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Ü B E R S I C H T    
Wambo Erstellt am: 24.05.2008 : 22:29:28 Uhr
Hallo liebe Klassik-Freunde !

In diesem Beitrag http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=71741
hatte ich schon mal den Anstoss gebracht, ob vielleicht einige unter Euch, die Klassiker Teleskope besitzen, diese hier gern einmal in Wort und Bild präsentieren möchten. Vielleicht wird ja für die Klassik-Freunde eine hübsche Gallerie daraus ?

Hier also der Beitrag noch mal entkoppelt. Ich mache mal den bescheidenen Anfang und bin gespannt, was für "Schätze" hier noch auftauchen !

Im Bild zu sehen mein alter 80/1200 mm Refraktor. Das Gerät wurde 1969 von einem holländischen Werkzeugmacher gebaut. Das Objektiv ist ein ungefasster 80/1200 Lichtenknecker Achromat, die Fassung hat der Mann damals selbst gedreht. Der Tubus besteht aus einem Stahlrohr mit 105 mm Aussendurchmesser. Als OAZ fungiert ein alter Unitron/Polarex Standard-Fokussierer 0.96". Leit/Suchrohr ist ein 40 mm Tasci 4VTE. Die schwere Montierung stammt von Mizar aus dem Jahre 1975. Das Stativ schliesslich ist ein bescheidener Selbstbau von mir. Die Restauration des Ganzen hat mich ca. 80 Stunden Arbeit gekostet.




CS Michi
D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
Wambo Erstellt am: 04.10.2020 : 20:50:24 Uhr
..leider schon längst von mir gegeangen, aber der Polarex 102/1500 war ein Guter !

LG Michael Aaron

stardust3 Erstellt am: 30.09.2020 : 09:16:10 Uhr
Moin Roland,

puuh, mein Plössl hab ich für 55 Euro bekommen (2013), Sonderangebot/Restware. Mein Quelle Revue 114er stand damals mit 699,-DM im Katalog meine ich mich zu erinnern. Habs aber gebraucht gekauft für 200 DM. Hmm, war das 89' ...grübel... nee, früher ... so 1986.

CS,
Walter
HanRolo Erstellt am: 29.09.2020 : 21:28:21 Uhr
Servus Walter!
Würde sich das lohnen für ein Mal Jahr damit zu beobachten?, aber vielleicht läuft Dir ja mal eins übern Weg.
Übrigens, hat es im Oktober 1989 499,-DM gekostet, nur zu zu Info.

Grüße aus dem Allgäu,
Roland
stardust3 Erstellt am: 29.09.2020 : 10:29:42 Uhr
Hi Roland,

schade ;-). Ich hab halt vor Jahren gelesen, es ist noch ein tuck besser als das Televue. Ich selbst habe das neumodische Bresser 56mm. Naja, ist auch schon 6 Jahre alt. Und kommt auch nur 1x im Jahr zum Einsatz, wenn ich meinen Refraktor mal aufs Feld oder Teleskop Treffen nehme, statt des Newtons. Liefert ein erstaunlich feines Bild mit weitem realen(!) Feld. Aber es verträgt keine Lichtverseuchung, bzw. ist ein gnadenloser Indikator derselben. Daher nutzlos an meinem üblichen Refraktor Einsatzgebiet - dem Balkon.

Viel Freude damit weiterhin und gönn den beiden Meades mal wieder ein wenig Sternenlicht ;-).

Grüße aus dem Süden Hessens,
Walter
HanRolo Erstellt am: 28.09.2020 : 21:12:28 Uhr
Servus Jürgen!
Gut erklärt und völlig richtig, wieso Meade später einen zweiten Arm an die stabile Einarmgabel machte, war mir völlig schleierhaft.
Dafür war die "Zentralschraube" im Neuzustand zu lang, ...es wackelte und Delle im Tubus. Abhilfe: Schraube um Millimeter gekürzt.
Hält seitdem bestens .
Zum Kometen, da wäre ich im sehr hohen Alter, ob da die Augen noch mitmachen? Ob ich da noch mein Teleskop sehe, ...oder überhaupt finde...bleibt offen!

Servus Walter!
Ich traue mich gar nicht zu antworten, ....ja, es liegt meist im Keller!
Und nein, ich verkaufe es nicht, sorry!
Aber Du weisst schon, dass das Einblickverhalten ohne Augenmuschel sehr schwierig ist bei diesem Okular.
Deshalb habe ich mir eine aus Moosgummi gebastelt (die ist nicht auf dem Foto). Sieht nicht schön aus, aber man sieht damit besser!

Grüße aus dem Allgäu,
Roland


Signatur vergessen!
stardust3 Erstellt am: 28.09.2020 : 16:52:07 Uhr
Hallo Roland,

was sehe ich denn da mit feuchten Augen? Ein 56mm smoothie Plössl! Das liegt aber nicht im Keller, oder? Sonst - habenwill ...

CS,
Walter
JSchmoll Erstellt am: 28.09.2020 : 16:35:19 Uhr
Das 4" SCT ist noch eines der frueheren Geraete. Meade hat spaeter die Einarmgabel durch eine Zweiarmgabel ersetzt - das spaetere Modell 2045.

Ironischerweise ist Celestron beim C5 den anderen Weg gegangen. Das C5 hatte die Reputation, obwohl gabelmontiert, nicht zu wackeln. Es wurde irgendwann vom Markt genommen, kam dann aber einarmgabelmontiert wieder.

Die kleinen SCTs waren wirklich relativ teuer. Beim C5 waren es nur wenige 100DM Preisunterschied zwischen C5 und C8 - beide damals um die 5000DM. Was wohl auch mit ein Grund dafuer war, das C5 zumindest zeitweise einzustellen.

Es ist schoen, dass Du Dein Halleyteleskop noch hast. In 41 Jahren ist es ja wieder so weit. Mein Tasco 60/700er wird dafuer auch aufbewahrt.
HanRolo Erstellt am: 27.09.2020 : 18:53:35 Uhr
Servus Zusammen!
Nun hab ich mir mal in einer ruhigen Stunde, durch alle Bilder durchgescrollt und habe festgestellt, dass ich demnach also auch einen "Klassiker" wohlbehütet im Keller liegen habe.
Obwohl ich keine Klassiker sammle oder so.
Wenn ein fast 35 Jahre altes Teleskop als solchiges gilt!
Ich gehe mal davon aus. Dieses Teleskop habe ich in dieser Bilder-Gallerie noch nicht entdeckt.
Mit diesem Teleskop hab ich angefangen und ich besitze es immer noch!
Dann habs ich heute seit langem wieder mal aus dem Schlaf geweckt und Fotos gemacht, vom....


Meade 4" SC f/10


Die Einarmmontierung ist sehr wertig gebaut, aber mit 220V betrieben, die Anschraubbeine sind eher für Reisen gedacht.
Genial und stabil ist die Zentralschraube für die schnelle Demontage vom Tubus.




Die Telradbasis, der Haltegriff und der 2" ZS inkl. 2"Okular kamen später dazu.




Über die Obstruktion kann man diskutrieren, muß man aber nicht!





Nur 27cm lang ist der Tubus zum Transport





Auf einer Säule im Garten war er eine Zeit lang auf dieser Eigenbauwiege montiert, die dann auch mein späteres C8 trug.




Das ist der Orginalsucher mit einem von 2 Orginalokularen, das 25mm hab ich für meinen 3" Newtonsucher getunt und vom Gewicht erleichtert. Der Sucher war keine sinnvolle Ausstattung, aber er war dabei.


Neu erworben hab ich das SC Ende 1985, kurz vorm Haleyschen Kometen um ihn beobachten zu können, vermutlich meine einzige Möglichkeit!

Fragt nicht nach dem Preis/Leistungsverhältnis, das ist vermutlich auch der Grund, dass es später eingestellt wurde.


Grüße aus dem Allgäu,
Roland
hasebergen Erstellt am: 03.09.2020 : 11:51:16 Uhr
So, um diesen Thread mal wiederzubeleben ... ich habe gestern mal einen sozusagen "Dinosaurier der Japan-Klassiker" aus seiner Holzkiste geholt ... der gute alte SYW/Yamamoto 108/1600mm kam ja in den letzten Monaten doch ein bischen ins Hintertreffen vor lauter Steinheils, Vixens, Canale Grande´s etc. Zu Unrecht.
Gestern stellte ich den Langen dann mal wieder auf die Säule und es sind schon im positiven Sinne Offenbarungen, die der zeigt - trotz eben ca 60 Jahre auf dem Buckel, einem unvergütetem Objektiv und alter Technik (die aber richtig soldie ist). Leider war der Himmel eher unruhig durch Seeingwabern und gerade die tiefstehenden Planeten "wackelten" doch ganz gut im Nagler-Okular (9mm). In den "lucky moments" jedoch ist es dann ein Fest, mit einem solchen alten klassischen FH zu beobachten: die bekannten "lehrbuchmäßigen" Sternabbildungen und viele viele Details am Planeten. Der bekommt nun "sein Wochenende" - sofern das Wetter mitmacht ;-)








Greetzle Hannes
Avier50 Erstellt am: 01.06.2020 : 11:18:09 Uhr
Hallo,
ja, die langen Refraktoren........
Ich habe mir vor Jahrzehnten ein Zeiss AS 80/1200 Objektiv und die Fokussiereinheit zugelegt und in einen eigenen Tubus verbaut (der riecht nach 36 Jahren immer noch nach Harz!). Dieses Objektiv ist von unglaublicher Präzision und leistet das physikalisch mögliche. Es ist eine Referenzoptik für Teleskope aehnlicher Groesse.
Ich habe auch Adapter für alle möglichen Okularsteckdurchmessergroessen (welch ein Wort!)
Früher kamen zum Einsatz für höhere Vergrößerungen die Zeiss Orthos f: 10,8,6 und 4 mm
Das 8mmzeigt noch mehr als das 10er, aber es wird schon dunkel. Das 6mm ist eigentlich nur noch am Mond bei bester Luft sinnvoll einsetzbar. Das 4mm zeigte mir gamma Virginia bei 1". 25 Distanz noch als eine ineinander laufende Acht! Sonst ist es aber zuviel Vergroesserung.
Ueberrascht hat mich der Einsatz eines 9mm Ploessl, es schließt die Lücke zwischen dem 10er und 8er ideal!
Auf meinem Balkon habe ich eine ca. 70kg schwere Gusseisensaeule und darauf eine Zeiss Ib Montierung. Wie hieß es mal in der Werbung: "Rock oft Gibraltar Stability"!
Der Lange kommt nur noch selten zum Einsatz, begeistert aber dann immer wieder. Merkur- und Venustransite, Doppelsterne, Planeten, alles sein Metier.
Ich kann eure Begeisterung für die langen Refraktoren verstehen. Ich teile sie!
Bilder habe ich leider nicht.
Viele Gruesse
Andreas
zwiebald Erstellt am: 01.06.2020 : 00:51:50 Uhr
Hallo,


Gestern hatte ich den LK 90/1300 auf einen 2" Auszug umgerüstet. Mit dem Baader Maxbright Bino und zwei William Optics 20mmm Okularen habe ich den Mond anvisiert. Ich war einfach nur sprachlos über das unglaublich ästhetische Bild - der Mond steht bei 65x fast formatfüllend im Okular, trotz wenig toller Luft ein ruhiges, detailreiches Bild. Zuvor hatte ich eine Weile an einem größeren Gerät monokular beobachtet, von der unruhigen Luft gestört. Das Handybild gibt so in etwa den Bildauschnitt wieder, aber nicht die Detailfülle und Klarheit wie im LK90/1300.

Die Optik ist einfach nur toll. Danke Dieter.

Grüße,
Stefan








zwiebald Erstellt am: 31.05.2020 : 22:40:05 Uhr
Hallo Alex,

beeindruckende Kombination! :-)

An der Volkssternwarte, wo ich bis vor etwa 10 Jahren öffentlichen Betrieb mitgemacht habe, hatten wir auch einen R61. Der wurde benutzt weil kein Zenitspiegel vorhanden war. Als einziges S64 Okular hatten wir das MZW 70mm, das an einem Cassegrain 300/3600 zum Einsatz kam. Der R61 ist echt heftiges Teil, unheimlich massiv gefertigt. Zum Glück ist es nie einem Besucher auf den Fuß gefallen :-)

Gut daß da eine ALT 7 AD drunter war, die hat sich auch durch den angehängten R61 nicht aus der Ruhe bringen lassen, ein Ausgleich per Laufgewicht verschieben war nicht notwendig.

Grüße,
Stefan
Kerste Erstellt am: 07.05.2020 : 13:15:51 Uhr
Hi!

Ich habe hier sogar noch zwei Okularkästen, die beide etwas unterschiedlich aussehen – die Filter sind hoch, aber die Deckel schließen gut. Ich habe noch ein 40er MZW Fadenkreuz dabei, aber nicht die ganz kurzen Brennweiten – die gehörten zum Schiefspiegler mit 3500mm Brennweite und einem Cassegrain mit 4500mm.

Der zweite Kasten ist etwas breiter, aber ähnlich bestückt:

Die Orthos und die 40er Mittenzwey können sich auch heute noch sehen lassen (bei den Brennweiten langt ja ein 10mm Orth für die Übervergrößerung), die Weitwinkel- und kürzeren Mittenzwey sind eher so mäßig und kontrastarm.

Was ich euch nicht vorenthalten will: Der Okularrevolver mit 70mm Mittenzwey und 35 mm Weitwinkelokular. Mächtiges Trumm.

Oben steckt ein modernes 1,25" 18mm Classic Ortho drin, davor das 40mm MZW Fadenkreuzokular.

Beste Grüße,
Alex
zwiebald Erstellt am: 26.04.2020 : 22:16:09 Uhr
Hallo zusammmen,

hier ist noch der dazugehörige Okularkasten zum 90/1300, recht ordentlich bestückt. Vom MZW 40mm über das WW 17,5mm bis runter zum ORTH 3mm. Auch eine Barlow und ein 10mm Fadenkreuz sind dabei. Ein MZW 30mm ist auch noch vorhanden, hatte sich aber beim Fototermin verdrückt.



Die 1984er Preisliste weißt für den Kasten den Gegenwert eines recht ordentlichen Monatsgehalts aus (knapp 3.000- DM). Ok, heute kann man auch für ein ordentliches Okular mal eben 500.- € oder mehr hinlegen, aber diese Okulare sind doch eher einfacherer Bauart. Was nicht heißt daß sie schlecht wären, gerade mit dem entspannten Öffnungsverhältnis vom 90/1300 zeigen sie einfach schöne Bilder.

Die Farbfilter gehören da eigentlich rein, an der Stelle ist der Kasten aber etwas unglücklich ausgelegt. Der Deckel schließt nur unter Druck, die Verschlüsse lassen sich kaum einrasten. Vielleicht waren frühere Filter flacher, meine bewahre ich deswegen nicht im Kasten auf.

Hat noch jemand so einen Kasten, ist meiner vielleicht aus einer Montagsserie? :-)

Weiß jemand was links unten neben der Barlow hin sollte, bzw. neben dem 10mm Fadenkreuz?

Grüße,
Stefan
JSchmoll Erstellt am: 11.04.2020 : 17:27:55 Uhr
Hi Stefan,

danke fuer Deine Ausfuehrungen, und ich erinnere mich wieder, dass das Teleskop, das ich meinte, nur LW90 hiess, ohne das K. Aber klar, es gab ja diese verkitteten Achromaten 90/540 und sogar das 125K, das auch um f/6 gewesen sein muss. Schoene Richfielder ... ich habe fuer den Bereich einen Helios 150/750, zwar kein Klassiker, aber wenigstens auf einem Wachterdreibein (mit GPDX von Vixen als Montierung).

Das okularseitige Zubehoer, speziell System64, ist wirklich etwas schwer geraten. Ich habe das am Observatorium Hoher List erlebt, wo diverse Leitrohre die FOK montiert hatten. Wenn man daran drehte, merkte an sofort, ob es mit oder entgegen den Schwerevektor ging. Da waere weniger mehr gewesen.

Die LK-Montierungen hatte ich auf diversen Messen bestaunen koennen, z.B. 1989 auf der VdS-Tagung in Berlin. Mir fiel immer ein Flankenspiel auf, wobei ich aber nicht weiss, ob sich das nicht wegjustieren liess.


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