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 Ideen zum Bau einer Säule für meine Sternwarte

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Ü B E R S I C H T    
Mikelectric Erstellt am: 09.03.2019 : 19:38:23 Uhr
Hallo liebe Sternenfreunde,

vergangenen Herbst habe ich mir noch geschwind eine Sternwarte in den Garten gebaut, da mir die Schlepperei auf Dauer zu unbequem war. Sie füllt nun die Lücke zwischen Wohnhaus, Garage und Gartenlaube. Habe lange hin und her überlegt und das war der beste Platz auf dem ganzen Grundstück. Musste allerdings die Sternwarte dafür auf "Stelzen" setzen. Sie ist aber sehr stabil gebaut und außerdem mit der Garage verschraubt und daher völlig wackelfrei. Der Boden besteht aus 40 mm dicken verschraubten Baudielen und überträgt Erschütterungen nur ganz minimal.

So benutze ich die Sternwarte bisher ohne Säule und stelle einfach meinen 10" Dobson oder meine Vixen GP mit 200/800 Fotonewton hinein. Erste Astrofotos habe ich gemacht. Wenn ich während der Belichtungszeit still sitze, dann klappt das eigentlich sehr gut. Das Teleskop steht auch weitgehend windgeschützt, da das Dach mit 6 separaten Segmenten einzeln aufgeklappt werden kann.

Nun möchte ich aber natürlich eine Säule bauen, sobald es wieder wärmer ist. Die muss nun leider ziemlich hoch werden. Außerdem hat sich herausgestellt, dass der Platz unter der Sternwarte gut zu gebrauchen ist. Er liegt direkt neben meiner Terrasse und gibt eine schöne, überdachte Sitzecke ab. Jetzt muss ich da aber wohl eine dicke Betonsäule quer durch bauen.

Aber vielleicht habt ihr ja Ideen, wie ich das umgehen könnte? Vielleicht mit einer Trägerkonstruktion aus drei seitlich verteilten Ständern und oben einer Quertraverse auf die ich dann die Säule in der Warte setzen kann?

Oder wenn es sich nicht vermeiden lässt, dann vielleicht eine Säule die tagsüber einen Zusatznutzen bringt. Vielleicht mit integriertem Grill oder so...
Bin für jede Idee dankbar!

So - damit ihr euch nun überhaupt ein Bild machen könnt, hänge ich mal etlich Bilder hier an. Die Grundfläche beträgt 2,00 x 3,00 m. Der Beobachtungsraum hat 2,10 x 2,00 m. Wenn man die Treppe hoch kommt, dann gelangt man zuerst in einen Vorraum / Technikraum mit 2,00 x 0,90 m. Innen ist im Firstbereich Stehhöhe von 2,40 m. Unter der Sternwarte ist eine Höhe von gut 2 m die nun von der Säule o. ä. überbrückt werden müsste.














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Luzista Erstellt am: 15.03.2019 : 13:02:30 Uhr
Mahlzeit Michael!

Unterhalb der Tischebene wären die Rohre doch mit Tischbeinen vergleichbar. Darüber freilich im Blickfeld, aber 60 mm Rohr ist ja nicht viel.
Oben kann natürlich das Gitterding auch in Bodenebene enden. Bei Funktionumstellung -> Teppich drauf.

Lutz

Den Tisch kann man allerdings nicht wegnehmen ...
Mikelectric Erstellt am: 15.03.2019 : 12:50:47 Uhr
Hallo Lutz,
Zitat:
Original erstellt von: Luzista

Ein pyramidenartiger "Gittertubus" aus vier 2"-Rohren, unten 60 bis 100 cm ...... Oben könnte man die Eckrohre ca. 30 cm unverstrebt in das Haus hineinragen lassen.

Ja, das wäre sicher stabil, ist aber eigentlich nicht das was ich wollte. Damit wäre der Raum unter der Warte quasi kaum noch zu gebrauchen. Ich könnte diese Gitterpyramide allenfalls noch als Wäscheständer nutzen.
Und in der Warte wollte ich ja einen Montageflansch ebenerdig haben, damit nichts raus schaut, falls ich den Raum mal anderweitig nutzen sollte.

Außer diese Gitterkonstruktion wäre dann wieder so groß, dass man sie betreten kann und den Innenraum nutzen kann. Also praktisch ein Ständerwerk und oben Querverbindungen, auf welchen dann der Flansch gelagert ist, der in die Warte schaut.

Gruß Michael
Luzista Erstellt am: 14.03.2019 : 08:33:58 Uhr
Ein pyramidenartiger "Gittertubus" aus vier 2"-Rohren, unten 60 bis 100 cm (zum Tischeinbau) und oben 30 oder 40 cm Weite, mit verschweißten oder spielfrei verschraubten Diagonalen (oder gekreuzten Seilen), "klingt" doch stabil. Oben die Eckrohre ca. 30 cm unverstrebt in das Haus hineinragen lassen. Darauf weiter wie üblich.

es grüßt Lutz
Kalle66 Erstellt am: 13.03.2019 : 22:09:09 Uhr
Vielleicht kannst du ja alte Schalungsstützen (für Betondecken) irgendwo günstig abgreifen. Davon einfach vier zu einem 350 x 350 mm Gittermast zusammenschweißen. Als Gitterverstrebung L-Profil.
Lilienstein Erstellt am: 13.03.2019 : 19:12:10 Uhr
Hallo Michael, mit günstig war da leider nichts... Habe sie aus einem Bergelager für alte Baustoffe. Da mein Augenmaß mich grob getäuscht hatte, musste sie 90cm im Fundament versenkt werden. Die will ich nie wieder ausgraben, aber es ist zumindest stabil ;-)
Der Säulenkopf eignete sich halbwegs als Flanschersatz, musste lediglich 4 Löcher in den Guss bohren und M12 Gewinde schneiden. Anschließend war eine neue Bohrmaschine fällig.
Mit besserer Vorbereitung kann man solche Sachen besser von einer Schlosserei ausführen lassen.
Viele Grüße
Bernd
Mikelectric Erstellt am: 13.03.2019 : 16:21:42 Uhr
Gute Idee, die Abstützung durch Schwingelemente von der Wand abzukoppeln. Das könnte doch hinhauen. Und an ein Gitterrohrgestell hatte ich auch schon gedacht, ähnlich dem Hochspannungsmast einer Überlandleitung. Da könnte ich dann auch den Wein darum herum ranken lassen direkt bis ins Glas auf der Tischplatte. :-)
Dann bräuchte ich ja nicht mal ein allzu schweres Fundament, sondern nur ein kleines frostfreies, welches das Gewicht von Säule und Teleskop aufnimmt. Mhh - den Versuch wäre es eigentlich wert.
Luzista Erstellt am: 13.03.2019 : 16:08:16 Uhr
Zitat:
Die Frage die mich dabei dauernd bewegt ist, ob sich durch die Abstützung nicht wieder Erschütterungen über die Garagenwand einkoppeln, da ja die Warte selbst schon daran verankert ist?


Hallo Michael,
etwas Rückkopplung wird es schon geben! Das Gesamtsystem ist jedoch kaum zu erfassen, weil das sand-oder betongefüllte Rohr eine ganz andere Eigenfrequenz haben wird als das System Mensch/Hütte. Bestenfalls löschen die Schwingungen sich teilweise aus. Gummielemente zum teilweisen Entkoppeln sind vielleicht sinnvoll. Berechnngen sind wohl möglich, aber teuer.
Etwas Freistehendes braucht viel Fundament und sollte eher -bis zum Hüttenboden- ein Fachwerkmast sein. Aus Rohren. Beeinträchtigen den Ausblick wenig; sich-dranstoßen tut nicht so weh. Aber 'rumlaufen sollte unten dann auch niemand.

Lutz

Zitat:
Freudenhaus?

Freude bringt es doch!
Mikelectric Erstellt am: 13.03.2019 : 15:49:17 Uhr
Hallo G2-Astro,
vielen Dank für Deine umfangreiche Antwort. Einen Teil der angesprochenen Gedanken habe ich schon in meinem vorigen Beitrag erwidert und über manches werde ich sicher auch noch nachdenken.

Zitat:
Original erstellt von: G2-Astro

Für die Säule kommt nur eine stabile, aber nicht zu schere Holzsäule auf einer auf einer 500 - 700mm Dm und ca. 60Kg schweren Betonplatte auf Schwingelemente Platte gelagert in Fragen.

Ein durchaus interessanter Gedanke, die Teleskopeinheit sozusagen schwimmend Auf dem Dielenboden zu lagern. Was mir daran nicht ganz so gefällt, wäre der Umstand, dass da eine Betonplatte übersteht über die ich stolpern kann, bzw. die ich nicht berühren sollte um keine Erschütterung aufs Teleskop zu bringen. Eine Lösung wäre sicher einen erhöhten Zwischenboden einzuziehen, aber da geht wieder unnötig Stehhöhe verloren und auch der Aufwand wäre erheblich. Dann eher die Betonplatte unterhalb der Dielen in die Balkenkonstruktion versenken. Die Unterbalken sind schon sehr zahlreich und stabil, aber es spräche auch nichts dagegen noch weitere einzuziehen.

Zitat:
Diese Säule kannst Du einfach, mit einer Spannschloßhalterung in der Mitte an die Betonplatten ketten, so kann dort Säule oder der Dobson zur Beobachtung bereit gestellt werden.
Das kann mit einer sicheren Indexierung für die Säule, so ausgeführt werden, dass eine gute Einnordnung erhalten bleibt!

Den Dobson werde ich so nicht mehr aufstellen. Der 10" Newton kommt auf eine Montierung. Die Montierung soll auf eine Säule mit Flanschplatte. Auf Flanschplatte sollen dann verschiedene Adapter mit unterschiedlichen Montierungen und ggf. auch Säulenerhöhung für Refraktoren montiert werden können. Wenn es da eine gute Lösung gäbe, die präszise wiederholbar die Einnordung der verschiedenen Aufsätze beibehält?



Zitat:
Wenn DU die Unterseite der Dachpaneelen mit 5mm Verpackungsfolie
> https://www.bb-verpackungsshop.de/pe-schaumfolie-5-mm-x-50-m-p-86.html?gclid=CjwKCAiAiJPkBRAuEiwAEDXZZbyxYNpLuYyND- zur Isolierung beklebst, ( das geht mit Styroporkleber gut ) gibt es dort keine Taubeschlag an der Innseite der Hütte!
Die findet man auch oft bei Speditionen im Müllcontainer!

Super Idee - werde ich so machen.

Bezüglich Tau und Streulicht werde ich im Laufe der Zeit sicher noch einiges optimieren.

Gruß Michael
Mikelectric Erstellt am: 13.03.2019 : 15:18:02 Uhr
Erst mal vielen Dank, für die tollen Ideen und Ratschläge, die ihr hier eingebracht habt. Ich habe mich bewusst einige Tage aus der Diskussion raus gehalten, um die Gedankengänge nicht vorschnell in eine bestimmte Richtung der Realisierung zu lenken. Jetzt muss ich mich aber doch mal einklinken.

Gefragt waren von meiner Seite Ideen für die entkoppelte Befestigung meines Teleskops in Form einer Säule oder Ähnlichem. Es geht mir hier nicht um Baurecht oder Statik der Sternwarte. Trotzdem danke für die Hinweise auch in diesen Belangen, wozu ich auch kurz etwas sagen kann:

Zur Rechtslage:
Baurechtlich kann jede Gemeinde in Deutschland ihre eigenen Bestimmungen festlegen. Die sind sogar oft innerhalb eines Ortes sehr unterschiedlich, je nach Bebauungsplan für das betreffende Gebiet. Diesbezüglich habe ich großes Glück. Es handelt sich hier um ein altes Siedlungsgebiet, in dem traditionell Gartenbau und Viehhaltung an der Tagesordnung waren und jeder dementsprechende Nebengebäude errichten konnte. So sind hier die verfahrensfreien Bauvorhaben noch sehr weit gefasst, was z. B. umbauten Raum und Höhe anbetrifft. Auch sonstige Satzungen und deren Bestimmungen für das entsprechende Gebiet, sowie evtl. Fragen des Denkmalschutzes sind zu beachten. Das alles habe ich natürlich zuvor abgeklärt.
In den meisten Neubaugebieten wäre das undenkbar und ich kann nur jedem raten, sich im Vorfeld genau zu informieren!


Zum Untergrund:
Das Fundament der Warte ist ein Streifenfundament, welches sich am Fundament der Garage kraft- und formschlüssig anschließt. Zur Gehwegseite ist es mit der Tragschicht des asphaltierten Wegs und dem Fundament der Randsteine gekoppelt. Die obere Reihe Schalsteine ist als Ringanker ausgeführt. Das heißt, es liegt umlaufend reichlich Eisen darin, sodass hier nichts kippen oder sich verschieben kann.
Der Platz zwischen den Fundamentstreifen ist noch unveränderter Boden (Lehm). Hier habe ich mir die Möglichkeit gelassen, ggf. ein getrenntes Fundament für die Säule einzubringen.

Zur Statik:
Die Ausführung und Konzeption der Warte ist vergleichbar mit einem Vorsatzbalkon. Die vier Ständer dienen dabei nur dem senkrechten Lastabtrag. Sie werden unten vom Ringanker und oben von der Balkenkonstruktion fixiert. Die Warte selbst ist an mehreren Punkten an der Garage verankert. Unter anderem auch an den Pfetten der Dachkonstruktion der Garage. Darüberhinaus gibt es eine Verankerung zum Haus hin, mittels einer Eisenstange zwischen Garage und Haus, was auf den Bildern bei genauer Betrachtung zu erkennen ist.

Die Bilder sind auch nicht mehr ganz aktuell. Sie stammen noch aus der Bauphase und aus der Adventszeit. Man sieht darauf nicht alle Verankerungen. Also da wackelt und vibriert nichts. Und die Warte kann auch durch Windlast, Erdbeben oder sonstige höhere Gewalt eigentlich nur umstürzen, wenn gleichzeitig Garage und Haus in sich zusammenfallen. Aber ich denke gerne nochmals drüber nach.

Hallo Bernd,
Zitat:
Original erstellt von: Lilienstein

Wichtig ist ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis.

Das ist das A und O, selbst wenn man für sein Bauvorhaben einen Antrag stellen muss, können einem die Nachbarn alles vermiesen.

Zitat:
Original erstellt von: Lilienstein
Ich würde Dir auch zu einer Säule raten, wie schon von Anderen geschrieben lässt sich da gut ein Tisch integrieren. Meine Säule in der Spielbootsternwarte (Spielgeräte sind in Sachsen genehmigungsfrei) hat ca. die selbe freie Höhe und ist aus Stahlguss mit einem Durchmesser von 25cm. Da schwingt beim Beobachten nichts, natürlich sollte man nicht aktiv dagegen klopfen.

Eine tolle Idee, Deine Spielbootsternwarte! Man muss aus den örtlichen Bestimmungen nur das Maximale rausholen und schon sind alle kleinen und großen Kinder glücklich.
Die Idee mit so einer Stahlsäule hatte ich auch schon. Wo bekommt man sowas (günstig)? Wie hast Du diese am Fundament befestigt? Einbetoniert? Ich würde sie vielleicht auch in kürzeren Teilstücken vor Ort aufeinander Schweißen und von oben mit Sand befüllen. Das ginge dann auch ohne schweres Gerät mit den gegebenen Platzverhältnissen.


Ich möchte auf jeden Fall oben bündig einen Flansch eben mit dem Fußboden der Sternwarte haben. Unabhängig davon, ob eine Säule darunter kommt oder eine andere Tragkonstruktion. Dort soll dann die Säule der Montierung aufgeflanscht werden. Somit kann der Raum ggf. auch anderweitig genutzt werden, ohne erst einen Meter Betonsäule absprengen zu müssen.


Hallo Lutz,
Zitat:
Original erstellt von: Luzista
Wenn eine Abstützung in Hüttenbodenebene im Mauerwerk möglich ist, wird das Schwingverhalten natürlich wesentlich günstiger.

Die Frage die mich dabei dauernd bewegt ist, ob sich durch die Abstützung nicht wieder Erschütterungen über die Garagenwand einkoppeln, da ja die Warte selbst schon daran verankert ist?

Zitat:
Apropos Baugenehmigung: Infolge der geringen Größe könnte Michael seine Hütte vielleicht als "Spielhaus" oder "Baumhaus" deklarieren?


...oder vielleicht als (interstellares] Freudenhaus?

Gruß Michael
Luzista Erstellt am: 13.03.2019 : 13:54:51 Uhr
Ja, Bernd,
sowas Freistehendes ist nunmal anspruchsvoll. Und Schönheit hat ihren Preis. Aber ein stationärer und freier Standort sind der Mühen wert.

es grüßt Lutz
Lilienstein Erstellt am: 13.03.2019 : 13:40:01 Uhr
Danke Lutz! Habe nur festgestellt, dass es viel einfacher gewesen wäre, die Säule im Vornherein einzubringen. Doch die Säule lief mir erst später über den Weg. So musste ich das Fundament unter beengten Platzverhältnissen schachten und betonieren, zum Einheben war ein großer Teleskoplader erforderlich mit diversen Vor- und massiven Nacharbeiten am Garten... Aber an diese Mühen erinnert man sich am meisten ;-) Jetzt sind gerade einige Sturmschäden zu richten, denn die zierlichen Fenster haben dem Wind nicht standgehalten. Die Versteifung der Unterkonstruktion hatte ich von Beginn an, das würde ich auch Michael noch anraten.

Viele Grüße
Bernd
Luzista Erstellt am: 13.03.2019 : 13:20:20 Uhr
Zitat:
die Säule hat ca. dieselbe freie Höhe (Bernd)

Wenn eine Abstützung in Hüttenbodenebene im Mauerwerk möglich ist, wird das Schwingverhalten natürlich wesentlich günstiger.

Übrigens, Bernd, das Integrieren Deiner Kuppel ist eine prima Idee und sauber gemachte Sache. Respekt!

es grüßt Lutz

Apropos Baugenehmigung: Infolge der geringen Größe könnte Michael seine Hütte vielleicht als "Spielhaus" oder "Baumhaus" deklarieren?
Lilienstein Erstellt am: 13.03.2019 : 09:51:09 Uhr
Hallo Michael,
so wie ich die Vorschriften lese, lassen die recht viel Spielraum für untergeordnete Gebäude. Und da nichts massiv errichtet wurde, kann es im Notfall auch wieder zurückgerüstet werden. Wichtig ist ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis.

Ich würde Dir auch zu einer Säule raten, wie schon von Anderen geschrieben lässt sich da gut ein Tisch integrieren. Meine Säule in der Spielbootsternwarte (Spielgeräte sind in Sachsen genehmigungsfrei) hat ca. die selbe freie Höhe und ist aus Stahlguss mit einem Durchmesser von 25cm. Da schwingt beim Beobachten nichts, natürlich sollte man nicht aktiv dagegen klopfen.



Das Problem mit einer Stahlsäule ist aber das hohe Gewicht (meine wiegt um die 700kg!), da wurde schweres Gerät und entsprechender Platz zum Einheben benötigt und von deinen Bilder her zu urteilen ist genau der nicht vorhanden...

Viele Erfolg für dein tolles Projekt,
Bernd
Kalle66 Erstellt am: 12.03.2019 : 09:45:11 Uhr
Moin Michael,
ich kenne mich mit den lokalen Bauvorschriften jetzt nicht aus. Aber aufgrund der First-Höhe hege ich den Verdacht, dass Du dafür eine Baugenehmigung brauchen könntest. Und ohne Statikberechnung dürfte die dann versagt werden. Bevor du also weiter Geld investierst, täte ich das zunächst prüfen. (schau mal hier für Ba-Wü: Verfahrensfreie Vorhaben) Mein Verdacht: Bei der Berechnung der Kubikmeter wird die überbaute Sitzecke mitgezählt, in der Höhe werden 3m überschritten.

Das Thema Entkopplung kann man auch umgekehrt angehen. Damit meine ich, dass man einen zweiten Boden zum Begehen über den ersten einbaut, der auf eigenen vier Pfosten steht und über dem bestehenden Boden dann schwebt. Ich vermute aber, dass angesichts der großen Windangriffsflächen fotografisch auf dem bestehenden Boden nicht so viel gelingen wird, selbst wenn du remote dich nach unten in die Sitzecke begibst.
G2-Astro Erstellt am: 11.03.2019 : 02:39:47 Uhr
Hallo Michael,

sehr mutige Konstruktion hast Du da an Haus geflanscht, die aber unbedingt an der Seite zur Treppe noch Querverstrebungen in beiden Richtungen braucht, denn die seitlichen Scherkräfte, die auf die Gewindestangen der 4 Stützballkenhalter auch bei Winddruck wirken können, sind nicht zu unterschätzen!
Etwa so > ( I/I / ) > Letzter zur / Oberseite der Treppe!

Für die Säule kommt nur eine stabile, aber nicht zu schere Holzsäule auf einer auf einer 500 - 700mm Dm und ca. 60Kg schweren Betonplatte auf Schwingelemente Platte gelagert in Fragen.
> https://www.mattenlager.de/gummimatte-antivibration-20mm?gclid=CjwKCAiAiJPkBRAuEiwAEDXZZTvPc5D4Ub84G2KyyWG1QZZBfPyLiKOK-AP_ <
Kann man in einem Metallring, selber aus groben Splittbeton auf die Gummimatte gießen,
oder man besorg sich einen entsprechend Großen 6-8 cm hohen Fassboden dafür!

Die das Gewicht auf den Bohlen verteilt und doch genügend, mit der Säule verbundenen Masse, unter der Montierung bereit stellt!
Und das bietet auch zum Selbstbau nach meiner Meinung nur diese hier > http://www.schlinzig.de/stativ.htm <

Ich hätte dir auch zu einer Beton oder zu meiner Säule raten können,
> ://www.g2-astronomie.de/phpbb2/userpix/3_Meine_Sule_1.jpg <
> http://www.g2-astronomie.de/phpbb2/userpix/3_saeulenzb1_1.jpg <
die aber ausgefüllt mit Splitt und Betonkonus, sowie Eine aus Vollbeton, zu schwer für die Tragbalken Konstruktion würden!

Diese Säule kannst Du einfach, mit einer Spannschloßhalterung in der Mitte an die Betonplatten ketten, so kann dort Säule oder der Dobson zur Beobachtung bereit gestellt werden.
Das kann mit einer sicheren Indexierung für die Säule, so ausgeführt werden, dass eine gute Einnordnung erhalten bleibt!

Dieser Vorschlag, würde bei einer Überprüfung auf ausreichende Auslegung der Bodenbalken gehen, auch ohne das große Änderungen oder Eingriffe in Deine Konstruktion nötig würden!

Notfalls aber noch mit 1 oder 2 Balken nachrüsten!
Die Senkrechten Balken tragen das, deine schmalen hohen Bodenfundamete vorne aber vielleicht gegen wegdrücken sichern!


Wenn DU die Unterseite der Dachpaneelen mit 5mm Verpackungsfolie
> https://www.bb-verpackungsshop.de/pe-schaumfolie-5-mm-x-50-m-p-86.html?gclid=CjwKCAiAiJPkBRAuEiwAEDXZZbyxYNpLuYyND- zur Isolierung beklebst, ( das geht mit Styroporkleber gut ) gibt es dort keine Taubeschlag an der Innseite der Hütte!
Die findet man auch oft bei Speditionen im Müllcontainer!

So wie ich es hier in meiner Sternwarte das mit Alublech gedeckt ist, gemacht habe und schwarzer Abtönfarbe gestrichen, weil sonst zu viel Umgebungslicht ein gespiegelt wurde!
> http://www.g2-astronomie.de/phpbb2/userpix/3_image003_1.jpg <

Auf deinem Bild # 09, sieht man den stärkeren Taubeschlag / Vereisung an der Tubus - Oberseite, das ist mit einer Isolierung aus PKW Sonnenschutzfolie die nach dem Temperaturausgleich mit Klettverschluss angelegt, so auch für Exkursionen zu dunkleren Plätzen sinnvoll!
Kann bei bleibenden Teleskopen in der Sternwarte natürlich immer drauf bleiben!

Damit sich die Geräte bei geschlossener Sternwarte nicht zu sehr in Hochsommer bis zu ca.50° C und mehr aufheizen, kann man das so wie ich mit einen Thermostat geregeltem Abluft - Lüfter machen!

Nachtrag vom 11.03.2019 21:15 Uhr!
Ich erkenne noch einen Schwachpunkt in Richtung Garten 90° zur Firstrichtung!
Ein starker Winddruck aus der Hauswandrichtung könnte die Hütte in Gartenrichtung kippen lassen, die Wanddübel an den 2 Hausseitigen Balken werden das bei der großen Hebelwirkung und Windfläche der Hütte nicht halten

Es sollte dort unbedingt eine seitliche Abstützung geben in Form eines Stützbogen der über den Plattengehweg reicht und an den Fußboden tragenden Balken ansetzt!
So wie hier, > https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Datei:Lorenzkirche_Querschnitt_Langhaus.jpg <
darauf könnte man dann auch die Dachklappen - Auflage elegant aufbauen!

Bei allem weiteren Ausbau viel Glück, bin für auch für direkte Fragen per E - mail immer offen!

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