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 OdM November 2019 - Deer Lick-Group

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Ü B E R S I C H T    
ReneM Erstellt am: 01.11.2019 : 13:31:08 Uhr
Liebe OdM-Freunde,

ich weiß nicht, wie es all jenen Sternfreunden geht, die bislang hier ein Objekt vorgestellt haben.
Für mich ist die Auswahl des passenden Objektes regelmäßig ein Spagat zwischen den verschiedensten Wünschen und Vorstellungen.
Zum einen wollen viele hier Objekte abseits der ausgetretenen Pfade vorgestellt haben, zum anderen fühlen sich einige nicht angesprochen, wenn das Objekt kein Brüller ist .
Diesmal habe ich mich ganz bewusst für einen Brüller auf einem sehr eingetretenen Pfad (ach was erzähle ich, auf einer viel befahrenen Autobahn) entschieden, auf den ich OdM-technisch vermutlich nie gekommen wäre, aber ich habe mit Erschrecken festgestellt, dass hier noch kein Objekt aus dem Sternbild Pegasus präsentiert wurde.

Ich präsentiere Euch NGC 7331 & Friends, auch bekannt als Deer Lick-Group:

Bildquelle: CCD-Guide - Astro-Kooperation - Michael Breite, Stefan Heutz, Wolfgang Ries



Morphologie
NGC 7331 ist das dominierende Mitglied dieser Gruppe mit insgesamt 5 Galaxien.
Die Sichtachse von NGC 7331 ist um 77° geneigt und dennoch zeigt sie uns eindrucksvoll auf Fotografien ihre prächtige Spiralstruktur.
Die Galaxie wirkt wie ein kleiner Doppelgänger zu M 31, sie weist eine vergleichbare Sternentstehungsrate auf, beherbergt eine ähnliche Anzahl von Sternen, hat ein zentrales supermassereiches Schwarzes Loch und vergleichbare Spiralarme.
NGC 7331 weist zudem eine Besonderheit auf. Der Bulge dreht sich entgegengesetzt zu den Außenbereichen. Ach ja, und die Scheibe ist leicht verbogen.
Auf den ersten Blick würde man vermuten, dass die vier Begleiter einen nicht unwesentlichen Anteil daran haben, diese sind aber nur in unserer Sichtachse zusammen zu sehen. Sie stehen noch 9x weiter entfernt als NGC 7331.
Hier noch eine schöne Detailaufnahme von NGC 7331 vom Hubble Space Telescope

Bildquelle: ESA/Hubble & NASA/D. Milisavljevic (Purdue University)


Entdeckung, Geschichtliches
NGC 7331 ist eine der hellsten Galaxien, die nicht in Charles Messiers berühmtem Katalog enthalten sind.
Stattdessen blieb die Entdeckung Wilhelm Herschel im Jahre 1784 vorbehalten.
Der Name Deer Lick-Group wurde in den 1980er Jahren vom US-Amerikanischen Amateur Tom Lorenzin geprägt nach wohl besonderen Beobachtungen der Galaxiengruppe um NGC 7331 vom Deer Lick Gap in den Bergen von North Carolina aus.

Beobachtung
NGC 7331 ist selbst bei mäßigem Himmel schon mit einem normalen Feldstecher zu erhaschen.
Für die übrigen Mitglieder reichen geübten Beobachtern in der Regel 8", alle anderen sollten mit 12" erfolgreich sein.
NGC 7340 ist dabei die auffälligste der vier scheinbaren Begleit-Galaxien.

Mich würde interessieren, ab welcher Öffnung die Spiralstruktur von NGC 7331 sichtbar wird und ob diese Galaxie mit noch kleinerer Öffnung als einem 10x50 Fernglas beobachtet werden kann.

Viele Grüße

Rene
D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
nemausa Erstellt am: 01.12.2019 : 20:28:42 Uhr
Hallo Rene,

das OdM habe ich im 11" SCT schon ein paar mal beobachtet.
Auch gestern Abend, allerdings bei etwas dunstigen Himmel (fst 5m0).

Die schwachen Außenbereiche von NGC 7331 waren bei den Bedingungen nicht erkennbar, die Galaxie also relativ klein.
Die etwas schärfer begrenzte Seite war trotzdem schwach erkennbar.
NGC 7335 und 7340 waren indirekt schwach sichtbar, NGC 7337 nicht sicher zu sehen.

Vor 2 Jahren mit guter Transparenz (fst 6m0) konnte ich bei 280facher Vergrößerung Helligkeitsunterschiede in NGC 7331 sehen.
NGC 7337 war damals indirekt einigermaßen einfach und NGC 7336 ziemlich schwierig sichtbar.

Viele Grüße,
Ronny
Marcus_S Erstellt am: 01.12.2019 : 17:37:45 Uhr
Moin Rene!

Aus der Beobachtung in der durchaus mäßigen letzten (November-)Nacht kann ich nachtragen:

mit einem 10" Newton und 4,5 mm-Okular konnte ich die scharfe Kante von NGC 7331 wieder bei indirektem Sehen deutlich erkennen, das hake ich nun für mich als "ist mit 10 Zoll grundsätzlich sicher erkennbar" ab.

Und bei der Suche nach galaktisch anmutenden Begleitobjekten habe ich erneut NGC 7335 sicher indirekt als wattigen Flausch gesehen und erstmals auch NGC 7340 bei indirektem Sehen, gleichfalls als strukturlosen Flausch, sicher erhaschen können.

Ich habe aber wieder nur drauflosgeguckt und habe mich nicht durch Vergleich mit Atlas oder Foto von Objekt zu Objekt gehangelt.


Viele Grüße von

Marcus
NormanG Erstellt am: 26.11.2019 : 16:44:25 Uhr
JaWOLLE Rene,

so solls sein

Dafür wurde das OdM ja eingerichtet - zum Anstacheln

Aber Ben soll mal mit seinem 80mm draufhalten wenn er mag

Und bitte auch die eher stillen Mitleser... (gerne auch mit den kleinen Öffnungen...) für jene wurde das Unterboard hier eigentlich initiiert...

CS!
Norman

edit: Bens 80m-Gerät ist leider nur ein 80mm in Wahrheit :-))
ReneM Erstellt am: 26.11.2019 : 16:25:49 Uhr
Hallo Norman und Ben,
hallo zusammen,

meine Helligkeitsangaben sind aus Eye & Telescope. Wenn ich bedenke, dass die Kontrastreserveberechnung von E&T seinerzeit für die Objektauswahl im isDSA verwendet wurde, dann gibt das Hoffnung. Ein schönes Beispiel => NGC 100 - die Galaxie stand in der ersten Version des isDSA nicht drin, in der zweiten dann wurde sie "ab 12 sichtbar" eingestuft. Die Galaxie haben wir bei einem Teleskoptreffen mit 8" beobachtet, da war sie indirekt mittelschwer sichtbar.
Jetzt bin ich richtig angefixt, Aufsuchkarte und DSS-Bild zu NGC 7331 & Co. sind gedruckt. Ich hoffe, der eine oder andere versucht die Friends auch mit kleinen Öffnungen ... Ben mit 5", Robert mit 6" ...

Viele Grüße

Rene
BenN Erstellt am: 26.11.2019 : 09:46:04 Uhr
Hallo Norman,

da hatten wir ja gerade die gleiche Idee

Servus
Ben
NormanG Erstellt am: 26.11.2019 : 09:40:20 Uhr
Hi Rene,

jo, hab gerade nochmal in der Tabelle von Wolfgang Steinicke geschaut, da ist sogar die NGC 7335 im Visuelen noch heller als die 7340.

Die visuelle Helligkeit sieht dann für die Galaxien so aus:

7331 - 9m5
7335 - 13m3
7336 - 14m5
7337 - 14m4
7340 - 13m7

Insofern täts mich wirklich interessieren, was Du da mit 4" siehst (die anderen Lesenden hier natürlich inbegriffen und ausdrücklich aufgefordert) :-)

Edit: Hi Ben, ah, da haben wir uns überschnitten - ahja, da benennt der Fieldguide die gleichen Helligkeiten.
Ich wundere mich, dass der 12m2er Stern auch erst recht spät hervorkam und ich noch diese vermeintlichen 13mx-Geschosse erhaschen konnte...

Neben falschen Angaben der Programme spielt ggf. auch eine Rolle, dass ich langsam "aufgewärmt" war nach Sichtung des 12m2ers... hm...

Ich guck eh nochmal drauf :-)

Edit 2: also Ben, du weißt, was du zu tun hast ;-) Ich bin gespannt!

Schöne Grüße + CS
Norman
BenN Erstellt am: 26.11.2019 : 09:37:09 Uhr
Hallo Norman und Rene,

Zitat:
Mit 12m2 erschien der Stern erst nach einer kleinen Weile, war dann aber regelmäßig indirekt erkennbar, wenn auch nicht permanent.


Bei mir war es ähnlich, als der Blazar CTA-102 um Neujahr 2017 rum gerade mit 12,0 mag angegeben war. Da konnte ich ihn bei gutem Alpenrandhimmel im 80 mm Spektiv blickweise indirekt ausmachen, die Vergrößerung müsste irgendwo zwischen 30 und 60x gewesen sein - mit geschätzt 8 Mrd. Lichtjahren das mit großem Abstand weitest entfernte, was ich mit dem kleinen Teil je gesehen habe.

Der "Deep-Sky Field Guide" (Begleitbuch zur Uranometria) meint zu den friends (mag(v); Ausdehnung; Flächenhelligkeit):

NGC 7335: 13.3; 1.3 x 0.6; 12.9
NGC 7337: 14.4; 1.1 x 0.9; 14.3
NGC 7340: 13.7; 0.9 x 0.6; 12.9

Servus
Ben
ReneM Erstellt am: 25.11.2019 : 17:50:33 Uhr
Grüß Dich Norman,

netter Versuch . NGC 7340 geht vielleicht wirklich mit 3" und etwas höheren Vergrößerungen.
Ich habe mir irgendwann mal als Eselsbrücke notiert, dass mit 4" kompakte Galaxien bis 12m5 gehen (Sterne bis 13m5). Wenn die Friends von NGC 7331 im Visuellen wirklich etwas heller sind als angegeben, dann sollte man mit 4" dicht dran sein. Das werde ich gern mal mit Aufsuchkarte probieren und berichten.

Viele Grüße

Rene


NormanG Erstellt am: 25.11.2019 : 10:14:28 Uhr
Guten Morgen,

ich war mal so frech und hab versucht, was denn mit 72 mm Öffnung so geht. Die Helligkeiten von Renes Liste entsprechen auch nicht bei allen Objekten den etwas helleren Angaben von STEINICKE, sodass der vermeintlich hahnebüchene Versuch, da vermeintliche 14mag-Galaxien erwischen zu wollen etwas relativiert wird ;-)

Mein Versuch fand bei gutem Landhimmel statt, Luftfeuchte bei 75% herum.
Leider war ich sehenden Auges mit zu wenig Vergrößerung unterwegs, ich habs geahnt, dass ich noch 4,7mm hätte einstecken müssen. Die Galaxien sind ja recht klein und erlauben sicher etwas mehr Vergrößerung als ausgedehntere Galaxien...

Aber auch mit 8mm Okularbrennweite und einer Vergrößerung von 54x war das Zielgebiet bereits einigermaßen gut aufgelöst, um wenigstens einen sinnvollen Versuch zu starten.
Die 7331 zeigte sich einfach, aber eine klare Abgrenzung die auf das Staubband hinweist, war für mich nicht zu erkennen.
Sämtliche kleinen Galaxien: Fehlanzeige.

Dennoch war ich überrascht, welche Sterngrenzgrößen sich zeigten in dem kleinen Gerät - mit Hilfe eines DSS-Ausdrucks im Feld. Ich hab mal 3 Sterne entsprechend markiert.


Screenshot von Rene´s erstem geposteten Bild

Die Helligkeitsangaben schwanken je nach Quelle, einig sind sich die Quellen (SIMBAD, skysafari, wikisky) nur bei dem einfachsten markierten Stern, der zweite von oben, der also genau zwischen NGC 7331 und dem hellen Sternduo links steht: Mit 12m2 erschien der Stern erst nach einer kleinen Weile, war dann aber regelmäßig indirekt erkennbar, wennauch nicht permanent.
Richtig grenzwertig waren die anderen beiden markierten, die mit visuellen Helligkeiten von 13m5-13m8 zu Buche schlagen (SIMBAD/Skysafari).
Wenn jemand bessere Quellen für die Sternhelligkeiten hat, immer her damit :-) Der GAJA-Katalog ist ja das aktuellste, aber der gibt keine visuellen Helligkeiten an...

Ich muss gestehen, dass ich mir beim obersten und untersten markierten Stern nicht mehr 100pro sicher bin, ob ich sowohl den einen alsauch den anderen gesehen habe. Der seitenverkehrte Zenitspiegel und mangelnde Dokumentation im Feld machens mir da gerade schwer.
Einen von beiden aber auf jeden Fall.

Zumindest die hellste kleine Galaxie NGC 7340 werde ich nochmal bei besserem Himmel und mehr Vergrößerung mit 72 mm probieren.

CS
Norman
Starlightfriend Erstellt am: 11.11.2019 : 19:51:07 Uhr
Hallo zusammen,

hier mein farbiges Ergebnis, gewonnen mit einer ASI294mc Farbkamera. Die Farbkameras besitzen durchschnittlich um 2/3 geringere Empfindlichkeit als monochrome Kameras, das versuche ich durch dem schnellen RASA mit f/2.2 auszugleichen.

NGC 7331 ist ca. 9,5 mag hell und besitzt eine Winkelgröße von 10,2 x 4,2 Bogenminuten, prima für kleine Sensoren. NGC7331 ist eigentlich etwas für lange bzw. längere Brennweiten, zumindest wenn man Details gut abbilden möchte. Mit drizzeln kann man diesen Nachteil aber halbwegs ausgleichen.



ReneM Erstellt am: 11.11.2019 : 15:55:39 Uhr
Hallo Lars,

wenn ich es erklären müsste, würde es zuviel Text werden.
Schau dir bitte nochmal das Video von Marcel Drechsler, https://www.youtube.com/watch?v=hpmavhd0CKg&feature=youtu.be an, dass Du ja in einem anderen Unterforum selbst verlinkt hast. So ziemlich am Anfang erklärt Marcel, wie er mit dem CDS-Portal arbeitet und auch, wie er sich die Objektbezeichnungen aus dem Aladin-Ausschnitt zieht.
Danke nochmal dafür. Den ganzen Vortrag fand ich unheimlich interessant.
Aber damit genug off Topic, lieber wieder zurück zur Deer Lick Group.

Viele Grüße

Rene
Lars73 Erstellt am: 10.11.2019 : 18:27:33 Uhr
Hallo Peter,
das ist sehr gut geworden und sieht für die Farbe vielversprechend aus. Wieviele Bilder hast du gestackt ?

Hallo Rene,
hab mich jetzt soweit damit beschäftigt, daß ich ein Objekt eingebe und dann die Tabelle sehe, welche die in 0,2 ° Radius benachbarten Objekte aufführt. Diese kann man anklicken und dadurch werden sie im Aladin-Fenster angezeigt. Umgekehrt geht das nicht ? Also im Aladin-Fenster ein Objekt anklicken und angezeigt bekommen, was es ist ?
Die Grenzgröße konnte ich immerhin mit ein paar Beispielsternen auf mindestens 21,5 mag (Angabe bei g_mag) bestimmen.

Grüße Lars
ReneM Erstellt am: 09.11.2019 : 18:31:05 Uhr
Hallo Lars,

hast Du Dir das CDS-Portal mal genauer angeschaut? Da gibt es alle Informationen. Du musst nur etwas tiefer einsteigen, kannst Dir die Aladin-Ausschnitte zurecht rücken und Dir dann alle Objekte anzeigen lassen, die im Ausschnitt zu sehen und auch nicht zu sehen sind. Da habe ich NGC 7331 A,B,C,D und M auch gefunden.
Deine Farbaufnahme finde ich auch sehr gelungen, schön tief und man erkennt schön Strukturen in zwei der kleineren Galaxien. Einzig die Farbe ist mir von der Sättigung ein wenig zu hoch gezogen, aber das ist Geschmackssache.

Hallo Peter,
auch eine schöne tiefe Aufnahme, bin auf die Endversion gespannt.

Ob jemand den Versuch startet, die kleinen Wichte mit weniger als 8" einzufangen?

Viele Grüße

Rene
Starlightfriend Erstellt am: 09.11.2019 : 18:16:09 Uhr
Hallo zusammen,

hier ist meine Mono-Version, NGC 7331 und ein paar Hintergrundgalaxien. Die Aufnahme entstand aus Hamburg, gewonnen mit einem RASA C11 in Verbindung mit einer ASI294mc.



Belichtungszeit ca. 3 Stunden, ohne Filter. Die Aufnahme ist noch nicht zu Ende bearbeitet, ich habe hier auf Schärfungsfilter etc. verzichtet... Es handelt sich hier um einen Ausschnitt. Visuell hate ich im vergangenen Jahr mit einem 4" Takahashi FS-102 draufgehalten, bis auf die Kernregion konnte ich nichts ausmachen...

P.S. Lars, Deine Farbvariante sieht klasse aus!

CS
Peter
Lars73 Erstellt am: 06.11.2019 : 20:21:15 Uhr
Guten Abend allerseits,

inzwischen konnte ich noch eine farbige Version der Gruppe ausarbeiten. Dabei sind auch die RGB-Daten vom Oktober 2018 eingeflossen, die mangels "Dithering" recht problematisch waren (RGB = 32 / 30 / 29 x 90 s). Der fehlende zufällige Versatz der Einzelbilder sorgt für sogenanntes "walking pattern noise", ein nicht reparables streifiges Muster in den Summenbildern. Für jeden Farbkanal habe ich daher die Summenbilder aus 2019 mit denen aus 2018 überlagert und die Gewichtung im Hinblick auf das Rauschen optimiert. Für Rot und Blau waren das 25% und für Grün 35% als Anteil der 2018er Summenbilder.
Die Gesamtbelichtungszeit mit Luminanz und Farbe ist zwar 9,8 Stunden, aber mit optimaler Aufnahmetechnologie hätte trotz der kleinen Öffnung auch eine kürzere Zeit für das Ergebnis gereicht:



Das Bild ist hier in 80% der Auflösung eingestellt, auf astrobin sieht man bei 125% die Details noch etwas leichter.

An den schon besprochenen Zwerggalaxien ist gut zu sehen, daß sich die Differenzierung der Tiefen aus dem Luminanzbild nicht vollständig in das Farbbild übertragen lässt. Für mich wird das immer wieder ein Grund sein, zum Schwarzweißbild zurückzukommen.
(> Peter: bin schon gespannt auf deine Version, vielleicht stellst du ja auch sw und Farbe ein ?).
Andererseits gewinnt die Galaxie durch die Farbe doch sehr an Dynamik. Beim Rotieren des Bildes auf der Suche nach einem schönen Ausschnitt ist mir aufgefallen, wie sehr die Wahrnehmung der Strukturen doch vom Betrachtungswinkel abhängt. Am wenigsten ergiebig ist die Ansicht mit Westen oben, wie man es ja häufig im großen Feld mit Stephans Quintett findet. Erst wenn Westen im Bild nach unten zeigt stellt sich m.E. ein räumlicher Eindruck ein. Bei Astrobin habe ich dazu einige schöne Beispiele gefunden.
Kann es sein, daß äußeren Spiralarme zum innerer Teil der Galaxienscheibe geneigt verlaufen ?

Zu den schwachen Hintergrundgalaxien konnte ich noch nichts weiter finden.

Gruß Lars

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