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 OdM Dez. 2019: Klingonen, Urvogel, Weihnachtsbaum

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Ü B E R S I C H T    
Uli_Zehndbauer Erstellt am: 30.11.2019 : 22:21:13 Uhr
Hallo liebe Freunde der Nacht,

für den Dezember habe ich dieses Mal Objekte herausgesucht, die klassische NGC Objekte sind und gleichzeitig auch Asterismen darstellen (können).

NGC 1662 (Orion)

Ein offener Sternhaufen mit einer Helligkeit von 8mag und einen Durchmesser von 20 Bogenminuten. Zu finden im oberen Bereich des Schildes von Orion.
R.A.: 04h48m27.0s
Dec.: +10°56'12"

Der Haufen sollte in Ferngläsern ab 30-40mm Öffnung zu sehen sein. Die Einzelsterne konnte ich mit 85mm Öffnung und V=21x gut bereits gut auflösen. Und damit ist es ein leichtes Ziel für kleine Öffnungen und suboptimale Himmelsbedingungen.

Wenn man die Einzelsterne sieht, kann man auch gleich versuchen, den Asterismus „Klingon Battle Cruiser“ zu identifizieren. Kenntnisse der Star Trek Serie bzw. der Filme sind da natürlich eine Voraussetzung. Es handelt sich um einen klingonischen „Bird of Prey“ in der klassischen Form der älteren Star Trek Reihen. Für alle, die die Filme nicht kennen, hier ein Link zum Bild:

https://en.wikipedia.org/wiki/File:Klingon_D-7_class.jpg

Für mich war die Form schnell klar, kann an meiner Trekki Vergangenheit liegen…


NGC 2301 (Monoceros)

Ein offener Sternhaufen mit 6,3 mag und einem Durchmesser von 14 Bogenminuten
R.A.: 06h51m45.0s
Dec.: +00°27'36

Ebenfalls bereits mit Ferngläsern um die 40mm Öffnung sichtbar und etwas kompakter als NGC 1662.

Um einzelne Sterne gut aufzulösen habe ich 100mm Öffnung und bei V=90x verwendet. Es lassen sich viele Sternketten beobachten und die Form des Haufens ist sehr unregelmäßig.

Während der Beobachtung ist mir aufgefallen, dass der Sternhaufen im Gesamtbild bei dieser Vergrößerung dem versteinertem Urvogel Archaeopteryx ähnlich sieht:

http://www.trilobita.de/archie/05.%20Eichstaetter%20Exemplar.jpg


Im Vergleich zum „Klingon Battle Cruiser“ ist das kein katalogisierter Asterismus, aber das macht ja nichts. Hier geht’s um die individuelle Sichtweise. Bin gespannt ob ich für die Interpretation Zustimmung bekomme. Wenn nicht, es ist in jedem Fall ein sehr schöner und wahrscheinlich wenig besuchter offener Sternhaufen.

NGC 1746 (Taurus)

Offener Sternhaufen mit 6,1mag und 42 Bogenminuten Durchmesser.
R.A.: 05h03m50.0s
Dec.: +23°46'12"

Was wäre ein OdM im Dezember ohne ein weihnachtliches Objekt.

Ich nenne ihn mal „Christmas Tree Cluster 2“, da es bereits mit NGC 2264 den Christmas Tree Cluster gibt.
Ebenfalls ein Fernglasobjekt und schön zwischen den Hörnern des Stiers gelegen.

Mit 100mm Öffnung V=29x konnte ich die hellen Haufenmitglieder sehen, mit einem silbrigen Grießeln von schwächeren Sternen.
Bei gleicher Öffnung und V=90x bilden die hellen Sterne des Haufens die Form einer Tanne, mit einem unten breiteren Stamm. Das silbrige Glimmen der schwachen Sterne könnte man als Schnee auf den Nadeln interpretieren. Daher der Name einer winterlichen Tanne oder Weihnachtsbaums.


Ich hoffe ihr habt Spaß beim Beobachten der Objekte und ich wünsche euch einen klaren Himmel und eine schöne Weihnachtszeit!

Viele Grüße,
Uli
D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
BenN Erstellt am: 23.01.2020 : 20:33:08 Uhr
Hallo miteinander,

wirklich tolle Zeichnungen in diesem Thread zu dem Thema ! Neulich am Auerberg hatte ich alle drei Haufen im 9,5-Zoll Fünfling drin, und in meinem Bericht notiert: "... Während ich bei NGC 2301 eine lange Sternkette mit zentraler Verdichtung in Erinnerung hatte, macht Uli noch auf eine dritte Achse in Richtung Osten aufmerksam; bei der sieht er den Kopf des Urvogels Archaeopteryx, wobei die Nord-Süd Achse unterschiedliche Extremitäten darstellt - fällt sogleich ins Auge, wenn man danach schaut, sehr nett ! Wogegen ich bei NGC 1746 den Hinweis auf die Form einer Tanne zwar nachvollziehen konnte, die Figur für mich aber nicht so stark ins Auge fällt. Während der dritte Sternhaufen der Assoziation von Uli wirklich alle Ehre macht: Bei NGC 1662 im Orion konnte ich die Form des Klingonen-Kreuzers sehr gut nachvollziehen."

Servus
Ben
Robin Erstellt am: 21.01.2020 : 21:18:31 Uhr
Hallo zusammen,

das finde ich toll Uli, dass Du hier mal offene Sternhaufen ausgewählt hast. Glaub die beobachte ich viel zu selten..

Hier sind meine Beobachtungsnotizen und Skizzen:

NGC 1662:

Dieser offene Sternhaufen hebt sich im 12“ Dobson bei 49x Vergrößerung recht deutlich durch höhere Sterndichte vom Hintergrund ab. Auffällig ist die Anordnung der Haufensterne um einen Halbkreis von Sternen herum.

Etwa 20 Bogenminuten südwestlich fiel mir eine weitere Gruppe von Sternen ähnlich großer Sterndichte und ähnlicher Sternhelligkeiten auf (um RA = 4h50m30s, DE = 10°43‘). In Cartes du Ciel ist dort kein Sternhaufen eingezeichnet. Womöglich handelt es sich um einen Asterismus.



NGC 1746:

Dieser offene Sternhaufen füllt im 12“ Dobson bei 49x Vergrößerung das gesamte Gesichtsfeld mit einer sehr großen Anzahl an Sternen. Ich habe gar keine Zeichnung angefertigt. Eine kleinere Öffnung mit größerem Gesichtsfeld wäre hier von Vorteil.

NGC 2301:

Im 12“ Dobson bei 49x Vergrößerung erscheint dieser offene Sternhaufen mit einer sehr großen Sterndichte. Mir fiel auf, dass die meisten Sterne entlang eines Streifens in Nord-Süd-Richtung angeordnet sind.
Hab in der entsprechenden Richtung eine Linie eingezeichnet.



Clear skies

Robin

Werner_B Erstellt am: 02.01.2020 : 17:41:26 Uhr
Hallo Uli

Jetzt seh ich Deinen Weihnachtsbaum. Hätte vorher Fragen sollen.

Nochmals meine Gratulation zu dem Archaeopteryx von Eichstätt.
Da stellt sich ja fast die Frage, was zuerst da war.

Leute, den müsst ihr anschauen und mit dem Bild vergleichen!
Wie als Sternkette abgemalt!


Grüße
Uli_Zehndbauer Erstellt am: 02.01.2020 : 15:53:32 Uhr
Hallo zusammen,

ein gute neues Jahr in die Runde!

Danke für eure Beiträge zu den Objekten.

(==>)Werner: Auf Deiner Zeichung zu 1746 sehe ich den Stamm aus den vier Sternen (Trapez) in Richtung Osten. Richtung Westen habe ich oben noch einen Stern im Gesichtsfeld, der die Tannenspitze bildet. Der ist aber bei Dir nicht im Feld.
Ganz besonders freut mich, dass Du den Archaeopteryx in 2301 auch gut erkennen konntest. Mir ist die Form sehr schnell ins Auge gesprungen. Liegt wohl daran, das der Vogel bei uns ums Eck in Eichstätt ausgestellt ist. Der Fundort ist ja nicht weit weg davon. Und in das Museum "durfte" ich oft als Schüler. Hat aber anscheinend was geholfen...
Bis dato habe ich die Interpretation des Sternhaufens noch nirgends gelesen, somit Objekt eins meines eigen Katalogs... ;-)

cs,
Uli
Werner_B Erstellt am: 02.01.2020 : 14:58:17 Uhr
Hallo Uli


Asterismen sind immer eine schöne Zeichnenübung für die Sternabstände zueinander.
Daher immer wieder gerne gezeichnet.


Den Klingonenkreuzer hätte ich so nie erkennen können (kein Trekki). Aber die Bird of Prey (Greifvogel) Bezeichnung
wäre auch ausreichend gewesen. Jedenfalls kann man beide Objekte darin sehr schön deuten, erkennen.

NGC1662 / Der Greif des Orion



Beim Weihnachtsbaum fehlt mir die genaue Vorstellung. Der offene Sternhaufen
passte gerade so in mein Übersichtsokular. Kann es sein, daß der Stamm Richtung Nordpfeil liegt?

NGC1746 / Das Weihnachtsbäumchen im Stier



Der Urvogel fasziniert mich nachträglich am meisten. Die Ähnlichkeit zu Deinem verlinkten Bild
ist enorm. Habe ihn auf meiner Zeichnung deswegen gleich mit Archaeopteryx betitelt.

NGC2301 / Der Archaeopteryx


Bedingungen waren trotz 25% Luftfeuchte nicht besonders. Vor allem die Transparenz
wurde von sich auflösenden Zirren sehr stark beeinträchtigt.

Danke fürs Einstellen

Grüße
NormanG Erstellt am: 22.12.2019 : 13:23:05 Uhr
Hallo in die Runde,
Letzte Nacht ging's vor den Toren Berlins auf Exkursion mit dem 72er ED.
Ich als Star-Trek-Fan wollte nun auch mal wissen,wie der Bird of Prey ausschaut :-)
Bei Recht feuchten Bedingungen musste ich in den Wald zurück flüchten,denn am Waldrand war Nebel.
NGC 1662 war sehr leicht zu finden. Schon mit 13 mm Okular bei 35fach waren die wesentlichen Sterne gut zu erkennen,bei 50fach perfekt für das Gerät. In der oberen Schwinge war noch das schwache Sternduo zu erkennen,der schwächste mit 12m3 grenzwertig. Auch der schwache Stern knapp unterhalb des Hellen am Ende der oberen Schwinge.
Ein nettes Ziel,welches wirklich keine perfekten Bedingungen braucht.
Macht Spaß,da die schwächeren Mitglieder zu probieren. In der unteren Schwinge erkannte ich abseits der hellen beiden äußeren keine weiteren Sterne.
Bin gespannt,wie das in 12" aussieht..
Die anderen Objekte waren standortbedingt außerhalb des Beobachtungsfensters, außerdem war es Punkt Mitternacht und ein schöner Zeitpunkt zum gemütlichen Heimradeln :-)

CS

Norman
Uwe65 Erstellt am: 21.12.2019 : 00:11:34 Uhr
Hallo zusammen,

ich habe in meinen Aufzeichnungen zu den offenen Haufen folgendes gefunden und mir erlaubt NGC 1746 mit NGC 1647 zu nennen. Die beiden erstgenannten habe ich mit einem 10"/f5 Dobson beobachtet, den anderen mit einem C5, das ich aber durch einen kleinen Apo ersetzt habe.

Ich finde keineswegs, dass offene Haufen langweilig sind. Zumal sie immer dann gehen, wenn der Mond scheint oder ich nicht ins Feld mag und unter den Dämmerungsbedingungen von Streulicht beobachte, also wenn's mal schnell gehen soll. Manche können ganz schön knifflig sein. Versucht mal NGC 1444, den hab ich noch nie so recht gefunden.

Um offene Haufen interessant zu machen, schlage ich vor, ihr skizziert die auf Papier, kein Reinzeichnung. Man entdeckt dann erst die Details und die Spezialitäten der Morphologie. Aber ich kann auch nachvollziehen, das es wenig spektakulär wirken kann; das passiert mir meistens, wenn ich von Objekt zu Objekt springe und in einer Nacht möglichst viel "abgrasen" will. Dann vermengen sich die Eindrücke schon mal miteinander.


NGC 1662:
Ein Haufen aus wenigen Sternen, die die Form einer 3 bilden; er ist ausgedehnt und ist aufgrund der Form ein Objekt mit Wiedererkennungswert.


NGC 2301:
Mit 6mag und einer Ausdehnung von 20’x20‘ ist er ein markantes Objekt. Eine auffällige Sternkette zieht sich von N nach S, eine schwächere Kette geht nach O, so dass eine dreiarmige Struktur entsteht. Das zunächst grießige Zentrum kann bei höherer Vergrößerung in zahlreiche, schwache Sterne aufgelöst werden.


NGC 1746:
Von den Hyaden, grob Richtung Osten kam ich zum Offenen Haufen NGC 1647. Reichlich, gleichhelle Sterne, weit verteilt. Dieser Haufen überragt das Gesichtsfeld bei kleinster Vergrößerung. Ein schöer Anblick, bei dem sich das Verweilen und "hineinschauen" lohnt.

Weiter nach Osten steht ein weiterer offener Haufen NGC 1746. Er ist etwas kleiner und zeigt weniger Mitglieder. Er weist eine weniger regelmäßige Verteilung seiner helleren Mitglieder auf wie NGC 1647. Dieser passt dann auch in das Gesichtsfeld bei kleinster Vergrößerung.

Beide Sternhaufen sind gut aufzufinden, da sie auf der gedachten Linie zwischen Alpha und Beta Tauris stehen.
CorCaroli Erstellt am: 20.12.2019 : 12:35:39 Uhr
Hallo,

Zitat:
es scheint mir als hätte ich mit der Objektauswahl dieses Mal nicht den Geschmack der Mehrheit getroffen zu haben ;-)


Ich persönlich sehe das "Deep Sky Objekt des Monats" nicht unbedingt als eine Rubrik, auf der unmittelbar mit eigenen Beobachtungen geantwortet werden muss, sondern als eine Quelle für Ideen und Anregungen zum Nachbeobachten.
Dieses selbst beobachten muss dann nicht unbedingt in der aktuellen Saison sein, sondern kann auch später erfolgen.

Natürlich wäre dann ein Feedback schön, wenn die vorgestellten Objekte beobachtet wurden.

So uninteressant sind diese Offenen Sternhaufen aber nicht, im Moment sind es 1.432 Zugriffe auf diesem Thread.

Viele Grüße
Gerd
Mettling Erstellt am: 20.12.2019 : 07:10:37 Uhr
Hallo Uli,

Verzage nicht wegen der Objektwahl. Das Wetter ist im Moment einfach zu grottig. Ich hatte diesen Monat bislang nur ein mal Gelegenheit zu beobachten. Und da habe ich bei wirklich siffigem Himmel eigentlich nur einen neuen Zenitspiegel ausprobiert. An die OdMs habe ich da gar nicht gedacht.
Wird nachgeholt.

Marcus
Grodahn Erstellt am: 20.12.2019 : 06:17:08 Uhr
Hallo zusammen,

eigentlich wollte ich gestern gerade ins Bett gehen, leider lachte mich beim Fenster aufmachen ein glasklarer Himmel an. Also rein in die Jacke und raus. Ich wollte ja schon seit zwei Wochen mein neues gebrauchtes 26mm Plössl ausprobieren!

Draußen dann mal den Orionnebel angesteuert und dann daran erinnert dass da in der Nähe ja ein OdM lag. Schnell mal Stellarium gefragt und dann NGC 1662 zielsicher angefahren (d.h. "stümperhaft auf dem Boden knieend am Rohr entlang ca zwischen Aldebaran und dem Schild des Orion gepeilt...mein Sucher, meine Brille und ich haben immer streit....und dabei Glück gehabt. NGC 1662 lag direkt im Bild)

Ich hatte vorher die OdM's mal gegoogelt. 1662 fällt durch die Form auch mir Anfänger bei den ca 1,5° Sehfeld die ich denn hatte direkt ins Auge.



Vielen Dank,

Andre
ReneM Erstellt am: 17.12.2019 : 16:19:06 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: Uli_Zehndbauer

es scheint mir als hätte ich mit der Objektauswahl dieses Mal nicht den Geschmack der Mehrheit getroffen zu haben ;-)


Hallo Uli,

ich will Dir gern auch zur Seite springen, auch wenn ich als Sternhaufen-Fuzzi vermutlich außer Konkurrenz laufe.

Ich finde, NGC 1746 hat es in sich - 3 vermeintliche Haufen in einem.

Der Klingonenkreuzer 1662 ist soweit fernab der üblichen Beobachtungsfelder, dass sich ein ritt dorthin allemal lohnt. Mit dem Haufen habe ich meine Freunde bei einem Teleskoptreffen fadt mal den Zahn gezogen. Anfangs fanden sie meine Einwürfe bei jedem Neuankömmling an unserem Beobachtungplatz noch lustig. Am Ende waren einfach zu oft die Klingonen um uns herum ;-)

Und Timm, Du wirst das jetzt nicht glauben. Ich kann Deine Aussage voll und ganz nach vollziehen. Ich fand Sternhaufen und -muster auch ziemlich lange todsterbenslangweilig. Aber die Dinger gehen immer, auch bei schlechtem Himmel, mit mäßigen Optiken, wenn schnell gehen soll ... und viele sind Eigennamen-technisch auch immer einen Lacher wert. Es freut mich sehr, dass mein Gelärme um Sternhaufen Dich dazu animieren konnte, Dir diese Objektklase ab und an auch anzuschauen.

Uli, nochmal zurück zu Deinem Zitat. Ich denke auch, dass momentan das Wetter vielen einen Strich durch die Rechnung macht. Und selbst, wenn es nicht viele Rückmeldungen zu einem OdM gibt, die Autoren hier sollten ruhig Mut zur Lücke haben. Auch das macht dieses Board aus und interessanter.
Wenn ich sehe, wie mutig Mathias mitunter ist und welche vermeintlichen Krücken er hier mitunter vorstellt. Aber wo sonst können wir soviel Infos und gemeinsame Beobachtungen zu Objekten abseits des Mainstreams in einem Thread sammeln, wenn nicht hier

Viele Grüße

Rene
Uli_Zehndbauer Erstellt am: 16.12.2019 : 16:07:46 Uhr
Hallo,

danke für eure Reaktionen. Ich fand es nur etwas still im Thread. Aber ihr habt schon recht, das Wetter war nicht besonders und die Vorweihnachtszeit ist auch stressig. Ich selbst will die drei eh nochmal mit größerem Gerätschaften beobachten und das war bisher auch nichts.

cs und Grüße,
Uli
TGM Erstellt am: 16.12.2019 : 12:28:17 Uhr
Hallo Uli,

meinen Geschmack hast du sehr gut getroffen, ich finde offene Sternhaufen generell besonders interessant, man sieht auch mit kleiner Öffnung richtig was. Im Speziellen, ich habe bisher nur NGC 2301 beobachtet, bin darauf per Zufall gestoßen, als ich den Rosettennebel aufgesucht habe. Wenn es das Wetter zulässt werde ich auch die beiden anderen Haufen anschauen. Bisher hatten wir entweder hellen Mond oder Regen. Im Sommer war es im Berliner Raum extrem trocken, wir benötigen den Regen jetzt dringend, man kann nicht immer alles haben.

beste Grüße

Thomas
NormanG Erstellt am: 16.12.2019 : 08:15:54 Uhr
Moing Uli,
Nö, also ich finde deine Objekt-Idee gut.
Das Wetter bzw. Die Gelegenheiten fehlen bisher. Heute und Weihnachtsfeier...

Neue Ideen sind genau was das Board hier wertvoll macht,M 13 findet jeder alleine...

CS

Norman


Timm Erstellt am: 15.12.2019 : 23:29:01 Uhr
Hallo Uli,

scheint leider so zu sein!
Offene Haufen sind einfach weniger interessant, wenn man sie mit M42 oder M13 vergleicht.
Aber meine allerersten Objekte, die ich gesucht und gefunden hatte, waren die Krippe im Krebs, chi und h, M41 und M37... neben M57 und M27.
Wenn nicht der Rene immer wieder von den offenen Haufen geschwärmt hätte, wären offene Haufen längst aus meinen Beobachtungen gestrichen.
Seit einiger Zeit habe ich sie deshalb wieder in meine Planungen einbezogen, obwohl mein 28-Zöller oft das falsche Instrument ist. Das gilt z.B. für M35, aber bei NGC2158 sieht das schon ganz anders aus. Oder etwa bei NGC6791, der erst mit großer Öffnung seine wahre Pracht zeigt.

cs
Timm

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