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Ü B E R S I C H T    
Cleo Erstellt am: 23.03.2020 : 13:00:11 Uhr
Hallo zusammen,

nachdem Norman (ich meine er war's) neulich hier schrieb, er möchte auch mal Beobachtungsberichte von anderen sehen, mach ich das natürlich

Gestern abend war Ersteinsatz für meinen Dobson "Frankenstein" - seit seiner Abspeckungskur heißt der ES-12"er so, denn sein fernöstlicher Körper trägt jetzt einen neuen Kopf (selbstgebogener Monoring) und er hat insgesamt etliche Kilos verloren.

Premiere gleichzeitig auch für den Transport: da hätte ich schon lang draufkommen können, dass ich in mein Auto den 12er auch einfach am Stück mit dem Kopf nach vorne über die umgeklappte Rückbank reinschieben kann. Manchmal ist man eben betriebsblind, ein Gitterrohrdobson ist schließlich zum Zerlegen da...

Am Beobachtungsplatz finde ich den Himmel dunkel, aber nicht bombastisch, die fehlenden Flugzeuge alleine machen auch keine perfekte Transparenz. Und leider ist die Waldlichtung nach Nordosten offen, so dass der Wind schön reinpfeift. Im Nachhinein erklärt das vermutlich die sehr gemischten Beobachtungsergebnisse, je nach Beobachtungsrichtung und Windstärke war das Beobachten mehr oder weniger angenehm. Jedenfalls musste ich erst mal eine ordentliche Befestigung für die Streulichtblende improvisieren, damit sie nicht immer als Deckel in den Strahl klappt. Danach funktionierte sie dafür wunderbar als Segel und führte dazu, dass der Dobson zuverlässig bei Beobachtung in südwestlicher Richtung den Kopf runternahm.

Allen Widrigkeiten zum Trotz war es aber schön, mal wieder draußen zu sein! Zum Warmsehen der Orionnebel - und wieder stelle ich fest, dass der in kleinerer Optik besser kommt, bei der 12"-Minimalvergrößerung von 51x ist er einfach zu groß, so dass man ihn gar nicht als ganze Blase sehen kann. Und das finde ich eigentlich das Schöne dran, nicht so sehr die Details im Zentrum, auch wenn die quer vor dem Trapez liegende Dunkelwolke immer wieder nett ist.

Auf zum Pferdchen - IC434 ist schnell gefunden, das Pferdchen aber etwas störrisch (mehr so ein Eselchen) und mag erst nach Wechsel zu 3.4 mm Austrittspupille so richtig. Auch wenn ich nicht erkenne, ob es nach links oder rechts schaut, ist es wieder tiefschwarz, und konstant sichtbar.

Ein Versuch an Lower's Nebel Sh2-261 mit großer Optik - meine einzige Beobachtung bisher ist mit dem 8x42-Fernglas. Es dauert eine Weile, aber dann ist er rund um den eingebetten Sternhaufen und vor allem der nach Osten ziehende Teil als mattes Leuchten zu sehen. Komischerweise fand ich auch den mit der kleinen Öffnung sehenswerter - ist mal ein Kandidat für das 120mm-Bino, auch wenn ich damit bisher keinen Erfolg hatte.

Schon lange auf der Liste sind die Schneebällchen Sh2-254 bis 257, da braucht es dann doch mal den Atlas dazu. Erstsichtung: die beiden kleinere helleren Bällchen erscheinen wirklich flauschig, den dritten größeren vermag ich nicht auszumachen.

Ein bisschen hüpfen über Standardobjekte (Affenkopfnebel, M35) zum Quallennebel, dem eindeutig schwierigsten Objekt des Abends. Hier ist heftiges Field Sweeping angesagt, um mit dem OIII-Filter überhaupt etwas zu sehen, dann wird aber eine gebogene Aufhellung sichtbar, v.a. dort, wo sie im Nordwesten die Sterne verlässt.

Der Eskimonebel ist etwas widerspenstig und die Kapuze mag sich nicht so recht zeigen. Das 9 mm Nagler fühlt sich am Auge aber auch echt doof an nach den ganzen dicken ES-Okularen (30/17/12). Ich hätte doch mal das 9mm Morpheus zum Vergleich einpacken sollen- und den Inbusschlüssel zur Fangspiegeljustage, Frankenstein hat nämlich keine in den Strahl ragenden Justierknöpfe mehr wie der originale Hut, von dem ich die Spinne übernommen habe

Dann ein Sprung in den Norden, Coddingtons Nebel IC 2574 ruft. Der lässt sich prima im Schwung M82 - M81 - NGC 3077 ansteuern und ist leicht gefunden, groß, aber strukturlos. Nächstes Mal muss der Filter für die HII-Gebiete ran, den hab ich diesmal vergessen auszuprobieren. War auch schon etwas sehr kalt mittlerweile.

Zum Abschluss noch ein paar Spiralen - die Arme von M51 sind einfach auszumachen (aber nicht direkt sichtbar, so gut war es doch nicht). Drei Winzgalaxien direkt nebenan müssen für die Statistik noch dran glauben, dann zum Abschluss M101 mit klar erkennbarem Drehsinn der Arme.

Und dann brauche ich 25 Minuten Heizung auf voller Stärke im Auto, um wieder aufzutauen... aber das war es wert!

Ich hoffe, ihr hatte auch euren Spaß! Ohne Dauer-Home-Office hätte ich das am Sonntagabend vermutlich nicht gemacht, aber zu irgendwas muss das Ganze ja auch gut sein .

Viele Grüße

Holger
D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
ReneM Erstellt am: 25.04.2020 : 11:51:00 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: Timm


Du hast den Coma-Haufen abgegrast... hast du auch die Box gesehen?
Das war für mich früher mit dem 12-Zöller eine echte Herausforderung.


Hallo Timm,

ich war zu unpräzise. Ich meinte Abell 1656 um NGC 4889 und NGC 4874.

Viele Grüße

Rene
Mettling Erstellt am: 25.04.2020 : 11:43:40 Uhr
Hallo Timm,

Zitat:
Ich habe das BDSC eingeschaltet und in etwa 30 Minuten alle Objekte auf der Liste angefahren, kurz angeschaut und abgehakt!
(...)
Dann hat es keinen Spass mehr gemacht und das BDSC wurde wieder ausgschaltet.
Ich suche und finde die richtig schönen Objekte lieber wie früher.


Lustig, dass Du das so beschreibst, ich empfinde das in der letzten Zeit genauso. Meine Ausflüge in den Virgo- und Comahaufen der vergangenen Nächte habe ich alle ohne meinen NGC-Max gemacht. Klar, in dieser Region ist das auch einfach, da braucht man kein Starhopping machen, Galaxyhopping geht auch. Aber ich finde man beobachtet ohne digitale Teilkreise bewusster, schaut sich die Objekte auch genauer an und hat unterm Strich ein befriedigenderes Erlebnis. Aber spätestens wenn man dann abgelegene faint Fuzzies jagt, ist man wieder froh über die digitale Schummelhilfe.

Bis dann:
Marcus
Timm Erstellt am: 25.04.2020 : 10:55:22 Uhr
Hallo Rene,

die Galaxien um M81/82 habe ich in einer halben Stunde abgegrast
Mit dem BDSC ist das in dieser Zeit keine Hexerei.
Eingeben, hinschubsen, erkennen, abhaken!
Interessant werden digitale Teilkreise aber dann, wenn es um Fuzzies geht. Holmberg I etwa, da suchst du ohne BDCS deutlich länger!
Holmberg IX ist dagegen einfach, da sie fast an der M81 klebt.

Du hast den Coma-Haufen abgegrast... hast du auch die Box gesehen?
Das war für mich früher mit dem 12-Zöller eine echte Herausforderung.

cs
Timm
ReneM Erstellt am: 25.04.2020 : 10:35:02 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: Timm

Jetzt kommt meine Schummelei:
Ich habe das BDSC eingeschaltet und in etwa 30 Minuten alle Objekte auf der Liste angefahren, kurz angeschaut und abgehakt!
...
Das schwierigste Objekt war UGC5139, Holmberg I, das nur indirekt zu halten war.
Dann hat es keinen Spass mehr gemacht und das BDSC wurde wieder ausgschaltet.
...
Was ihr alle mit den "kleinen" Teleskopen sehen konntet, muss ich sagen: Hut ab!

Hallo Timm,

Deine Schummelei finde ich völlig in Ordnung ... und abhaken auch. Ist ja eigentlich keine Schummelei, nur ein Katalysator beim Suchen.
Ich finde es cool, dass Du das in einer Nacht durchgezogen hast.

Holmberg IX ist mit 28" also leichter als Holmberg I, hmm. Ich glaube, das wird trotzdem schwer bis gar nix mit 12".

Und jaja, schmier uns nur ruhig unsere kleinen Teleskope unter die Nase . Mir haben die fetten 12,5", neunmal im Einsatz im April, jetzt erstmal gereicht. Gestern habe ich noch den Coma Cluster in seine Einzelteile zerlegt. Demnächst fitzel ich wieder mit wirklich kleinen Öffnungen weiter.

Viele Grüße

Rene
Cleo Erstellt am: 24.04.2020 : 19:33:44 Uhr
Hallo Timm,
Zitat:
Was ihr alle mit den "kleinen" Teleskopen sehen konntet, muss ich sagen: Hut ab!
Danke! Es ist ja schon erschreckend: 28 Zoll zu 12 Zoll ist wie 12 Zoll zu 5 Zoll. Muss man sich mal klarmachen...

Gut geschummelt hast Du mit den Teilkreisen. Ich bin ja demnächst auch digital unterwegs - bisher fand ich das nicht so richtig erforderlich, aber wenn die Bedingungen so sind wie an den letzten Abenden mit eher kräftigem Wind, dann wäre es doch schön, nicht schon mit tränenden Augen bei den Objekten der Begierde anzukommen. Da ist die Sucherei nicht nett, sondern eher nur lästig.

M51 hatte ich aber auch nur per Peilsucher angesteuert und sofort im Okular :-) - glaub ich gern, dass die bei den Bedingungen ein Kracher war.

Viele Grüße und weiter viel Spaß - sieht ja nochmal gut aus für morgen

Holger


Timm Erstellt am: 24.04.2020 : 17:02:06 Uhr
Hallo Rene,

danke noch einmal für die tolle Liste.

Gestern war wieder eine tolle Nacht:
Spechtelplatz bei Furtwangen im Schwarzwald
Höhe 1109m, Windstille, trocken, Temp. 14° fallend auf 9°, Seeing gut.
SQM-L um Mitternacht zum Zenit zwischen 21,59 und 21,65.
Instrument 28" lowrider und ohne Leiter im Zenit.

Zuerst habe ich ein paar Kracher angeschaut: M51 und M101 mit obszöner Spiralstruktur.
The Box mit knackigen Galaxien und die Krönung: der Jet im M87.

Dann die Liste rausgeholt und angefangen: M81 so schön wie selten.
Beide Spiralarme sehr gut zu sehen und Holmberg IX direkt zu halten.
M82 ein Kracher im 6mm Ethos. Bildfüllend mit unglaublichen Details.

Jetzt kommt meine Schummelei:
Ich habe das BDSC eingeschaltet und in etwa 30 Minuten alle Objekte auf der Liste angefahren, kurz angeschaut und abgehakt!
Dabei habe ich noch einige Objekte nebenbei gefunden, wie z.B. NGC2959, UGC5188 und UGC5612.
Das schwierigste Objekt war UGC5139, Holmberg I, das nur indirekt zu halten war.
Dann hat es keinen Spass mehr gemacht und das BDSC wurde wieder ausgschaltet.
Ich suche und finde die richtig schönen Objekte lieber wie früher. Aus dem Gedächtnis und in Handarbeit!

Was ihr alle mit den "kleinen" Teleskopen sehen konntet, muss ich sagen: Hut ab!

cs
Timm
ReneM Erstellt am: 23.04.2020 : 14:32:13 Uhr
Hallo Holger,
Zitat:
Original erstellt von: Cleo

NGC 2976 ... Das Staubband im Nordwesten zeigt sich aber als relativ gut definierte Kante, und die Galaxie biegt sich oberhalb etwas rum. Die ganze Galaxie ist vor allem beim Bewegen extrem unruhig / gemottelt, und während die gesamte Nordostkante eher weich ausläuft, sieht die südliche Hälfte der anderen Seite (unterhalb des Sterns) eher etwas unruhig oder zerrissen aus.

Das kommt auch sehr nahe an meine Eindrücke, ich würde nur gern die nordöstliche Kante noch ein wenig mehr definiert sehen wollen. Das ist vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis ich mal richtig gute Bedingungen habe und Seeing und Transparenz stimmen.

NGC 2366 ist in der Tat sehr schwach, ich hoffe, Du hast an das fette HII-Gebiet gedacht? Aber egal. Im Grunde blendet man mit UHC ja nur die Galaxie aus

Und hehe, ja, M 13 gönne ich mir momentan am Ende jeder Nacht auch immer. Das ist wie Dunkeladaption versauen vom Feinsten, genau der richtige Rausschmeißer

Viele Grüße

Rene
Cleo Erstellt am: 23.04.2020 : 14:21:50 Uhr
Hallo zusammen,

-> Christian, bin gespannt auf Deine Boebachtungen

-> Rene, zu NGC2976 hab ich Neuigkeiten von gestern abend. Bevor ich beobachten konnte, musste ich aber erst mal den Befestigungsgummi für die Streulichtblende, der mir beim Aufbau unauffindbar in die Wiese weggeschnalzt war, durch einen meiner Schnürsenkel ersetzen...

Also, ich hab versucht meine Sichtung des südöstlichen Staubbandes nachzuvollziehen. Mittlerweile bin ich der Meinung, dass ich da tatsächlich was gesehen habe, das aber innerhalb meines Auges war. Der Stern westlich der Galaxie zieht die Fixierung des Auges unwillkürlich so auf sich, dass die Trübungen im Auge oft an der gleichen Stelle auftauchen. Ich hab das gestern wiedergesehen, nachdem ich den Kopf um 90° gedreht habe, war es weg. Bei anderen Vergrößerungen auch.

Das Staubband im Nordwesten zeigt sich aber als relativ gut definierte Kante, und die Galaxie biegt sich oberhalb etwas rum. Die ganze Galaxie ist vor allem beim Bewegen extrem unruhig / gemottelt, und während die gesamte Nordostkante eher weich ausläuft, sieht die südliche Hälfte der anderen Seite (unterhalb des Sterns) eher etwas unruhig oder zerrissen aus.

So meine Eindrücke von gestern abend.

Außerdem hab ich NGC2366 besucht (die ist abgesehen von ein paar Sprenkeln sehr schwach) und NGC 2537, die zwar ein schönes kompaktes Bällchen ist, aber keine Struktur preisgeben wollte.
Wenn man sich eine Zeitlang mit solchem Zeug rumgeschlagen hat, brennt einem M13 dann echt ein Loch in die Netzhaut .

Auf dem Nachhauseweg hätte ich fast noch Rehbraten produziert, so knapp war das noch nie...

Viele Grüße, Holger
ReneM Erstellt am: 23.04.2020 : 14:17:52 Uhr
Hallo Christian,
hallo zusammen,

wow Christian, da hast Du ja gleich auch ein paar ganz schwere Brocken der zweiten Gruppe in Angriff genommen.

Ich habe mich in der letzten Nacht mit den verbliebenen UGC's der ersten Gruppe begnügt. Meine Beobachtungen mit 12,5":

UGC 5139 no chance - Holmberg I blieb mir verborgen in allen Vergrößerungen, die ich probiert habe
UGC 6456 schwer - bei 144-fach indirekt ein zarter, schwacher, diffuser Schimmer - bei 240-fach war dann das Licht aus
UGC 6541 mittelschwer - schon 72-fach knapp indirekt sichtbar - bei 144x indirekt leicht, sie zeigte sich leicht länglich, kompakt und homogen hell
UGC 8508 mittelschwer - auch schon bei 72-fach hauchfein sichtbar - bei 144x dann ein relativ großer, matter, diffuser Schimmer
UGCA 105 Sichtung fraglich - die Galaxie im Sternbild Giraffe stand gestern ziemlich tief im Norden eher ungünstig für eine Beobachtung - ich habe es trotzdem probiert und indirekt auch eine matte, sehr diffuse Aufhellung gesehen, aber die war nicht beliebig reproduzierbar

Zu Holmberg II hatte ich ja vorher schon etwas geschrieben.

Damit bin ich mit den aus meiner Sicht mit 12" machbaren 20 Galaxien durch. Zumindest habe ich jede Galaxie mindestens einmal probiert.
Holmberg I fasse ich nicht mehr an. Höchstens mit Kais 33"er beim HTT
Bei UGCA 105 starte ich mit Sicherheit nochmal einen Versuch, wenn sie höher am Himmel steht.

Christian, siehst Du vielleicht noch einen Kandidaten der zweiten Kategorie, der vielleicht mit 12" machbar wäre?

Mein Fazit:
Machen ist wie wollen, nur krasser. Danke Holger!

Viele Grüße

Rene
Deneb Erstellt am: 23.04.2020 : 11:06:28 Uhr
Hallo zusammen,

ich war tatsächlich zwei Tage draußen und hab mir unter anderem einige der Galaxien vorgenommen. Muss aber erst noch bisschen meine Unterlagen sortieren. Wegen Wind war ich allerdings nicht an meinem normalen Platz. Keine Lust auf Böen mit 80km/h+ (zumindest in Nacht 1) und heute habe ich lieber Beobachtungszeit gegen Anfahrtsweg eingetauscht. Von daher sind alle Beobachtungen unter einem lichtverseuchten 21.0mag Himmel entstanden...

Eine kurze Auflistung der Objekte:

1. Nacht:
- NGC 2976
- NGC 3077
- NGC 3738

2. Nacht:
- NGC 2366
- NGC 4605
- IC 2574
==
- Holmberg 1 (UGC 5139)
- Holmberg 2 (UGC 4305)
==
- UGC 4459,5692
- UGC 6456,8201
- UGCA 281

Viele der anderen Objekte wie NGC 2403 schlummern schon seit langer Zeit in meinem Beobachtungsordner.

Für Rene noch kurz was zu Holmberg 2 mit 20" f/3:

Bei 270x ziemlich einfach, trotz geringer Flächenhelligkeit. Galaxie neben drei hellen Sternen. Galaxienkörper hat unregelmäßige Form mit einem helleren Bereich, der sich allerdings nicht genau im Zentrum befindet. HII- Region direkt westlich eines helleren Sterns recht einfach mit indirektem Sehen und deutlich flächig. Darin so etwas wie eine Kondensation. Im östlichen Teil der Gx ebenfalls drei winzige Kondensationen zu erkennen, die aber auch mit indirektem Sehen nicht so ganz einfach sind, aber immer mal wieder aufblitzen.

Holmberg 2 ist übrigens Kindergarten im Vergleich zu Holmberg 1. Da hab ich mich dann doch nach meinem 21.5mag Himmel gesehnt... Das hätte die Sichtung sicherlich deutlich erleichtert. Naja, gesehen ist gesehen. Abhaken und weiter.

In diesem Sinne allen einen schönen Tag.

Christian
ReneM Erstellt am: 21.04.2020 : 00:32:16 Uhr
Hallo zusammen,

=> Mathias, was für eine Hammer-Beschreibung zu NGC 4605.
Da folgt sicherlich noch eine Zeichnung, oder? Ich weiß, das dauert immer ein wenig, aber ich freu mich jetzt schon drauf.

=> Holger, Du warst der wesentliche Treiber für diese schöne Idee, die immer mehr Leuten gefällt. Du hast Dich zuerst dahinter geklemmt.

=> Thomas, 21m8 im nördlichsten Brandenburg. Wow, da scheinst Du ja eine gute Stelle gefunden zu haben. Gratuliere!
Und schön, dass Du Dich mit Deinem Bino hinter die Idee klemmst. Ich will irgendwann die hellsten Vertreter auch mal mit 4" durchziehen.
Heute waren aber erst einmal mit 12,5" die beiden NGC dran, die ich noch nicht hatte.

NGC 5204 - anständig, aber eher unauffällig im Vergleich zu den übrigen hellen Vertretern der Gruppe
NGC 4068 - die kackt natürlich total ab gegen die nahe stehende NGC 4102. Aber was solls, NGC 4068 ist jetzt prominenter, denn sie gehört zur M 81-Gruppe!

Dann noch Holmberg I - was soll ich sagen, ein typischer Merting. Ich habe gefühlt 10 Minuten versucht, die Sterne des DSS-Ausschnittes mit den Sternen im Okular in Deckung zu bringen. Keine Chance. Warum nicht? Ich Dödel habe die Aufsuchkarte zu einer völlig anderen UGC ausgedruckt.

Ziemlich zerknirscht habe ich dann aber doch noch Holmberg II probiert, diesmal mit einer richtigen Aufsuchkarte. Die Stelle ist recht leicht zu finden, die Galaxie steht schön um/an einer schwachen Dreier-Sterngruppe.
Ich bin mir ziemlich sicher, die Galaxie gesehen zu haben, allerdings kurioserweise bei nur 45-fach und 72-fach. Da hatte ich immer das Gefühl, dass um die Dreiergruppe (und ein wenig mehr westlich davon) ein ganz zartes, diffuses Glühen liegt, das andere gleich helle oder hellere Sterne in der Umgebung nicht haben. Bei höheren Vergrößerungen war dann nichts mehr davon auszumachen.
Vielleicht spielt hier ja eine möglichst große AP ein besondere Rolle, ähnlich wie bei schwachen Nebeln.
=> Christian, wenn Du Dich heute trotz Wind rausgewagt haben solltest, ich bin auf Deine Beobachtung von Holmberg II gespannt.

Viele Grüße

Rene

PS: Achso, NGC 2976 habe ich auch wieder probiert, aber da gibt es nix Neues zu berichten :-/
Cleo Erstellt am: 20.04.2020 : 19:53:40 Uhr
Hallo Christian,

eigentlich muss ich nur den Thread umbenennen, auf Seite 1 unten geht es ja schon mit der M81-Gruppe als Projekt los. Wenn das noch ein paar Seiten mehr werden, liest eh keiner mehr den Anfang . Die fleißigen Mitleser sollten das Thema ja trotzdem wiederfinden.

Bin gespannt auf Deine Beobachtungen!

Viele Grüße, Holger
Deneb Erstellt am: 20.04.2020 : 19:02:54 Uhr
Hallo zusammen

Wirklich ein spannendes Projekt und danke an Rene für die tolle Tabelle.
Hat sicherlich einiges an Arbeit gemacht! Vielen Dank!

Bei uns wirds die nächsten beiden Tage auch klar, aber oben auf 940mNN
wird der Wind dank eines Low-Level-Jets mit über 80km/h über den Platz
fegen. Von daher mal schauen, ob, wie und wo ich beobachten gehen werde.
Ich habe mir mal 5-6 Objekte aus der Liste aufgeschrieben, darunter
auch die beiden Holmbergs 1 und 2. Werde dann berichten, was mit 20" f/3.2
möglich war, falls es mit dem Beobachten klappt.

Viele Grüße
Christian

PS: jetzt wo so viele von euch mitmachen, hätte das Thema sicherlich
einen eigenen Thread verdient.
Cleo Erstellt am: 20.04.2020 : 17:57:26 Uhr
Hallo zusammen,

-> Rene, ich meinte tatsächlich die Stelle links. Nimm nochmal das von mir verlinkte Bild http://www.faaq.org/astroccd/ftp/bellavan/photoccd/ngc/ngc2976.jpg und zoome ganz raus - da ist das die einzelne halbwegs markante dunkle Stelle die übrigbleibt. Ich versuch's aber bei Gelegenheit nochmal, versprochen!

-> Thomas, freut mich wenn's gefällt. Die M81-Gruppe als Beobachtungsprojekt geht aber eindeutig auf René zurück. Ich vermisse in Deinem Bericht M82 - die Staubbänder dort sollten bei so einem Himmel sogar mit dem 8x42 gehen, hab ich schon probiert .

Viele Grüße, Holger
TGM Erstellt am: 20.04.2020 : 15:22:58 Uhr
Hallo Holger,

der schöne Thread hat mich motiviert die M81 Gruppe (Rene, vielen Dank für die praktische Liste) wieder anzuschauen. Gestern waren exzellente Bedingungen, an der Grenze zu Mecklenburg extrem dunkel (21.8 mag/arc^2, SQM ohne Linse) und obendrein auch sehr transparent. Mit zweimal 160 mm sind NGC 2976 und NGC 3077 schön hell, aber ohne Struktur, M81 zeigt bei 105x schwach angedeutet zwei Spiralarme. NGC 2403 fand ich unspektakulär, NGC 4236 recht schwach aber trotzdem oder gerade deshalb reizvoll.

IC 2574, Coddingtons Nebel, hatte ich zuerst verfehlt, weil ich mich mit der Orientierung vertan hatte, doch dann unter der markanten Sterngruppe gefunden. Mit 65x am besten, mit 35x etwas klein, bei 105 nur ganz schwach.

Die Region ist so lohnend, da komme bestimmt nochmal zurück.

beste Grüße

Thomas

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