11.2020 : 00:03:35 Uhr
Hallo Freunde,
ich habe auch eine Frage zu dem Seeing. Aktuell habe ich das Glück, den Mars in den Abendstunden perfekt von meiner Wohnung aus sehen zu können. Jedoch sieht man eigentlich nur einen orangenen Punkt, aus denen wie will viele kleine andere Punkte heraustanzen. Ich hatte bisher nur ein einziges Mal das "Glück", dass es etwas ruhiger war und ich zumindest ein paar dunklere Flecken erahnen konnte. Ist es wirklich nur das Seeing, dass einen den ganzen Spaß am ruhigen Beobachten verdirbt? :/
KaiWatcher Erstellt am: 23.11.2020 : 21:36:58 Uhr
Moin,

heute war tatsächlich einiges zu sehen! Das Seeing war um einiges besser und habe eher in der Dämmerung beobachtet. Denke, dass auch der vollere Mond dazu beigetragen hat, dass die Planeten nicht so geblendet haben.
Dankeschön nochmal für die vielen hilfreichen Tipps!

VG
Kai
CorCaroli Erstellt am: 21.11.2020 : 08:33:21 Uhr
Hallo,

Zitat:
Was gerne vergessen wird, in 20 Grad Höhe ist die Atmosphärische Dispersion so stark


Das stimmt, die Dispersion wirkt sich sehr negativ auf die Erkennbarkeit nicht nur von kleinen Strukturen aus.
Ein ADC wäre für die Beobachtung der beiden Gasriesen in den nächsten Jahren eigentlich schon eine Pflichtanschaffung.

Viele Grüße
Gerd
QED Erstellt am: 21.11.2020 : 08:24:03 Uhr
Hallo Kai

Meine Erfahrung ist auch, dass das Seeing kurz vor der Dämmerung am besten ist. Das zeigt mir auch Meteobue meist so an.
Was gerne vergessen wird, in 20 Grad Höhe ist die Atmosphärische Dispersion so stark, das du nicht mehr wie 2-3" Bogensekunden Auflösung hast.

CS

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