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 Planetenfotografie am 16"-Dobson

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Ü B E R S I C H T    
timf5344 Erstellt am: 19.10.2019 : 13:42:48 Uhr
Hallo zusammen,

ich bin seit kurzem stolzer Besitzer eines 16"-Dosbon von Explore Scientific (danke an Thomas dafür,sollte er hier mitlesen, ein tolles Gerät). Ich möchte mich zukünftig damit vor allem etwas mehr auf mond und Planeten konzentrieren und dabei auch gerne meine ASI120 zur Aufnahme nutzen. Ich weiß, Fotografie und Dobson passt nicht ganz zusammen... Jetzt wüsste ich aber gerne Mal, ob hier schon jemand mit einem ähnlich großen Dobson und einer ähnlichen Planetenkamera Erfahrung gesammelt hat. Hat vielleicht jemand damit schon ein paar Bilder machen können und kann diese hier als Vergleichsmaterial zur Verfügung stellen? Wüsste gerne, was damit so alles geht.

Viele Grüße
Tim
D I E    7   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
Niklo Erstellt am: 23.10.2019 : 10:28:42 Uhr
Hallo Robert,
es ist die ASI120MC (ASI120MC an 60/280-Leitrohr).
Wenn man von der variablen Vergrößerung absieht, wäre dann eine 2 linsige Barlow besser wie eine vierlinsige?
Persönlich würde ich die 4x Variante mit Verlängerung der 3x Barlow am Dobson ausschließen, da der Aufbau länger wird und schon 3x bei 16" f/4,5 eine sehr lange Brennweite bedeutet, die es nachzuführen gilt.
Das Seeing wird es bei 16" kaum zulassen, dass man die Öffnung in Deutschland ausreizt und die Versuche von Jan schauen vielversprechend aus, dass man besser mit der Brennweite etwas heruntergeht.
Ja, erste Versuche ohne Barlow am Mond wären schon gut. Dennoch würde ich für den Dobson vorher eine EQ Platform kaufen. Am Mond sollte bei einfacher Brennweite noch ohne EQ Platform klappen, aber mit ist es komfortabler.:)
Servus,
Roland
RobertR Erstellt am: 22.10.2019 : 19:06:58 Uhr
Hallo Tim,
die zweilinsige 3x Barlow von Televue ist die richtige Wahl. Kannst Du bis 4,5x verlängern. Nehme ich auch. Ist die ZWO ASI 120 die s/w Variante MM? Hatte ich auch lange im Einsatz. Du brauchst dann unbedingt RGB und eventuell IR-Filter.

Mit einem 16" Dobson in das Thema einsteigen, ist kühn. Würde zuerst mal ohne Barlow am Mond probieren. Da kannst Du ultrakurz belichten.

LG
Robert
Heljerer Erstellt am: 21.10.2019 : 18:44:07 Uhr
Hallo Tim,

schau mal bei Astronomie.de

Dort macht der Teilnehmer "komposer" super Fotos mit einem (etwas kleinerem als deinem) Dobson.

Gruß
Wolfgang
Niklo Erstellt am: 21.10.2019 : 18:30:38 Uhr
Hallo Tim,
herzlichen Glückwunsch zum neuen Dobson.
Ich habe auch die ASI120MC. Auf der Marsseite vom Robert wurde auch über die Kameras und die benötigte Brennweite diskutiert.
Für das Öffnungsverhältnis bei Farbkameras gibt es die Fausformel
Öffnungsverhälnis_Farbe = Pixelgröße in um * 5
In Deinem Fall wären es 18,75. Bei f/4,5 bräuchtest Du eine 4x Barlow.
Eine 5x sollte auch gehen. Allerdings hat der Jan auch schon bei weniger Brennweite am 10" Newton gute Ergebnisse bekommen. Meine Vermutung ist, dass man bei großer Öffnung mehr durch das Seeing begrenzt wird wie durch die Öffnung.
Daher wäre eine 3x Barlow vermutlich die bessere Wahl. Ein Problem ist immer den Fokus exakt zu treffen. Bei größerer Brennweite musst Du länger belichten. Daher schlägt das Seeing schlimmer zu.
Weiters wird das Nachführen immer kritischer je mehr Brennweite Du nutzt.
Als meine Empfehlung für den Einstieg wäre eine gute EQ Platform und eine gute 3x Barlow und dann am Mond zu üben und eine schöne Kraterregion heraussuchen. Es gäbe auch eine Televue Powermate 4x. Im Idealfall kannst Du da ein bisserl mehr herauskitzeln oder mehr mit dem Seeing und Fokusieren kämpfen. => lieber mit einer guten 3x Barlow filmen. Die telezentrischen mit 4 elementig für ca 140Euro bis 150 Euro sollten ausreichend gut sein. Ich habe eine Lacerta 2x und die ist sehr wertig und bildet gut ab. Ähnliche gibt es bei TS und dem Händler Deines Vertrauens. :)
Servus,
Roland
stefan-h Erstellt am: 21.10.2019 : 16:42:15 Uhr
Hallo Tim,
Zitat:
Ich dachte, damit kommt man weit über die maximale Vergrößerung hinaus.

Vergrößerung gibt es bei visueller Nutzung, bei Fotografie hast du nur einen entsprechend der Brennweite abhängigen Blickwinkel bzw. ein abgelichtetes Feld, abhängig von Brennweite und Chipgröße.

Für deinen 16"er bräuchtest du eine 3x Barlow, um das Nyquist-Kriterium mit Faktor 2,4 zu erfüllen (üblich bei s/w ist eher Faktor 3, bei Farbkamera bis Faktor 5). Mit einer 5x Barlow kommst du auf Faktor 4.

Per Barlow passt man das Teleskop an die Pixelgröße an. Mit der 3x würde Jupiter auf ca. 317x317 Pixel abgelichtet, mit dr 5x auf rund 528x528 Pixel.

Allerdings geht bei den resultierenden Brennweite ohne eine EQ-Plattform nichts, das Objekt würde viel zu schnell aus dem Blickfeld huschen. Mit 3x Barlow hast du nur noch ein Feld von Bildfeld 0.05° x 0.04°, mit 5x nur noch 0.03° x 0.02°.

Gruß
Stefan
timf5344 Erstellt am: 21.10.2019 : 16:18:05 Uhr
Hallo Paul,

vielen Dank für den Tipp. Die Bilder sind ja wirklich beeindruckend. Vor allem Mars ist da wirklich sehr detailliert. Bin überrascht, dass hier mit einer 5-favh Barlow gearbeitet wird. Ich dachte, damit kommt man weit über die maximale Vergrößerung hinaus.

Viele Grüße
Tim
paul2008 Erstellt am: 19.10.2019 : 17:37:52 Uhr
Hallo Tim

Emil Kraaikamp, astrokraai.nl, schau Mal auf seiner Hompage hat eindrueckliche Bilder mit seinem 16 und Eq Plattform abgliefert. Sogar Deepsky mit lucky imagine. Nicht das neuste Foto von Jupiter, das ist mit dem Chiliscope#128513;.

Gruss Paul

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