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Ü B E R S I C H T    
Alfredo Segovia Erstellt am: 03.05.2019 : 15:37:39 Uhr
Hallo,

nachdem ich auf der Suche nach einem sehr dünnen Fangspiegel
für meinen neuen "Ultra"-Lowrider (stell ich bald in nem anderen Thread vor) fündig geworden bin, habe ich die Scheibe mal interferometrisch untersucht, und dummerweise feststellen müssen, dass sie nicht ganz plan, sonder sphärisch war:




Die Sphäre ist an sich sehr gut, zeigt keinerlei Asti oder ähnliches.
Hat halt aber ca. 1 lambda "Tiefe" und ist somit nicht plan.


Dummerweise passt aber die Dicke (nur 9mm!) und damit das Gewicht perfekt zum Scope, genauso wie der Durchmesser (115mm).


Wollte das Dingchen also nicht aufgeben und ich habe mir, nachdem mir Alois und Kurt mal was von "adaptiver Optik" erzählt hatten, eine
"statische" adaptive Mechanik drumherum gebastelt, in Form von 12 Kunststoffschrauben, die den dünnen Spiegel von unten verbiegen können. Mittig habe ich den Spiegel mit nur einem einzigen, aber dickeren Silikonkleks geklebt, wie auf dem folgenden Bild im Schlitz gut zu erkennen ist:









Zu Beginn war das Ergebnis ernüchternd, aber nach einer leicht anderen Anordnung der Schrauben und einer nicht allzu steilen Lernkurve habe ich nach vielen Stunden Justage folgendes Ergebnis erzielen können:




Habe sowohl vertikal als auch horizontale Interfergramme erstellt,
weil eine Justage immer auch das jeweils andere Interferogramm
beeinflusste. Wenn ein Bild gepasst hatte, war die andere 90Grad-Position wieder "verstellt", so dass ich länger gebraucht habe, um
das Ganze so hinzubekommen.

Da ich nach einigen Sterntests am Himmel etwas verwundert war, lautet meine Frage nun:

Was wird das bessere Bild liefern. Wenn ich den Spiegel komplett unangetastet lasse (die leichte Sphäre ist wirklich ausserordentlich gut), oder diese leichten "Wellen" in den mehr oder weniger geraden Streifen in Kauf nehme, die auch bei nur drei oder vier eingestellten Streifen gut zu sehen sind?


Der Einbauwinkel des Lowriderfangspiegels ist ziemlich steil, steiler als bei "normalen" Lowridern wie beispielsweise Tim sie baut, weil ich mit diesem 16-Zoll-Gerät bei f/4.5 auch im Zenit im gemütlichen Sitzen beobachten wollte...man wird halt älter

Viele Grüße,

Alfredo
D I E    9   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
Cleo Erstellt am: 10.05.2019 : 10:23:22 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: Kalle66
Letztlich erinnert mich das ans Verbiegen des Yolos von Ralf, der so den Asti reindrückt.

Guter Punkt, Kalle - der leicht sphärische Spiegel bei schiefem Einfall macht ja Astigmatismus. Wenn man also wie beim Yolo den Astigmatismus korrigiert, hat man ein perfektes System. Der Spiegel selbst muss ja nicht plan sein, sondern nur bei schiefem Einfall keinen Astigmatismus liefern (ein bisschen sphärischer Beitrag wäre ja egal).
-> Alfredo, schau doch mal, ob das eine Option ist für Dich.

Viele Grüße, Holger
Emil Nietlispach Erstellt am: 10.05.2019 : 10:02:03 Uhr
Hallo Alfredo,

man könnte den Spiegel so lassen wie er ist, und stattdessen zur Brennweitenverkürzung senkrecht zum Strahlengang einbauen und mit einem dritten Spiegelchen dann die Auslenkung machen. (Wie ein NTT JMI-Telescope). Du hättest dann eine leichte SA, aber sicher viel weniger schlimm als ein Asti.
Wenn das Scope schon fast realisiert ist, dann vergiss diese Bemerkungen.

Grüsse Emil
Alois Erstellt am: 10.05.2019 : 03:23:34 Uhr
Hallo Alfredo.

Es ist ein tolles Experiment aber es wird nie ganz zufriedenstellend sein.
Ich würde den Fangspiegel sofort absichern, weil sonst hast du
ganz sicher den nächsten, der dir auf den Hauptspiegel fliegt.

Beste Grüße
Alois
PeJoerg Erstellt am: 08.05.2019 : 20:10:11 Uhr
Kalle,

Zitat:
Ich befürchte nur, dass die Schrauben bei Temperaturänderungen den Spiegel dann ändern, weil sie einen höhere Wärmeausdehnung als der Rest haben.


das muss man nicht befürchten, das ist ziemlich sicher.

VG Jörg
Kalle66 Erstellt am: 08.05.2019 : 19:48:42 Uhr
Ich befürchte nur, dass die Schrauben bei Temperaturänderungen den Spiegel dann ändern, weil sie einen höhere Wärmeausdehnung als der Rest haben. Letztlich erinnert mich das ans Verbiegen des Yolos von Ralf, der so den Asti reindrückt. Der Trick dabei ist, dass man eine definierte "Kraft" ausübt unter der sich der Spiegel (wie eine Feder) dann verbiegt. Und das steuert man vermutlich mit Federn, die man über Stellschrauben andrückt, besser als mit den Schrauben direkt.
Kurt Erstellt am: 08.05.2019 : 18:06:42 Uhr
Hallo Alfredo,

ausgezeichnetes Versuchsergebnis! Jetzt musst du nur noch die 16 Schrauben gegen schnelle Aktuatoren austauschen und selbige mit einem Rechner verbinden. Dann wäre das System zur Kompensation der Seeingstörungen perfekt.

Gruß Kurt
Gerhard_S Erstellt am: 03.05.2019 : 21:51:35 Uhr
Hallo Alfredo,

falls noch nicht geschehen würde ich zunächst noch prüfen, wie es mit den geraden Streifen nach ein paar Tagen/Wochen aussieht. Ansonsten müsstest Du das ja immer wieder per Interferometer
nachjustieren.

Viele Grüße
Gerhard
Stathis Erstellt am: 03.05.2019 : 21:39:29 Uhr
Hallo Alfredo,
Spannende Sache!

Ich vermute, dass die Variante mit im wesentlichen geraden, wenn auch etwas welligen Linien den kleineren Gesamtfehler haben wird. Leichte bzw. unvollkommene Korrektur ist besser als keine Korrektur.

Ein seitlich auslankender Fangspiegel mit endlichem Krümmungsradius führt Astigmatismus ein. Je kleiner der Winkel gegen die optische Achse, um so kleiner ist der Astifehler.

P.s. was du hier machst, nennt sich "Aktive Optik". Von "Adaptiver Optik" spricht man erst, wenn die Korrekturen einige hundert bis über tausend mal pro Sekunde erfolgen. Die hohe Frequenz ist nötig, wenn man das atmosphärische Seeing korrigieren will.
rainer-l Erstellt am: 03.05.2019 : 17:25:06 Uhr
Hallo Alfredo

Aus der "Tiefe" und dem Spiegelradius kannst Du den Krümmungsradius berechnen .
Den Krümmungsradius mit deiner Geometrie in "Winspot" eingeben und nachsehen ob eine Korrektur des FS überhaupt lohnt .

Viele Grüße Rainer

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