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Ü B E R S I C H T    
Stathis Erstellt am: 20.07.2019 : 18:42:19 Uhr
Hallo Leute,

wie überlagere ich verschieden lang belichtete Bilder der Sonnen Corona, um daraus ein HDR zu erzeugen, so dass die Corona schön von innen bis außen gut belichtet ist?
Welche Software?
Photoshop habe ich nicht. Ich habe es mit Ebenen bei Gimp probiert, aber irgendwie verstehe ich die Logik des Programms nicht.
Irgendwelche Links zum Workflow?
D I E    6   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
Astrohardy Erstellt am: 22.07.2019 : 11:08:50 Uhr
Noch mal ein Hinweis:

Ganz gut kann man für die kurz belichteten Aufnahmen Protuberanzen benutzen und dann wie oben Kreuzkorrelation einstellen. Bei den langen Belichtungen muss man gucken, was man nimmt. Bei den etwas länger belichteten kann man auch Sterne nehmen. 2017 war passend Regulus im Bild und auf allen Bildern sichtbar - dann in Fitswork aber Helligkeitsschwerpunkt statt Kreuzkorrelation nehmen. 2008 gab es einen Stern 3. Größe, den man bei den länger belichteten Bildern benutzen konnte - die kurzen Aufnahmen wurden auf die Protuberanzen. Ganz sinnvoll ist es, das Histogramm mal zu verstellen und nicht auf das Bild anzuwenden - dann sieht man Sterne oft auch schon auf kürzer belichteten Bildern.

Die Verwendung der Mondscheibe ist etwas gefährlich, weil sich der Mond ja von Bild zu Bild weiter bewegt. Daher sind Sonnendetails oder Sterne geeigneter. Man erhält dann zwar keinen scharfen Rand, aber da kann man ja mit Photoshop etwas nachhelfen.

Für Freunde von Pixinsight: Diese Software hat auch einen tollen Larssen-Sekanina-Filter, den man benutzen kann. Da braucht man dann auch nicht mit dem Resultat des Filters zu addieren oder multiplizieren, sondern es wird direkt ein Resultat ausgegeben.

Hartwig
Astrohardy Erstellt am: 22.07.2019 : 10:49:23 Uhr
Die Nirvana-Seite findet Ihr hier:
http://astrohardy.de/sofi_sekanina/fitswork/sofi_fitswork_GER.htm
Ich werde auch noch mal ein paar Links anpassen
Hartwig
astrobart Erstellt am: 22.07.2019 : 00:46:56 Uhr
Hallo Stathis,

aktuell habe ich auch meine Sofi-Bilder von dem Chile-Urlaub in Bearbeitung. Zu Fitswork kann ich da da einen Hinweis geben.

Oben in Fitswork gibt es einen Button "Verschiebung bestimmen". Und da gibt es zwei Varianten: Helligkeitsschwerpunkt und Kreuzkorrelation.

Hier wähle ich meist zwei entegengesetzte Ausrichtungsboxen mit gut definierten Details. Größe und Länge sowie Postion der Ausrichtungsboxen um den Sonnenrand variiere ich immer wieder, sobald ich feststelle, dass der Sonnenrand in der 100% Ansicht nicht deckungsgleich übereinander gelegt wurde. Dann wiederhole ich die Ausrichtung noch einmal.

Ein Beispiel mit Helligkeitsschwerpunkt:

Hier passt die Ausrichtung so gar nicht.

Mit Kreuzkorellation passt es meist.

Ein paar Anläufe braucht es bei mir dann doch meist besonders bei den Sequenzen mit längerer Belichtungszeit, da der Helligkeitsunterschied zwischen der innneren Korona und der äußeren Korona auffallend ist.

Kontrolle immer bei Vollansicht:


Hoffentlich hilft es Dir weiter.

Viele Grüße

Christian

Edit: Sehe gerade im obigen Link von Caro, dass dort auch von Kreuzkorrelation geschrieben wird.
Stathis Erstellt am: 21.07.2019 : 13:57:15 Uhr
Vielen Dank euch beiden.
Ich habe es mit Fitswork probiert, kriege aber nur 2 Bilder exakt genug übereinander. Bei mehr Bildern verschmiert der Sonnenrand, da die länger belichteten z.T. leicht verwackelt sind bzw. nicht exakt denselben Zoomfaktor haben. Mit diesem Larson Sekanina Filter passt die Sonnenscheibe gar nicht mehr, hmpf.

Ich werde es jetzt mal mit Gimp probieren. Für einen visuellen Beobachter ein Bisschen viel Bildbearbeitung auf einem Schlag...

Weitere Tipps willkommen
Jo_Ko Erstellt am: 21.07.2019 : 10:24:32 Uhr
Hallo stathis,

letztendlich geht es mit verschiedenen Ebenen. Ich hab es in Photoshop gemacht, aber in Gimp ist das Vorgehen im Grunde gleich.

Die Bilder übereinander in verschiedenen Ebenen deckungsgleich legen.
Das Bild mit der längsten Belichtungszeit oben. Dabei auch die Ebenen nicht am Mond ausrichten (denn der wandert ja) sondern eher an der Sonne (soweit sichtbar) bzw. Strukturen an der Korona.

Alle Ebenen ausblenden bis auf die beiden untersten.

Ebenenmaske für die hellere Ebene erzeugen und dann die hellen Bereiche abdecken (z.B. mit einem schwarzen Kreis).

Die Maske dann mit Weichzeichnungsfilter und Tonwertkorrektur so bearbeiten, dass die Übergänge nicht sichtbar werden.

Die nächste Ebene einblenden und den Vorgang wiederholen bis zur längsten Belichtungszeit.

Man muss etwas probieren (z.B. wie groß wähle ich die Maske, den Weichzeichner etc.) dass es passt. Und wie Caro schon erwähnte müssen die raw-Dateien gut konvertiert sein (v.a. Weißabgleich, Farbbalance) und sie müssen gut übereinanderliegen.

Viel Erfolg

Gruß Joachim
Caro Erstellt am: 20.07.2019 : 23:42:25 Uhr
Moin Stathis,

versuchs doch mal damit: https://web.archive.org/web/20170816000324/https://www.gva-hamburg.de/sofi2006/fitswork/sofi_fitswork_GER.htm
(Die Homepage der GvA wurde umgestellt, dabei verschwand leider das Original im Nirvana.)
Aus Erfahrung kann ich sagen: Eine vernünftige RAW-Konvertierung ist hierbei das Ein und Alles.

Viele Grüße
Caro

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