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Ü B E R S I C H T    
csillag Erstellt am: 23.02.2019 : 14:56:53 Uhr
Hallo!
Ich möchte schon seit langer Zeit einen TCT Teleskop mit einem größeren Durchmesser bauen. Yolo ist für mich wegen der Toroid-Fläche ein bißchen kompliziert. Was ist euere Meinung? Was gibt ein besseres Ergebnis: ein Schupmann-Teleskop oder ein mit einer Linse komakorrigierter Kutter Schiefspiegler? Ich habe gelesen, dass man auch mit einer einfachen Brillenlinse Koma korrigieren kann. Ist das wirklich so?
Danke für die Antwort:
Sándor
D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
gierlinger Erstellt am: 15.08.2019 : 20:12:59 Uhr
Hallo Sandor,

willkommen im Club;-)
Schön daß es noch weitere Schiefspiegler Freunde hier im Forum gibt. Wünsche Dir viele schöne Beobachtungen mit Deinem neuen Teleskop.

Viele Grüße
Richard
https://www.facebook.com/SternwarteGaisberg/
www.observatorium.at
Guntram Erstellt am: 15.08.2019 : 17:02:37 Uhr
Hallo Sandor.

Schön, dass du dein außergewöhnliches Teleskop erfolgreich fertigstellen konntest, und die gewünschte Bildqualität auch erreicht hast!
Und, dass du brauchbare Hilfe im Astrotreff gefunden hast, freut mich auch ein wenig.

Viel Vergnügen mit deinem Teleskop, und halte uns bitte über deine Erfahrungen auf dem Laufenden!


Viele Grüße,

Guntram
csillag Erstellt am: 12.08.2019 : 15:53:30 Uhr
Hallo!
Ich bin schon seit einem Monat mit meinem Kutter-Teleskop fertig und ich bin mit ihm sehr zufrieden. Die Toroidverspannung funktioniert ausgezeichnet, nach einer pünktlichen Einstellung ist der Sterntest perfekt.
Wenn Seeing ruhig und entsprechend ist, ist das Bild über den Mond sehr kontrastvoll, und erscheinen tiefe Tönungen und viele Teile.
Ich stellte vor kurzem das Teleskop im Nationellen Amateurastronomenlager vor. In mehreren Nächten konnten viele Menschen die Planeten und den Mond mit ihm sehen. Sie verglichen sein Bild mit dem Bild der Maksutov, Newton, SC usw. Teleskope, die im Lager waren. Alle fanden die Bildqualität des Kutters viel besser. Im Lager wurde ein Film gemacht, in dem ich das Teleskop und den Bau des Teleskops ausführlich erzähle.
Vielen Dank für die Hilfe.
Viele Grüße,
Sándor





https://www.youtube.com/watch?v=PP3kyK7lFs8
Cleo Erstellt am: 21.06.2019 : 14:01:48 Uhr
Hallo Beat,

ja, genau so - Kippwinkel des Primärspiegels groß genug, dass keine Vignettierung auftritt, Koma über den Kippwinkel des Sekundärspiegels rausgestellt, Astigmatismus über die torische Verspannung (im Optikdesign aber natürlich einfach gemeinsam optimiert). Meine Aussage ist dann: selbst bei 3° am Hauptspiegel ist man noch über 99.5% Strehl - auch wenn man den Winkel tatsächlich so klein wie möglich wählen würde, schon damit die Verkippung des Bildfeldes kleiner bleibt. Dann wird es auch auf Achse noch besser.

Der Restfehler ist sphärische Aberration und Dreiwelligkeit zu etwa gleichen Teilen, wenn ich mir das richtig gemerkt habe. Die anderen Zernikes waren irrelevant.

Viele Grüße

Holger
BeatK Erstellt am: 21.06.2019 : 12:14:47 Uhr
Hallo Holger

Du kannst einen Spiegel etwas verkippen, musst dann aber mit dem Kippwinkel des zweiten die entstehenden Aberrationen, vorab Asti, kompensieren. In Deinem Fall mit 3 Grad muss der Kippwinkel des Sekundärspiegels auch grösser sein, etwa 11,4 Grad. Du kannst den entstehenden Asti aber auch mit grösserer Radiusdifferenz des Toriods korrigieren. Dann hast Du das System wieder optimiert, weil du den Kippwinkel des Sekundärspiegels für die Korrektur der Koma "reserviert" hast.
Sinnvoll ist es aber generell, die Kippwinkel so klein wie möglich zu halten, gerade so, dass der Sekundärspiegel nicht in den Strahlengang hineinragt.

Mit der Justage kann man, weil man den obgenannten Spielraum hat, beliebig nahe ans Optimum kommen. Man braucht dafür einfach ein perfektes Seeing oder noch bessser Autokollimation.

Hast Du bei der Berechnung Deines Strehl Wertes die sphärische Aberration berücksichtigt?

Mit Gruss, Beat
Cleo Erstellt am: 21.06.2019 : 09:29:11 Uhr
Hallo zusammen,

um dem mal noch einen Zahlenwert hinzuzufügen: bei einer Verkippung des Hauptspiegels von 3° (also etwas mehr als oben) komme ich bei perfekter Justage auf > 99.5% Strehl für die Feldmitte, bei 500 nm Wellenlänge. Das ist perfekt. Jetzt ist die Aufgabe nur noch, mit der Justage da möglichst nahe hinzukommen...

Viele Grüße

Holger
Christian_P Erstellt am: 20.06.2019 : 22:31:17 Uhr
Hallo zusammen,

Beat hatte recht. Es gibt ein Optimum für rein sphärische Spiegelflächen mit einer einigermaßen brauchbaren Abbildung. Die MTF ist zwar nicht ganz auf Höhe einer perfekten 150mm Öffnung aber schon recht gut. Mit thorischer Verformung wird's dann natürlich (theoretisch) fast perfekt. Die MTF ist dann nur noch minimal unter der eines perfekten Teleskops.

Also danke für die Hinweise.


Viel Erfolg weiterhin Sandor!



Gruß
Christian

Guntram Erstellt am: 20.06.2019 : 21:06:53 Uhr
Hallo Beat.

Ja, ich habe vor Jahren versucht, das Beugungsbild meines damaligen 110mm Schiefspieglers zu dokumentieren. Ich habe eigens eine Christbaumkugel in der Nähe der Bergstation der Karren-Seilbahn in etwa 3,5 Kilometer Entfernung angebracht. Und ich erinnere mich noch heute an die Schwierigkeiten, unsere damals erste, primitive Sucherkamera so über der Austrittspupille des Okulares zu positionieren, dass zumindest der Reflex der Sonne zu sehen war!
Auf einem der vielen Bilder war dann auch ein zerfranstes Beugungsbild sichbar, aber ohne jede Aussagekraft.

Bei Tag, über aufgeheizten Dächern, ist es visuell nicht möglich, genaue Justierarbeiten an so einem Reflex durchzuführen. Für Vorarbeiten könnte es reichen, zumindest, wenn man früh am Morgen arbeitet, bevor sich die Turbulenz voll ausbildet.
So sehe ich auch die Bilder, die Sandor hier zeigt: Als Aufnahme des derzeitigen Standes der Dinge, durch ein noch nicht fertiges Teleskop, unter ungünstigen Umständen, mit nicht optimaler Ausrüstung aufgenommen. Sandor schreibt das ja selbst, Zitat: Ich kann so das im Teleskop gesehene Bild nicht zeigen.

Dennoch stimmt mich das mittlere Bild optimistisch: Ein helles, rundes, scharf begrenztes Beugungsscheibchen, das von seeingbedingte Ringfragmenten umgeben ist.



Viele Grüße,

Guntram













BeatK Erstellt am: 20.06.2019 : 17:02:52 Uhr
Hallo Guntram und Sandor

Habe noch nie versucht bei einer Oeffnung von mehr als 4 Zoll ein Beugungsbild im Enzelbild an einem Stern oder einer Punktquelle wie einem Isolator zu dokumentieren. Ich glaube nicht dass die PSF damit schlüssig beurteilt werden kann. Oder Hast Du, Guntram, das schon gemacht?

Visuell geht das, bei perfektem Seeing an einem Stern im Zenith. An einem 500 m entfernten Isolator bei Sonne kann man es auch visuell (für eine High End Optik, wie sie Sandor herstellt) vergessen.

Ich habe brauchbare Bilder der PSF nur im Keller nach Temperaturausgleich in Autokollimation. Die Art der Kamera ist dabei nicht entscheidend.
Was mich aber bei jedem Test mit WinRoddier verblüfft ist, wie die gerechnete PSF mit der beobachteten übereinstimmt. Darum glaube ich auch an die Testresultate. Hier braucht es aber eine kleine CCD Planetenkamera, die vorzugsweise mit FireCapture läuft.

Dein Statement, das es schon sehr gut aussieht, scheint mir etwas aus der Luft gegriffen. Ich hoffe es für Sandor!

Mit Gruß, Beat



Guntram Erstellt am: 20.06.2019 : 10:27:49 Uhr
Hallo Sandor.

Ja, das sieht schon sehr gut aus!
Du hast recht, es ist nicht leicht, das Beugungsbild mit einem Einzelbild gut zu dokumentieren.


Weiterhin viel Erfolg,

Guntram
BeatK Erstellt am: 19.06.2019 : 16:33:59 Uhr
Hallo Sandor

Habe mal gerechnet wie weit die Punktquelle (Porzellan der Leitung) entfernt sein soll, damit der Durchmesser des "ray fan plots" einen Airy Disc Durchmesser nicht überschreitet. Du hast dann in etwa eine "beugungslimitierte" Abbildung.

Bei einer Distanz von 500 Metern hat Asti (die limitierende Aberration) etwa ein Airy Disc (AD) Durchmesser.

Bei 100 Metern Distanz ist die Coma etwa ein AD gross, Asti natürlich viel mehr, aber das könntest Du für den Test mit einer grösseren Radiusdifferenz (die Du ja einstellen kannst) kompensieren. Wenn nützlich, kann ich Dir die nötige Radiusdiffenrez rechnen. Messen könntest Du sie recht präzise im Foucault Test.

Bei 100 Metern Distanz würde sich anbieten, die Messung bequemer, Sonne- und ziemlich Wetter unabhängig mit einer Laser Diode durchzuführen.

Dies im Sinne einer Anregung mit Gruss,
Beat
Cleo Erstellt am: 18.06.2019 : 09:20:39 Uhr
Hallo Sandor,

das wird sehr gut. Du wirst ein tolles Planetenteleskop bekommen. Und das ging jetzt auch ganz schön schnell, gefällt mir :-) Bin gespannt auf die ersten Beobachtungsberichte.

Wirst Du auch mal direkt mit dem 150/700-Newton vergleichen? Das wäre interessant. Ich hatte das auch schon länger vor, aber dann doch immer lieber mit dem Schiefspiegler weiterbeobachtet, als den Newton zusätzlich aufzubauen.

Viele Grüße

Holger
csillag Erstellt am: 17.06.2019 : 22:17:55 Uhr
Hallo!
Ich kann jetzt nach mehreren Tagen gemachten Experimenten euch über sehr gute Ergebnisse berichten. Ich habe ein fast perfektes Bild mit dem Spiegel mit der Toroid-Verspannung bekommen. Nur am Rand des Okulars mit 82 Grad ist eine kleine komatische Aberration. Aber sie ist viel kleiner, als sie in meinem 150/700 Newton-Teleskop. Ich kann leider mit einem Stern nicht testen, weil ich jetzt das Teleskop auf eine EQ-Plattform nicht aufstellen. Daher habe ich auf das Porzellan eines Leitungsmast für Strom aus meiner Werkstatt gezielt. Das ist ein ausgezeichneter Kunststern mit dem darauf aufgeblitzten Sonnenstrahl. Man kann mit einer großen Vergrößerung schön sehen, wie das Difraktionsbild während der Spiegelverspannung verändert. Man muss überraschend wenig im Vergleich zum Kugelspiegel verändern. Das beste Ergebnis habe ich mit einem einfachen Verspannungsaufbau bekommen, den man sehr sanft einstellen muss. Die aufsteigende warme Luft stört ein bisschen das Bild. Ich habe Fotos gemacht, aber die Bildqualität ist durch das Okular sehr schlecht. Ich kann so das im Teleskop gesehene Bild nicht zeigen. Das Airy-Disch kann man nicht sehen. Man müsste dazu eine Planetkamera haben. Ich habe mit einem Foucault-Gerät das Toroid geprüft.Ich habe auch darüber ein Foto gemacht. Ich denke, dass ich jetzt das Teleskop bauen kann.
Viele Grüße
Sándor




BeatK Erstellt am: 14.06.2019 : 15:58:06 Uhr
Hallo Sandor, Guntram, Christian

Das gibt ein hervorragendes Teleskop! Die Korrektur von Asti um Coma wird gut möglich sein. Soweit ich in meinem alten Programm von Sasian rechnen kann, bleibt dann nur noch sphärische Aberration von etwa 0.75 des AD im Seidel Fokus, d.h. noch weniger im „balanced“ Fokus. Ich hätte Lust, es einmal dann mit einem meiner 6 Zoll Yolos zu vergleichen.

Dass Dein Teleskop, Sandor, auch ohne Korrektur des Asti ordentliche Bilder am Mond gibt, hängt damit zusammen, dass Du beim Kollimieren automatisch die Kippwinkel optimierst. Das Sasian Programm hat eine Optimierungs Routine. Habe ein Beispiel gerechnet: Bei Kippwinkeln von 3.27 bzw. -8.58 komme ich auf 0.71 AD Asti und 2.14 AD Coma. Das dürfte bald einmal an ein nicht optimal kollimiertes SCT (wie wir sie häufig antreffen) herankommen.

Was mich Wunder nimmt: Wie wird die Spiegelfläche im Foucault aussehen, wenn Du die Verspannung auf die nötigen 13 mm Radiusdifferenz einstellst. Du müsstest den Spiegel einfach in der Verspannung „übers Kreuz“ testen.

Ob das Teleskop die Kollimation und die Verspannung am Himmel hält, ist eine weitere spannende Frage. Da wäre eine objektive Testung mit WinRoddier z.B. an Vega ohne grossen Materialaufwand möglich.

Mit Gruss, Beat
Guntram Erstellt am: 13.06.2019 : 20:24:27 Uhr
Hallo Sandor.

Ja, ich habe gut gegessen, danke!
Beide Entwürfe werden funktionieren. Die Unterschiede sind nicht groß.
Du kannst durch die Verspannung ja das Toroid stufenlos regeln. Dadurch stellt sich beim Justieren dann automatisch das richtige Toroid ein.
Diese Entwürfe sind sehr gutmütig. Das wird schon!

Viele Grüße,
Guntram

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