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Ü B E R S I C H T    
Gesarah Erstellt am: 08.08.2019 : 23:21:55 Uhr
Hallo zusammen,
heute habe ich mein erstes Teleskop abgeholt und hatte direkt super Glück mit dem Wetter. Heute Abend sind so viele Sterne wie lange nicht mehr zu sehen, sogar vom Kleinen Bär fast alle deutlich sichtbar!
Also hab ich mir gleich Teleskop, Sitzkissen, Okularbox und den Sohnemann geschnappt und bin vor auf den Acker gelaufen. Fazit schonmal: Der 9 kg Dobson (Bresser Messier 150/750) lässt sich total einfach die 200 m tragen. Vom Sitzkissen aus habe ich als kleine Frau die perfekte Einblickhöhe.

Wir haben gleich mal den Mond ins Visier genommen und konnten bis zum 3.2 mm-Okular scharf vergrößern. MEEEEEGA toll als erste Astroerfahrung! Jupiter war schon um einiges schwieriger, aber kam dann auch auf die Linse. Und Saturn war der schwierigste Kandidat beim Auffinden und kaum scharfzustellen. Bei beiden Planeten war mit dem 6 mm UWA Schluss, aber ich bin extrem stolz auf so ein supergeniales Erfolgserlebnis gleich am ersten Abend :))

Und weil es so schön war, habe ich total amateurhaft mit dem Smartphone ein Erinnerungsfoto vom Mond gemacht :D Kommt als Nachtrag. Bittesehr:

D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
Gesarah Erstellt am: 17.08.2019 : 11:29:16 Uhr
Mini-Update:

Ich habe den Ringnebel in der Leier gefunden! Jippie
Ich fand den bei mir jetzt aber auch arg unscheinbar, ziemlich dunkel und schnell zu übersehen, aber ich hab's geschafft!

Epsilon Lyrae konnte ich nicht wirklich besser trennen, auch nicht mit dem Versuch, nur einen Doppelstern ins Visier zu holen, denn ich bekomme ihn nur bis 125x Vergrößerung noch scharf und da passen halt noch beide ins Bild.

Dann kamen auch schon die Wolken und ich hab zusammengepackt :)
Gesarah Erstellt am: 16.08.2019 : 21:33:01 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: BenN

Hallo Sarah,

das ist ja ein munterer Thread, mit reger Beteiligung und sehr guten Beiträgen - und mit Mond, Planeten und Deep-Sky ist alles mit dabei . Ich hab den erst jetzt entdeckt, weil ich sicher eine Woche lang nicht jenseits meines "heimatlichen" Deep-Sky Forums gestöbert habe - anders als der Allrounder Walter Mir fallen dazu noch zwei Ergänzungen ein.


Ja, das stimmt ich habe vor knapp drei Wochen auch ein Thema eröffnet, bevor ich mein Teleskop gekauft habe, da ging es auch seitenweise rund und war super lehrreich und spannend :)

Zitat:
Original erstellt von: BenN

Und ich empfehle dir noch ein Objekt, das Messier für seinen Katalog irgendwie vergessen hat - er hat es sicher gekannt. Zwischen den Sternfiguren von Perseus und Kassiopeia liegt ein genialer doppelter Sternhaufen, in Summe so hell wie die Andromedagalaxie (3,5 mag). Der ist bei dunklem Himmel einfach mit bloßen Augen als Fleckchen zu erkennen, und in jedem Fernrohr wunderbar in zwei benachbarte Sternhaufen mit vielen Einzelsternen aufgelöst: Ohne Messiernummer ist der Name irgendwie krumm: "h + Chi Persei", oder einzeln NGC 869 und NGC 884.



Danke für den Tipp! Gelesen und gehört habe ich die beiden schon, heute Nacht müsste auch wieder Teleskopnacht sein, ich hol' schonmal den Karkoschka und suche nach den beiden Kandidaten. Hoffentlich gehen sie vom Garten aus :)

Liebe Grüße
Sarah
BenN Erstellt am: 16.08.2019 : 12:08:08 Uhr
Hallo Sarah,

das ist ja ein munterer Thread, mit reger Beteiligung und sehr guten Beiträgen - und mit Mond, Planeten und Deep-Sky ist alles mit dabei . Ich hab den erst jetzt entdeckt, weil ich sicher eine Woche lang nicht jenseits meines "heimatlichen" Deep-Sky Forums gestöbert habe - anders als der Allrounder Walter Mir fallen dazu noch zwei Ergänzungen ein.

Du hast öfter nach dem spiegelverkehrten Bild am Okular gefragt - unabhängig davon, dass die Bilder auf dem Kopf stehen. Der Hauptspiegel am Dobson allein würde ein spiegelverkehrtes Bild erzeugen, wenn es der Fangspiegel nicht wieder seitenrichtig machen würde (ein dritter Spiegel würde das Bild dann wieder spiegelverkehrt machen etc.). Und ein Refraktor allein erzeugt auch ein seitenrichtiges Bild, nur wird hier gerne ein Zenitspiegel mit angehängt - zwecks bequemeren Einblicks. Und dieser Zenitspiegel erzeugt dann das spiegelverkehrte Bild, wie es im Okular wahrgenommen wird. Wer in diesem Fall aufrechte und seitenrichtige Bilder möchte - wie in einem Spektiv -, kann sich statt des Zenitspiegels ein Amiciprisma besorgen.

Und ich empfehle dir noch ein Objekt, das Messier für seinen Katalog irgendwie vergessen hat - er hat es sicher gekannt. Zwischen den Sternfiguren von Perseus und Kassiopeia liegt ein genialer doppelter Sternhaufen, in Summe so hell wie die Andromedagalaxie (3,5 mag). Der ist bei dunklem Himmel einfach mit bloßen Augen als Fleckchen zu erkennen, und in jedem Fernrohr wunderbar in zwei benachbarte Sternhaufen mit vielen Einzelsternen aufgelöst: Ohne Messiernummer ist der Name irgendwie krumm: "h + Chi Persei", oder einzeln NGC 869 und NGC 884.

Servus
Ben
stardust3 Erstellt am: 16.08.2019 : 10:11:18 Uhr
Hi Sarah,

Oh, Segeln? Wie schön! Ich verfolge gerade ganz gefesselt die Segel Tour von Greta nach New York ...

CS,
Walter
Gesarah Erstellt am: 15.08.2019 : 21:42:32 Uhr
Wow, Walter, geniale Anleitung, danke! Das probiere ich unbedingt nochmal aus in der nächsten wolkenlosen Nacht! Zusammen mit dem Foto muss das ja mal klappen.
Mhh, das kann gut sein, dass ich die Größe überschätze und beim Hin- und Herrühren auf die Erleuchtung gewartet habe

Das ist alles so spannend, ich bin ganz hippelig. Wenn es nicht zufällig morgen Abend aufklart, muss ich leider über eine Woche warten, ich bin eine Woche teleskoplos mit dem Segelboot in Dänemark unterwegs. Aber an Bord eines Bootes gibt es aber fast immer Ferngläser, da schnappe ich mir abends mal eins :)
stardust3 Erstellt am: 15.08.2019 : 21:18:36 Uhr
Hallo Sarah,

na das geht ja voran bei Dir, sehr schön! Die Schwierigkeiten sind der ganz normale Lernfortschritt, in drei Monaten lachst Du darüber, wenn es so fix weiter geht bei Dir.

Um die Justierung würde ich mir keine Sorgen machen. Er wurde ja im Shop justiert und Du hast ihn persönlich abgeholt, den Newton. So zart sind die Dinger auch nicht. Nur Versand per Post könnte das ordentlich durcheinander gebracht haben. DAs Seeing war nicht besonders die Tage, da Fronten durchmarschieren.

Wegen M57, eigentlich leichter als M13 ;-). Erst mal sollte Dir bewusst sein, er ist größer wie der Jupiter. Wenn Du Jupiter im 28mm anschaust, dann weißt Du wie groß. Durchaus größer als "sternartig". Du lagst höchstwahrscheinlich daneben, oder hast Dich mit dem ganzen 180-grad Zeugs vertan und die falschen 2 Sterne erwischt. Ich vertüddel mich übrigens bis heute gerne mit Epsilon Lyrae. Epsilon, zeta und wenns ganz doof kommt auch noch delta. Sind ja alle Doppelsterne, besonders delta1 und delta2 ist auf den ersten Blick ähnlich nur ohne doppelt-doppelt. In meinem 100mm Refraktor kann ich die Epsilons ganz leicht trennen. Komischerweise mit dem 8" Newtoin schwieriger, wann immer ich es versuche.

So, aber zum M57. Sachau Dir das Foto an:
http://www.sternwarte-usedom.de/vastrofotos/sommer.html
Das Foto#2 könnte das Bild im Okular sein.
Vielleicht ist es auch 180 Grad gedreht und beta ist links statt rechts.
Identifiziere erst beta eindeutig. Beta ist gelblich und doppelt! Der Begleiter deutlich schwächer. Im 28mm nocht recht nahe.
Dann wandere zum Gamma. Gamma hast Du klar identifiziert, da er zusammen mit seinem Nachbarstern wie ein weiter Doppelstern wirkt. Ich meine den Stern ca. 2cm weiter nach Innen. Außerdem wirkt gamma bläulich.

Wenn Du gamma und beta klar identifiziert hast, dann verstehst Du auch ist es "richtig rum" oder "180 Grad gedreht".
Jetzt kannst Du Dich auf die Suche nach M57 machen. Meiner Meinung nach sollte er selbst bei Vollmond gut zu sehen sein im Okular. Aber es sind halt nur 8,5mag insgesamt, also recht blass, nicht so knallig. Jedoch mit 6" kein ernstes Problem.

CS,
Walter
Grafzahl66 Erstellt am: 15.08.2019 : 21:04:12 Uhr
Vielleicht ist M57 in Deiner Vorstellung auch deutlich größer als in der Realität. Der Ringnebel ist zwar (für einen Nebel) recht hell und auch markant, aber nicht besonders groß...

Gruß Horst
Gesarah Erstellt am: 15.08.2019 : 20:46:32 Uhr
Mein Händler (Fernrohrland bei Stuttgart) hat mir das Teleskop einmal komplett durchjustiert, bevor ich es abgeholt habe. Seitdem ist es einmal eine halbe Stunde Auto zu mir nach Hause gefahren und wurde ein paar Male durch die Gegend getragen. Ich achte trotzdem mal darauf, wo das Fangspiegelbild dann auftaucht.

Also wenn M57 so einfach ist - es sieht ja auch auf den Suchkarten so simpel aus, weswegen ich mir überhaupt erst so sicher war, das auf keinen Fall übersehen zu können - dann muss ich was falsch gemacht haben. Oder der Nebel verschwindet im hellen Mondhimmel tatsächlich. So oder so, irgendwann in den nächsten drei Wochen werde ich wohl herausfinden, woran es lag
JSchmoll Erstellt am: 15.08.2019 : 19:11:16 Uhr
Hi Sarah,

dass ein nagelneues Teleskop erstmal dejustiert ist, kann gut sein. Schliesslich musste es den ganzen Weg aus China (wo es in der Fabrik hoffentlich zumindest grobjustiert wurde) ueber den Grosshaendler und den Einzelhaendler zu Dir finden. Und generell kann sich ein Newton auch ueber die Monate durch Stoesse beim Transport oder bei der Benutzung dejustieren. Das ist wie bei der Gitarre, wo man vor jedem Spiel erstmal testen muss, ob sie nicht verstimmt sein koennte.

M57 ist eigentlich ganz einfach. Traditionell vertue ich mich schon mal mit den zwei Sternen, weil da in dem Feld noch ein paar andere helle Sterne liegen. Aber wenn es die beiden richtigen Sterne sind (das suedlichere Paar des Parallelogramms, also weiter weg von Vega), dann sollte man den unscharfen Kringel matt schimmern sehen. Wenn Du ihn einmal gesehen hast und weisst, wie er in Deinem Teleskop aussieht, dann wird er sich in Zukunft leichter wiederfinden lassen.

Gesarah Erstellt am: 15.08.2019 : 18:30:33 Uhr
Hallo Jürgen,

danke für deine jeweiligen Infos zu den Objekten!
Wie kann es sein, dass ich M57 so überhaupt gar nicht gesehen habe? Ich hatte beide Ecksterne zusammen im Bild, da war nix dazwischen. Höher vergrößert und zwischen beiden hin und her, da war auch nix. Ich war schon so siegessicher Kann dieser Nebel auch im Vollmondlicht "ertrunken" sein?

Die Position des Fangspiegels beim Defokussieren schaue ich mir mal an, ich hoffe, dass mein neues Teleskop nicht schon nach 8 Tagen dejustiert ist Ich wollte mich vor dieser Aufgabe gerne noch drücken. Dann probiere ich mal, nur einen Stern ins Visier zu nehmen.

In der Nacht, als ich bei der Sternwarte war, waren beide zusammen zu sehen und sogar als jeweils zwei doppelte zu erkennen, deshalb dachte ich, dass das wohl so möglich ist. Aber ähm ja, die haben dort halt schon einen gigantischen Refraktor stehen gehabt ...
Wie schön, dass Vollmond jetzt abgehakt ist und es wieder Richtung Neumond geht *g*

LG
Sarah
JSchmoll Erstellt am: 15.08.2019 : 18:08:35 Uhr
Hallo Sarah,

das klingt doch schon mal gut! Ein bisschen Senf von mir ...

Mond - der Vollmond hellt den Nachthimmel naturgemaess auf, und Deepskyobjekte verlieren ihre Brillianz. Er kann sogar schwache Objekte unsichtbar machen, speziell fuer das noch ungeuebte Einsteigerauge. Deswegen ist der Mond bei Deepskybeobachtern auch alles Andere als beliebt.

M13: Der erscheint bei 150mm naturgemaess erstmal als ein milchiger Fleck. Ohne Mond ist der Kontrast hoeher, und Du kannst auch mal eine hoehere Vergroesserung wagen. Dann ganz akribisch scharfstellen (z.B. an einem der beiden Feldsterne, die praktischerweise M13 flankieren), und Du solltest Einzelsterne sehen koennen - oder zumindest eine etwas "griesige" Struktur.

M31: Diese Galaxie ist, obwohl sie so hell und nah ist, relativ strukturarm. Das liegt an ihrer Lage relativ zu uns. Bei Neumond solltest Du aber die zwei Staubbaender erkennen koennen, die vorm Kern herziehen. Auch sind dann die beiden Begleiter einfacher. Gerade bei der Andromedagalaxie gilt, dass ein dunkler Himmel die Trumpfkarte schlechthin ist. Dann zeigt sich die Scheibe komplett, waehrend ihre Auslaeufer bei Mond oder Stadtlicht im Himmelshintergrund ertrinken.

Epsilon Lyrae: Das sind zwei Sterne, die jeweils doppelt sind. Jedes der beiden eng liegenden Systeme kann mit 150mm getrennt werden (geht schon mit einem guten 60mm-Refraktor), aber die Sterne liegen wirklich sehr eng. In der Regel siehst Du zunaechst, dass jedes der Systeme in einer anderen Richtung laenglich erscheint. Dann, bei hoeherer Vergroesserung und mit nur einer Komponente im Blickfeld, solltest Du sie aufloesen koennen.

Sollte das nicht gehen, koennte Dein Teleskop dejustiert sein. Wenn Du einen hellen Stern in die Mitte stellst und defokussierst, sollte sich der Fangspiegelschatten genau in der Mitte abzeichnen. Ist das nicht der Fall, ist das System nicht justiert und bringt keine optimalen Ergebnisse. Dies zeigt sich insbesondere bei hohen Vergroesserugen. Das Justieren der Optik ist gewoehnungsbeduerftig, aber nach einiger Uebung Routine.

M57 ist einfach zu finden: Genau zwischen den unteren beiden Sternen der Raute der Leier. Er zeigt sich bei niedriger Vergroesserung als milchiger, unscharfer Stern. Etwas hoeher vergroessert sinkt der Himmelshintergrund und die Ringnatur wird erkennbar.

M27 ist deutlich groesser als M57 und hat eine geringere Flaechenhelligkeit. So kann man ihn gerade bei Vollmond gern uebersehen.

Gesarah Erstellt am: 15.08.2019 : 16:54:52 Uhr
Rückblick auf meine letzte klare Nacht gestern bei Vollmond:

Der Mond ist bis auf eine halbe Stunde immerhin hinterm Nachbarhaus geblieben, als er hervorkam, hab' ich den dunklen Angelschirm aufgespannt

Schneller gefunden habe ich M13, aber als Kugelhaufen würde ich den ohne Buch nicht erkennen, er war wieder eher ein nebliger großer Fleck. Ob das an dem fast vollen und gestern vollen Mond lag?
M31 habe ich auch im 7x50 Fernglas schnell gefunden, dieses Mal auch schnell im Teleskop, nachdem ich das mit den Entfernungen in Grad und dem auf Kopf stehenden Bild kapiert habe. Also das war auch letztes Mal Andromeda und nicht die kleine Nachbargalaxie, denn selbst im 2"-Okular mit 2,3° Sichtfeld war da weit und breit nur dieser putzig kleine (und anscheinend kläglich kleine) Kern zu sehen. Macht aber nix :)

An anderen Objekte, die in dem Beitrag zu Empfehlungen zur ersten Teleskopnacht genannt wurden, habe ich alle nicht gefunden (es waren glaub M2, M11, M27 und M57). aber ich hab es geschafft, von einem Eckpunkt der Leier zum anderen zu wandern, was letztes Mal nicht geklappt hat
Und den Vierfachstern neben Wega habe ich schnell gefunden, aber leider nicht trennen können (mehr als 750/6=125x Vergrößerung ging nicht und da war nur der eine von beiden mit etwas Fantasie als Doppelstern zu erkennen).

Dafür habe ich das Fernglas öfter benutzt und bin extrem begeistert davon, was man damit schon alles sehen kann, echt genial!

Planeten gingen leider nicht, die sehe ich vom Garten aus nicht. Auf den Acker kann ich immer nur dann, wenn jemand daheim bei den schlafenden Kindern ist :/

Auf die nächste wolkenlose Nacht!
stardust3 Erstellt am: 13.08.2019 : 22:13:13 Uhr
Hallo Sarah,

ja genau, ich habe eine "äquatoriale" Montierung. Ich glaube Deine allererste Teleskopvorstellung ging in diese Richtung. Die ist entland dem blauen Koordinatennetz ausgerichtet. Dazu ist sie ja da.

Warum kein Dobson? Ja - lange Geschichte. Fakt ist, das hat Extra Geld gekostet (>600 Euro für die Montierung ganz ohne Teleskop). Aber daher habe ich mich wohl verstrickt beim Erklären von etwas was ich eigentlich anders mache. Einen Dobson hab ich nur leihweise bedient.

Uranus und Neptun waren für mich ein fast größeres Aha Erlebnis als Jupiter und Saturn. Einfach weil ich zwei Jahrzehnte nach meinen allerersten astronomischen Ausflügen, diese beiden äußeren Gasgiganten endlich selbst gesehen habe. Egal wie klein sie im Teleskop sind.

CS,
Walter
Gesarah Erstellt am: 13.08.2019 : 21:24:25 Uhr
Hallo Walter,

okay, der Vergleich mit den beiden Koordinatennetzen in Stellarium zeigt den Unterschied echt deutlich.
Verstehe ich das also richtig, dass wenn du dein Teleskop schwenkst, den Linien von RA und Dekl. folgst, und wenn ich meinen Dobson schwenke, folge ich den anderen, azimutalen Linien?
Dann klingt die Vorgehensweise, die du beschreibst, schon einleuchtend, so habe ich es bisher auch gelesen und erklärt bekommen (Zielobjekt schonmal grob anpeilen und dann mit Sucher und kleiner Vergrößerung bzw. großem Sichtfeld herantasten).

Uranus und Neptun, ja da wurde mir vor ein paar Tagen auf Größenvergleichsfotos erstmal klar, nach was für Stecknadelköpfchen man da suchen geht. Wo im Buch noch steht, dass man sich auf eine schöne Grün- und Blaufärbung freuen kann ... öhm ja, erstmal überhaupt finden und als Planet identifizieren. Steht jetzt aber auf der gedanklichen To-Do-Liste für den Herbst dann, danke für den Link zum Auffinden, die Beschreibungen sind beide abgespeichert.
Tja, wolkentechnisch sieht es hier leider nach wie vor zu dicht aus, Perseiden konnten gestern mal glatt ausfallen, dann gehe ich jetzt halt Schlaf nachholen :)
stardust3 Erstellt am: 13.08.2019 : 09:38:58 Uhr
Zitat:
Ach, deshalb hat mein Dobson eine Azimut-Skala an der Seite. Deren Nutzen erkenne ich zwar trotzdem nicht so recht, wo doch die Koordinaten in RA und Dekl. angegeben sind, aber dann blende ich mir dieses Koordinatennetz in Stellarium auch noch mit ein.



Hallo Sarah,

das ging wahrscheinlich unter in der wirren Erklärung . Ich wollte Dir mit diesen beiden Koordinantennetzen nur zeigen, daß für viele Fälle gilt:

Wenn Du den Dobson nur um seinen Drehteller (horizontal) schubst/drehst, dann kannst Du Dich auf der Karte trotzdem schräg bewegen und nicht parallel zur Kartenkante. Oder beim reinen Hochschwenk geht es nicht immer sauber auf der Karte senkrecht hoch.

Letzteres stimmt nur überein, wenn du Objekte Richtung Etwa-Süden oder Etwa-Norden suchst.

Aber vielleicht mach ich mir zu sehr einen Kopf, weil Dobsonauten (ich selbst habe ein parallaktisch aufgehängtes Teleskop, die Schwenkachsen stimmen immer mit dem blauen Koordinatensystem überein und damit mit jeder astronomischen Karte.) anders vorgehen:

Also mit Peiler sofort auf die Zielregion anhand Referenzsternen grob peilen. Dann ans 2" Übersichtsokular und dann vorsichtig hin und her rumrühren. Das klappt ganz gut bei großen Objekten die im Übersichtsokular schon flächig sind und hell. In anderen Fällen (etwas kniffligere Deepsky Objekte, oder Neptun und Uranus braucht man aber Star Hop und dann muss man die Geometrien verstehen.

Ist übrigens eine schöne Suchaufgabe für Dich im Herbst: Neptun und Uranus. Fang mit dem Uranus an. Mit dem Neptun beißt man sich etwas die Zähne aus .

Hier schon mal eine sehr gute Schweizer Seite zum Auffinden:
http://www.astronomie-basel.ch/
dann tiefer
http://www.astronomie-basel.ch/almanach.html
ganz unten die Karten zum Suchen und Finden von Uranus und Neptun.

Sind nur zwei kleine homöopathische Globuli, aber mit eigenen Augen gesehen!

Für den Saturn sind auch schön die schwächeren Monde als nur Titan eingezeichnet. Ein Sport ist es, sie ausfindig zu machen, wenn man sich am Ring satt gesehen hat. Mit 6" sollten sie gehen. Auch hier gilt: Im Okular 180 Grad verdreht wie auf der Karte ;-).

Und natürlich die Sternenbedeckungen durch den Mond. Am 24. August (morgentliche Nacht) gibt es eine gute (relativ heller Stern). Und am 27.

CS,
Walter

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