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Ü B E R S I C H T    
Technohell Erstellt am: 14.06.2019 : 09:20:10 Uhr
Halli hallo,

ja Darks und Lights und tralala.



So weit alles klar.
Ich würde jetzt gerne meinen Kamera spezifischen besten ISO-Wert ermitteln.
Also die ISO-Einstellung, die einmal das niedrigste rauschen hat (es muss nicht 100 sein) und zum zweiten wie weit ich bei welcher Belichtungszeit ich von Kamerarauschen zum Photonenrauschen "umgewichte".
Logisch, der zweite Punkt hängt von Bortelwert des Himmels ab....


Mein Plan war/ist Foto Reihen an zu legen:
ISO 100 1 sec 2 sec 4 sec 6 sec ....
ISO 150 1 sec 2 sec ....
Jetzt frage ich mich "Wie gehe ich richtig vor".
Ist halt viel arbeit um nur Mist zu produzieren, der nichts aussagt/vergleichbar ist.


Bei Fitswork kann ich ja im Histogram 3 Werte sehen z.B.:

Schwarzuntergrenze -300

Eingestellte Grenzwerte der Darstellung -300/2347,16 (BIAS 1/8000 6400 ISO)/-/ 3772,66 (Dark 30 Sec 6400 ISO)
Regler per hand an den allerletzten vorhandenn Punkt gesetzt.

Weißobergrenze 6434 (BIAS)/-/ 10648 (Dark)

Mit den Werten kann ich für MICH etwas erstellen, könnte aber nicht mit anderen darüber reden, da es sehr wahrscheinlich eine allgemeingültige Methode dafür gibt und ich z.B. die Untergrenze (-300) noch abziehen muss, also 2347,16 - (-300) 2647,16 oder oder?

Die regionale Angabe (Kurserposition = Histogram rechts) kann ich noch nicht so einsortieren um zu sagen, wie ich mit den Werten umgehen müsste um etwas aussagekräftiges zu erhalten (Mittelwert errechnen, Maximalwert,....).


Aber was mache ich mit dem Himmel.
Ich liebe ja die Sterne, aber die haben einfach keinen Platz gelassen.
Mit maximal 135mm Objektiv finde ich keine sternfreie Stelle, wenn schon das Hubble-Deep-Field so von Galaxiene verschmutzt ist....
Ideal wäre dann ein Bildauschnitt aus einer mittigeren dunklen Region, eines Lights; oder?
Sind Bildausschnittswerte vergleichbar mit dem Gesammtbildwerten oder besser gleichgroße Bildausschnitte aus Dark und Light vergleichen?
Kurserhistorgamm?

Bitte um Hilfe....



Wie sieht es eigentlich mal mit einer Tabellen und Formelsammlung an Anfängen von Themenbereichen aus.
So das man sich als Neuling viel Fragen und Suchen ersparen kann.
Ich meine so Dinge (halt Fotospezifisch in diesem Fall):

- (500/Brennweite)/Cropfaktor = rechnerisch maximal mögliche Belichtungszeit in Sekunden ohne Strichspuren

- Verhältniss Brennweite zur Entfernung zum Cropfaktor im Bezug auf die Schärfe... (Tabelle)

Jetzt ein paar Formeln/Tabellen von denen ich hoffe, dass es sie gibt:

- Verhälltniss ISO zur Belichtungszeit zur Objektmagnitude

- Verhälltniss ISO zur Belichtungszeit zum Bortel-Faktor

- .....


Ich glaube das würde mache Fragen/den beantworten.



So dann macht mir mal arbeit, der Himmel ist zu am Wochenende über mir und ich habe etwas Zeit....
D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
Technohell Erstellt am: 23.06.2019 : 17:14:02 Uhr
Ich habe noch weitere Fragen zu dem Thema, aber a oben das angepinnte Thema zu Darks,Flats usw ist habe ich es hier zu angehangen.

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=167080&whichpage=3

Automaisch (softwareautomatik) geht schon gut, nur wenn ich die Schritte vereinzel und manuell mache wird es murks.

*BITTE UNTER DEM THEMA OBEN (LINK) ANTWORTEN"

Dann haben es Forenanfänger leichter zu finden.
Technohell Erstellt am: 20.06.2019 : 11:58:02 Uhr
Hi,

das war auch ein dummer kurzer Guten Morgen Post.
Ich hatte es nur im Nachbarthema gesehen und kopiert.
Ich hatte es nur überflogen.

Ob diese Werte richtig sind oder ganz falsch...keine Ahnung.
Wenn es aber Stimmt, wäre meine 70D (wenn ich die Aussagen der Seite richtig deute) ziemlich ideal für meine Zwecke.
Der ideale Rauschwert soll bei ISO 1600 liegen (höher als bei anderen).

Bei der Dynamik bin ich mir nich sicher ob die gesammt Dynamik der Kamara gemessen wurde (hatte noch nicht die Zeit die Seite richtig durch zu lesen) oder nur im "Idealen" ISO Bereich.
Wenn es letzteres der Fall ist, wäre es klar, dass der Umfang bei ISO 1600 am geringsten ist, für andere Kameratypen werden ja niedrigere ISO empfohlen.
Dann wäre die 70D aber Ideal für Astro.
Denn es wäre ja ein höherer Dynamikumfang bei niedrigerer ISO gegeben.
....


Bei der Frage zum richtigen Gang am Fahrrad:
Füher: Welcher Gang?
Hollandrad: 2. (1. ist zu leicht und 3. zu schwer)
Citybike (7 Gang): 5 Gang (siehe Holland 1. und 3.)
Mountainbike (21 Gang): Kauf dir ein Hollandrad!
E-Bike: Höchster
Hometrainer: 80 Tritte pro minute....

Problem gelöst?
Beim PKW wäre es einfacher, immer der höchst Mögliche abhängig von der Fahrtgeschwindigkeit.



Nein, logo gibt es die "IDEALE ISO" nicht, nicht auf eine Situation gesehen.
ABER... ja aber.
Man kann Blende, Belichtungszeit und ISO anpassen.
kleinste Blendenzahl = unscharfe/ verzerrte Ränder
(zu) lange Belichtungszeit = Sternenstreifen
"schlechte" ISO = hoher Rauschanteil

Wenn man diese Werte jetzt so ideal Kombinieren möchte nach Situation, ist der unbekannte Faktor, der ISO-Wert.
Das andere ist maximal 5 Minuten Googeln.
Und ich würde mir in den Hintern beißen, wenn ich nach einer schönen Fotonacht nach Hause komme und die schlechteste ISO meiner Kamera gerade ermittelt habe...

Und wie gesagt zur Zeit lageweile durch keine Fotomöglichkeiten vom Wetter zugelassen werden.
Ich habe den HOYA RA54 schon am Dämmerungs-Wolken-Himmel getestet.. wirkte gut, aber ob ich wirklich richtig stehe, sehe ich wenn das licht an geht... oder so.

Jetzt habe ich aber schon ein paar der drölftausend ISO - Werte in der Inneren Testauswahl. Wenn dann in Fototest sich 2-3 ISO Werte als besser rausstellen, ist es doch vollkommen ausreichend.
So kann man dann je nach Situation die Werte recht schnell intuitiv wählen.
Nobbi Erstellt am: 19.06.2019 : 12:24:30 Uhr
Hallo Stefan,

das war mal so, als die Dinosaurier Asteroidenbilder mit CCD DSLRs machten.
Die Dynamik ergibt sich aus der verfügbaren Pixel-Kapazität (die sich wie Du korrekt beschreibst, pro Stufe halbiert) dividiert durch das zugehörige Ausleserauschen. Letzteres halbiert sich zwar nicht, aber bei der hier erwähnten 70D geht es z.B. beim Sprung von 100 zu 800 von 12e- auf 3e- runter, also bleibt die Hälfte der Dynamik übrig.
Würde das Ausleserauschen nicht runtergehen, hätten wir ja die Ganze Diskussion nicht.



Gruß
stefan-h Erstellt am: 19.06.2019 : 11:02:22 Uhr
Hi,
Zitat:
Danach ist ISO 1600 am rauscharmsten für die 70D im Verhätliniss...
Dafür mit dem schlechtesten Dynamikumfang...

Wie kommst du oder diese Seite auf das Ergebnis bezüglich Dynamikumfang? Das stimmt nur dann, wenn ISO1600 für diese Kamera der max. einstellbare ISO-Wert wäre.

Jede DSLR hat einen ISO-Wert, bei dem der max. Dynamikumfang zur Verfügung steht. Jeder höhere ISO-Wert reduziert diesen entsprechend der Verstärkung des ausgelesenen Signalwerts.

Nur rein als Beispiel- bei ISO 100 wäre der Dynamikumfang 1-100000. Bei ISO 200 würde das ausgelesene Singal um Faktor 2 verstärkt, damit bliebe ein Dynamikumfang von 1-50000, bei ISO 400 würde um Faktor 4 verstärkt, damit hast du nur noch 1- 25000 als nutzbaren Dynamikumfang übrig.

Nobbi Erstellt am: 19.06.2019 : 10:03:22 Uhr
Ach herrje, wieder ein Link zu so einer "Experten"-Seite...
Auf der Seite wird überhaupt nicht das SNR oder der Dynmikbereich für den gesamten Aufnahmestack betrachtet. Als ideal wird der Wert Wert bezeichnet, bei dem der Readnoise der Einzelaufnahme nicht mehr signifikant kleiner wird. Kann man machen, aber das ist nicht immer der beste Wert, sondern nur die Obergrenze für mögliche sinnvolle Werte.
Den idealen Wert findet man wohl erst nach der Aufnahme.

Ich überlege die ganze Zeit, welcher Gang bei meinem Fahrrad wohl der ideale ist...

Grau ist alle Theorie und es gibt nichts Gutes, außer man tut es.




Technohell Erstellt am: 19.06.2019 : 08:14:22 Uhr
Da es gerade im Post über/unter diesem Post es gerade verlinkt wurde:

http://dslr-astrophotography.com/iso-values-canon-cameras/

Danach ist ISO 1600 am rauscharmsten für die 70D im Verhätliniss...
Dafür mit dem schlechtesten Dynamikumfang...

Also wenn man sich an die Kamera gewöhnt hat und alles weiß wie, wo, was ist ideal, ist der Verschluss kaputt.
Nobbi Erstellt am: 18.06.2019 : 22:31:54 Uhr
Hallo Stefan,

da muss ein Missverständnis oder eine unglückliche Übersetzung vorliegen.

Die gängigste Methode, einen Kamerasensor komplett zu vermessen, ist das Erstellen einer Photontransfer Kurve. Ich bin ziemlich sicher, dass das auch eine von Thierry Legault beschriebene Methode ist.
Dabei wird die Varianz der Biasmessung gegen den Mittelwert der Intensität aufgetragen. Aus der so gewonnen Kurve (im Idealfall eine Gerade) erhält man auf einen Schlag das Ausleserauschen und den Konversionsfaktor (=gain) und damit lässt sich das Ausleserauschen in Elektronen umrechnen. Ich muss aber für jeden der Intensitätswerte auch die zugehörige Varianz bestimmen.


Misst man die Standardabweichung oder Varianz nur in ADU, muss man für den Vergleich verschiedener ISO Stufen natürlich so normieren, wie Du es beschreibst, also z.B. die ADU Rauschwerte von ISO 400 durch 4 teilen, wenn man sie mit denen von ISO vergleichen will.

Ich denke, ein oft auftretendes Problem beim Verständnis der Zusammenhänge liegt in diesen Ausdrücken wie z.B. "das Bias-Bild
enthält ein konstantes Signal + Rauschen". Das klingt so, als wäre Rauschen ein additiver Beitrag, den man einfach als Intensität messen kann. Dem ist aber nicht so. Die Pixelwerte schwanken um den gleichen Mittelwert, verteilen sich also fast alle im Bereich Mittelwert +/- 3-fache Standardabweichung. Schalte ich die ISO Einstellung hoch, wird diese Schwankungsbreite größer, aber der (Bias-)Mittelwert ändert sich doch nicht (idealerweise, schaltungstechnisch gib es da durchaus Effekte, die aber nichts primär mit dem Rauschen zu tun).

Gruß
Norbert











Galaxien-Spechtler Erstellt am: 18.06.2019 : 21:33:12 Uhr
servus,

vielleicht habe ich etwas falsch verstanden, aber vielleicht auch nur nicht deutlich dargestellt.
Bei deiner Kurve misst Du folgende Komponenten:
- BIAS + BIAS-Varianz/-Rauschen: ist bei allen Aufnahmen gleich starkes Signal und sehr kleines Rauschen, das dabei praktis ch vernachlässigt werden kann
- Auslesesignal + Ausleserauschen: Das Ausleserauschen mittelst Du über die große Anzahl der gemessenen Bildpunkte raus, deswegen musst Du in Fitswork nicht die Standartabweichung (= ein Maß für das Rauschen) hernehmen, sondern das Auslesesignal = Mittelwert. Wie gesagt, dieser Mittelwert enthält auch das BIAS, das aber an allen Stellen gleich stark sein sollte.
Nach dem Auslesen des Bildes wird dann das Signal (+Rauschen) durch den Verstärker (=SIO-Einstellung) verstärkt. Wenn Du also Deinen Mittelwert auf 100 ISO normierst, maxhst Du diesen effekt wieder rückgängig, und Du kannst die Werte vergleichen. Genau das hast Du mit der beschriebenen Methode gemacht, und entspricht hoffentlich Deiner Fragestellung.
Die Methode ist überigens dem Buch "Astrophotography" von thierry Legault entnommen.

Es gibt auch einen weiteren Grund, die ISO-Zahl deutlich höher als 100 ISO zu machen, obwohl dann die Sterne ausbrennen: Der Dynamik-Bereich Deiner Kamera findet vor allem im Bereich der schwächeren Helligkeitswerte statt, also bei Galaxien und Nebeln. Bei ISO 100 hast Du nur einen kleinen Dynamikbereich für die Deepsky-Objekte zur Verfügung, weil ja der Gesamtbereich vom Hintergrund bis zum hellen Stern herhalten muss. Aber natürlich ist es richtig, dass, egal welche ISO-Zahl Du nimmst, in Deine Optik immer die gleiche Menge an Licht gelangt.
Mein Tipp nach all der Theorie: bei nächstem dunklen Himmel ausprobieren :-)

CDS
Stefan
Technohell Erstellt am: 18.06.2019 : 20:38:41 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: Nobbi



Mehr zu dem Thema , wenn ich in Rente gehe...




Na dann hoffe ich mal, dass es nicht so lange hin ist.

Ich bin auch eher der ausprobierer usw. nur bei dem Wetter + Mond + Jahreszeit und Koordinaten...
Da sind Sternbilder drin, Mond und Planten (was MIR im allgeiemen und mit 50mm und 18-135mm nicht so viel Spaß macht), aber sonst.
Leider ist die Zeit etwas, das bis jetzt nicht geschwindigkeitsgeändert werden kann.

Ich kenne schon VIELE Fehler an meinen ersten 4 Nächten (also den Fotos) aber ohne Möglichkeit, keine neuen Daten.

Gut das du mich an den Verschluss erinnerst, Vatter muss vor seiner Rente noch 1-2 Verschlüsse besorgen, bevor die Quelle versiegt.
Nobbi Erstellt am: 18.06.2019 : 15:44:52 Uhr
Hallo Sven,

Ich kann nur schreiben, wenn ich Zeit und nichts besseres zu tun habe, sorry. Ich habe auch keine weiteren Links zu guten Theorieseiten (die Hohmann Seite ist zwar nicht falsch, aber irreführend) und benutze Fitswork nur sporadisch, so dass ich alles erst durchprobieren müsste, um keinen Unfug zu schreiben.

Wie Du schon gemerkt hast, öffnet Fitswork Rohdaten unterschiedlich. Die Canon70D liefert meines Wissens 14bit Werte, und die Grundlinie aller Darks und Bias Bilder liegt wahrscheinlich um die 1024ADU Mittelwert herum. Unter "Einstellungen" sollte man beim Öffnen der Dateien "bei Raw ohne Farbinterpolation die Werte nicht skalieren" ankreuzen (und "Raw Bild farbinterpolieren" nicht ankreuzen). Dann sollten die Daten in etwa so aussehen, wie beschreiben. Meiner Erfahrung nach (mit anderen EOS cameras) gibt es aber manchmal noch eine Verschiebung der Rohwerte um 300 ADU, die Du ja auch als Minimum gesehen hast.
In Fitswork kann man auch Bilder über die Dunkelbildsubtraktion abziehen, so dass man das Rauschen zumindest in ADU messen könnte.
Ob sich der Aufwand lohnt, ist eine andere Frage, mir wäre es um den Kamerashutter zu schade...

Die Fragestellung nach der besten ISO Einstellung ist nicht identisch mit der Frage nach dem niedrigsten Readnoise, und auch nicht nach der Stelle im Diagramm, bei der das Rauschen nicht weiter abfällt. Die ISO Einstellung ist oft viel unwichtiger, als es die Kurven einem einreden wollen.
Wichtiger ist, für eine gegebene ISO Zahl die richtige Mindestbelichtungszeit für die Einzelaufnahme zu finden. Wenn man alles richtig macht, sind die Gesamtergebnisse in bezug aufs Gesamtrauschen für gleiche Gesamtbelichtungszeiten dann auch ziemlich ISO unabhängig.
Mal ein Beispiel auf Basis der verlinkten Messdaten: Bei ISO 100 ist das Auslerauschen ca. 7 mal so hoch wie bei ISO3200, man könnte theoretisch(!)
50mal kürzer belichten, um in den "hintergrundlimitierten" Bereich zu kommen. dafür ist die Kapazität auch 32mal kleiner, d.h. man muss auch fast so oft
Auslesen, um nicht bzw. weniger stark die hellen Sterne abzuschneiden. Mache ich bei gleicher Gesamtbelichtungszeit 32 Einzelbelichtungen, gegenüber einer Einzelbelichtung, habe ich somit die gleiche Gesamtbelichtungszeit wie bei einer ISO 100 Aufnahme, aber etwas weniger Readnoise. Oder man belichtet eben genau 50mal, hat dann den gleichen Readnoise, aber etwas mehr Kapazität. Somit hätte 3200 leicht die Nase vorn, aber man muss natürlich die schwer quantifizierbaren Effekte wie größere Totzeit durch mehr Auslesezeit, längere Rechenzeiten durch mehr Daten, und bessere Artefaktnterdrückung durch mehr Einzeldaten auch berücksichtigen. Dazu kommt eben noch das relativ helle Bild bei Verwendung von kurzbrennweitigen Optiken in unseren Breiten und in dieser Jahreszeit dazu.
Auch der von der Belichtungszeit unabhängige Kameradunkelstrom verwässert den Unterschied durch die Readnoise Werte.
Selbst bei ISO100 dürfte die Hintergrundlimitierung nach einigen 10 Sekunden erreicht sein. (Und wenn kein freier Hintergrund sichtbar ist, wegen zu vieler Sterne, ist das auch egal, dann kann man einfach das Minimum zur Berecnung heranziehen. )
Es hängt dann letztlich von den Vorlieben ab, wie stark man Sterne ausbrennen lassen kann oder will, so dass die ganzen Tabellen die herumgeistern, allenfalls Anhaltspunkte bieten. Unter deinen Randbedingungen ist ISO hier wirklich kaum entscheidend, man sollte halt nicht mit ISO100 und 1 sec Belichtungen arbeiten, oder mit ISO12800 und 20Minuten.


Mehr zu dem Thema , wenn ich in Rente gehe...






















Technohell Erstellt am: 18.06.2019 : 11:54:21 Uhr
Also zu
1. keine Ahnung, ich habe je gefragt wie ich sinnvoll das Kammerarauschen dedektieren kann.

2. a. Der Unterschied in den Farben konnte ich mir auch nicht Sensorseitig erklären (chip mit Farbfeldmatrix), könnte aber am Prozessor liegen.

2 b. Es ist das Kammera Canon RAW. Ich gehe davon aus, das z.B. weißabgleich und weitere Funktionen mit geliefert werden in der Datei. Was Fitswork davon wie abruft, kann ich nicht sagen.

3. Das ist doch mal "Packtisch" eigentlich das was ich gesucht und nicht gefunden habe. Interessant der Einknick bei ~8000 ISO, es sind ähniche Abweiungen erkennbar, aber sie sind umgekehrt zu meinen Verläufen.
Nach dieser Grafik wäre also ISO 8000 die beste.
ISO 640 wäre auch "besonders" und sonst halt die Standartabstufung in 100;200;400;1600;3200;...

Das sie Werte aus dem Durchschnitt nichts Aussagen ist so also nicht ganz richtig.
Sie sind nicht Ideal aber ISO 640 und vor allem ISO 8000 sind ähnliche Marken gleichen Positionen.
Die Interpretation ist aber dann aus beiden Graphen anders, daher nicht richtig.

Danke für den Hinweis, aber schreib doch vorher....
Nobbi Erstellt am: 17.06.2019 : 23:23:56 Uhr
Hallo,

könnt Ihr mir erklären, was das darstellen soll ?
1. Wenn man den Mittelwert eines Raw Bildes durch den zugehörigen Isowert teilt, sollte immer eine Hyperbel rauskommen, so wie in der roten Kurve.
Aber was hat das mit dem Rauschen zu tun ? Dazu müsste man schon die Standardabweichung und nicht den Mittelwert nehmen.
Da DSLR RAWs in der Regel mit ordentlichem Fixed Pattern versehen sind, wären nicht Einzelbilder, sondern Differenzbilder zweier identischer Aufnahmen zu bilden, und davon die Standardabweichung zu nehmen.
2. Das Ausleserauschen sollte für alle "Farben" gleich sein. Die Pixel unterscheiden sich elektronisch nicht, nur durch den vorgeschalteten Farbfilter, der hat im Dunklen aber keine Funktion. Quantitative Unterschiede entstehen hier dadurch, dass die Rohdaten nicht roh, sondern bereits debayert und mit einem beliebig voreingestellten Weißabgleich verrechnet wurden.
Die Farbe spielt für die Abhängigkleit des Ausleserauschens vom Isowert somit keine Rolle, wenn man das undebayerte Bild nimmt.
Das durch die Farbbalance am Endbild das Rauschen in den RGB Farben unterschiedlich hochgezogen wird, ist eine andere Gecshichte, die aber nur von den Transmissionsunterscheiden der Filter abhängt.
3. DSLR ISO Werte ausser der Zweierpotenzen von ISO100 (also ausser 100,200,400,800 usw) werden bei den meisten Kameras nur softwaremäßig gestreckt, und haben somit auch keinen echten Effekt auf das Ausleserauschen.
Das kann man schön hier sehen:
http://photonstophotos.net/Charts/RN_e.htm#Canon%20EOS%2070D_14
(Um die Rauschwerte in Elektronen rms abzulesen, muss man in der Kurve den Mauscursor über die Datenpunkte schieben)
Der bloße Mittelwert sagt über das Ausleserauschen jedenfalls herzlich wenig bis gar nichts aus.

Nix für ungut
Norbert


Technohell Erstellt am: 17.06.2019 : 20:24:37 Uhr
Naja so deep werden meine Skyaufnahmen in den nächsten Jahren erstem nicht. Ich muss erstmal wieder mein ganzes Leben umkrempeln.
Solange bleibt es Widefield (50mm/18-135mm).
Vielleicht hole ich zum Spaß einen adaper für das 76/900 von meiner Tochter. Das halte ich aber eher für nicht ganz so ideal, EOS 70D auf dünnem Blechtubus mit wacklicher (also dann) Montierung.


ISO 2000 hätte ich jetzt gemieden.
(320;400;640;800);1600;2500;4000;(5000;6400) wären meine Wahl (je nach Motiv).


Aber erstmal geht bei mir eh noch nix.
Heute nacht hat man 100% Vollmond bei nicht mal 3 Stunden Astronomischer Dämmerung...
Da ist der Sky kein bisschen deep.

Daher die nutzung des Deckels als Motiv.
Galaxien-Spechtler Erstellt am: 17.06.2019 : 18:50:16 Uhr
servus,

schaut gut aus. Nach meiner Meinung solltest Du so bei ISO 2.000 - 2.500 fotografieren. Höhere Werte erzeugen kaum ein besseres Ausleserauschen, haben aber Dynamikverlust zur Folge.
Das Schöne an der hohen ISO-Zahl: Du kannst kürzere Belichtungszeiten wählen, dafür aber mehr Bilder machen - macht sich auch gut in der Statistik. Zwar brennen Deine helleren Sterne natürlich aus, aber bei den DeepSky-Objekten sollte das keine Rolle spielen - da liegt der Dynamikumfang voll in deren Helligkeitswerten.
Meine Belichtungszeiten bei f/4 und ISO 2.500: Galaxien und Nebel 5min, Sternhaufen 1min., und das bei wirklich sehr gutem Himmel (fst besser als 6mag).

Was man an deinen Daten auch sehr schön sieht: die "Quantelung" des Rauschens. Dein erster Peak liegt bei ISO 500, und dann immer bei den ganzzahlig Vielfachen 1.000, 1.500 und 2.000. Das ist häufiger zu sehen, und scheint mit der verwendeten Elektronik/Software zusammenzuhängen.
Deswegen mein Tipp: ISO 1.600 oder ISO 2.500 nehmen.

CDS
Stefan
Technohell Erstellt am: 16.06.2019 : 22:06:27 Uhr
Ich habe sie hochgeladen, wenn sie da sind hänge ich sie an diese Antwort dran.
Kein Problem... aber GoogleAccount geht auch bei pixbay.

Rot+Grün+Blau/3


Rot


Grün


Blau


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