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Ü B E R S I C H T    
andiarbeit Erstellt am: 23.09.2018 : 09:12:40 Uhr
Hallo zusammen,

gelegentlich wurde hier gefragt, ob es Uhrwerke gibt, welche LST anzeigen können (so mit Zeiger, in 23:56h eine Runde drehend und so).
Es gibt wohl einen Bausatz dazu:

Link: https://www.tindie.com/products/nsayer/crazy-clock

Beschriebene Funktionen:


"Alternate timebase clocks:

Martian clock - keeps time in Martian Sols. One day is 39 minutes 36 seconds longer than normal.
Sidereal clock - keeps sidereal time. One day is 3 minutes 56 seconds shorter than normal.
Tidal clock - keeps lunar tidal time. One day is 50 minutes 28 seconds longer than normal.
Lunar clock - The hour hand tracks the lunar phase cycle. 12 revolutions of the minute hand take 29.53 days.
Zippy clock - Runs at 5 times normal speed. Useful as a metaphorical display piece showing time moving very quickly."


Ich kannte so ein Teil von der alten Sternwarte, weil man dort in den 1940ern astronomische Zeit- und Ortsbestimmungen vorgenommen hat. Warum kann ich nicht sagen, wahrscheinlich, weil man's tun kann, Nerds gab's damals auch schon. ("Stell' dir vor, du bekommst einen Wild T4 Theodolit in die Finger, was würdest du tun?")

Clear skies
Andreas

D I E    2   L E T Z T E N    A N T W O R T E N    (Neue zuerst)
andiarbeit Erstellt am: 23.09.2018 : 10:27:36 Uhr
Hallo Arndt,
Entschuldigung für meinen leicht flapsigen Ton. LST kann man auch anhand von UTC und seiner Position berechnen. Die angebotene Sternzeituhr scheint hinreichend genau zu gehen und ist bezahlbar.

Wie komme ich darauf: Hintergrund ist, dass ich 300 Seiten der alten Feldbücher ab 1942 unserer Oheims gescannt habe, weil der Bleistift völlig unleserlich geworden ist. Glücklicherweise kommen Scanner damit besser klar. Nächster Schritt war natürlich zu schauen, was die Zahlenkolonnen bedeuten...

Geodätische Astronomie ist wohl eine aussterbende Kulturtechnik. Die letzten Fachbücher, welche dieses Thema und Methoden dazu behandeln stammen aus den 50ern, z.B. der Wälzer von Ramseyer und Konsorten: "Geodätische Astronomie. Band IIa des Handbuchs der Vermessungskunde, Stuttgart 195x" beschreibt ein Verfahren, welches ich dort fand. In der Ausgabe von 1970 taucht das nicht mehr auf.


Liebe Grüsse und clear skies

Andreas

Edit: Es ist ein Reprint bei Amazon aufgetaucht:
https://www.amazon.de/Geod%C3%A4tische-Astronomie-Grundlagen-Albert-Sch%C3%B6dlbauer/dp/3110151480#reader_3110151480
*habenwill*
Arndt Erstellt am: 23.09.2018 : 09:46:43 Uhr
Zitat:
Original erstellt von: Arndt

Hallo Andreas,

[quote]Original erstellt von: andiarbeit
Ich kannte so ein Teil von der alten Sternwarte, weil man dort in den 1940ern astronomische Zeit- und Ortsbestimmungen vorgenommen hat. Warum kann ich nicht sagen, wahrscheinlich, weil man's tun kann, Nerds gab's damals auch schon. ("Stell' dir vor, du bekommst einen Wild T4 Theodolit in die Finger, was würdest du tun?")


Die Leute "in den 1940ern" waren vielleicht Nerds, aber die Uhr hatten sie garantiert nicht deshalb angeschafft. Zeit- und Ortsbestimmungen gehörten sehr lange zu den Hauptaufgaben einer professionellen Sternwarte, teils waren sie in den Augen der Geldgeber sogar der einzige "offizielle" Daseinszweck (Beispiel: Sternwarte Altona, auch wenn die Astronomen dort natürlich auch andere Forschungen betrieben).
Nochmal zur Einordnung (Du hattest es ja schon ansatzweise beschrieben):
Man braucht - übrigens bis heute, nur merkt man's nicht mehr, weil einem die Computersteuerung alles abnimmt - die Sternzeit unbedingt, um ein Teleskop parallaktisch zu positionieren. Zunächst: Als Sternzeit bezeichnet man ja diejenige Rektaszension, die am Beobachtungsort gerade exakt im Süden steht. Ein Objekt wird nun nicht nach Deklination und Rektaszension, sondern nach Deklination und Stundenwinkel eingestellt, also nach dem Winkel, den das einzustellende Objekt mit der Südrichtung bildet. Und das ist schlicht die Differenz zwischen Rektaszension und Sternzeit. Also ist die Sternzeit schonmal ein unverzichtbares Instrument zur Positionierung.
Darüber hinaus hatte "früher" jede professionelle Sternwarte auch deshalb eine Sternzeituhr, weil sie Zeit- und Positionsmessungen durchführte (gerade Zeitdienste gehörten sogar zu den verpflichtenden Hauptaufgaben vieler Sternwarten). Das machte man regulär mit einem Meridiankreis oder "eingesüdeten" Theodoliten, indem man exakt den Zeitpunkt bestimmte, zu dem sie den Meridian überschritten. Man kannte dann zu einem bestimmten Zeitpunkt also die lokale Sternzeit (schlimmstenfalls einfach an der Uhr abgelesen, bei bekannten Sternpositionen reichte der Sternselbst als Referenz aber schon aus) und konnte daraus direkt die Ortszeit berechnen.

Also, Sternzeituhren sind heute auch in meinen Augen tatsächlich eher etwas für "Nerds" (habe selber eine digitale Sternzeituhr in meiner Sternwarte stehen "weil ich's kann" ). Aber früher gehörte sowas aus guten Gründen zur Basisausstattung.

Viele Grüße,
Arndt

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