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 Leichtbau-Dobson 18" 16" auf NEQ6 möglich?

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Ü B E R S I C H T    
hobbyknipser Erstellt am: 17.03.2019 : 11:34:00 Uhr
Hallo, Kollegen,

ich bin eigentlich nur ein "Photografischer" und kein "Visueller".
Trotzdem habe ich mir mal die Seite des Kollegen Timm Klose, der schon viele Dobsons selbst gebaut hat (von 12" bis 28", meistens Leichtbau-Dobsons mit f<4, beim 28" sogar f/3.1!). Da wogen die 16"er zw.13-17,5 kg und der 18" ca. 19,5 kg. Wenn man sich die ganzen Gewichtsangaben so durchliest, kommt man schnell auf einen, vielleicht naiven Gedanken:
Wenn man nun an den Teleskop-Stangen eine stabile lange Prismenschiene anbringen würde und noch etwas Gewicht an der Rockerbox einsparen könnte... könnte man dann z.B. an einer NEQ6 (bis 18kg) zumindest den 16"er anbringen und damit zumindest 20-30 sec lange Aufnahmen machen?
Eine Stativ-Verlängerung dürfte aufgrund der Teleskoplänge nötig sein, aber die gibt es ja zu kaufen. Ein 16" bei f/3.5 wäre ca. 1,40 m lang (oder wäre er wegen der Spiegelbox doch länger?).
Hat das schon einmal jemand ausprobiert? Leider scheint es kaum gewerbliche Hersteller zu geben, die sehr lichtstarke Dobsons (am besten 16" oder 18" bei ca. f/3.1-3.4) herstellen.

viele Grüße und häufiger cs, vor allem bei Neumond
Andreas
D I E    15   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
hobbyknipser Erstellt am: 18.03.2019 : 17:52:19 Uhr
Hallo, Sven,

als ich die kritischen Bemerkungen von Martin (und Ronald) auf Seite 1 gelesen hatte, wußte ich Bescheid: dies hat keinen Zweck! Wäre auch zu schön gewesen! Als ausschließlich Fotografierer habe ich von Dobsons einfach zu wenig Ahnung!

viele Grüße und häufiger cs
Andreas

hobbyknipser Erstellt am: 18.03.2019 : 17:46:04 Uhr
Hallo, Stefan,

besten Dank für die Info!
Du hast Recht bezüglich des 0,73x Reducers: beim 8" f/4 von SW und Originalauszug bin ich etwa ausgezogen bei 2-3 cm, wenn ich mit dem GPU-Korrektor fokussiere. Tommy Nawratil hatte mal geschrieben, dass man mit dem 0,7x 2,6 cm tiefer in den Tubus muss beim Original(?)-OAZ. Zur Not: entweder den Hauptspiegel verschieben oder neuer OAZ.
Ich habe noch 2 6" f/4 Newtons, die mit GPU und anderem Original-OAZ 3,7 cm herausgezogen sind bei Fokussierung f/4. Das paßt auf jeden Fall, meine ich. Dann benutze ich eben die 6"er.
Ein Dobson kommt eh nur in Frage, wenn mir zufällig ein Geeigneter (und relativ Preiswerter!) in die Hände fällt; derzeit sehr unwahrscheinlich.

viele Grüße und cs bei Neumond
Andreas
pescadorTT Erstellt am: 18.03.2019 : 17:28:52 Uhr
Hi Andreas,

das Thema mit dem 16" auf einer EQ6 scheint bei Dir ja schnell durch gewesen zu sein – gut so. Damit ersparst Du Dir viel Frust.

Wie bei Gerd sitzt bei meiner modifizierten G11 auch ein 12,5" Martini Truss oben drauf, gepaart mit einem 25mm Busch Spiegel. Mit meinem Ed70/420 Huckepack und Berlebach als Sockel läuft das auch fotografisch noch alles rund, aber schon klar an der Grenze. Es handelt sich da zwar nicht um ein Carbon-Ultra-Light System und der Martini Truss wird sicherlich mehr wiegen als solch ein Truss, aber das Gewicht ist da auch nicht das ausschlaggebendste. Sobald ich meinen Streulichtschutz anbringe und es ein wenig stärker windet, braucht das System schon ein wenig länger, um sich auszuschwingen. Ein 16“ wäre da noch eine ganz andere Nummer und dann auch noch auf einer EQ6….

Und was man nicht vergessen darf: zum visuellen Spechteln braucht man bei diesen Lichteimern auf einer parallaktischen Montierung auf jeden Fall eine Leiter. Hat man sich aber mal daran gewöhnt, macht es auch höllisch Spaß damit zu beobachten #128522;

stefan-h Erstellt am: 17.03.2019 : 22:53:51 Uhr
Hi Andreas,
Zitat:
Wahrscheinlich versuche ich es erst einmal mit meinem 8" f/4 Newton und dem 0,73x Reducer. Da habe ich ca. f/2.9, leider nur mit kleiner Öffnung.

Wo liegt denn bei deinem f/4 Newton die Fokusebene? Der Reducer bringt die deutlich näher an den Tubus ran- reicht dir dann der Fokusweg überhaupt aus? Dazu müsstest du doch bei f/4 einen Komakorrektor benutzen, wie sich das mit dem Reducer zusätzlich im Strahlengang auswirkt weiß ich nicht, aber der Aufbau dürfte einiges länger werden und dann drohen wieder Verkippungen durch den langen Hebel.
Zitat:
Ich habe nicht vor, extrem viel Geld für einen Dobson auszugeben.
Der Hinweis auf z.B. Nauris dürfte nicht auf den Dobson als solches abzielen, damit dürfte ein möglichst leichter Newton gemeint sein, mit der für parallaktisch montiert möglichst verbesserten Spiegellagerung. Beim Dobson hängt der HS ja immer in die gleiche Richtung nach unten, parallaktisch dreht der Tubus um die Längsachse

Gruß
Stefan
hobbyknipser Erstellt am: 17.03.2019 : 21:38:46 Uhr
Hallo, Marcus,

Vielen Dank für Deine Mitteilungen!
Ich habe nicht vor, extrem viel Geld für einen Dobson auszugeben.
Vor allem, wenn ich mir die vielen Wolken derzeit ansehe... und die ausführlichen Darlegungen von Martin und Ronald im Hinterkopf behalte.
Es war nur eine Idee, und die war ziemlich naiv.
Dann bleibe ich doch lieber bei meinen kleinen f/4 Newtons, vielleicht bald mit Reducer. Damit werde ich genug zu fummeln haben, bis da auch nur etwas halbwegs Vernünftiges bei rauskommt.

viele Grüße und cs
Andreas
Mettling Erstellt am: 17.03.2019 : 21:20:53 Uhr
Hallo Andreas,

Denkst Du, dass Du jemanden findest, der Dir einen fototauglichen, ultraleichten Gitterrohrnewton für 2000,-€ baut? Ist das der Ausgang Deiner Überlegungen?
Die einzigen Newtons die ich kenne, die kommerziell angeboten werden und die in die von Dir gedachte Richtung gehen sind die Mirrage-Dobsons von Nauris. Da kostet der kleinste 18"er in der Standardausführung schon 12500,-€. Eine Spezialanfertigung mit sehr schnellem Spiegel und neu konstruierter Spiegelzelle kostet bestimmt das 1,5-fache.
Nur dass Du mal eine Hausnummer hast.

Viel Erfolg beim realisieren.
Marcus
hobbyknipser Erstellt am: 17.03.2019 : 20:05:02 Uhr
Hallo, Marcus,

ein C9.25 habe ich bereits seit mehreren Jahren!
Das Hyperstar-System kostet soviel wie das Teleskop selbst. Die relativ große DSLR befindet sich dann im Strahlengang, große Abschattung.
Da ich bisher keinen Laptop habe und benutzen möchte, macht die Fokussierung dann wahrscheinlich erhebliche Probleme, von der Justierung ganz zu schweigen bei f/2.3.
Möchte ich wieder größere Brennweiten verwenden und auf f/10 zurückbauen, wird das Ganze recht aufwändig, wie ich bisher bei anderen Kollegen lesen durfte; geht nicht so einfach, wie Celestron dafür Werbung macht.
Einen vollständigen 16" Dobson mit f/4.5 bekommt man schon für 2000 Euro; leider viel zu schwer, zu lang und zu lichtschwach. Der f/3 Spiegel scheint mit Abstand das größte Problem zu sein. Wird Zeit, dass es diese Spiegel aus Kunststoff gibt (leichter und preiswerter).

viele Grüße und cs
Andreas
Mettling Erstellt am: 17.03.2019 : 19:56:13 Uhr
Hallo Andreas,

Völlig unabhängig davon ob 16" in welcher Form auch immer von einer EQ-6 getragen werden (meiner Meinung nach nicht): wenn Du so ein Teleskop nicht selbst bauen kannst (wie Timm), musst Du es bauen lassen und das wird extrem teuer. Schau Dir mal die Dobsons von Nauris an und seine Preise. Ein fotografischer ultraleichter 16"er dürfte nochmals deutlich teurer werden.
Für das Geld bekommst Du locker ein C9,25 mit Hyperstar und eine passende Farb-CMOS-Kamera, die völlig problemlos von einer EQ-6 getragen werden, stabil sind und ein schnelleres Öffnungsverhältnis bieten als der 16"er. Farb-RGBs zu bearbeiten ist auch nicht viel komplizierter als DSLR-RGBs.
Und Du erwähnst den Justieraufwand bei SCTs oder Hyperstar. Was bringt Dich zu der Annahme, dass ein ultraleichter, ultraschneller Newton nicht justieranfällig ist? Ich behaupte jetzt einfach mal, dass so ein Hyperstar-SCT deutlich justierstabiler sein wird als ein Gitterrohrdobson à la Timm.

Rein Fotografisch macht Dein Plan keinen Sinn. Größer ist nicht automatisch besser. Es gibt bessere Lösungen für weniger finanziellen Aufwand.

Bis dann:
Marcus
hobbyknipser Erstellt am: 17.03.2019 : 19:50:41 Uhr
Hallo, Eike,

Flats habe ich manchmal auch gemacht: der Hintergrund wurde ruhiger, Staubflecken weg und die Außenbereiche heller, aber: es waren in den Außenbereichen kaum Details trotz Strecken herauszuholen! Die Tiefe fehlte einfach! Da nutzen auch Flats nichts mehr, wenn die fehlende Ausleuchtung während der Belichtung die Tiefe verhindert.
Für EAA-Aufnahmen habe ich die verkehrte Kamera. Ich möchte aber gerne meine Canon 77a behalten, da sie wenig rauscht und auch relativ kleine Pixel (3,7 µm) hat! Auch 20-30 sec Aufnahmen gehen gut damit. Stacken kann ich auch später mit DSS.

viele Grüße und cs
Andreas
eike68 Erstellt am: 17.03.2019 : 19:42:48 Uhr
hallo Andreas,

das ein SC kein Newton ist, ist mir schon klar. Bei dem link ging es mir nur darum, zu zeigen was andere Sternfreunde mit relativ wenig Aufwand machen und welchen Anspruch sie dabei zu haben scheinen. Ich selbst finde diese EAA - Ergebnisse echt interessant.
Hast Du bei Deinem C9,25 mit Flats gearbeitet?

cs eike
hobbyknipser Erstellt am: 17.03.2019 : 19:12:59 Uhr
Hallo, Eike,

Dein link bezieht sich aber auf ein C8 mit 2x 0,63x Reducer.
Das hat mit einem Leichtbau-Dobson nichts zu tun; ist ein völlig anderes Teleskop-System!
Die SC-Systeme haben mit Reducer (und auch schon ohne Reducer!) eine große Vignettierung! Das wurde mir sowohl auf Astrotreff als auch im schwarzen Forum mehrfach klargemacht! hier der link:
http://www.astrotreff.de/topic.asp?ARCHIVE=true&TOPIC_ID=187885

Ich habe selbst jahrelang ein C9.25 mit e i n e m 0,63x Reducer verwendet: riesige Vignettierung, nur die helle Bildmitte ist bei einer APC-C DSLR verwendbar! Das aufzunehmende Objekt darf nur in der Bildmitte sein; der Rest muss weggeschnitten werden! Ein SC ist da leider keine Alternative zu einem Newton! Das Bildfeld einer APS-C ist einfach zu groß!
Dann benutze ich lieber mein 8" f/4 Newton mit GPU-Korrektor; viel besser als ein C8 mit 2 Reducern. Ich habe aber Interesse an einem sehr leichtem 16" f/3, möglichst leicht.

viele Grüße und cs
Andreas
eike68 Erstellt am: 17.03.2019 : 18:25:40 Uhr
hallo Andreas,

leider kann ich zu den Test´s mit der EQ6 nichts verwertbares beitragen.
Obwohl der Tubus nur ca. 1400 mm lang ist, stellt starker, noch dazu böiger Wind ein Problem dar.
Der Tubus wurde so gebaut, dass der Fokus "relativ" weit über dem Tubus liegt (FS 4"). Dadurch habe ich die Möglichkeit, durch M68 - Ringe, die Lage des OAZ (Lacerta) entsprechend dem Zubehör (Korrektor; Reducer - bis hin zu 0,5x; Filterrad; Klappspiegel;...) anzupassen.
Bisher habe ich relativ kleine Chips verwendet und es hat für meine Ansprüche zufriedenstellend funktioniert. Der größte Chip war der KAF3200. Wie es mit einer DSLR oder gar Vollformat funktioniert, weiß ich nicht. Da wird dem Flat wohl eine sehr große Bedeutung zu kommen.
->Draco-Triplett: Danke!
Sicherlich hängt viel von dem zu betreibenden Aufwand von Deinen Ansprüchen ab. Die Amis sind da zum Teil viel pragmatischer. Schau doch mal spaßeshalber bei CN rein: https://www.cloudynights.com/topic/630096-al-herschel-ii-400-objects-project-8-sct-using-rt-imx224/

cs eike
hobbyknipser Erstellt am: 17.03.2019 : 17:24:48 Uhr
Hallo, Eike,

hat die Montierung EQ6 den langen 15"er tatsächlich getragen?
Schade, dass Daniel nicht mal ein paar Aufnahmen, an die EQ6 gehängt!, gemacht hat!
Hätte mich interessiert, was dabei herausgekommen wäre, nach Martin's schweren Bedenken!
Montierung DDM60? Soweit ich weiß: sehr gute, sehr teure Montierung!
Spielt in einer völlig anderen Liga als eine NEQ6! Dass es mit dieser kaum Probleme gibt bei kurzen Belichtungen, kann ich mir vorstellen.
14,5" und 1150mm: klasse Lichtstärke! Erstaunlich, dass Du mit dem 0,63x Meade Reducer fokussieren konntest! Welchen OAZ hast Du denn dran? Muss an der Kamera liegen: kleines Auflagemass und kleines Bildfeld? Beseitigt der Meade Reducer die Koma, habe ich noch nie gelesen.
Sehr schönes Bild des Draco-Tripletts!

viele Grüße
Andreas
eike68 Erstellt am: 17.03.2019 : 17:20:29 Uhr
hallo Andreas,

->073x Reducer: In meinem Bekanntenkreis wird dieser Reducer / Korrektor seit Jahren von zwei Sternfreunden erfolgreich eingesetzt. Mir persönlich war er bisher etwas zu teuer.
->Galaxien fotografieren: Schau mal in die Rubrik "DeepSky Objekt des Monats". Dort findest Du im "März 2019" ein Bild, welches mit dem og. Teleskop entstanden ist. Verwendet wurde eine Atik Infinity und ein Meade 0,63x Reducer.

cs eike
hobbyknipser Erstellt am: 17.03.2019 : 17:15:08 Uhr
Hallo, Frank,

das, was Du schreibst, habe ich auch immer wieder gelesen. Sollte von der Theorie her auch stimmen.
An einer großen Tiefe der Aufnahme bin ich aber auch interessiert: Bei einer größeren Öffnung und lichtstärker komme ich einfach tiefer; z.B. RASA 11" Aufnahmen.

viele Grüße
Andreas

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